Das TRX®-Training hat in den letzten Jahren einen wahren Trend erfahren und gilt als exzellentes Rumpfmuskulaturtraining. Diese Tatsache soll in folgender Studie beleuchtet werden, indem die Wirksamkeit des Trainingsgerätes „TRX®-Schlingentrainer“ untersucht wird. In den letzten Jahren hat das Training mit dem eigenen Körpergewicht dank seiner Praktikabilität enorm an Attraktivität dazu gewonnen und die Industrie hat es sich zu Nutzen gemacht, diesen Umstand durch entsprechende Geräte zu unterstützen. Vor allem die Haltungsschäden vorbeugende Rumpfmuskulatur steht im Fokus diverser Übungen. Das TRX®-Training soll den Schwierigkeitsgrad im Vergleich zu einem klassischen Unterarmstütz erhöhen. Kann dieser in punkto Muskelaktivität – gemessen an der Maximalkraftleistung – höhere Werte in der Rumpfmuskulatur erzeugen als eine klassische Stützübung, welche keinerlei Geräte bedarf, und ist somit ein nützliches Trainingsgerät, das seinen hohen Anschaffungspreis wert ist?
Es wurden in einer Querschnittsstudie mittels EMG-Technik die Muskelaktivitäten des M. erector spinae (ES), M. obliquus externus abdominis (OE), M. rectus abdominis (RA), M. deltoideus (DE) und M. pectoralis major (PM) von 25 Gießener Studenten (m = 12; w = 13) gemessen. Die Probanden waren in zwei Versuchsgruppen untergliedert: Kraftsporterfahrene (seit mind. einem halben Jahr zweimal wöchentlich eine Stunde; n = 13) und -unerfahrene Teilnehmer (n = 12). Nach den Maximalkraftmessungen galt es in je zwei Durchgängen einen fünfsekündigen Unterarmstütz unter drei verschiedenen Bedingungen durchzuführen: Auf dem Boden, dem TOGU®- Ball und im TRX®.
Inhaltsverzeichnis
Abstract – deutsch
Abstract – English
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Anatomische Aspekte
2.1.1 M. pectoralis major
2.1.2 M. deltoideus
2.1.3 M. rectus abdominis
2.1.4 M. obliquus externus abdominis
2.1.5 M. erector spinae
2.2 Trainingswissenschaftliche Aspekte
2.2.1 Die Bedeutung des Krafttrainings
2.2.2 Funktionstraining
2.3 Aktueller Forschungsstand
3. Durchführung / Methoden
3.1 Versuchsaufbau
3.2 Materialauswahl
3.2.1 Elektromyographie
3.2.2 Elektroden
3.2.4 TRX®
3.2.5 TOGU®
3.3 Versuchsablauf
3.3.1 Vorbereitung
3.3.2 Erwärmung
3.3.3 MVC-Messung
3.3.4 Hauptmessung
4. Resultate
4.1 Statistische Analyse
4.2 Ergebnisse des Fragebogens
4.3 Ergebnisse des Unterarmstützes
5. Diskussion
6. Zusammenfassung / Ausblick
7. Anhang
7.1 Zusätzliche Abbildungen
7.1.1 Fragebogen zur Studie
7.1.2 Einverständniserklärung
7.1.3 Abbildungen zur Elektrodenbefestigung
7.1.4 Abbildungen zur Hauptmessung
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die Wirksamkeit des TRX®-Schlingentrainers im direkten Vergleich zum klassischen Unterarmstütz auf stabilem Untergrund hinsichtlich der Muskelaktivität in der Rumpfmuskulatur bei kraftsporterfahrenen Personen zu untersuchen.
- Vergleich der elektromyographischen Aktivität der Rumpfmuskulatur
- Einsatz von TRX®-Schlingentrainer im Vergleich zu Bodenübungen
- Analyse der Muskelaktivität bei trainierten Sportlern
- Evaluation des Schwierigkeitsgrads und der Trainingsreize
- Überprüfung der Bedeutung des Funktionstrainings
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Die Bedeutung des Krafttrainings
Die heutige Gesellschaft gestaltet zunehmend eine Etablierung von Hilfsmitteln aus, die die Notwendigkeit einer selbstständigen Bewegung eliminiert. Darunter fallen zum Beispiel Autos, Rolltreppen und Fahrstühle. (Baur et al., 2008, S. 8)
Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist das schnellere Gelangen von A nach B. Dass jedoch gerade dieser wirtschaftliche Fortschritt Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus und Hypertonie in sich birgt, wird häufig außer Acht gelassen.
