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(Sonder-)Pädagogische Förderung mit theoriegestützten Erkenntnissen aus der Entwicklungspsychologie

Title: (Sonder-)Pädagogische Förderung mit theoriegestützten Erkenntnissen aus der Entwicklungspsychologie

Term Paper (Advanced seminar) , 2020 , 13 Pages , Grade: 1

Autor:in: Cindy Rosenthal (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Ziel dieser Arbeit soll es sein, mit Hilfe eines erörterten Beispiels entwicklungspsychologische Grundlagen und daraus abgeleitete Empfehlungen für die Praxis für das Kind mit sonderpädagogischen Bedarf zu untersuchen.

In deutschen Schulen gibt es immer mehr Kinder mit (sonderpädagogischen) Förderbedarf. Zwischen 2009 und 2017 hat sich der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf verzweieinhalbfacht. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die eine Förderschule besuchen, nur um 13% gesunken. Aktuell stagniert die Inklusion der Mädchen und Jungen aus Förderschulen sogar.

Um die Heranwachsenden mit sonderpädagogischen Förderbedarf auf allgemeinen Schulen unterrichten zu können, braucht es ausgebildetes Personal, die die Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Arbeit an der Schule unterstützen können. Die Arbeit von Schulpädagogen, Sonderpädagogen oder Ergotherapeuten sollte sich dabei immer auf theoriegestützte Erkenntnisse aus der Wissenschaft stützen. Vor allem die Entwicklungspsychologie bietet durch das Beobachten und Beschreiben von Verhalten und Erleben bei Kindern und Jugendlichen Erklärungsperspektiven und konkrete Hilfestellungen für sonderpädagogisches Personal an Schulen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung und Hinführung zur Thematik

3. Beschreibung des Fallbeispiels

4. Entwicklung verläuft sowohl im Sinne von Kontinuität als auch Diskontinuität

5. Die drei Motoren der Entwicklung (Endogen, Exogen, Eigenaktivität) wirken in der Aktualgenese interaktionistisch (transaktional) zusammen.

6. Die Plastizität des Gehirns gleich Defizite aus

7. Der Entwicklungskontext ist für jedes einzelne Kind in der Klasse einzigartig

8. Das Kind ist in seinem Entwicklungskontext in mehrfacher Hinsicht aktiver Gestalter seiner Entwicklung

9. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, mithilfe eines konkreten Fallbeispiels entwicklungspsychologische Grundlagen zu analysieren und daraus pädagogische Empfehlungen für die Förderung eines Kindes mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf abzuleiten.

  • Analyse entwicklungspsychologischer Bedingungsfaktoren (endogen, exogen, autogen)
  • Bedeutung der Plastizität des Gehirns und sensibler Entwicklungsphasen
  • Der Einfluss des individuellen Entwicklungskontexts auf Lernprozesse
  • Die Rolle des Kindes als aktiver Gestalter seiner Entwicklung
  • Sonderpädagogische Interventionsmöglichkeiten bei oppositionellem Verhalten

Auszug aus dem Buch

4. Entwicklung verläuft sowohl im Sinne von Kontinuität als auch Diskontinuität

Kontinuität geht davon aus, dass Entwicklung allmählich und kumulativ verläuft und über die gesamte Lebensdauer hinweg gleich ist, wohingegen Diskontinuität von unterschiedlichen, meist abrupten Phasen (sensible Phasen) ausgeht. Entwicklung verläuft demnach sowohl im Sinne der Kontinuität als auch der Diskontinuität.

Durch stetige Anpassungsprozesse des Organismus an die Umwelt (z.B. auch bei Entwicklungseinschnitten, wie dem Schuleintritt), wird die Grundvoraussetzung zur kontinuierlichen Entwicklung gegeben. Demnach erlangt Tina quantitative Entwicklungszuwächse in einem kontinuierlichen Verlauf. Ein Schritt baut dabei auf dem anderen auf, da die Fähigkeit eines Kindes, sich an komplexeren Denkprozessen zu beteiligen, auf eine Veränderung seiner Fähigkeiten zum Umgang mit Informationen zurückzuführen ist.

Da Tina Probleme zeigt, die den Unterricht stören, sollte zunächst darauf Wert gelegt werden, dass Tina sich meldet und im nächsten Entwicklungsschritt, dass Tina erst spricht, wenn sie aufgerufen wird. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des „Meldens“ erfährt Tina, wenn sie gelernt hat, sich zu melden. Die weiteren Entwicklungen sollten darauf aufbauen. Um eine Kontinuität in der Entwicklung zu schaffen, können Belohnungsanreize geschaffen werden, d.h. Tina wird bei angemessenem Verhalten mit Aufmerksamkeit und Lob belohnt, bei störendem Verhalten sollte die Lehrerin oder der Lehrer Tina keine Beachtung schenken. Durch Belohnungen können stabile Verhaltensmuster im Menschen aufgebaut werden (Skinner, 1974).

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung und Hinführung zur Thematik: Es wird der steigende Bedarf an sonderpädagogischer Förderung in Regelschulen aufgezeigt und die Bedeutung wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse für pädagogisches Handeln hervorgehoben.

3. Beschreibung des Fallbeispiels: Das Kapitel führt die neunjährige Tina ein, die aufgrund von ADHS-Symptomen im schulischen Kontext auffällig ist, aber durch Stärken im Musikunterricht und soziale Bindungen Ressourcen aufweist.

4. Entwicklung verläuft sowohl im Sinne von Kontinuität als auch Diskontinuität: Es wird dargelegt, wie kontinuierliche Lernschritte und sprunghafte Entwicklungsphasen sich bei der Förderung von Verhalten auswirken.

5. Die drei Motoren der Entwicklung (Endogen, Exogen, Eigenaktivität) wirken in der Aktualgenese interaktionistisch (transaktional) zusammen.: Das Kapitel erläutert die Bedeutung des Zusammenspiels von biologischen, umweltbezogenen und autogenen Faktoren für das menschliche Verhalten.

6. Die Plastizität des Gehirns gleich Defizite aus: Hier wird diskutiert, wie strukturelle Gehirnveränderungen lebenslanges Lernen ermöglichen und Entwicklungsverzögerungen kompensiert werden können.

7. Der Entwicklungskontext ist für jedes einzelne Kind in der Klasse einzigartig: Das Kapitel veranschaulicht anhand des Kontextualismus, warum individuelle Lebensumwelten und Erfahrungen das Entwicklungspotenzial jedes Kindes maßgeblich prägen.

8. Das Kind ist in seinem Entwicklungskontext in mehrfacher Hinsicht aktiver Gestalter seiner Entwicklung: Es wird betont, dass Kinder keine passiven Objekte von Reizen sind, sondern ihre Entwicklung durch Eigenaktivität und Reflexion aktiv mitbestimmen.

9. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei die Komplexität der Förderplanung und die Notwendigkeit einer multisystemischen Sichtweise für Tinas Schullaufbahn unterstrichen werden.

Schlüsselwörter

Entwicklungspsychologie, Sonderpädagogik, Inklusion, ADHS, Kontinuität, Plastizität, Entwicklungskontext, Transaktion, Eigenaktivität, Verhaltenstherapie, Impulskontrolle, Selbstwert, Ressourcenorientierung, Klassenfahrt, Förderplan.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie entwicklungspsychologische Erkenntnisse genutzt werden können, um ein Grundschulkind mit sonderpädagogischem Förderbedarf (ADHS) im schulischen Alltag zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Themen sind unter anderem die Konzepte von Kontinuität und Diskontinuität, die Plastizität des Gehirns, der Einfluss von Umweltfaktoren und die aktive Rolle des Kindes bei der Selbstentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den individuellen Entwicklungspfad des Fallbeispiels „Tina“ zu analysieren und konkrete sonderpädagogische Handlungsempfehlungen für den Umgang mit oppositionellem Verhalten abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt einen theoriegestützten Ansatz der Entwicklungspsychologie, um Verhaltensweisen anhand eines Fallbeispiels zu interpretieren und wissenschaftlich fundierte Interventionsstrategien zu begründen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Dort werden verschiedene entwicklungspsychologische Theorien erläutert und direkt auf die Situation des Kindes bezogen, wie etwa der Umgang mit ADHS-Symptomen oder die Bedeutung von Schutzfaktoren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie transaktionales Wirkungssystem, endogene/exogene/autogene Faktoren, Plastizität und Inklusion geprägt.

Wie bewertet die Arbeit die Teilnahme an einer Klassenfahrt?

Die Klassenfahrt wird als wichtiger Knotenpunkt im Entwicklungspfad beurteilt, der durch gezielte Förderung und hohe Heterogenität die sozialen Kompetenzen und den Selbstwert des Kindes stärken kann.

Welche Rolle spielt das Familiensystem für das Kind?

Das dysfunktionale Familiensystem wird als signifikanter Bedingungsfaktor für die Entwicklung des Kindes erkannt, weshalb die Autorin eine Einbeziehung des Elternhauses in die pädagogische Arbeit fordert.

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Details

Title
(Sonder-)Pädagogische Förderung mit theoriegestützten Erkenntnissen aus der Entwicklungspsychologie
Grade
1
Author
Cindy Rosenthal (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V1297779
ISBN (PDF)
9783346762955
ISBN (Book)
9783346762962
Language
German
Tags
sonder- pädagogische förderung erkenntnisse entwicklungspsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cindy Rosenthal (Author), 2020, (Sonder-)Pädagogische Förderung mit theoriegestützten Erkenntnissen aus der Entwicklungspsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1297779
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