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Auflösung der Sowjetunion 1991. Die Autonomiebestrebungen der Einzelrepubliken

Titel: Auflösung der Sowjetunion 1991. Die Autonomiebestrebungen der Einzelrepubliken

Seminararbeit , 2021 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lara Zussner (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage „Inwiefern führten die Autonomie-Bestrebungen der Einzelrepubliken, unter Einbeziehung des August-Putsch, zur Auflösung der Sowjetunion 1991?“ und versucht diese anhand wissenschaftlicher Literatur zu beantworten.

Das erste Kapitel bietet einen ersten Einblick in die Sowjetunion und richtet den Blick auf die Grundlage des Zerfalls. Im zweiten, und am intensiv behandeltesten Kapitel, geht es um die Autonomiebestrebungen der einzelnen Republiken. Im chronologischen Verlauf wird in den Unterkapiteln der Beginn dieser Entwicklung, dann die Umbrüche in der Staatenlandschaft sowie das Jahr des Augustputsches näher betrachtet. Folglich wird kurz die Zeit nach dem Augustputsch behandelt, in welcher sich ein neuartiger Staatenbund entwickelte. Das Resümee zieht eine Gesamtbetrachtung des Einflusses der Autonomiebestrebungen und Souveränitätserklärungen der Einzelstaaten und schließt mit einem Blick auf das zeitgenössische Russland.

Über 40 Jahre lang kämpften die globalen Supermächte der Nachkriegszeit, die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion, um die globale Vormachtstellung im Kalten Krieg. Die Auflösung und der systematische Zerfall des, bis dato, größten sozialistischen Staates manifestiert sich als das Ende ebendieses Kalten Krieges. Der Systemzerfall der Sowjetunion steht seines Zeichens jedoch nicht nur für das Ende einer globalen Auseinandersetzung zwischen Ost und West, sondern ziert sich als Endprodukt einer jahrhundertelangen Geschichte des Vielvölkerreiches Russlands. Der Zerfall der Sowjetunion ist ein Vorzeigestück für auflösende Prozesse polyethnischer Imperien und derer Zersplitterung in einzelne Nationalstaaten.
Schon in den 1980er Jahren zeichnete sich in Europa der allgemeine Kollaps des Kommunismus und der Zerfall der Sowjetunion ab. Dieser Prozess war maßgeblich geprägt vom Zusammenbruch des kommunistischen Systems der KPdSU, also der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, als auch vom ökonomischen Verfall des Staates sowie der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl am 26. April 1986. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG: DER SYSTEMZERFALL DER UDSSR

DIE SOWJETUNION VERSUS AUTONOMIE

DIE AUTONOMIEBESTREBUNGEN DER EINZELREPUBLIKEN

1988-1989: Beginn der Autonomiebestrebungen

1990: Unabhängigkeitserklärungen und Umbrüche

1991: Jahr des Augustputsches

Nach dem Putsch 1991: Unabhängige Staaten

RESÜMEE

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, inwiefern die Autonomiebestrebungen der Einzelrepubliken unter Einbeziehung des Augustputsches zur Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 führten.

  • Der systemische Zerfall der UdSSR und die Rolle des Kalten Krieges
  • Die Auswirkungen von Gorbatschows Reformpolitiken Perestroika und Glasnost
  • Die Bedeutung nationaler Identitätsstiftung und Souveränitätserklärungen der Teilrepubliken
  • Die Eskalation durch den Augustputsch 1991 als finaler Katalysator für den Zerfall
  • Der Übergang zur Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)

Auszug aus dem Buch

1988-1989: Beginn der Autonomiebestrebungen

Bis zum Ende der 1980er Jahre stieg das Nationalbewusstsein der Völker im Sowjetapparat weiter an, wobei im Jahr 1988 erste Massenmobilisierungen zu beobachten waren. Diese gingen primär von den baltischen Völkern sowie den Armeniern, Georgiern und Aserbaidschanern aus. Dieses Erwachen der Republiken stand unter starkem Einfluss von Gorbatschows „Glasnost“ Politik, da diese eine bisher unbekannte Offenheit im Umgang mit politischen Kernthemen erlaubte.

Im selben Jahr berief Gorbatschow eine Plenumssitzung ein, um die Diskussion um seine Politik und den damit verbundenen, jedoch ungewollten, dynamisierten Prozess der Nationalisierung der Staaten zu behandeln. Diese Sitzung mit dem Zentralkomitee wurde erst im darauffolgenden Jahr, 1989, abgehalten. Jedoch bemerkenswerterweise zu erwähnen ist, dass es außerordentliche Sitzungen der KPdSU gab, welche die Lage der Unionsteile im Südkaukasus und den Berg-Karabach-Konflikt behandelten. Im Westen wurden die Nationalitätenkonflikte und Autonomiebestrebungen der Einzelrepubliken innerhalb der sowjetischen Union mit Spannung verfolgt.

