Perspektiven auf Macht in der Sozialen Arbeit am Beispiel der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Wie kann Soziale Arbeit in der Heimerziehung machtsensibel handeln und behindernde Machtstrukturen abbauen?


Bachelorarbeit, 2022

67 Seiten, Note: 1,0


Inhaltsangabe oder Einleitung

Die strukturleitende Fragestellung dieser Arbeit lautet: Wie kann Soziale Arbeit in der Heimerziehung machtsensibel handeln und behindernde Machtstrukturen abbauen? Adressat*innen der Heimerziehung als eine der vulnerabelsten und offensichtlich machtlosesten Gruppen der menschlichen Gesellschaft soll hierdurch besondere Beachtung geschenkt werden. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle von Macht in der Heimerziehung darzustellen und Veränderungsmöglichkeiten anzubieten. Es soll ein Bewusstsein für unsichtbare Prozesse entstehen und aufgezeigt werden, wie Sozialarbeiter*innen handeln können, um ungerechte Machtstrukturen zum Positiven zu verändern.

Macht – ein Wort, welches vor allem mit negativen Assoziationen verbunden ist und viele Menschen bereits beim Lesen abschrecken dürfte. So kreisen die Gedanken entsprechend dazu um Unterdrückung, Ungleichbehandlung und Gewalt. Folglich scheint es auf den ersten Blick nur nachvollziehbar, dass die Band Ton Steine Scherben im Jahr 1972 bereits mit ihrem zur Parole gewordenen Albumtitel "Keine Macht für Niemand" fordert. Doch so einfach, wie der Albumtitel es vermuten lässt, ist es um die Macht nicht bestellt. Macht ist nämlich überall zu finden, wo Menschen miteinander in Verbindung treten, Gemeinschaften bilden, interagieren und ihr Verhalten aufeinander abstimmen. Es entstehen hierbei in Aushandlungsprozessen gemeinsame Regeln, Ordnungen und Absprachen für ein Zusammenleben. Diese sozialen Ordnungen schränken die Freiheiten von allen Mitgliedern einer Gemeinschaft ein und weisen bestimmte Freiheiten und Einschränkungen bestimmten Rollen zu. Die Entwicklung von sozialen Ordnungen zwischen Menschen ist unvermeidbar. Daher ist auch keine soziale Beziehung vollkommen von Macht befreit.

Diese Arbeit widmet sich daher dem scheinbar omnipräsenten Thema: Perspektiven auf Macht in der Sozialen Arbeit am Beispiel der stationären Kin-der- und Jugendhilfe. Soziale Arbeit bewegt sich grundsätzlich innerhalb sozialer Beziehungen und übt dabei Hilfe und Kontrolle aus, weshalb sie untrennbar mit Macht verbunden ist. Es scheint daher nicht verwunderlich, dass auch die Erziehung eines jungen Menschen von Macht durchzogen ist, da sie eindeutig als soziale Beziehung erkennbar ist. Mehr noch ist Macht ein elementarer Bestandteil von Erziehung. So ist die stationäre Kinder- und Jugendhilfe in Bezug auf Macht ein besonders beachtenswertes Tätigkeitsfeld, da die Erziehung von Kindern und Jugendlichen die primäre Aufgabe bildet.

Details

Titel
Perspektiven auf Macht in der Sozialen Arbeit am Beispiel der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Untertitel
Wie kann Soziale Arbeit in der Heimerziehung machtsensibel handeln und behindernde Machtstrukturen abbauen?
Hochschule
Hochschule Hannover
Note
1,0
Autor
Jahr
2022
Seiten
67
Katalognummer
V1284807
ISBN (eBook)
9783346742636
ISBN (Buch)
9783346742643
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Macht, Max Weber, Hannah Arendt, Heinrich Popitz, Herrschaft, Kinder- und Jugendhilfe, Heimerziehung, Wohngruppe, Silvia Staub-Bernasconi, Tripelmandat, Doppelmandat, Kritische Soziale Arbeit, Ethik, Menschenrechtsprofession, Machtstrukturen, Legitim, Legal
Arbeit zitieren
Christopher Feles (Autor:in), 2022, Perspektiven auf Macht in der Sozialen Arbeit am Beispiel der stationären Kinder- und Jugendhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1284807

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