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Multitasking am Arbeitsplatz im Informationszeitalter. Möglichkeiten und Grenzen der Kognition

Titel: Multitasking am Arbeitsplatz im Informationszeitalter. Möglichkeiten und Grenzen der Kognition

Hausarbeit , 2019 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Victor Kutepov (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit "Multitasking am Arbeitsplatz im Informationszeitalter - Möglichkeiten und Grenzen der Kognition" werden folgende zwei Fragen beantwortet:

Unter welchen Bedingungen ist Multitasking möglich und effizient?
Welche Folgen hat Multitasking in Hinblick auf die Arbeitsleistung und Aufmerksamkeit einer Person, insbesondere im Informationszeitalter?

Als theoretische Rahmung dienen die Threaded Cognition Theory von Salvucci & Taatgen (2008) und das Goal-Activation Model von Altmann & Trafton (2002), da beide in Kombination vermutlich den ersten und aktuellsten Flaschenhalsansatz darstellen, der sowohl die Zeitverzögerung als auch die erhöhte Fehlerquote beim Multitasking erklären kann. Beide Ansätze werden zwar nicht zu einer neuen, eigenständigen Theorie synthetisiert, jedoch wird aufgezeigt, dass beide in Kombination nützlich zur Beschreibung und Erklärung arbeitsrelevanter Multitasking-Situationen sind. Deshalb wird die Effizienz der Aufgabenbearbeitung ebenfalls ausgehend von diesen zwei Kriterien (Zeit und Fehlerquote) beurteilt.

Im ersten Teil der Arbeit werden wichtige Grundbegriffe, Konzepte und Modelle definiert und erläutert, sodass es eine verständliche Einführung in das Thema "Aufmerksamkeitsforschung" und "Multitasking" darstellt. Im zweiten Teil werden die Theorien zu Multitasking (dt.: Mehrfachaufgabenperformanz) aufgearbeitet. Im dritten Teil werden die theoretischen Erkenntnisse über die wichtigsten Aspekte des Multitaskings in Zusammenhang mit der Arbeitsleistung am Arbeitsplatz diskutiert und wo sinnvoll, durch Beispiele veranschaulicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsstand zur Mehrfachaufgabenperformanz

2.1 Aufmerksamkeit

2.2 Multitasking-Forschung

2.3 Unterbrechungswissenschaften

2.4 Aufgabenwechsel-Forschung

2.5 Automatisierung

2.6 Differenzierung des Begriffs Multitasking

3 Theorien zur Mehrfachaufgabenperformanz

3.1 Ein Flaschenhalsansatz - Threaded Cognition Theory

3.2 Determinanten der Mehrfachaufgabenperformanz

3.3 Ziel-Aktivierungs-Theorie

3.4 Task-Set Re-Konfiguration (TSR)

3.5 Task-Set Intertia (TSI)

4 Multitasking am Arbeitsplatz

4.1 Auswirkungen auf die Bearbeitungszeit

4.2 Auswirkungen auf Fehlerquoten

4.3 Folgen der Digitalisierung

4.4 Weitere Aspekte des Multitaskings

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kognitiven Möglichkeiten und Grenzen des Multitaskings am modernen Arbeitsplatz. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, unter welchen Bedingungen Multitasking in Hinblick auf Arbeitsleistung und Aufmerksamkeit effizient gestaltet werden kann und welche Konsequenzen die Digitalisierung in diesem Kontext für Arbeitende hat.

  • Grundlagen der Aufmerksamkeits- und Multitasking-Forschung
  • Theoretische Modelle zur Mehrfachaufgabenperformanz (insb. Threaded Cognition Theory)
  • Analyse von Effizienzparametern: Bearbeitungszeit und Fehlerquoten
  • Einfluss der Digitalisierung auf das parallele Aufgabenmanagement

Auszug aus dem Buch

3.1 Ein Flaschenhalsansatz - Threaded Cognition Theory

Die Threaded Cognition Theory von Salvucci und Taatgen (2008) ist eine Flaschenhalstheorie und geht davon aus, dass Aufgaben innerlich als Handlungsstränge bzw. Handlungsfäden (Thread = Faden) repräsentiert sind. Ein Thread ist definiert als alle Prozessierungsschritte, die vollzogen werden müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen (Salvucci & Taatgen, 2008, S. 107). Beim Multitasking wird rasch zwischen diesen Threads hin und her gewechselt (Salvucci & Taatgen, 2008, S. 106). Zusätzlich unterscheiden Salvucci und Taatgen im Rahmen ihres Modells drei Arten von Ressourcen:

(1) Perzeptuelle Ressourcen (Salvucci & Taatgen, 2008, S. 104-105)

Bei perzeptuellen Ressourcen (Sehen, Hören etc.) besteht das prozessierende Modul aus einem „Wo-“ und einem „Was-System“. Das Wo-System lokalisiert einen Reiz, z.B. ein Objekt oder einen Ton. Das Was-System identifiziert diesen und legt dann die innere (deklarative) Repräsentation dieses Reizes samt dessen Eigenschaften in einem Zwischenspeicher ab. Dabei können alle perzeptuellen Ressourcen parallel zueinander Informationen verarbeiten und deklarative Repräsentationen in ihren Zwischenspeichern für die prozedurale Ressource (s. u.) bereitstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Multitasking in der modernen Arbeitswelt sowie Definition der zentralen Fragestellungen und des methodischen Vorgehens der Arbeit.

