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Demokratiebildung in der Kita. Kritische Darstellung von Forschungsergebnissen

Title: Demokratiebildung in der Kita. Kritische Darstellung von Forschungsergebnissen

Term Paper , 2020 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sarah Franke (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Auch wenn die Fachöffentlichkeit sich zunehmend für die Frühpädagogik interessiert, gibt es nur wenige empirische Forschungen zum Thema Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand einer kritischen Darstellung von drei ausgewählten Forschungen herauszuarbeiten, wo noch weiterer Forschungsbedarf besteht.

Gerade in Anbetracht des Erstarkens des Rechtspopulismus gewinnt die Demokratiebildung auch in der Kindertageseinrichtung an Bedeutung. Um eine demokratische Gesellschaft aufrecht erhalten zu können, ist es wichtig die Werte und Regeln bereits im frühsten Alter zu verinnerlichen. Die Kindertageseinrichtung erscheint für die Umsetzung von Demokratiebildung von Kindern ein geeigneter Ort, gerade im Hinblick auf die wachsenden Betreuungszahlen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kinderstube der Demokratie

3. Vorstellung der Forschungsprojekte

3.1 Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen

3.2 Demokratiebildung und Rituale in Kindertageseinrichtungen

3.3 Demokratie leben lernen – von Anfang an

4. Demokratiefähigkeit von Kindern

5. Macht von Fachkräften und Kindern

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den aktuellen Forschungsstand zur Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen kritisch zu beleuchten und aufzuzeigen, in welchen Bereichen weiterführender Forschungsbedarf besteht. Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche Konzepte die Partizipation von Kindern gestalten und welche Herausforderungen sich im Spannungsfeld zwischen pädagogischer Ordnung und demokratischer Teilhabe ergeben.

  • Analyse und Vergleich dreier grundlegender Forschungsstudien zum Thema Demokratiebildung.
  • Untersuchung der Demokratiefähigkeit von Kindern in unterschiedlichen institutionellen Kontexten.
  • Kritische Reflexion der Machtasymmetrien zwischen Fachkräften und Kindern.
  • Evaluation von Gelingensbedingungen und Hemmnissen für gelebte Demokratie im Kita-Alltag.
  • Identifikation von Forschungsdesideraten für die zukünftige frühpädagogische Praxis.

Auszug aus dem Buch

Demokratiebildung und Rituale in Kindertageseinrichtungen

In ihrer Forschung „Demokratiebildung und Rituale in Kindertageseinrichtungen“ untersucht Teresa Lehmann wie Ritualisierung und Demokratisierung in der Kita miteinander korrelieren. Hierzu hospitiert Lehmann acht Monate in einer bilingualen Kita, die nach dem Konzept „die Kinderstube der Demokratie arbeitet“ und studiert anhand der Methode der teilnehmenden Beobachtung das Verhalten der Kinder und Fachkräfte, um die praktische Umsetzung demokratischer Partizipation in Bezug auf Rituale zu erforschen (vgl. Lehmann 2019, S. 298). In ihrer Arbeit nimmt die ritualtheoretische Perspektive eine zentrale Rolle ein, da Rituale in der Frühpädagogik ein geeignetes Mittel sind, um Kindern Ordnung beizubringen und Gemeinschaft zu schaffen (vgl. ebd., nach Jäger et al. 2006, S. 7; Kleemiß 2011, S. 6 ff; Borg 2012; Nentwig-Gesemann et al. 2017, S. 38 ff.). Für die Einführung von Demokratie in der Kita liegt es daher nahe, diese in (bestehende) Rituale zu integrieren (vgl. ebd.). Die Methode der Ethnografie hat sie gewählt, da sie Rituale als performative Praktik versteht (vgl. ebd., S.7, nach Zirfas und Wulf 2001, S. 191). Sie betont damit den körperlichen Aspekt von Praktiken, welcher der ausführenden Person nicht unbedingt reflexiv zugänglich ist und daher schwierig zu erfragen ist (vgl. Lehmann 2019, S.7).

In einer Fallstudie beschreibt Lehmann wie das Ritual des Morgenkreises einmal jede Woche durch eine Vollversammlung ausgetauscht wird, wodurch mehr Demokratie in der Kita erzielt werden soll. Das Verfahren erscheint für die Kita eine praktische Herangehensweise, wird von Lehmann allerdings kritisiert (vgl. ebd., S. 289). Ihre Ergebnisse zeigen, dass die Struktur und pädagogische Ordnung, mit der die Vollversammlung durchgeführt werden, negative Auswirkungen auf das demokratische Potential haben (vgl. ebd., S. 286). Diese entstehen nach Lehmann dadurch, dass „die Logik des Morgenkreises auch in der Vollversammlung fortgesetzt wird und sie eine disziplinierende Wirkung auf die Kinderkörper hat“ (ebd., S. 8).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Demokratiebildung durch das Leitbild vom kompetenten Kind und gesetzliche Anforderungen, wobei das Ziel der kritischen Forschungsdarstellung formuliert wird.

