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Die Tugendethik. Das historisch erste der ethischen Paradigmen

Titel: Die Tugendethik. Das historisch erste der ethischen Paradigmen

Akademische Arbeit , 2021 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julius Friedrich Wilhelm Schulten (Autor:in)

Ethik
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Aristoteles zählt mit Sokrates und dessen Schüler Platon zu den bedeutendsten Philosophen der griechischen Antike. Die Nikomachische Ethik gilt heute als „Klassiker der Philosophie schlechthin“ und wird bis heute in Glücks- und Tugendethiken rezipiert, weshalb die Auseinandersetzung mit dem Leben und den Lehren des Aristoteles anhaltend fruchtbar scheint. In der vorliegenden Arbeit wird zunächst auf die Entwicklung der antiken griechischen Philosophie mit Fokus auf Leben und Philosophie des Aristoteles sowie die Verbreitung des Aristotelismus eingegangen.

Um die Ergebnisse der Arbeit weiter kritisch zu würdigen und einen Ausblick auf kontemporäre tugendethische Debatten zu geben, wird außerdem zunächst der Begriff des Neoaristotelismus definiert und kritisiert. Im Anschluss wird knapp auf prominente Vertreter eingegangen, bevor die Tugendethik Alasdair MacIntyres dargestellt und diskutiert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Philosophiehistorischer Kontext der aristotelischen Tugendethik

Zur Person und Philosophie des Aristoteles

Ethik, Moral und ethische Paradigmen

Zentrale Begriffe der aristotelischen Tugendethik

Die Eudaimonia als letztes Ziel der Tugend

Der Begriff der Aretê und die Mesotes-Lehre

Die Gerechtigkeiten

Phronêsis und Phronimoi

Das Verhältnis der Tugenden zueinander

Die aristotelische Tugendethik in gegenwärtigen Debatten

Der Neoaristotelismus und seine Vertreter

Alasdair MacIntyre - After Virtue

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aristotelische Tugendethik als historisch erste Form ethischer Paradigmen und analysiert deren Bedeutung im philosophischen Kontext sowie in der modernen Rezeption. Dabei wird insbesondere herausgearbeitet, wie Aristoteles durch die Verknüpfung von Tugend, moralischem Handeln und dem vernunftgeleiteten Streben nach dem "guten Leben" ein System etablierte, das bis heute die Grundlage für neoaristotelische Ansätze bildet.

  • Historischer Kontext der aristotelischen Philosophie
  • Differenzierung zwischen Ethik, Moral und Tugendbegriff
  • Analyse zentraler Konzepte wie Eudaimonia, Aretê und Phronêsis
  • Untersuchung der Gerechtigkeitsformen und der Mesotes-Lehre
  • Kritische Würdigung der Bedeutung der Tugendethik in zeitgenössischen Debatten

Auszug aus dem Buch

Die Eudaimonia als letztes Ziel der Tugend

Als erstes soll der Begriff der „Eudaimonia“ (auch „Eudaimonie“ oder „Eudämonismus“) dargelegt werden, welcher das Verständnis der folgenden Begriffe erleichtern soll, da er das Ziel der aristotelischen Tugendethik darstellt. Denn die aristotelische Tugendethik ist grundsätzlich teleologisch, d. h. auf Ziele (griech. telos) hin, ausgerichtet. „Ziel“ und „Gut“ sind für Aristoteles dabei wesentlich äquivalent, denn: „Jede Untersuchung [...] scheint nach etwas gutem zu Streben. Daher hat man zurecht das Gute als bestimmt, wonach alles strebt“.

Das größte Gut („summum bonum“) setzt Aristoteles gleich mit einer Art von Glück, für dessen Erreichung der Mensch selbst Verantwortung trägt. Um dieses Glück zu erreichen, braucht es neben dem tugendhaften Leben „auch zusätzlich die körperlichen Güter, die äußeren Güter und den Glückszufall“, da nur auf diese Weise die (tugendhafte) Tätigkeit ungehindert ausgeführt werden könne. Das aretologische Glück nach Aristoteles ist abzugrenzen von anderen Auffassungen einer Eudaimonia, wie etwa der hedonistischen, in der die dauerhafte Lusterfüllung das höchste Glück gesehen wird. Es handelt sich keineswegs um ein Ziel, dem man entgegensieht wie man einem „wohlverdienten Ruhestand“ entgegen sehen mag.

