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Der Umgang mit selektiv mutistischen Kindern im Schulalter

Titel: Der Umgang mit selektiv mutistischen Kindern im Schulalter

Seminararbeit , 2020 , 18 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Alicia Hoch (Autor:in)

Pädagogik - Inklusion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Umgang von selektiv mutistischen Kindern und zeigt verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten für sie auf. Dabei wird der folgenden Fragestellung nachgegangen: „Inwieweit können selektiv mutistische Kinder im Schulalter gefördert werden?“

Um dieser Fragestellung nachzugehen, wird der Begriff Mutismus zunächst einmal definiert, um anschließend auf das Störungsbild einzugehen. Hierbei werden Symptome und Risikofaktoren der Störung erklärt, Zusammenhänge zu anderen Störungen hergestellt, mögliche Ursachen genannt und das Vorgehen bei der Diagnostik geschildert.

Daraufhin wird der Spracherwerb und die Sprachentwicklung von selektiv mutistischen Kindern erläutert, um auf Grundlage dessen, im nächsten Punkt auf die Fördermaßnahmen einzugehen. Dabei werden sowohl Unterstützungsangebote für den Unterricht dargelegt als auch die Zusammenarbeit mit weiteren Fachleuten und den Eltern aufgezeigt. Zum Schluss werden im Fazit letzte Schlüsse gezogen und die Fragestellung beantwortet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Klassifikation

3. Störungsbild

3.1 Auftreten und Symptomatik

3.2 Epidemiologie, Komorbidität und Risikofaktoren

3.3 Ätiologie

3.4 Diagnostik

4. Spracherwerb und Sprachentwicklung mit selektivem Mutismus

5. Förderung von selektiv mutistischen Schulkindern

5.1 Fördermöglichkeiten im Unterricht

5.2 Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachleuten

5.3 Zusammenarbeit mit den Eltern

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Umgang mit selektiv mutistischen Kindern im Schulalter und analysiert, inwieweit diese gezielt gefördert werden können, um ihr Schweigen zu überwinden.

  • Grundlagen und Klassifikation des selektiven Mutismus
  • Analytische Betrachtung des Störungsbildes und seiner Ursachen
  • Sprachentwicklung bei selektiv mutistischen Kindern
  • Multidisziplinäre Förderstrategien im schulischen Kontext
  • Kooperation zwischen Lehrkräften, Therapeuten und Eltern

Auszug aus dem Buch

3.1 Auftreten und Symptomatik

Wie zuvor beschrieben, sprechen die Kinder nur mit bestimmten Personen oder in bestimmten Situationen. Häufig ist es dabei der Fall, dass sie im vertrauten familiären Kontext sprechen können und außerhalb von dieser sicheren Umgebung unfähig zu Sprechen sind (Klampfl & Seifert, 2009). Sobald ein Belastungsgrad für die Betroffenen zu stark zunimmt, nehmen sie sich und ihre Kommunikation zurück. Daraus folgen beispielsweise kürzere Antworten, ein stockender Redefluss oder auch eine ausdruckslose Mimik und Gestik (Rogoll, Petzold & Ströhle, 2018). Die hinzukommenden Einschränkungen in Rhythmik, Melodie und Tempo beeinflussen die Kommunikation ebenfalls. Diese Auswirkungen auf die Sprache der Betroffenen sind anfangs noch schwächer und nehmen im Verlauf immer stärker zu. In der Regel wird daher aus dem anfänglichen Flüstern schließlich ein Schweigen (ebd.).

