Diese Arbeit befasst sich mit den Rechten und Pflichten des Arbeitgebers sowie den Rechten und Pflichten des Arbeitnehmers. Insbesondere wird auf die Arbeits- und Vergütungspflicht und die Nebenpflichten eines Arbeitnehmers und Arbeitgebers eingegangen. Im Fokus stehen das Differenzierungsverbot und die Verhinderung von Mobbing am Arbeitsplatz.
Zusätzlich behandelt diese Arbeit die Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung. Abschließend wird betrachtet, wann ein Arbeitsverhältnis fehlerhaft, nichtig oder anfechtbar ist und welche Folgen dies für das Arbeitsverhältnis hat.
Die Pflichten im Arbeitsverhältnis und das Fehlverhalten am Arbeitsplatz können nur betrachtet werden, wenn zuvor das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses geklärt ist. Ein Arbeitsvertrag setzt die Geschäftsfähigkeit der Parteien voraus. Für eine bestimmte Altersgruppe besteht ein Beschäftigungsverbot. Dieses ist im § 5 JArbSchG beschrieben.
Ein Arbeitsverhältnis bedarf keiner bestimmten Form, dies bedeutet, ein Arbeitsvertrag kann mündlich, schriftlich oder durch konkludentes Verhalten zustande kommen. In jedem Fall ist es besser, ein Arbeitsverhältnis schriftlich zu erstellen, da somit ein nachweislicher Vertrag vorliegt. Ein Arbeitgeber ist verpflichtet, die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzuschreiben, spätestens einen Monat nach Beschäftigungsbeginn. Dies ist im Nachweisgesetz (NachwG) geregelt.
Im Arbeitsvertrag müssen folgende Vereinbarungen niedergeschrieben werden: die Namen und Anschriften aller Vertragsparteien, das Datum des ersten Arbeitstages, die Dauer des Arbeitsverhältnisses, die vereinbarte Arbeitszeit, der Urlaubsanspruch, die Kündigungsfristen, eine Beschreibung der Tätigkeit und das Arbeitsentgelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Rechte und Pflichten Arbeitgebers
2.1. Rechte des Arbeitgebers
2.2. Hauptpflichten des Arbeitgebers
2.3. Nebenpflichten des Arbeitgebers
3. Rechte und Pflichten Arbeitnehmers
3.1. Rechte des Arbeitnehmers
3.2. Hauptpflichten des Arbeitnehmers
3.3. Nebenpflichten des Arbeitnehmers
4. Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung
4.1. Rechte des Auszubildenden
4.2. Pflichten des Auszubildenden
4.3. Rechte des Ausbilders
4.4. Pflichten des Ausbilders
5. Fehler im Arbeitsverhältnis
6. Schluss
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit befasst sich mit der grundlegenden rechtlichen Struktur des Arbeitsverhältnisses, wobei der Fokus auf den beiderseitigen Rechten und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern liegt. Zudem wird die besondere Situation in der Berufsausbildung erläutert und die rechtlichen Konsequenzen fehlerhafter Arbeitsverträge kritisch beleuchtet.
- Grundlagen des Zustandekommens von Arbeitsverhältnissen
- Gegenüberstellung der Haupt- und Nebenpflichten der Vertragsparteien
- Erläuterung spezifischer Schutzpflichten wie Gleichbehandlung und Mobbing-Prävention
- Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung
- Analyse der Rechtsfolgen bei fehlerhaften Arbeitsverträgen
Auszug aus dem Buch
2.2 Hauptpflichten des Arbeitsgebers
Die Hauptpflicht des Arbeitgebers ist die vereinbarte Vergütung zu entrichten nach § 611 I BGB (Weiß, Nathalie, 2018, Juraindividuell). Die Höhe der Arbeitsvergütung kann sich aus verschiedenen Rechtsquellen ergeben, dem Arbeitsvertrag, einem anwendbaren Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung, einer einseitigen Arbeitgeberzusage, betrieblicher Übung oder aus dem allgemeinen arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz und aus dem Gesetz z. B. Mindestlohngesetz (Dr. Schlottfeldt, Christian, o.J., haufe.). Seit 2015 besteht ein gesetzlicher Mindestlohn, dieser umfasste 8,50 €, im Jahre 2017 erhöhte er sich auf 8,84 € und für 2019 ist ein Mindestlohn von 9,14 € zu beachten. Sollte der Arbeitgeber das vereinbarte Entgelt zu spät aushändigen bzw. überweisen, besteht für den Arbeitnehmer ein Anspruch auf Schadensersatz. Dieser beläuft sich auf eine Pauschale von 40 € nach § 288 BGB (o.V., o.J., Arbeitsvertrag).
