Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Gemeinschaftskunde / Sozialkunde

Kritik von Kausalitätsurteilen nach David Hume (Philosophie, 12. Klasse)

Titel: Kritik von Kausalitätsurteilen nach David Hume (Philosophie, 12. Klasse)

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lucas Schnelle (Autor:in)

Didaktik - Gemeinschaftskunde / Sozialkunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird eine Doppelstunde im Fach Philosophie für eine 12. Klasse innerhalb eines Gymnasiums konzipiert. Ziel der Stunde ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Arten von logischen Schlüssen, folglich induktive und deduktive Schlüsse, differenzieren und analysieren, wodurch die Schülerinnen und Schüler die jeweiligen Eigenschaften dieser Arten herauskristallisieren. Aufgrund dessen sollen die Schülerinnen und Schüler "die Bedeutung der Frage nach der Erkennbarkeit von Wirklichkeit in den philosophischen und den aktuellen Kontext einordnen (können)", wodurch sie schließlich Urteile über Kausalitäten im Laufe ihres Lebens fortwährend kritisch hinterfragen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen

2. David Humes Kritik der Kausalitätsurteile

3. Didaktische Klarheiten

4. Didaktische Konzeption

5. Schlusswort

6. Anhang

6.1. Textaufgabe (Anmerkung der Redaktion: Dieser Teil ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht im Lieferumfang enthalten.)

6.2. Quellenverzeichnis und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Begriff der Erkenntnis kritisch zu untersuchen und die Kritik von David Hume an Kausalitätsurteilen didaktisch aufzubereiten, um Schülern die Grundlagen philosophischer Urteilsbildung näherzubringen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der Frage, wie die komplexe Problematik der Induktion im Rahmen einer gymnasialen Unterrichtseinheit vermittelt werden kann.

  • Kritische Analyse von David Humes Erkenntnistheorie im vierten Kapitel von "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand"
  • Differenzierung zwischen induktiven und deduktiven logischen Schlüssen
  • Darstellung des Induktionsproblems und der Gleichförmigkeitsthese der Natur
  • Anwendung des kognitiv-humanistischen Unterrichtsmodells nach Johann Friedrich Herbart und Tuiskon Ziller
  • Reflexion über die Anwendung philosophischer Erkenntnisurteile im gymnasialen Unterricht der 12. Klasse

Auszug aus dem Buch

David Humes Kritik der Kausalitätsurteile

David Hume beginnt sein viertes Kapitel mit der “Humschen Gabel“, also der Unterscheidung von Gegenständen der menschlichen Vernunft. Einerseits gibt es Beziehungen zwischen Ideen “Relations of Ideas“, was Erkenntnisurteile sind, die ausschließlich auf der Analyse von Begriffsinhalten beruhen und deren Wahrheit nicht von der äußeren Welt abhängig ist, da ihre Wahrheit allein durch das Nachdenken erkannt werden kann. Hervorzuheben ist ebenfalls, dass diese logischen Vernunftwahrheiten auch innerhalb einer Fantasiewelt weiterhin gültig wären, da sie allein durch das Prinzip des ausgeschlossenen Widerspruchs gültig sind.

Etwas Gegenteiliges zu ihrer Existenz ist demnach nicht vorstellbar, denn zwei einander ausschließende Aussagen dürfen nicht zugleich zutreffen, da es sonst zu einem Zirkelschluss führen würde. Diese logischen Vernunftwahrheiten sind notwendig und a priori Urteile, denn ihre Wahrheit ist unabhängig von unserer Erfahrung, aufgrund dass die Bedeutung der enthaltenen Wörter den Tatsachen voraus geht. So lässt sich ein eckiger Kreis „weder vorstellen, träumen noch bildlich darstellen.“, denn das Rundsein eines Kreises kann man wissen, bevor selbiges durch empirische Erfahrung bestätigt wurde. David Hume ordnet den Beziehungen zwischen Ideen vor allem die Teildisziplinen der Mathematik, also „Geometrie, Algebra und Arithmetik“, zu.

