In der Hausarbeit wird darauf eingegangen, was eine Bildergeschichte ist, was sie ausmacht und wie diese aktuell im Deutschunterricht eingesetzt und behandelt wird. Zudem wird auf das Erzählen an sich eingegangen, um zu zeigen, welche Kriterien hier im Unterricht eine Rolle spielen und wie diese auf die Bildergeschichte übertragen werden. Im Anschluss werden die Kritiken an Bildergeschichten behandelt.
Es wird der Frage nachgegangen, warum diese in der Literatur häufig eher negativ belastet sind sowie auf die Gründe eingegangen, warum Literaten und Didaktiker diese weniger bis überhaupt nicht für die (Grund-)Schule empfehlen. Es werden Alternativen sowie Förderprozesse für Erzählanlässe vorgestellt und es wird herausgearbeitet, warum diese der Bildergeschichte eventuell vorzuziehen sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Bildergeschichten als didaktisches Mittel
2.1 Was sind Bildergeschichten – fachwissenschaftliche Einordnung
2.2 Das Erzählen im Deutschunterricht
2.3 Bildergeschichten im Deutschunterricht
3 Literaturmeinungen zum Thema Bildergeschichte
3.1 Kritiken am Thema als Erzähl- und Schreibanlass
3.2 Alternativen für Erzähl- und Schreibanlässe
4 Vorstellung und Erörterung von erfragten Meinungen
4.1 Empirische Studie
4.2 Auswertung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Bildergeschichten im Grundschulunterricht, analysiert ihre didaktische Einordnung sowie die damit verbundenen fachlichen Kritiken und evaluiert durch eine empirische Erhebung, wie Lehrkräfte dieses Medium in der Praxis einsetzen.
- Didaktische Funktion und theoretische Einordnung von Bildergeschichten
- Das Erzählen im Kontext des Deutschunterrichts
- Kritische Reflexion über den Einsatz von Bildergeschichten als Schreibanlass
- Vorstellung alternativer kreativer Schreibmethoden
- Empirische Auswertung von Lehrerbefragungen zur Unterrichtspraxis
Auszug aus dem Buch
2.1 Was sind Bildergeschichten – fachwissenschaftliche Einordnung
Jeder Erwachsene und vermutlich auch die meisten Kinder, können mit dem Begriff Bildergeschichte etwas anfangen. In der Schulzeit ist keiner darum herumgekommen, mindestens einmal eine Geschichte zu verfassen für die man als Vorlage lediglich ein paar kleine Bilder hatte. Die Beschreibung, die den meisten diesem Stichwort einfallen würde wäre möglicherweise etwas wie: „Ich habe 4 – 6 Bilder vorliegen und muss hierzu eine passende Geschichte verfassen“. Ganz so leicht sind Bildergeschichten aber natürlich nicht zu definieren, die fachwissenschaftliche Einordnung beschreibt diese etwas genauer und allumfassender.
„Bildergeschichten sind Erzählungen, die ausschließlich auf der Abfolge von Bildern beruhen“, welche in ihrer Ausführung auf das Wesentliche beschränkt sind und somit das schnelle Erfassen der Situation möglich machen. Meist handelt es sich hierbei um eine Höhepunkterzählung (bedeutet: Einleitung – Hauptteil mit Höhepunkt – Schluss) mit einer meist witzigen Pointe. In der Grundschule werden sie überwiegend als Schreibanlass für das schriftliche Erzählen verwendet, wobei aus den Bildfolgen ein Ereignis rekonstruiert muss. Darauf genau dies die größte Schwierigkeit für die Schüler*innen darstellt, wird im späteren Teil dieser Arbeit genauer eingegangen.
Da Bildergeschichten, ihre schematisch und prototypisch skizzierten Figuren und die zuvor erwähnte Pointe von Schüler*innen schnell und einfach zu erfassen und zu verstehen sind, erfolgt keine Identifikation mit einem Charaktere aus der Geschichte, sondern lediglich eine flüchtige Betrachtung der Gesamtsituation. In der Schule werden Bildergeschichten häufig für Schreibanlässe verwendet, sind hierbei aber von anderen Gattungen und Unterrichtsmethoden zu unterscheiden. Während Fix die Bildergeschichten neben Erlebniserzählungen, Fantasieerzählungen und Nacherzählungen in die Aufsatzlehre einordnet, sind diese laut Wallrabenstein ein didaktisierendes Medium, also ein Medium, welches für den Sprachunterricht entwickelt wurde, zu sehen. Es wird deutlich, dass letzterer hier also weniger auf die schriftlichen Komponenten dieses Teil des Deutschunterrichts eingeht, sondern seinen Fokus auf die Mündlichkeit legt, die diesem Thema ebenfalls zu Grunde liegt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz von Bildergeschichten im Deutschunterricht und skizziert die Fragestellung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Bildergeschichten als didaktisches Mittel: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Bildergeschichte fachwissenschaftlich und beleuchtet die Grundlagen des Erzählens inklusive der relevanten didaktischen Kriterien im Grundschulalltag.
3 Literaturmeinungen zum Thema Bildergeschichte: Hier wird die Fachliteratur kritisch betrachtet, insbesondere im Hinblick auf die Eignung von Bildergeschichten und es werden alternative Methoden zur Schreibförderung vorgestellt.
4 Vorstellung und Erörterung von erfragten Meinungen: Dieser Teil präsentiert die Durchführung und die Ergebnisse einer empirischen Studie, die Lehrerperspektiven zum Thema erfasst und auswertet.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Stellenwert von Bildergeschichten im Vergleich zu alternativen Unterrichtsansätzen.
Schlüsselwörter
Bildergeschichte, Grundschule, Deutschunterricht, Schreibanlass, Erzählkompetenz, Aufsatzunterricht, Höhepunkterzählung, Bildimpuls, Reizwortgeschichte, Didaktik, empirische Studie, Textproduktion, Schreibprozess, Lehrerbefragung, Sprachunterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktische Rolle von Bildergeschichten als Mittel zum Erzähl- und Schreibanlass im Deutschunterricht der Grundschule.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Definition und Einordnung von Bildergeschichten, die damit verbundenen fachdidaktischen Kritiken sowie die Analyse alternativer Schreibmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist es, zu ergründen, warum Bildergeschichten trotz häufig geäußerter Kritik im Unterricht weiterhin so stark verbreitet sind und welche Erfahrungen Lehrkräfte damit machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Studie mittels Fragebögen, die an Lehrkräfte verteilt wurden.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Ansätze aus der Fachliteratur diskutiert als auch die Ergebnisse der durchgeführten Lehrerbefragung detailliert ausgewertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Neben der Bildergeschichte stehen Schlagworte wie Schreibanlass, Erzählkompetenz, Didaktik und Lehrerperspektive im Mittelpunkt.
Welche Rolle spielt die kritische Auseinandersetzung mit "Bildergeschichten"?
Die Arbeit legt offen, dass Bildergeschichten oft zu rein künstlichen Schreibaufgaben führen, die die Kreativität eher einengen als fördern.
Welche Alternativen werden zur Unterstützung des Schreibprozesses genannt?
Als Alternativen werden unter anderem Bildimpulse, Reizwortgeschichten sowie die „PIRSCH+ Strategie“ zur Strukturierung von Texten hervorgehoben.
Warum fällt es Schülern oft schwer, eine Bildergeschichte zu schreiben?
Die kognitive Herausforderung, aus statischen Bildern eine kohärente Geschichte mit Höhepunkt zu konstruieren, überfordert viele Kinder, sodass sie oft in bloße Bildbeschreibungen verfallen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Bildergeschichten als didaktisches Mittel in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278413