Bei selektiv mutistischen Kindern findet sich in ihrer Vorgeschichte oftmals eine Sprachentwicklungsverzögerung, was sich bei ungefähr 30 bis 50% als eine Sprach- und Sprechstörung zeigte (Melfsen & Warnke, 2009). Die betroffenen Kinder zeigen in Bezug auf ihr Sprechverhalten unter anderem Probleme in der Beherrschung von Dialog- und Gestaltungsformen, in der Wortwahl, des Ausdrucks, der Wortfindung und der korrekten grammatischen Verwendung, oder auch bei der Verwendung nonverbaler Mittel (ebd.). Häufig umfasst die Blockierung der Sprache die gesamte Kommunikation, also sowohl die Prosodik als auch die nonverbalen Äußerungsformen. Diese nonverbalen Zeichen äußern sich bei selektiv mutistischen Kindern beispielsweise in einer unnatürlichen und verzerrten Mimik und Gestik, einem auffällig scheuen Blickverhalten, einer verkrampften Körperhaltung und Erröten (Melfsen & Warnke, 2009).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des selektiven Mutismus ein und formuliert die zentrale Fragestellung nach den Fördermöglichkeiten im Schulalter.

2. Definition und Klassifikation: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem totalen und selektiven Mutismus und ordnet letzteren in die ICD-10 und DSM-5 Klassifikationen ein.

3. Störungsbild: Hier werden Merkmale wie Symptomatik, Epidemiologie, ätiologische Erklärungsansätze und die diagnostischen Kriterien detailliert beleuchtet.

4. Spracherwerb und Sprachentwicklung mit selektivem Mutismus: Das Kapitel untersucht die komplexen spracherwerblichen Störungsfaktoren und die Einschränkungen in der sozialen und pragmatisch-kommunikativen Entwicklung.

5. Förderung von selektiv mutistischen Schulkindern: Es werden konkrete pädagogische und therapeutische Interventionsmöglichkeiten im Unterricht sowie die notwendige Zusammenarbeit mit Fachleuten und Eltern beschrieben.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer schnellen Unterstützung zusammen und betont die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen allen Beteiligten für einen erfolgreichen Abbau des Schweigens.

Schlüsselwörter

Selektiver Mutismus, Schulalter, Sprachförderung, Inklusionspädagogik, Diagnostik, Symptomatik, Ätiologie, Therapieformen, Verhaltenstherapie, Elternarbeit, soziale Ängstlichkeit, Spracherwerb, Kontingenzmanagement, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung und Förderung von Kindern im Schulalter, die unter selektivem Mutismus leiden und in bestimmten sozialen Situationen nicht sprechen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der medizinischen und pädagogischen Definition des Störungsbildes, den diagnostischen Verfahren, der Sprachentwicklung der Betroffenen sowie den vielfältigen Förderansätzen in Schule und Therapie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, auf welche Weise selektiv mutistische Kinder im Unterricht und durch therapeutische Begleitung effektiv gefördert werden können.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven und Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse klinischer und pädagogischer Fachquellen, die sowohl entwicklungspsychologische als auch verhaltenstherapeutische Methoden (wie Expositionsverfahren oder Shaping) diskutieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Bestandsaufnahme des Störungsbildes, eine Analyse der sprachlichen Entwicklungsdefizite und eine praxisorientierte Anleitung zur Förderung, insbesondere durch Lehrkräfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Selektiver Mutismus, Fördermaßnahmen, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Verhaltenstherapie und soziale Angst gekennzeichnet.

Warum ist die Zusammenarbeit mit den Eltern für den Therapieerfolg so entscheidend?

Die Elternarbeit ist essenziell, da die Diagnose für Familien oft einen Schock darstellt und eine positive Verbindung von Schule und Elternhaus das betroffene Kind in seinem Sicherheitsgefühl bestärkt.

Warum wird im Bereich Schule vom "Frühmutismus" oder "Spätmutismus" gesprochen?

Diese Begriffe differenzieren den Zeitpunkt des Symptombeginns: Frühmutismus tritt meist mit dem Kindergartenbesuch auf, während der Spätmutismus häufiger durch Lehrkräfte mit Schulbeginn bemerkt wird.

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Details

Titel
Der Umgang mit selektiv mutistischen Kindern im Schulalter
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,7
Autor
Alicia Hoch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V1290058
ISBN (eBook)
9783346751829
ISBN (Buch)
9783346751836
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selektiver Mutismus Mutismus Sprachstörung Sprache Grundschule Schule Schüler und Schülerinnen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alicia Hoch (Autor:in), 2020, Der Umgang mit selektiv mutistischen Kindern im Schulalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1290058
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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