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Supervision und Coaching im Gesundheits- und Sozialwesen. Grundlagen, Grenzen und aktuelle Möglichkeiten

Title: Supervision und Coaching im Gesundheits- und Sozialwesen. Grundlagen, Grenzen und aktuelle
Möglichkeiten

Bachelor Thesis , 2022 , 63 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Petra Lange-Savasan (Author)

Social Studies (General)
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Diese Arbeit bietet einen grundlegenden Blick auf Supervision und Coaching. Dieser Blick richtet sich dabei auf die Entstehungsgeschichte und das zu Grunde liegende Gedankengut der Beratungsformate. Durch diese ausführliche Darstellung wird es möglich, die Anwendungsgebiete, die Settings, das individuelle Vorgehen, die Grenzen, aber auch die Möglichkeiten, die Chancen und den Gewinn von Supervision und Coaching, die hier beschrieben werden, nachzuvollziehen. So entsteht die Gelegenheit, die eigenen Grundlagen, die Vorgehensweisen und das individuelle Verständnis im Beratungsprozess zu reflektieren und zu optimieren.

Seit einigen Jahren gelten Supervision und Coaching als wesentliche Bestandteile in der Beratungslandschaft und sind fest im Gesundheits- und Sozialbereich implementiert. Der aktuelle Bedarf an Supervision und Coaching ist, insbesondere im Sozial- und Gesundheitswesen, sehr hoch. Diese Tatsache ist nicht nur allein an der Covid-19-Pandemie festzumachen. Belardi beschreibt in diesem Zusammenhang u.a. die Folgen der neuen Arbeitswelt (New Work), sowie den demografischen Wandel als Verursachung eines erhöhten Bedarfes.

Richtet man den Scheinwerfer auf diese Beratungslandschaft, taucht auf der einen Seite ein Pool von Supervisorinnen und Coaches auf. Diese Supervisorinnen und Coaches verfügen über die unterschiedlichsten, mehr oder weniger fundierten Vorerfahrungen, Studienabschüsse oder zertifizierten Aus- und Weiterbildungen. Auf der anderen Seite stehen Supervisandinnen, die i.d.R. nur vage Vorstellungen, bzgl. der Organisation, der Systematik, der möglichen Themen und des Beratungsprozesses als solchen haben.

Die Auftraggeberinnen, häufig Führungskräfte und Personalverantwortliche der Unternehmen, wirken in dieser Interessenmixtur als dritte Instanz, da sie die Beraterinnen beauftragen und häufig exakte Zielerwartungen an die Supervisorinnen und die Supervisandinnen weitergeben. Dieses Verhältnis der Arbeitskonstellation wird als Dreieckskontrakt definiert. Arbeiten die Coaches in einem abhängigen Dienstleistungsverhältnis, sind sie mit ihrer Planung, Durchführung und mit ihrem möglichen Erfolgsdruck ihrer Interventionen nicht nur ihren Klientinnen und dem Unternehmen, sondern noch einer vierten Instanz, ihrer vorgesetzten Dienststelle, verpflichtet (Viereckskontrakt).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ziel dieser Arbeit

