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Diagnose und Förderung der Lese-Rechtschreibstörung

Titel: Diagnose und Förderung der Lese-Rechtschreibstörung

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Juliane Schnelle (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht die Diagnostik zur Feststellung einer Lese-Rechtschreibstörung (LRS). Die LRS stellt sowohl im Alltag der Betroffenen, ebenso wie im akademischen Kontext bezüglich Lernsituationen im schulischen Kontext eine Lernstörung dar, die multifaktoriellen Leidensdruck bei den Betroffenen auslöst und mit einer Sekundärsymptomatik einhergehen kann. So etwa beeinträchtigt sie unmittelbar das Lernverhalten und schließlich die schulischen Leistungen, da in vielen Fächern das Lesen und Reproduzieren auf Basis von Texten zur Aneignung von Wissen vorausgesetzt wird. In der Praxis führt dies zu einer deutlich langsameren Aufnahme und Verarbeitung von Informationen, welches das Lösen von Prüfungsaufgaben erheblich erschwert und die Frustrationstoleranz maßgeblich senkt. Vor allem begünstigt dies die Erbringung schlechter Noten als negatives Beiprodukt in Prüfungssituationen, in welchen das Lese- und Rechtschreibvermögen nicht der Kernaspekt der Leistungsabfrage ist. Die Folgen aus dem tiefergehenden Zusammenspiel aus dreidimensionalen Faktoren, die einander bedingen, ist fatal. Ein weiterer Aspekt, der dabei eine Rolle spielt und eine weitere Ebene des Leidensdrucks konstruiert, ist der der sozial-emotionalen Sekundärsymptomatik. Mit jeder weiteren defizitorientierten Rückmeldung resultiert Demotivation und mit ihr Misserfolg. Infolgedessen leidet die Selbstwirksamkeitserwartung und das Vertrauen in die eigene Kompetenz stetig, was häufig Auswirkungen auf eine ganze Schullaufbahn haben kann. Eine von vielen denkbaren Verhaltensauffälligkeiten kann beispielsweise konkret die Vermeidung von Textproduktion oder erhöhte Prüfungsangst sein

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen zum Krankheitsbild der Lese- Rechtschreibstörung/LRS

1.1 Einführung in die Begriffsdefinition und Symptomatik sowie Relevanz für das Lernen in der Schule

1.2 Epidemiologie und Prävalenz unter Beleuchtung des doppelten Diskrezpanzkriteriums

1.3 Komorbidität

2. Diagnostischer Prozess unter Beleuchtung der Rolle der Lehrkraft

2.1 Knuspels Leseaufgaben als Testverfahren

2.2 Testdurchführung

2.3 Bewertung und Scorebildung

2.4 Gütekriterien

2.5 Kritik am Verfahren

3. Förderung der LRS

3.1 Das Würzburger Trainingsprogramm als präventive Fördermaßnahme

4. Persönliche Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Krankheitsbild der Lese-Rechtschreibstörung (LRS), beleuchtet den diagnostischen Prozess unter Einbeziehung der pädagogischen Verantwortung von Lehrkräften und evaluiert Interventionsmöglichkeiten sowie deren Wirksamkeit.

  • Definition, Symptomatik und Relevanz der LRS im schulischen Kontext
  • Epidemiologische Einordnung und Herausforderungen der Diagnosekriterien
  • Diagnostik mittels standardisierter Verfahren, beispielhaft dargestellt am Test "Knuspels Leseaufgaben"
  • Präventive Förderansätze, insbesondere das Würzburger Trainingsprogramm
  • Kritische Reflexion der aktuellen diagnostischen Praxis aus pädagogischer Sicht