2. Die Kinderstube der Demokratie: Dieses Kapitel erläutert das Grundkonzept „Kinderstube der Demokratie“, welches als theoretischer Rahmen für zwei der untersuchten Forschungsstudien dient.

3. Vorstellung der Forschungsprojekte: Es werden die drei zentralen Studien („Deiki“, „Demokratiebildung und Rituale“ sowie „Demokratie leben lernen“) vorgestellt.

3.1 Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen: Zusammenfassung der Eckpunkte des „Deiki“-Projekts, das nach der praktischen Etablierung des Demokratiekonzepts fragt.

3.2 Demokratiebildung und Rituale in Kindertageseinrichtungen: Vorstellung der ethnografischen Studie, die den Zusammenhang zwischen Ritualisierung und demokratischer Partizipation hinterfragt.

3.3 Demokratie leben lernen – von Anfang an: Erläuterung der Fortbildungsstudie, die einen Fokus auf handlungsorientierte „Demokratiewerkstätten“ legt.

4. Demokratiefähigkeit von Kindern: Analyse der Fähigkeiten von Kindern zur Partizipation unter Berücksichtigung unterschiedlicher Ansätze und entwicklungspsychologischer Erkenntnisse.

5. Macht von Fachkräften und Kindern: Kritische Untersuchung der professionellen Machtrollen und der Herausforderungen bei der symmetrischen Machtabgabe an Kinder.

6. Fazit: Zusammenfassendes Resümee mit der Identifikation von offen gebliebenen Forschungsfragen, insbesondere hinsichtlich Inklusion und der Einbeziehung der Kinderperspektive.

Schlüsselwörter

Demokratiebildung, Kindertageseinrichtung, Partizipation, Kinderstube der Demokratie, Frühpädagogik, Machtmissbrauch, Kompetentes Kind, Rituale, Demokratiewerkstätten, deliberative Demokratie, Expertendemokratie, ethnografische Forschung, Mitbestimmung, Kindeswohl, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische Darstellung und Gegenüberstellung dreier ausgewählter Forschungsstudien zum Thema Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Partizipation von Kindern, die Demokratiefähigkeit in der frühen Kindheit, professionelle Machtverhältnisse von Fachkräften und die Rolle von Riten und Strukturen im pädagogischen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Forschungsstand kritisch zu reflektieren und dabei aktuelle Forschungsdesiderate zu identifizieren, um Ansatzpunkte für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen zu finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, in der die Ergebnisse der drei ausgewählten Forschungsstudien anhand bestimmter Kriterien wie Demokratiefähigkeit und Machtgefüge kritisch verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Projekte, die Analyse der kindlichen Demokratiefähigkeit und eine detaillierte Diskussion über die Machtasymmetrien zwischen pädagogischem Fachpersonal und Kindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Partizipation, Demokratiebildung, Machtabgabe, Kita-Verfassung, „kompetentes Kind“ und Demokratiewerkstätten.

Warum wird das Konzept der „Kinderstube der Demokratie“ besonders beleuchtet?

Es dient als theoretisch-konzeptionelles Fundament für zwei der untersuchten Fachstudien und bildet somit den Ausgangspunkt für die kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzung.

Welche Kritik an der Vollversammlung wird in der Arbeit angeführt?

Die Arbeit hebt hervor, dass die Vollversammlung aufgrund ihrer disziplinierenden Struktur oft als bloßes Ritual der Schulvorbereitung fungiert und von den Fachkräften zur Ausübung von Macht instrumentalisiert werden kann.

Welcher Gegensatz besteht zwischen den Demokratiewerkstätten und dem Konzept der „Kinderstube der Demokratie“?

Während die „Kinderstube der Demokratie“ auf eine Verankerung im gesamten Kita-Alltag abzielt, setzen Demokratiewerkstätten auf projektbezogene, situative Angebote.

Gibt es einen klaren Konsens über die Demokratiefähigkeit von Kindern?

Ja, die untersuchten Autoren sind sich einig, dass Kinder grundsätzlich demokratiefähig sind; die Unterschiede liegen vor allem in der Bewertung der Rahmenbedingungen, unter denen diese Fähigkeit in einer Kita entfaltet werden kann.

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Details

Title
Demokratiebildung in der Kita. Kritische Darstellung von Forschungsergebnissen
College
University of Hamburg
Grade
1,3
Author
Sarah Franke (Author)
Publication Year
2020
Pages
15
Catalog Number
V1291608
ISBN (PDF)
9783346756350
ISBN (Book)
9783346756367
Language
German
Tags
demokratiebildung kita
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Franke (Author), 2020, Demokratiebildung in der Kita. Kritische Darstellung von Forschungsergebnissen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1291608
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