Nach David Hume sind die zweite Art von Gegenständen der menschlichen Vernunft Tatsachen “Matters of Facts“, welche Erkenntnisurteile sind, die „einen Sachverhalt der empirischen Wirklichkeit behaupten“. Diesen widmet David Hume besondere Aufmerksamkeit, da diese Urteile sich auf die äußere Welt beziehen und deshalb auch die Wahrheit von Tatsachen von der Beschaffenheit der äußeren Welt abhängig ist. Entgegen der “Relations of Ideas“, deren Wahrheit allein durch Nachdenken erfahren werden kann, ist es bei den Tatsachen nicht möglich durch Nachdenken an ihren Wahrheitsgehalt zu gelangen, denn die Wahrheit von “Matters of Facts“ lässt sich ausschließlich durch empirische Wahrnehmung, zum Beispiel Nachschauen, erlangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkungen: Einleitung in die Bedeutung von David Humes Philosophie für den modernen Ethik- und Philosophieunterricht sowie Skizzierung des methodischen Vorgehens.

2. David Humes Kritik der Kausalitätsurteile: Analyse der „Humschen Gabel“ und der Unterscheidung zwischen logischen Vernunftwahrheiten und empirischen Tatsachenbehauptungen.

3. Didaktische Klarheiten: Darstellung der Lernziele und methodischen Voraussetzungen, die für das Verständnis logischer Schlüsse bei den Schülern notwendig sind.

4. Didaktische Konzeption: Erläuterung der Umsetzung des kognitiv-humanistischen Unterrichtsmodells zur Vermittlung komplexer philosophischer Probleme an eine 12. Klasse.

5. Schlusswort: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Wirksamkeit eines lehrerzentrierten Unterrichts bei der Vermittlung philosophischer Kritik.

6. Anhang: Enthält ergänzende Arbeitsmaterialien und das Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

David Hume, Erkenntnistheorie, Kausalitätsurteile, Induktionsproblem, Humsche Gabel, Empirismus, Relations of Ideas, Matters of Facts, Kognitiv-humanistisches Modell, Didaktik, Logische Schlüsse, Deduktion, Induktion, Philosophieunterricht, Gleichförmigkeit der Natur.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Kritik David Humes an der menschlichen Kausalitätsbeurteilung und wie diese innerhalb einer gymnasialen Unterrichtseinheit vermittelt werden kann.

Welche Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Die Schwerpunkte liegen in der Erkenntnistheorie, der Logik (insbesondere induktive und deduktive Schlüsse), der Philosophie von David Hume und der didaktischen Unterrichtsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Schülern der 12. Klasse ein Verständnis für das Induktionsproblem zu vermitteln, damit sie ihre eigenen Erkenntnisurteile kritisch hinterfragen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine didaktische Konzeption angewendet, die primär auf dem kognitiv-humanistischen Unterrichtsmodell nach Johann Friedrich Herbart und Tuiskon Ziller basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert David Humes „Untersuchung über den menschlichen Verstand“, das Induktionsproblem und die konkrete methodische Umsetzung der Stoffvermittlung in einer Schuldoppelstunde.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen die Humsche Gabel, das Induktionsproblem, die Gleichförmigkeit der Natur sowie die Unterscheidung zwischen Relations of Ideas und Matters of Facts.

Wie unterscheidet Hume zwischen Gegenständen der Vernunft?

Hume unterscheidet zwischen den analytischen „Relations of Ideas“ (Beziehungen zwischen Ideen) und den empirischen „Matters of Facts“ (Tatsachen), die auf Beobachtung basieren.

Warum hält Hume Kausalitätsurteile für problematisch?

Da Kausalitätsurteile auf der Annahme der Gleichförmigkeit der Natur beruhen, diese aber nicht logisch beweisbar ist, besitzen sie nach Hume keinen apodiktischen Wahrheitsanspruch.

Welche Rolle spielen induktive Schlüsse in der Kritik?

Induktive Schlüsse sind laut Hume problematisch, da sie unvollständige Syllogismen (Enthymeme) darstellen und die entscheidende Prämisse der Gleichförmigkeit voraussetzen, was im Zirkelschluss endet.

Warum wird im Unterricht das kognitiv-humanistische Modell verwendet?

Dieses Modell ermöglicht es dem Lehrer, komplexe philosophische Inhalte effizient zu strukturieren und die Gedanken der Schüler zielgerichtet auf den Lerngegenstand zu fokussieren.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kritik von Kausalitätsurteilen nach David Hume (Philosophie, 12. Klasse)
Note
1,0
Autor
Lucas Schnelle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1292425
ISBN (PDF)
9783346760876
ISBN (Buch)
9783346760883
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erkenntnis Kausalität David Hume David Hume Unterrichtsentwurf Didaktik Ethik Philosophie Theoretische Philosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lucas Schnelle (Autor:in), 2021, Kritik von Kausalitätsurteilen nach David Hume (Philosophie, 12. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1292425
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum