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Geschlechterspezifische Berufsbildern bei Kinderspielzeugen und das Konzept der Heteronormativität

Titel: Geschlechterspezifische Berufsbildern bei Kinderspielzeugen und das Konzept der Heteronormativität

Hausarbeit , 2022 , 7 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Leonie Hollers (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Ausarbeitung soll es um die stereotypischen geschlechterspezifischen Berufsbilder von Kinderspielzeugen gehen und wie diese im Zusammenhang mit dem Konzept der Heteronormativität stehen. Hierbei wird sich auf zwei Kinderspielzeuge von Playmobil fokussiert, um an diesen gezielten Beispielen die Unterschiede der in den Spielzeugen dargestellten Tätigkeiten und Berufe zu erklären.

Anfangs wird die Alltagsbeobachtung der geschlechterspezifischen Berufsbilder in Kinderspielzeugen erläutert. Danach wird das Konzept der Heteronormativität thematisiert, damit im nächsten Kapitel ein Zusammenhang zwischen den beiden Themen gezogen werden kann. Die Ausarbeitung endet mit einem Fazit und mit einem Ausblick, der auf dem letzten Kapitel, dem Zusammenhang der beiden Themenbereiche, aufbaut.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Alltagbeobachtung: Geschlechterspezifische Berufsbilder bei Kinderspielzeugen

3 Das Konzept der Heteronormativität

4 Der Zusammenhang von Heteronormativität und der Beobachtung

5 Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen stereotypen, geschlechterspezifischen Berufsbildern in Kinderspielzeugen und der gesellschaftlichen Theorie der Heteronormativität, um aufzuzeigen, wie Spielzeugmärkte gängige Rollenbilder bereits im frühen Kindesalter reproduzieren und festigen.

  • Analyse geschlechterspezifischer Vermarktungsmuster am Beispiel von Playmobil-Sets
  • Definition und theoretische Einordnung des Konzepts der Heteronormativität
  • Verknüpfung von Spielzeugthemen (z.B. "Action" vs. Haushalt) mit gesellschaftlichen Geschlechternormen
  • Diskussion über potenzielle Lösungsansätze zur Förderung einer stereotypfreien Spielzeugwelt

Auszug aus dem Buch

2 Alltagbeobachtung: Geschlechterspezifische Berufsbilder bei Kinderspielzeugen

Im Folgenden wird eine Alltagsbeobachtung erläutert. Es geht um Kinderspielzeuge, die geschlechterspezifische Berufsbilder reproduzieren. Hierbei geht es um jeweils ein für Jungen und ein für Mädchen vermarktetes Playmobilset aus der Spielwarenabteilung im Drogeriemarkt Rossmann. Grundsätzlich ist direkt am Anfang aufgefallen, dass das Regal mit den Kinderspielzeugen in eine Seite für Jungen und eine Seite für Mädchen unterteilt ist. Dies ist an den unterschiedlichen Farb- und Themenwelten zu erkennen.

Im Allgemeinen lässt sich beobachten, dass die Spielzeuge, die für Mädchen gedacht sind in der Farbe Rosa und die für Jungen in der Farbe Blau gehalten sind. Nun soll es aber im Speziellen um die Thematiken gehen, die in den jeweiligen Kinderspielzeugen aufgegriffen werden. Denn wenn auf die Themenwelten der Kinderspielzeuge geachtet wird, ist zu erkennen, dass sich die Themen oder auch Tätigkeiten und Berufsbilder zwischen den Spielzeugen von Jungen und Mädchen stark unterscheiden.

