In dieser Ausarbeitung soll die Frage geklärt werden, welchen Prozess die Clown-Figur in der Popkultur unternimmt und welche Merkmale dieses Charakterisieren. Dabei soll zunächst die Entstehung des Clowns aufgezeigt sowie dessen ursprüngliche Funktion dargestellt werden. Danach werden anhand von wissenschaftlicher Literatur Merkmale der modernen Clown-Gestalt herausgearbeitet. Diese aufgestellten Merkmale sollen dann auf die filmische Darstellung von ES (Pennywise der tanzende Clown, 2017) bezogen werden. Dabei berücksichtigt werden ebenfalls traditionelle clowneske Charakteristika, damit dargestellt werden kann, inwiefern der Entwicklungsprozess der Figur stattfindet.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Die Entstehung der Clown-Figur – ein historischer Umriss
1.1 Etymologie des Clown Begriffs
1.2. Die „Geschichte“ des Clowns – Ursprünge, Abstammung, Ahnen und Funktionen
2. Prototyp Clown
2.1. Die Merkmale der prototypischen Clown-Figur
3. Clowns in der Popkultur – eine Entwicklung
3.1 Der „Evil-Killer-Clown“
3.2. Der Horrorclown am Beispiel von Pennywise
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Clown-Figur von ihrer historischen Rolle als unterhaltender Spaßmacher hin zu ihrer modernen Darstellung als Horrorgestalt in der Popkultur, mit einem besonderen Fokus auf die filmische Inszenierung.
- Historische Entwicklung und etymologische Herleitung des Clowns
- Merkmale der prototypischen, klassischen Clown-Figur
- Analyse des „Evil-Killer-Clown“-Phänomens
- Detaillierte Untersuchung des Horrorclowns Pennywise aus der Neuverfilmung von ES (2017)
- Interdisziplinäre Betrachtung von Angstmotiven und übermenschlichen Charakteristika
Auszug aus dem Buch
3.1. Der „Evil-Killer-Clown“
In der heutigen Gesellschaft hat sich die Betrachtung des Clowns grundlegend verändert. Die vorher herrschenden Assoziationen des Clowns mit Karneval, Zirkus, einem schrillen Kostüm sowie Komik, verschieben sich nun hinzu Angst und Abscheu. Spratley argumentiert, dass die immer häufiger auftretende Phobie gegenüber Clowns, vor allem mit dem Erscheinen des Buches IT (Pennywise the dancing Clown) von Stephen King im Jahr 1986 sowie dessen Verfilmung im Jahr 1990 zusammenhängt. Viele der Menschen, die in den 1980er/90er Jahren aufwuchsen gaben an, dass ihre Furcht besonders daher resultiere. Spratley spricht somit die sich verändernde Darstellung von Clowns in den Medien an. Während in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts traurige Clowns die Leinwände dominieren, kommt es in den 1970er Jahren zu einer signifikanten Verschiebung. Die Figuren treten nun in angsteinflößenden Kostümen auf und nähren sich zunehmend dem popkulturellen Phänomen des „Evil-Killer-Clowns“. Inwiefern sich die neu geschaffene, böse Clown-Figur charakterisiert, soll im Folgenden kurz vorgestellt werden.
Der „Evil-Killer-Clown“ weicht sowohl von seinem Handeln, als auch von seiner Erscheinung vom traditionellen Bild ab, wobei das Erzeugen von Angst und Gefahr eine wichtige Rolle spielt. Besonders sein Gesicht, welches sich nun durch Narben, Blut sowie Deformität auszeichnet, ist signifikant für sein Auftreten. Des Weiteren nimmt die neue Clown-Figur eine „Grenzüberschreitung“ vor, indem diese die vorgegebene Rahmenbedingung bzw. Assoziation des Komischen verlässt. Das Verlassen der natürlichen und vom Rezipienten zugeschriebenen Umgebung sowie das unvorhersehbare Auftreten an ungewöhnlichen Orten, verbindet Komik mit Horror und sorgt dafür, dass Angst hervorgerufen wird. Spratley stellt bezüglich des „Evil-Killer-Clowns“ drei Merkmale auf, die einen Clown zu einem modernen Horrorclown machen: Deformität, Gewalt/Brutalität und Verrücktheit. Sharma und Augustin erweitern diese Merkmale um ein zusätzliches: Übermenschlichkeit/Übernatürlichkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der sich wandelnden Clown-Darstellung ein und definiert das Ziel, den Übergang vom Spaßmacher zur Horrorgestalt anhand des Films ES (2017) zu analysieren.
1. Die Entstehung der Clown-Figur – ein historischer Umriss: Hier wird die Etymologie des Begriffs sowie die historische Herkunft von den römischen Saturnalien über den Hofnarren bis zum Zirkusclown beleuchtet.
2. Prototyp Clown: Dieses Kapitel arbeitet die Merkmale des traditionellen Clowns heraus, wie das extravagante Kostüm und die Funktion als Spaßmacher, der Lachen generiert.
3. Clowns in der Popkultur – eine Entwicklung: Der Hauptteil untersucht den Wandel zum „Evil-Killer-Clown“ und analysiert Pennywise als Horrorfigur anhand von Deformität, Gewalt, Verrücktheit und Übernatürlichkeit.
Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Entwicklung des modernen Horrorclowns maßgeblich durch neue audiovisuelle Medien geprägt wurde und das wachsende Interesse an dieser neuen Clown-Gestalt verdeutlicht.
Schlüsselwörter
Clown, Popkultur, Horror, Evil-Killer-Clown, Pennywise, ES, Film, Narren, Zirkus, Entstehung, Deformität, Gewalt, Verrücktheit, Übernatürlichkeit, Entwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert den Wandel der Clown-Figur von einer traditionell komischen Rolle im Zirkus und Theater hin zu einer bedrohlichen Horrorgestalt in der modernen Popkultur.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit verbindet historische Aspekte der Clownsgeschichte mit medienwissenschaftlichen Analysen zur filmischen Wirkung und psychologischen Wirkung der Horrorfigur.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es, den Prozess und die Merkmale der Entwicklung der Clown-Figur zur Horrorgestalt zu identifizieren und diese anhand der Darstellung des Pennywise in dem Film ES (2017) wissenschaftlich zu belegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturgestützte Analyse durchgeführt, die historische Hintergründe und filmwissenschaftliche Merkmale auf das Fallbeispiel des Pennywise anwendet.
Was wird primär im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Definition des „Evil-Killer-Clowns“ und die Anwendung der Merkmale Deformität, Gewalt, Verrücktheit und Übernatürlichkeit auf die Figur aus dem Film ES.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Clown-Phobie, gesellschaftlicher Wandel, Horror-Genre, Evil-Killer-Clown und Übernatürlichkeit definiert.
Warum spielt die Kanalisation in der Analyse eine wichtige Rolle?
Die Kanalisation dient als Symbol für einen Ort, der Ekel und Abscheu hervorruft, und unterstreicht, wie der Horrorclown seine Rahmenumgebung gezielt verlässt, um Verwirrung und Angst zu stiften.
Wie unterscheidet sich der Pennywise der Neuverfilmung vom traditionellen Zirkusclown?
Während der traditionelle Clown laut Historie Lachen und Heiterkeit erzeugen soll, nutzt Pennywise prototypische Zirkuselemente wie den Ballon, um sie in ein horrendes, gewalttätiges Szenario zu transformieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Clowns in der Popkultur - eine Entwicklung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1284374