Sollte ein Mitarbeiter, dessen Arbeitsverhältnis mindestens 4 Wochen ununterbrochen besteht, krank werden, so hat er Anspruch auf Arbeitsentgelt bis zu einer Dauer von 6 Wochen (o.V., o.J., hobaag.). Nach § 4 Entgeltfortzahlungsgesetz steht dem Arbeitnehmer 100 % des Arbeitsentgeltes bei Krankheit zu.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Es wird geklärt, wie ein Arbeitsverhältnis zustande kommt und welche wesentlichen Punkte laut Nachweisgesetz schriftlich fixiert werden müssen.
2. Rechte und Pflichten Arbeitgebers: Dieses Kapitel erläutert, dass der Arbeitgeber ein Weisungsrecht besitzt, aber im Gegenzug zur Entgeltzahlung, Gleichbehandlung und Sorgfalt gegenüber dem Arbeitnehmer verpflichtet ist.
3. Rechte und Pflichten Arbeitnehmers: Der Fokus liegt auf der persönlichen Arbeitspflicht sowie den Rechten auf Pausen, Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.
4. Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung: Das Kapitel behandelt die besonderen Verhältnisse zwischen Auszulernenden und Ausbildern, inklusive der gesetzlichen Rechte und berufsspezifischen Pflichten.
5. Fehler im Arbeitsverhältnis: Hier werden die rechtlichen Folgen bei Nichtigkeiten oder Anfechtbarkeiten von Arbeitsverträgen analysiert.
6. Schluss: Abschließend erfolgt eine zusammenfassende Betrachtung der behandelten Themen sowie ein Ausblick auf die Notwendigkeit rechtlicher Beratung.
Schlüsselwörter
Arbeitsrecht, Arbeitsvertrag, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Berufsausbildung, Entgeltzahlung, Mobbing, Gleichbehandlung, Weisungsrecht, Nichtigkeitsgründe, Anfechtung, Auszubildende, Ausbildungspflicht, Sorgfaltspflicht, Rechtsfolgen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die gegenseitigen Rechte und Pflichten, die sich aus einem Arbeitsverhältnis ergeben, und beleuchtet dabei sowohl Standard-Arbeitsverhältnisse als auch die spezifische Konstellation in der Berufsausbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Vergütung, den Fürsorge- und Sorgfaltspflichten, der Gleichbehandlung am Arbeitsplatz und dem Umgang mit Fehlern im Arbeitsverhältnis.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine strukturierte Zusammenfassung und Übersicht der rechtlichen Rahmenbedingungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu präsentieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller arbeitsrechtlicher Bestimmungen, Gesetzestexte (wie BGB, BBiG, AGG) und relevanter Fachbeiträge.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Rechte und Pflichten der Vertragspartner sowie eine detaillierte Betrachtung des Fehlerpotenzials bei der Vertragsgestaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe wie Arbeitsrecht, Arbeitsvertrag, Arbeitgeberschutz, Arbeitnehmerrechte und Berufsausbildung definieren den thematischen Rahmen.
Was ist bei Mobbing am Arbeitsplatz rechtlich zu beachten?
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, bei gemeldetem Mobbing den Sachverhalt aufzuklären und präventive Maßnahmen zu ergreifen, um eine Eskalation zu vermeiden.
Welche Folgen hat ein fehlerhafter Arbeitsvertrag?
Ein fehlerhafter Arbeitsvertrag kann nichtig oder anfechtbar sein, was zur Folge hat, dass er entweder gar keine Rechtswirkung entfaltet oder als "faktisches Arbeitsverhältnis" nur ex nunc (für die Zukunft) aufgehoben wird.
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- Anonym (Autor:in), 2019, Pflichten im Arbeitsverhältnis und fehlerhaftes Arbeitsverhältnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1292847