Umso wichtiger erscheint es, durch gezieltes Sporttreiben einen Ausgleich zu schaffen. Gerade das Krafttraining ist von entscheidender Wichtigkeit.
Krafttraining ist als „Konfrontation des Körpers mit überschwelligen Belastungsreizen“ (Gottlob, 2013, S. IV) definiert. Durch jene Belastungsreize kommt es zu muskulären Adaptationen. Der Wirkungszusammenhang zwischen Muskeln und der Prävention von Krankheiten erschließt sich daraus, dass durch den durch Muskeln verursachten Energieverbrauch Krankheiten vorgebeugt wird. (Baur et al., 2008, S. 8)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstandes TRX®-Schlingentrainer und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Muskelaktivität im Vergleich zum klassischen Unterarmstütz.
2. Theoretischer Hintergrund: Detaillierte anatomische Beschreibung der beteiligten Muskelgruppen sowie Erläuterung der trainingswissenschaftlichen Grundlagen und des aktuellen Forschungsstandes.
3. Durchführung / Methoden: Beschreibung des Studiendesigns, der Materialwahl (EMG, TRX®, TOGU®) sowie des methodischen Vorgehens bei Vorbereitung, Erwärmung und der MVC- sowie Hauptmessung.
4. Resultate: Darstellung der statistischen Analyse der erhobenen EMG-Daten und der Ergebnisse des Fragebogens zu den Sportgewohnheiten der Probanden.
5. Diskussion: Interpretation der Messergebnisse, kritische Reflexion des Studiendesigns und Einordnung der Ergebnisse in den Kontext bestehender Forschung.
6. Zusammenfassung / Ausblick: Fazit zur Eignung des TRX®-Trainings und Empfehlungen für weiterführende Studien mit heterogeneren Probandengruppen.
Schlüsselwörter
TRX®-Schlingentraining, Elektromyographie, Muskelaktivität, Rumpfmuskulatur, Unterarmstütz, Krafttraining, Funktionstraining, Instabiler Untergrund, Anatomie, Sportwissenschaft, Trainingseffektivität, EMG, Rumpfstabilität, Belastungsreize, Studienanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des TRX®-Schlingentrainings im Vergleich zu herkömmlichen Bodenübungen zur Aktivierung der Rumpfmuskulatur.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Anatomie der Rumpfmuskeln, der Methodik der Elektromyographie sowie den trainingswissenschaftlichen Aspekten von instabilem Training und Krafttraining.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Es wird untersucht, ob ein Schlingentrainer eine höhere Muskelaktivität bei der Ausführung eines Unterarmstützes erzielen kann als eine Übung auf festem Boden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Es wurde eine Querschnittsstudie mit EMG-Technik durchgeführt, um die Muskelaktivität verschiedener Rumpf- und Hilfsmuskeln von 25 Probanden zu messen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Methodik der Datenerhebung und eine ausführliche Auswertung und Diskussion der gewonnenen elektromyographischen Ergebnisse.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind TRX®-Training, Elektromyographie (EMG), Rumpfmuskulatur, Instabilitätstraining und Belastungsreize.
Warum ist die Wahl des instabilen Untergrunds entscheidend?
Der Autor führt aus, dass Instabilität den Körper zwingt, mehr Leistug zu erbringen, um die Position zu halten, was zu einer erhöhten muskulären Aktivierung führt.
Wie wurde sichergestellt, dass die EMG-Daten vergleichbar sind?
Durch die Messung der Maximallkraft (MVC) konnten die Rohdaten der Übungen relativiert und prozentual vergleichbar gemacht werden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2015, Die Wirksamkeit des Geräts "TRX®-Schlingentrainer". Vergleich der elektromyographischen Aktivität der Rumpfmuskulatur bei der Ausführung einer Unterarmstützübung mit und ohne Trainingsgerät, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280364