Geschlechtsspezifische Unterschiede im Unterricht


Hausarbeit, 2006

7 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Koedukation
2.1 Der Begriff Koedukation und seine Bedeutung für den Schulalltag
2.2 Jungen und Mädchen im Unterricht
2.3 Geschlechtsspezifische Unterschiede aus der Lehrerperspektive

3. Schlussbemerkung

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der folgenden Hausarbeit befasse ich mich mit dem Thema der „geschlechterspezifischen Unterschiede im Unterricht“.

Zunächst werde ich den Begriff der Koedukation und seine Bedeutung für den schulischen Alltag erläutern.

Der Hauptteil meiner Arbeit beinhaltet Beispiele, welche die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen aufführen und ihre Wirkung auf den Schulalltag verdeutlichen.

Im abschließenden Teil werde ich die verwendete Literatur kritisch überprüfen und meine eigene Meinung zu diesem Thema äußern.

2. Koedukation

Die heutige Gesellschaft ist gekennzeichnet durch das Streben nach sozialem Aufstieg und dem damit verbundenen Konkurrenzdenken der Menschen.

Der soziale Wandel wirkt sich nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der Familie aus. Demnach führen der Wandel in der Familie und das neue Rollenverständnis der Frau dazu, dass innerhalb der Gesellschaft eine gleichberechtigte Chancenverteilung zwischen Frauen und Männer gefordert wird.

Die Einführung der Koedukation ist in diesem Themenbereich von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund werde ich im ersten Teil meiner Hausarbeit den Begriff der Koedukation zunächst erklären und anschließend auf den Schulalltag der Kinder beziehen.

2.1 Der Begriff der Koedukation und seine Bedeutung für den Schulalltag

Die Forderung nach einer geschlechterspezifischen Chancengleichheit in der Gesellschaft stellt eine Herausforderung an die Schule dar durch Koedukation ein Gleichgewicht zwischen Jungen und Mädchen herzustellen.

Der Begriff der Koedukation, umfasst die gemeinsame Erziehung von Jungen und Mädchen in Schulen und Internaten [vgl.: Glumpler, Edith: Koedukation – Entwicklung und Perspektiven. Forschungsergebnisse zur Koedukation und ihre Bedeutung für LehrerInnenbildung. In: Glumpler, Edith (Hrsg.): Koedukation – Entwicklungen und Perspektiven. Bad Heilbrunn, 1994, S.9-11].

Im Folgenden wird deutlich, dass die Differenz zwischen den Geschlechtern im Schulalltag jedoch auch heute noch Bestand hat.

Warum sonst werden Fächer wie Mathematik den Jungen und Sprachen den Mädchen zugeschrieben?

In der Schule werden die geschlechterspezifischen Merkmale, die durch die Einführung der Koedukation abgebaut werden sollten, gefördert. Demnach werden diejenigen Leistungen, die den klischeehaften Rollenerwartungen widersprechen, weniger beachtet, als diese, die dem Geschlecht von vornherein zugesprochen werden.

„Nun ist hinreichend bekannt, daß [sic] es auch noch einen „heimlichen Lehrplan“ gibt, mit dem mehr oder weniger bewußt [sic] und beabsichtigt, Normen und Werte der Gesellschaft tradiert werden“ [Weschke-Meißner, Margret: Der stille Beitrag der Mädchen zur Schulkultur. In: Horstkemper, Marianne; Wagner-Winterhager, Louise (Hrsg.): Die deutsche Schule. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Bildungspolitik und pädagogische Praxis. Mädchen und Jungen – Männer und Frauen in der Schule, o.O. 1990, S. 89].

Dies begründet, warum in den Medien, männliche Wissenschaftler weitaus häufiger vertreten sind als weibliche.

2.2 Jungen und Mädchen im Unterricht

Im Unterricht werden Mädchen zunehmend als so genannte „Puffer“ in eine Gruppe von Jungen integriert, um für ein soziales Arbeitsklima zu sorgen. Die Anwesenheit von stillen und freundlichen Mädchen führt dazu, dass innerhalb der Gruppe eine hohe Leistungsbereitschaft herrscht und sich die Jungen dem ruhigen Charakter der Mädchen schrittweise annähern. Das persönliche Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen wird gestärkt und verringert das Risiko von Streitereien und anderen Unterrichtstörungen. Wohingegen die Gruppenarbeit mit Mädchen im jüngeren Alter als unangenehm empfunden wurde, werden Mädchen ab einem bestimmten Alter als Gruppenmitglieder akzeptiert. Sie stellen keine ernsthafte Konkurrenz für die Jungen dar. Selbst wenn ihre Leistungen viel besser sind als die der Jungen zeigen sie dies nicht und halten sich generell eher im Hintergrund.

Der Umgang mit Mädchen wirkt sich nicht nur durch die erhöhte Leistungsmotivation der Jungen aus, sondern bietet den Jungen darüber hinaus die Möglichkeit ihre Persönlichkeit frei zu entfalten. In den Pausen oder am Nachmittag weisen Jungen bevorzugt ein distanziertes und „cooles“ Verhalten auf. Die Beziehung zu Mädchen erlaubt den Jungen erstmals sowohl Stärken als auch Schwächen zu zeigen.

Die Einführung der Koedukation hat veranlasst, dass sich die beiden Geschlechter einander annähern und die sowohl positiven als auch negativen Charaktereigenschaften des anderen Geschlechts kennen lernen können.

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Geschlechtsspezifische Unterschiede im Unterricht
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Orientierungsveranstaltung ESL
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
7
Katalognummer
V128238
ISBN (eBook)
9783640344949
Dateigröße
389 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschlechtsspezifische, Unterschiede, Unterricht
Arbeit zitieren
Claudia Waindok (Autor), 2006, Geschlechtsspezifische Unterschiede im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128238

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