Ein Beispiel für ein typisches Spielzeug für Jungen ist ein Playmobilset, welches ein Polizeiauto auf einer Verfolgungsjagd beinhaltet. In dem Auto befinden sich zwei als Polizisten dargestellte Spielfiguren. Durch die leuchtenden Polizeisirenen wirkt es, als würde sich das Auto in einer hohen Geschwindigkeit fortbewegen. Es geht dementsprechend in diesem Playmobilset für Jungen um die Arbeit bei der Polizei, die in diesem Fall einen Verbrecher oder eine Verbrecherin verfolgen und somit einen hochangesehenen systemrelevanten Beruf ausüben. Neben dem Playmobil-Logo ist in großer Schrift „City Action“ zu lesen. Dies ist ebenso ein typisches Indiz für ein Spielzeug, welches an Jungen gerichtet ist, da der Begriff „Action“ körperliche Stärke und Kraft impliziert. Dies sind stereotypische Eigenschaften eines Mannes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der geschlechterspezifischen Aufteilung im Spielwarenhandel ein und benennt das Ziel, den Zusammenhang zwischen diesen Berufsbildern und der Heteronormativität zu hinterfragen.

2 Alltagbeobachtung: Geschlechterspezifische Berufsbilder bei Kinderspielzeugen: Anhand von Playmobil-Produktbeispielen wird aufgezeigt, wie durch Farbgebung und Themenwahl stereotypische Rollenbilder und Tätigkeiten (Action vs. Haushalt) reproduziert werden.

3 Das Konzept der Heteronormativität: Dieses Kapitel definiert Heteronormativität als gesellschaftliches System, das Zweigeschlechtlichkeit als Norm setzt und alles davon Abweichende diskriminiert.

4 Der Zusammenhang von Heteronormativität und der Beobachtung: Hier wird die direkte Verbindung hergestellt: Spielzeuge wirken als Instrumente, um heteronormative Ideale bei Kindern frühzeitig zu festigen.

5 Fazit & Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert politische sowie unternehmerische Ansätze für eine neutrale, stereotypfreie Spielzeuggestaltung.

Schlüsselwörter

Heteronormativität, Geschlechterspezifische Rollenbilder, Kinderspielzeug, Sozialisation, Stereotype, Playmobil, Gender Studies, gesellschaftliche Normen, Berufsbilder, Spielzeugmarkt, Zweigeschlechtlichkeit, Identität, Soziologie, Erziehung, Geschlechtergerechtigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie durch die Gestaltung und Vermarktung von Kinderspielzeug klassische Geschlechterrollen und stereotypische Berufsbilder vermittelt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Alltagsbeobachtung von Spielzeugregalen mit der soziologischen Theorie der Heteronormativität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Spielzeugangebote zur Reproduktion von gesellschaftlichen Geschlechternormen beitragen und Kinder frühzeitig auf bestimmte Rollen festlegen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Alltagsbeobachtung von konkreten Spielzeugbeispielen, die vor dem Hintergrund soziologischer Fachliteratur theoretisch reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Diskrepanz zwischen "Action"-Spielzeugen für Jungen und haushaltsorientierten Sets für Mädchen und vergleicht dies mit dem Konzept der Heteronormativität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Heteronormativität, Gender Sozialisation, stereotypische Rollenbilder, geschlechterspezifische Vermarktung und Identitätsbildung.

Warum wird gerade ein Playmobil-Set als Beispiel gewählt?

Playmobil bietet durch seine klar abgrenzbaren Themenwelten und die explizite Ausrichtung an unterschiedlichen Zielgruppen ein anschauliches Beispielmaterial für die Analyse von Geschlechterstereotypen.

Welche Rolle spielt der Hinweis auf Spanien im Ausblick?

Spanien dient als positives Fallbeispiel für eine politische Regulierung, die den Dachverband der Spielzeughersteller verpflichtet, sexistische Werbebotschaften und Stereotype in der Vermarktung zu vermeiden.

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Details

Titel
Geschlechterspezifische Berufsbildern bei Kinderspielzeugen und das Konzept der Heteronormativität
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Geschlechtersoziologie (Einführung)
Note
2,3
Autor
Leonie Hollers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
7
Katalognummer
V1286413
ISBN (PDF)
9783346745514
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heteronormativität Kinderspielzeuge Soziologie Geschlecht Kinder Norm Berufsbilder Berufsnormen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonie Hollers (Autor:in), 2022, Geschlechterspezifische Berufsbildern bei Kinderspielzeugen und das Konzept der Heteronormativität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1286413
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Leseprobe aus  7  Seiten
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