Die Bildung von Volksfronten in Estland, Lettland und Litauen manifestierten sich seit 1988 als wichtige Institutionen und verzeichneten steigende Mitgliederzahlen. Diese Volksfronten dienten als Sammelbecken für verschiedenste politische Gruppen und hatten das gemeinsame Ziel das vorherrschende Politsystem in die Enge zu treiben und abzulösen. Bereits im Frühsommer 1988 besuchten zahlreiche Mitglieder der Volksfronten aus Armenien, Georgien, Estland, Litauen und Lettland eine Konferenz. Ziel dieser war es, die politische und wirtschaftliche Dezentralisierung vom Sowjetstaat voranzutreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: DER SYSTEMZERFALL DER UDSSR: Behandelt den historischen Kontext des Kalten Krieges und die strukturellen Faktoren, die zum Niedergang der Sowjetunion führten.

DIE SOWJETUNION VERSUS AUTONOMIE: Analysiert die interne Krise des politischen Systems und das Spannungsfeld zwischen zentralistischer Herrschaft und nationalem Selbstbestimmungsrecht.

DIE AUTONOMIEBESTREBUNGEN DER EINZELREPUBLIKEN: Untersucht die Entwicklung der Unabhängigkeitsbewegungen, unterteilt in die Phasen des Beginns, der Umbrüche 1990 und des entscheidenden Jahres 1991.

RESÜMEE: Führt die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Transformation der UdSSR in die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.

Schlüsselwörter

Sowjetunion, UDSSR, Perestroika, Glasnost, Autonomiebestrebungen, Augustputsch, Unabhängigkeit, Michail Gorbatschow, Boris Jelzin, KPdSU, Nationalbewusstsein, Souveränität, GUS, Systemzerfall, Kalter Krieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Prozesse, die im Jahr 1991 zum endgültigen Zusammenbruch der Sowjetunion führten, wobei ein besonderer Fokus auf den Streben der einzelnen Republiken nach Autonomie liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Krise des sowjetischen Kommunismus, der Rolle nationaler Bewegungen und der Wirkung von Gorbatschows Reformpolitik auf die Stabilität des Vielvölkerstaates.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss der Autonomiebestrebungen und die Rolle des Augustputsches von 1991 als entscheidende Wegbereiter für die Auflösung der UdSSR wissenschaftlich zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt die Autorin?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und ordnet die historischen Ereignisse chronologisch ein, um eine kausale Verbindung zwischen innenpolitischen Spannungen und dem Staatszerfall aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden chronologisch die Anfänge der Autonomiebewegungen (1988-1989), die Welle der Unabhängigkeitserklärungen (1990) sowie der Augustputsch und die folgende Formierung der GUS (1991) detailliert analysiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Text am besten charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind: Sowjetunion, Glasnost, Perestroika, Augustputsch, Autonomie, Unabhängigkeit und der Zerfall des kommunistischen Herrschaftssystems.

Welche Bedeutung hatte der Augustputsch für den Zerfall der UdSSR konkret?

Der Putsch markierte den offiziellen Zusammenbruch der sowjetischen Machtstrukturen, da die mangelnde Planung und fehlende Unterstützung der Bevölkerung zum schnellen Scheitern führten und den Weg für die Unabhängigkeit der letzten verbliebenen Republiken frei machten.

Welche Rolle spielte Boris Jelzin in diesem historischen Prozess?

Boris Jelzin agierte als führende Figur in der Russischen Föderation, forderte die Autorität Gorbatschows heraus und war maßgeblich daran beteiligt, durch das Verbot der KPdSU und die Gründung der GUS die Sowjetunion politisch zu beenden.

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Details

Titel
Auflösung der Sowjetunion 1991. Die Autonomiebestrebungen der Einzelrepubliken
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Note
1,0
Autor
Lara Zussner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1291858
ISBN (eBook)
9783346755391
ISBN (Buch)
9783346755407
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kollaps Kommunismus Kommunismus Sowjetunion 1991 Autonomiebestrebungen Autonomie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lara Zussner (Autor:in), 2021, Auflösung der Sowjetunion 1991. Die Autonomiebestrebungen der Einzelrepubliken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1291858
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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