Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Relationships and Family

Frauenhandel in Deutschland und Europa

Title: Frauenhandel in Deutschland und Europa

Term Paper , 2008 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Geier (Author)

Sociology - Relationships and Family
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Handel mit Menschen stellt eines der schlimmsten Verbrechen unserer Zeit dar. Gerade im Zusammenhang mit der Anti-Globalisierungsbewegung werden in den letzten Jahren vermehrt Missstände öffentlich, die den Missbrauch von Menschen und ihrer Arbeitskraft zeigen. Neben den zahlreichen Formen des Missbrauchs der menschlichen Arbeitskraft stellen Sklaverei und Menschenhandel die schlimmsten und drastischsten dar. Der Handel mit Menschen und deren Versklavung beinhalten massive Menschenrechtsverletzungen, die von einem Verlust der Freiheit bis hin zu schweren körperlichen Misshandlungen reichen. Innerhalb Deutschlands und Europas ist vor allem die Form des Frauenhandels anzutreffen. Hierin werden die meist jungen Frauen hauptsächlich zu sexuellen Zwecken ausgebeutet. „Sex trafficking is considered the largest specific subcategory of transnational modern-day slavery.” Wie diese Arbeit zeigen wird, ist der Handel mit Frauen kein ausschließlich gegenwärtiges Phänomen, sondern ein geschichtlich weit zurückreichendes, das allerdings in der heutigen Zeit extrem prosperiert. Doch worin liegen die Ursachen für die Betroffenheit von Frauen, für den starken Anstieg der Gewalttaten und welche Maßnahmen können dem Frauenhandel entgegensteuern? Neben diesen Fragen versucht diese Arbeit, zunächst das Phänomen des Frauenhandels anhand der vorrangigen Erscheiungsformen sowie strafrechtlich zu erfassen. Darueber hinaus werden geschichtliche Hintergründe dargestellt, das derzeitig vorrangige Erscheinungsbild aufgezeigt und verdeutlicht, welche Rolle die unterschiedlichen Akteure in diesem Kriminalitätsbereich spielen. Schließlich werden Maßnahmen erläutert, die dem Schutz der Opfer dienen sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zwangsprostitution und Heiratshandel

2.1 Geschichte des Frauenhandels und der Zwangsprostitution

2.2 Geschichte des Frauenhandels und der Zwangsprostitution in Deutschland

3. Zwangsprostitution in Deutschland und Europa

3.1 Zahlen und Fakten

3.2 Die Lage der Frauen in den Herkunftsländern

3.3 Die Ursachen der Migration

3.4 Die Situation in den Zielländern

3.5 Die Opfer in Deutschland

3.6 Täter/innen

4. Forderungen und Maßnahmen gegen den Handel mit Frauen

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das Phänomen des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung umfassend zu erfassen, historische Hintergründe aufzuarbeiten sowie aktuelle Ursachen und Erscheinungsformen zu analysieren, um daraus effektive Maßnahmen für den Opferschutz und die Bekämpfung der Täterstrukturen abzuleiten.

  • Historische Entwicklung des Frauenhandels von der Antike bis zur Gegenwart
  • Sozioökonomische Ursachen und Migrationsfaktoren in Herkunftsländern
  • Die Situation von Zwangsprostituierten in Zielländern wie Deutschland
  • Täterprofile und Organisationsstrukturen im Menschenhandel
  • Politische und gesellschaftliche Forderungen zur Verbesserung der Opfersituation

Auszug aus dem Buch

Die Situation in den Zielländern

Um die Frauen auf ihren Arbeitsalltag vorzubereiten, werden sie vorweg häufig systematisch von den Zuhältern und Bordellbesitzern vergewaltigt. Pässe und Dokumente werden den Frauen abgenommen. Sie werden mit Misshandlungen, wie Schlägen, durch Drogen, durch Aushungern, mit Drohungen gegen sie selbst und ihre Familien, mit dem Druckmittel der Schuldenrückzahlung, durch die Wegnahme bzw. dem Einbehalten von Geldmitteln, sowie durch emotionale Abhängigkeiten gefügig gemacht und gebrochen. Im Falle einer Inanspruchnahme von Hilfe wird den Frauen suggeriert, aufgrund des illegalen Aufenthalts abgeschoben zu werden, in Abschiebehaft zu kommen oder an korrupte Beamte zu geraten. Außerdem würden sie selbst und ihre Familienangehörigen im Herkunftsstaat zur Rechenschaft gezogen. Die Frauen sind ferner durch permanente Ortswechsel, durch sprachliche und kulturelle Schwierigkeiten, sowie durch eine teilweise vorherrschende Isolation extrem eingeschüchtert, verunsichert, verängstigt und desorientiert.

Daher sind sie kaum mehr in der Lage, Hilfe zu beanspruchen oder aus dem Zwangsverhältnis auszubrechen. „Dass nur wenige als Sklaven gehaltene Menschen von ihren Peinigern fliehen, hat viele Gründe. Dazu zählen etwa die Angst vor der Polizei und den Einwanderungsbehörden ebenso wie mangelnde Orts- und Sprachkenntnisse.“

Zu den bereits beschriebenen Belastungen kommt täglich eine hohe Anzahl von Freiern, mit denen die Frauen, entsprechend deren sexuellen Vorliebe, ungeschützt schlafen müssen. “Some [women] have sex with as many as 40 men a day.“ Dabei ist es ihnen nicht möglich, Freier oder bestimmte Sozialpraktiken abzulehnen. Geld verdienen die Frauen dabei kaum oder gar nicht. Von den Menschenhändler/innen und Bordellbesitzern/innen werden ihnen hohe Schulden für den Transport und Ausreispapiere vorgehalten. Diese Schulden können sich nach dem Trafficking in Persons Report des US-Außenministeriums von 2007 auf bis zu 40.000 britische Pfund belaufen. Die Frauen sind aufgrund der laufenden Kosten für die Unterkunft, Nahrung und Hygieneartikel nicht in der Lage, die überhöhten Schulden abzubezahlen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert Menschenhandel als gravierende Menschenrechtsverletzung und formuliert die zentralen Forschungsfragen hinsichtlich Ursachen, Erscheinungsbild und Schutzmaßnahmen.

2. Zwangsprostitution und Heiratshandel: Das Kapitel erläutert die Mechanismen der sexuellen Ausbeutung und des Heiratshandels und skizziert die historische Entwicklung des Frauenhandels.

3. Zwangsprostitution in Deutschland und Europa: Dieser Abschnitt analysiert das aktuelle Ausmaß, die Herkunft der Opfer, sozioökonomische Migrationsgründe sowie Täterstrukturen und die Lebensrealität in den Zielländern.

4. Forderungen und Maßnahmen gegen den Handel mit Frauen: Es werden notwendige politische, juristische und gesellschaftliche Strategien zur Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz der Betroffenen diskutiert.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass Menschenhandel ein globales Problem bleibt, das durch gesellschaftliche Stärkung, effektiven Opferschutz und einen veränderten Umgang mit der Nachfrage bekämpft werden muss.

Schlüsselwörter

Menschenhandel, Zwangsprostitution, Heiratshandel, Menschenrechte, sexuelle Ausbeutung, Migration, Opferhilfe, Täterstrukturen, Armut, Zielländer, Herkunftsländer, Prävention, Opferschutz, Strafverfolgung, Organisierte Kriminalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, wobei insbesondere die historische Entwicklung, die sozioökonomischen Ursachen und die prekäre Lage der betroffenen Frauen im Fokus stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Ausbeutung im Prostitutionsmilieu, die Rolle von Täternetzwerken, die Push-Faktoren der Migration aus Mittel- und Osteuropa sowie staatliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Handels.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Komplexität des Menschenhandels aufzuzeigen und weitreichende Lösungsansätze zu formulieren, die den Opferschutz in den Vordergrund stellen, anstatt nur die strafrechtliche Bestrafung der Täter zu verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Analyse, die auf der Auswertung aktueller Lageberichte, internationaler Studien, statistischer Daten und Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Einordnung, der Analyse der Migrationsursachen aus den Herkunftsstaaten, den Arbeitsbedingungen der Betroffenen in den Zielländern sowie der Identifizierung von Tätergruppen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zwangsprostitution, Frauenhandel, Migrationsdruck, Opferschutz, Sozioökonomisches Ungleichgewicht und Täteridentifizierung.

Warum spielt die Armut eine so entscheidende Rolle für die Migration?

Armut und die damit verbundene Hoffnung auf eine bessere Zukunft machen Frauen anfälliger für die falschen Versprechungen von Menschenhändlern, da sie die Auswanderung häufig als letzte Überlebensstrategie betrachten.

Welche Rolle spielen Freier bei der Aufrechterhaltung des Menschenhandels?

Freier bilden die Nachfrageseite, deren Verhalten durch Sensibilisierung und rechtliche Sanktionen verändert werden soll, da die in Kauf genommene oder aktiv unterstützte Ausbeutung das Geschäftsmodell erst ermöglicht.

Warum ist die Identifizierung der Opfer als solche so wichtig?

Häufig werden Betroffene aufgrund ihres illegalen Aufenthaltsstatus primär als Gesetzesbrecherinnen behandelt und abgeschoben, was ihre Lage weiter verschlechtert und eine erfolgreiche Zeugenaussage gegen die Täter verhindert.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Frauenhandel in Deutschland und Europa
College
University of Siegen
Grade
1,0
Author
Katrin Geier (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V127958
ISBN (eBook)
9783640344918
ISBN (Book)
9783640344628
Language
German
Tags
Frauenhandel Deutschland Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Geier (Author), 2008, Frauenhandel in Deutschland und Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127958
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  28  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint