Diese Arbeit beschäftigt sich unter der Beleuchtung der These „Frauen werden am deutschen Arbeitsmarkt vielfältig diskriminiert.“ mit dem Phänomen der geschlechterspezifischen Diskriminierung. Zu Beginn wird mithilfe gesetzlicher Rahmenbedingungen erläutert, wann das deutsche Gesetz von einer Diskriminierung spricht und welche Merkmale diese erfüllen muss. Im anschließenden Abschnitt wird der Kontext Arbeit intensiver hinzugezogen, indem Statistiken aus Quellen der Bundesministerien zeigen, inwiefern etwaige Diskriminierungen am Arbeitsmarkt für Frauen belegt oder nicht belegt sind. Nachdem mit dem Gender Pay Gap und Sexismus einzelne Phänomene beleuchtet wurden, werden die Positionen und Forderungen aus verschiedenen Standpunkten dargestellt. Abschließend wird im Fazit die Rolle der Sozialen Arbeit als Profession in den Kontext der Ergebnisse der Arbeit gesetzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und These der Arbeit
2. Was ist Diskriminierung?
2.1 Gesetzlicher Rahmen
2.2 Juristische Definition zu Diskriminierung
3. Geschlechterspezifische Diskriminierung der Frau durch Lohngefälle und schlechtere Zugangschancen?
3.1 Der Gender Pay Gap
3.2 Familienpolitische Rahmenbedingungen und Rollenstigma
4. Sexismus und sexualisierte Gewalt in der Arbeitswelt
5. Diskussion von Lösungen und Standpunkten
5. 1 Frauenquote und das auflösen von Rollenstigma
5.2 Flexibilisierung externer Zeittaktgeber baut Benachteiligung für Mütter ab
6. Fazit mit Sicht auf die Profession
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Hausarbeit untersucht die These, dass Frauen am deutschen Arbeitsmarkt in vielfältiger Weise diskriminiert werden, und analysiert dieses Phänomen durch einen wissenschaftlichen Rahmen, der auf dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) basiert und empirische Daten zur aktuellen Situation der Frau in der Arbeitswelt einbezieht.
- Strukturelle Diskriminierung von Frauen im Berufsleben
- Analyse des Gender Pay Gaps und familienpolitischer Rahmenbedingungen
- Einfluss von Sexismus und sexualisierter Gewalt am Arbeitsplatz
- Diskussion politischer Lösungsansätze wie die Frauenquote
- Rolle der Sozialen Arbeit als Profession im Kontext der Ergebnisse
Auszug aus dem Buch
3.1 Der Gender Pay Gap
Laut Statistischem Bundesamt verdienen Frauen am deutschen Arbeitsmarkt 21%, also etwa ein Fünftel, weniger Bruttogehalt als Männer (vgl. Statistisches Bundesamt 16.03.2016, o.S.). Dieses real messbare Lohngefälle, auch Gender Pay Gap (GPG) genannt, wird unterteilt in den sogenannten bereinigten GPG und den unbereinigten GPG. Hier wird sich auf der einen Seite das Bruttogehalt von Frauen und Männern mit ähnlicher Qualifikation bezogen (bereinigter GPG) und auf der anderen Seite der Faktoren bedacht, die Frauen den Zugang zu einer Qualifikation am Arbeitsmarkt verwehren (Unbereinigter GPG). Nach der Pressemitteilung vom 16.03.2016 sind bis heute die wichtigsten Gründe für den unbereinigten GPG, die unterschiedlichen Branchen und Berufe in denen Frauen und Männer arbeiten. Dies betrifft eine ungleiche Verteilung der Arbeitsplatzanforderungen, die Qualifikation sowie Führung und Faktoren, wie ein niedrigeres Dienstalter, aber auch den Beschäftigungsumfang der Frauen. Allerdings können durch diese Gründe nur etwa zwei Drittel des Lohnunterschiedes ermittelt werden. Selbst im bereinigten GPG, also bei Männern und Frauen mit etwa ähnlicher beruflicher Qualifikation, verdienen Frauen durchschnittlich 7 % weniger als Männer.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und These der Arbeit: Diese Einführung präsentiert die zentrale Hypothese zur Diskriminierung von Frauen am deutschen Arbeitsmarkt und skizziert den methodischen Aufbau der Untersuchung.
2. Was ist Diskriminierung?: Das Kapitel legt auf Basis des AGG den gesetzlichen Rahmen dar, um zu definieren, welche Merkmale eine Diskriminierung erfüllen muss.
3. Geschlechterspezifische Diskriminierung der Frau durch Lohngefälle und schlechtere Zugangschancen?: Hier werden empirische Belege wie der Gender Pay Gap sowie familienpolitische Rahmenbedingungen und Rollenbilder kritisch beleuchtet.
4. Sexismus und sexualisierte Gewalt in der Arbeitswelt: Dieses Kapitel untersucht, wie Sexismus als strukturelle Barriere und Grundlage für sexualisierte Belästigung fungiert und das Berufsleben von Frauen beeinträchtigt.
5. Diskussion von Lösungen und Standpunkten: Es werden politische Strategien wie die Frauenquote und die Flexibilisierung von Arbeitszeiten bei Betreuungsangeboten als Lösungsansätze diskutiert.
6. Fazit mit Sicht auf die Profession: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und reflektiert die Rolle der Sozialen Arbeit, um strukturelle Benachteiligungen abzubauen.
Schlüsselwörter
Diskriminierung, Frauen, Arbeitsmarkt, Gender Pay Gap, Sexismus, AGG, Gleichbehandlung, Frauenquote, Rollenstigma, Familienpolitik, Erwerbstätigkeit, Soziale Arbeit, strukturelle Benachteiligung, Berufsleben, Emanzipation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der These, dass Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt vielfältigen Formen der Diskriminierung ausgesetzt sind, und untersucht diese systematisch.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zu den Schwerpunkten zählen der Gender Pay Gap, familienpolitische Einflüsse auf die Erwerbstätigkeit von Frauen, Sexismus am Arbeitsplatz sowie die politische Debatte um Frauenquoten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, anhand gesetzlicher Rahmenbedingungen und empirischer Daten zu prüfen, inwieweit Diskriminierung in der Arbeitswelt für Frauen belegt ist und welche Auswirkungen dies hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt zur Definition von Diskriminierung das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) als normativen Rahmen und kombiniert diesen mit statistischen Daten von Bundesministerien und soziologischen Fachquellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert strukturelle Merkmale der Diskriminierung, die Rolle von Rollenbildern bei Müttern, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz sowie Lösungsstrategien und politische Kontroversen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Diskriminierung, Geschlechterspezifische Benachteiligung, Gender Pay Gap, Sexismus, Frauenquote und Soziale Arbeit.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen bereinigtem und unbereinigtem Gender Pay Gap?
Der unbereinigte GPG umfasst strukturelle Faktoren wie Branchenwahl und Beschäftigungsumfang, während der bereinigte GPG den Lohnunterschied bei gleicher Qualifikation betrachtet.
Welche Rolle spielt das AGG für die Argumentationsgrundlage?
Das AGG dient als zentrale juristische Referenz, die fünf spezifische Merkmale festlegt, durch die eine Benachteiligung im Sinne des Gesetzes definiert wird.
Welcher Bezug wird zur Profession der Sozialen Arbeit hergestellt?
Im Fazit wird betont, dass Soziale Arbeit eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung für strukturelle Diskriminierung spielt, um Klientinnen bei der Überwindung von prekärer Beschäftigung zu unterstützen.
Wie bewertet die Arbeit die Einführung einer Frauenquote?
Die Arbeit diskutiert die kontroversen Standpunkte zur Frauenquote, wobei der Fokus darauf liegt, dass solche Instrumente als Anreiz dienen sollen, bestehende systemische Barrieren in Betrieben zu unterbrechen.
- Quote paper
- Cindy Rosenthal (Author), 2017, Die Diskriminierung von Frauen in der Institution Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1297733