2 Forschungsstand zur Mehrfachaufgabenperformanz: Umfassende Darstellung der kognitionspsychologischen Grundlagen, der Definition von Aufmerksamkeit sowie der Vorstellung verschiedener Forschungsfelder wie Unterbrechungs- und Aufgabenwechselforschung.

3 Theorien zur Mehrfachaufgabenperformanz: Detaillierte Erläuterung der für die Arbeit relevanten Modelle, insbesondere der Threaded Cognition Theory, der Ziel-Aktivierungs-Theorie sowie Ansätzen zur TSR und TSI.

4 Multitasking am Arbeitsplatz: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf den Arbeitsalltag unter Berücksichtigung von Zeitmanagement, Fehlerquoten und den spezifischen Herausforderungen durch die Digitalisierung.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Multitasking-Fähigkeit, Empfehlungen zum bewussten Einsatz von Mehrfachaufgabenstrategien und kritischer Ausblick auf die Auswirkungen der Digitalisierung.

Schlüsselwörter

Multitasking, Aufmerksamkeit, Arbeitsleistung, Mehrfachaufgabenperformanz, Threaded Cognition Theory, Aufgabenwechsel, Digitalisierung, Interferenz, Ziel-Aktivierungs-Theorie, Ressourcenkonkurrenz, kognitive Prozesse, Effizienz, Fehlerquoten, Automatisierung, Task-Set

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Multitasking am Arbeitsplatz, analysiert dessen kognitive Grundlagen und bewertet, inwieweit paralleles Arbeiten in der heutigen digitalen Arbeitswelt effizient möglich ist.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Aufmerksamkeitsforschung, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Multitasking-Formen, theoretische Modelle zur Aufgabensteuerung sowie die Auswirkungen von Unterbrechungen im Berufsalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird geklärt, unter welchen Bedingungen Multitasking effizient ist und welche Folgen es für die Arbeitsleistung sowie die Aufmerksamkeit von Personen im heutigen Informationszeitalter hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Anwendung kognitionspsychologischer Modelle (insb. der Threaded Cognition Theory) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung relevanter psychologischer Modelle und deren Anwendung auf praktische Arbeitssituationen, inklusive einer kritischen Diskussion der Folgen der Digitalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Multitasking, Aufmerksamkeit, Ressourcenkonkurrenz, Arbeitsleistung, Threaded Cognition Theory und Aufgabenwechsel.

Was besagt die Threaded Cognition Theory konkret?

Sie betrachtet Aufgaben als „Threads“ (Handlungsfäden) und lokalisiert den Flaschenhals der menschlichen Informationsverarbeitung in der prozeduralen Ressource, die nur einen Schritt zur Zielerreichung zur gleichen Zeit bearbeiten kann.

Warum spielt das Thema der Digitalisierung in der Arbeit eine Rolle?

Die Digitalisierung hat zu einer Zunahme von Unterbrechungen und zur Erwartung geführt, dass Arbeitende Aufgaben schneller wechseln oder gleichzeitig bearbeiten, was die Effizienz und Qualität der Arbeit maßgeblich beeinflusst.

Führt Multitasking grundsätzlich zu einer ineffizienten Bearbeitung?

Nicht zwingend; während es bei komplexen Aufgaben oft zu Einbußen bei Zeit und Fehlerquote kommt, kann es bei sehr einfachen, gut geübten Tätigkeiten oder in Kombination mit automatisierten Vorgängen durchaus effizient eingesetzt werden.

Welche Bedeutung hat das Ergebnis der Arbeit für die Arbeitsgestaltung?

Die Arbeit empfiehlt, Multitasking nicht als generellen Standard zu fordern, da es oft zu menschlicher Überlastung führt; stattdessen sollte die Entscheidungshoheit bei der arbeitenden Person liegen, um Belastungs-Trade-Offs bewusst zu steuern.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Multitasking am Arbeitsplatz im Informationszeitalter. Möglichkeiten und Grenzen der Kognition
Hochschule
SRH Fernhochschule
Note
1,3
Autor
Victor Kutepov (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
26
Katalognummer
V1289311
ISBN (eBook)
9783346748676
ISBN (Buch)
9783346748683
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Multitasking Salvucci Taatgen Threaded Cognition Theory goal-activation model Zielaktivierungstheorie Zielaktivierung goal-oriented cognition Multitasking am Arbeitsplatz Arbeitsplatzgestaltung Altmann Trafton Wechselkosten Aufgabenwechsel Mehrfachaufgabenperformanz Aufmerksamkeit attention Flaschenhals bottle neck Task-Set Re-Konfiguration (TSR) Task-Set Intertia (TSI) Digitalisierung Unterbrechungswissenschaft Automatisierung automation Aufgabenbearbeitung Digitalisierung am Arbeitsplatz digitalisation at the workplace Motorisches Ressource Deklarative Ressource Prozedurale Ressource procedural ressources motoric ressources declarative memory memory rehearsal concurrent multitasking human-computer interaction cognitive model Allgemeine Psychologie Hausarbeit Psychologie cognition Kognition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Victor Kutepov (Autor:in), 2019, Multitasking am Arbeitsplatz im Informationszeitalter. Möglichkeiten und Grenzen der Kognition, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289311
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Leseprobe aus  26  Seiten
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