Vielmehr handelt es sich um das definitionsgemäß erstrebenswerte Leben schlechthin, zusammengesetzt aus einzelnen genussvollen Handlungen, die je schon Zwecke oder Ziele für sich sind und erst in Summe die Eudaimonia konstituieren. Das lässt sich so verstehen, dass man einzelne Güter schon ihrer selbst wegen erstreben kann, z. B. Lusterfüllung und Tugendhaftigkeit, diese jedoch zur Erfüllung eines rundum gelungenen Lebens erst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Philosophiehistorischer Kontext der aristotelischen Tugendethik: Dieses Kapitel stellt Aristoteles in den Kontext der griechischen Antike und erläutert seine Entwicklung als Philosoph sowie die Bedeutung seiner Werke.

Zentrale Begriffe der aristotelischen Tugendethik: Hier werden die Kernkonzepte der aristotelischen Lehre, insbesondere Eudaimonia, Aretê und Phronêsis, detailliert definiert und in einen inhaltlichen Zusammenhang gebracht.

Die aristotelische Tugendethik in gegenwärtigen Debatten: Dieser Abschnitt bietet einen Ausblick auf die Rezeption der Tugendethik durch den Neoaristotelismus und diskutiert Ansätze von Vertretern wie Alasdair MacIntyre.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Tugendethik, Eudaimonia, Aretê, Mesotes-Lehre, Phronêsis, Neoaristotelismus, Alasdair MacIntyre, praktische Vernunft, Ethik, Moral, Gerechtigkeit, Teleologie, Nikomachische Ethik, Gutes Leben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der aristotelischen Tugendethik, ihrer historischen Einordnung sowie ihrer fortwährenden philosophischen Relevanz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bestimmung des höchsten Gutes (Eudaimonia), die Struktur der menschlichen Tugenden sowie die Anwendung dieser auf das individuelle moralische Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die aristotelische Konzeption des "guten Lebens" und der Tugendhaftigkeit als begriffliche Grundlage für ethisches Handeln aufzuzeigen und sie gegenüber anderen Paradigmen wie der Pflichtethik abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophiehistorische Analyse sowie eine systematische Auswertung primärer Quellentexte, insbesondere der Nikomachischen Ethik, ergänzt durch moderne interpretationsorientierte Beiträge.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der aristotelischen Kernbegriffe (Eudaimonia, Aretê, Phronêsis, Gerechtigkeit, Mesotes-Lehre) und ihre Anwendung im Kontext neoaristotelischer Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Aristoteles, Tugendethik, Eudaimonia, Aretê, Mesotes-Lehre und Phronêsis.

Was unterscheidet die aristotelische Tugendethik von der Pflichtethik?

Während die Pflichtethik Handlungstypen nach abstrakten Regeln bewertet, fokussiert die Tugendethik auf den Charakter und die dispositionelle Haltung der handelnden Person.

Wie definiert Aristoteles die "Mitte" (Mesotes)?

Die Mesotes-Lehre beschreibt das tugendhafte Handeln als eine Mitte zwischen zwei Extremen – einem Mangel und einem Übermaß – wobei die Mitte durch vernünftige Überlegung im Einzelfall bestimmt werden muss.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Tugendethik. Das historisch erste der ethischen Paradigmen
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin)
Note
1,3
Autor
Julius Friedrich Wilhelm Schulten (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
23
Katalognummer
V1288095
ISBN (PDF)
9783346743893
ISBN (Buch)
9783346743909
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik Aristoteles Tugendethik Virtue Ethics Neoaristotelismus MacIntyre Neoaristotelianism Philosophiegeschichte Philosophie Geschichte History of Philosophy
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julius Friedrich Wilhelm Schulten (Autor:in), 2021, Die Tugendethik. Das historisch erste der ethischen Paradigmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288095
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Leseprobe aus  23  Seiten
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