Auszug aus dem Buch

1.1 Einführung in die Begriffsdefinition und Symptomatik sowie Relevanz für das Lernen in der Schule

Dem Erwerb der Lese- und Rechtschreibkompetenz kommt bereits im Grundschulalter eine hohe Bedeutung zu, da hier grundlegende Bausteine zur weiteren Bestreitung der akademischen Laufbahn, aber auch zur Bewältigung des Alltags, gelegt werden. Dabei stellt das Leseverständnis und die korrekte Beherrschung der Rechtschreibung eine von mehreren zentralen Kulturtechniken dar, welche zweifellos von Nöten sind, damit der Erwerb von Wissen bzw. Bildung ebenso wie der schriftliche Kommunikationsprozess und die verbale Reproduktion von schriftlichen Informationen erfolgreich funktionieren kann. Treten etwaige Schwierigkeiten und Defizite bei den genannten kognitiven Prozessen auf, so kann es sich um eine Lese- Rechtschreibstörung, kurz LRS, handeln. Diese ist allgemein auch unter den Synonymen „Dyslexie“ oder seltener verwendet „Legasthenie“ bekannt und kann mit vielfältigen Symptomen korrelieren und nach unterschiedlichen Merkmalen klassifiziert werden (Urhahne, D., Dresel M., Fischer, F. 2019). Hierzu kann entweder der ICD-10, das internationale statistische Klassifikationssystem der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, oder der DSM-5, kurz für American Psychiatric Association, zur Orientierung und Einordnung dienen. Die LRS ist im ICD-10 in dem Kapitel V unter der Bezeichnung „Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten“ zu finden und trägt den Code F81.0. Obgleich diese beiden Klassifikationssysteme inhaltliche Unterschiede im Sinne der Definitionskriterien aufweisen, so kann grundsätzlich in der Nosologie ein defizitäres Lesevermögen konstatiert werden, welches sich konkret durch eine deutlich verringerte Lesegeschwindigkeit, Lesegenauigkeit sowie Leseverständnis auszeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundlagen zum Krankheitsbild der Lese- Rechtschreibstörung/LRS: Definition der LRS, Erläuterung der Symptomatik sowie Einordnung in diagnostische Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-5.

2. Diagnostischer Prozess unter Beleuchtung der Rolle der Lehrkraft: Analyse des diagnostischen Ablaufs in der Schule inklusive der Vorstellung und kritischen Betrachtung des Testverfahrens "Knuspels Leseaufgaben".

3. Förderung der LRS: Darstellung verschiedener Interventions- und Präventionsstrategien, mit einem detaillierten Fokus auf das Würzburger Trainingsprogramm zur Stärkung phonologischer Basiskompetenzen.

4. Persönliche Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit dem Etikettier-Ressourcen-Dilemma und den Konsequenzen aktueller Diagnosekriterien für die betroffenen Kinder.

Schlüsselwörter

Lese- Rechtschreibstörung, LRS, Legasthenie, Dyslexie, Diagnostik, Knuspels Leseaufgaben, Lesekompetenz, Rechtschreibkompetenz, Prävention, Würzburger Trainingsprogramm, phonologische Bewusstheit, Komorbidität, ADHS, Nachteilsausgleich, Etikettier-Ressourcen-Dilemma.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen, der Diagnostik und den Fördermöglichkeiten der schulischen Lese- Rechtschreibstörung (LRS).

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Störungsbildes, die epidemiologische Datenlage, den praktischen diagnostischen Prozess in Schulen sowie präventive Programme wie das Würzburger Trainingsprogramm.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Störungsbild zu schaffen, die Rolle der Lehrkraft bei der Diagnose zu verdeutlichen und Möglichkeiten der gezielten, frühzeitigen Förderung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender diagnostischer Verfahren und pädagogischer Interventionskonzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Definition, Epidemiologie, Komorbidität) als auch die praktische Anwendung der Diagnostik und Förderung im schulischen Alltag behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind LRS, Diagnostik, Knuspels Leseaufgaben, Würzburger Trainingsprogramm und phonologische Bewusstheit.

Warum wird das "doppelte Diskrepanzkriterium" in der Reflexion als problematisch angesehen?

Es wird kritisiert, da es zur Exklusion von Kindern von Fördermaßnahmen führen kann, deren Intelligenz nicht signifikant gemindert ist, obwohl sie in der Praxis massive Schwierigkeiten aufweisen.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft im diagnostischen Prozess laut dieser Arbeit?

Die Lehrkraft ist das erste Glied in der diagnostischen Kette; sie trägt die Verantwortung für die Beobachtung, die Dokumentation auffälliger Leistungen und die Einleitung professioneller diagnostischer Schritte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Diagnose und Förderung der Lese-Rechtschreibstörung
Hochschule
Universität Paderborn
Veranstaltung
Diagnose und Förderung
Note
2,0
Autor
Juliane Schnelle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1288568
ISBN (PDF)
9783346747105
ISBN (Buch)
9783346747112
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diagnose Förderung Bildungswissenschaften LRS Lese Rechtschreibstörung Lese Rechtschreibschwäche Lernschwäche Lernstörung Legasthenie Prävalenz Komorbidität Symptom Unterricht Prävention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Juliane Schnelle (Autor:in), 2022, Diagnose und Förderung der Lese-Rechtschreibstörung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288568
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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