1.2 Aufbau dieser Arbeit

1.3 Vorgehen bei der Recherche und Materialauswahl

2 Supervision

2.1 Supervision – Definition

2.2 Supervision – Entstehungsgeschichte

2.3 Supervision – Ausbildung

2.4 Supervision – unterschiedliche Formen

2.5 Supervision - Grundlegendes Gedankengut

3 Coaching

3.1 Coaching – Definition

3.2 Coaching – Entstehungsgeschichte

3.3 Coaching - Ausbildung

3.4 Coaching – unterschiedliche Formen

3.4.1 Einzel-Coaching

3.4.2 Team-Coaching

3.4.3 Gruppen-Coaching

3.4.4 Organisationsinternes Coaching

3.4.5 Projekt-Coaching

3.5 Coaching - Grundlegendes Gedankengut

4 Anlässe, Grenzen und aktuelle Möglichkeiten von Supervision und Coaching im Gesundheits- und Sozialwesen

4.1 Anlässe für Supervision und Coaching im Gesundheits- und Sozialwesen

4.2 Grenzen von Supervision und Coaching

4.3. Möglichkeiten von Supervision und Coaching

4.3.1. Qualitätsmerkmale von Supervision und Coaching nach Rauen

4.3.2 Kompetenz-Performanz-Rahmungen nach Petzold (2014)

4.3.3 Professionelles Coaching und Supervision durch Qualitätssicherung nach Eidenschink (2015)

4.3.4 Etablieren von Ombudsstellen zur Unterstützung und Förderung professioneller Supervisions- und Coachingprozesse, siehe DGSv (2022)

4.3.5 Qualitätskriterien für gelingende Supervision und erfolgreiches Coaching nach Müller (2018)

4.3.6 Wirkfaktoren von Beratung, siehe Belardi (2020)

4.3.7 Möglichkeiten von Supervision und Coaching nach Möller (2012) und Neumann-Wirsig (2019)

4.3.8 Mögliche Wünsche und Visionen von Choachees und Supervisandinnen in Anlehnung an Müller (2018)

5 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick

5.1 Zusammenfassung

5.2 Fazit

5.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht das Feld von Supervision und Coaching im Gesundheits- und Sozialwesen mit dem Ziel, deren Entstehungsgeschichte, Grundlagen, Grenzen und aktuelle Gestaltungsmöglichkeiten fundiert darzustellen, um Ratsuchenden eine Orientierungshilfe zur Auswahl professioneller Beratung zu bieten.

  • Grundlagen von Supervision und Coaching sowie deren historische Entwicklung.
  • Analyse von Qualitätsmerkmalen und Misserfolgsfaktoren in der Beratungspraxis.
  • Untersuchung der spezifischen Anforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen (z.B. New Work).
  • Entwicklung einer praktischen Entscheidungshilfe in Form einer Checkliste für Ratsuchende.

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Einzel-Coaching

Einzelcoaching ist die bekannteste und am häufigsten durchgeführte Art des Coachings (s.o. 67,02%). Rauen definiert „Einzelcoaching“ als ein Format, bei dem eine Person von einer Coach beraten wird. Die Coach kann eine interne oder externe Beraterin sein oder als Vorgesetzte ihre Mitarbeitenden coachen. Berufliche und private Themen beeinflussen sich häufig gegenseitig und sind i.d.R. nicht voneinander zu trennen.

Diese individuelle, sehr persönliche und vertrauliche Arbeit unterstützt die Klientinnen effektiv und effizient in der Erreichung ihrer zuvor definierten Ziele. Die Gleichwertigkeit der Beziehung zwischen Coach und Coachee ist besonders bei diesem Format elementar wichtig. Sollte sich die Beraterin auf einer geringeren Statusstufe als die Coachee bewegen, wäre die Akzeptanz von Seiten der Coachee erschwert und der Erfolg der Beratung gefährdet.

Problematisch kann es sich in diesem Setting auswirken, wenn die Wechselwirkung zwischen Umwelt-Unternehmen-Coachee in dem Prozess nicht genügend Beachtung findet, d. h. , wenn nur die Bedürfnisse und die Ziele der Klientin thematisiert werden. Daher wird neben dem Einzelcoaching auch ein Gruppencoaching empfohlen. Die Durchführung eines Einzelcoachings empfiehlt sich im Besonderen für ranghohe Führungskräfte, wenn ein sog. „Gesichtsverlust“ befürchtet wird und absolute Verschwiegenheit gefordert ist. Dieses Format ist darüber hinaus besonders geeignet, um organisationsinterne Personalentwicklungsprozesse vertiefen und begleiten zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Supervision und Coaching im Gesundheits- und Sozialwesen ein, thematisiert den hohen Beratungsbedarf sowie bestehende Herausforderungen wie Misserfolgsfaktoren oder Qualitätsdefizite.

2 Supervision: Das Kapitel erläutert die Definition, Geschichte und unterschiedlichen Formen der Supervision sowie das zugrunde liegende humanistische und systemische Gedankengut nach Ansätzen wie z.B. Schlee und Watzlawick.

3 Coaching: Hier werden Definitionen und Entstehungsgeschichte des Coachings sowie verschiedene Formate wie Einzel-, Team- oder Organisationscoaching beschrieben und mit den theoretischen Grundlagen der Supervision verknüpft.

4 Anlässe, Grenzen und aktuelle Möglichkeiten von Supervision und Coaching im Gesundheits- und Sozialwesen: Dieses zentrale Kapitel analysiert die spezifischen Herausforderungen im Sozialbereich, beleuchtet Risiken und Grenzen der Beratung und stellt Qualitätskriterien zur Sicherung und Professionalisierung von Beratungsprozessen vor.

5 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, zieht ein Fazit über die professionelle Anwendung von Beratung und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung von Qualitätssicherung in diesem Feld.

Schlüsselwörter

Supervision, Coaching, Gesundheitswesen, Sozialwesen, Qualitätsmanagement, Strukturqualität, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Beratungskompetenz, Feldkompetenz, Personalentwicklung, Systemische Beratung, Ethik, Ressourcenorientierung, Professionalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen grundlegenden Überblick über die Beratungsformate Supervision und Coaching, deren historische Entwicklung, theoretische Fundierung sowie deren Anwendung und Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Begriffen, die Analyse der Qualitätskriterien (Struktur-, Prozess-, Ergebnis- und Konzeptqualität), die kritische Auseinandersetzung mit Misserfolgsfaktoren sowie die Identifikation von Wegen zu gelingenden Beratungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, Leserinnen einen fundierten Einblick in den aktuellen Stand dieser Beratungsformate zu geben und durch die Erarbeitung von Qualitätskriterien eine praktische Entscheidungshilfe für die Auswahl professioneller Beraterinnen zu bieten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine umfassende Analyse aktueller Fachliteratur, Erfahrungsberichte von Supervisorinnen und Supervisandinnen sowie ihre eigene langjährige praktische Expertise in diesen Beratungsfeldern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Supervision und Coaching, die Analyse der Anlässe für Beratung, die kritische Betrachtung von Grenzen und Risiken (unter Rückgriff auf Studien wie die Dunkelfeldstudie von Petzold) sowie die Darstellung von Qualitätsmodellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Supervision, Coaching, Qualitätsdimensionen (Struktur-, Prozess-, Ergebnis- und Konzeptqualität), Ressourcenorientierung sowie Professionalisierung und systemische Beratung im Sozial- und Gesundheitssektor.

Wie unterscheidet sich Supervision von Coaching gemäß der Arbeit?

Die Arbeit verweist auf Belardi, der Supervision eher langfristig und reflexiv versteht, während Coaching als kurzfristige, lösungsorientierte Unterstützung für Leitungsrollen oder Spezialisten betrachtet wird – wobei beide Formate sich in der aktuellen Praxis zunehmend überschneiden.

Welche Rolle spielen die im Anhang erwähnten Checklisten?

Die Checklisten dienen als konkrete Arbeitshilfe, um die in der Arbeit erarbeiteten Qualitätskriterien (z.B. Struktur- oder Prozessqualität) auf ein individuelles Beratungsangebot anzuwenden und so die Eignung professioneller Beraterinnen objektiv bewerten zu können.

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Details

Title
Supervision und Coaching im Gesundheits- und Sozialwesen. Grundlagen, Grenzen und aktuelle Möglichkeiten
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
2,0
Author
Petra Lange-Savasan (Author)
Publication Year
2022
Pages
63
Catalog Number
V1288009
ISBN (PDF)
9783346750884
ISBN (Book)
9783346750891
Language
German
Tags
Supervision Coaching Sozial- und Gesundheitswesen Checkliste Strukturqualität Prozessqualität Ergebnisqualität Konzeptqualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Lange-Savasan (Author), 2022, Supervision und Coaching im Gesundheits- und Sozialwesen. Grundlagen, Grenzen und aktuelle Möglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288009
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