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Hilfeplanung gem. §36 SGB VIII im Kinder- und Jugendhilfegesetz in Kombination mit dem systemischen Arbeiten

Titel: Hilfeplanung gem. §36 SGB VIII im Kinder- und Jugendhilfegesetz in Kombination mit dem systemischen Arbeiten

Hausarbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit thematisiert den Hilfeplan nach §36 SGB VIII, der im Kinder- und Jugendhilfegesetz verankert ist. Die Fragestellung beschäftigt sich damit, wie der Hilfeplan mit dem systemischen Arbeiten kombinier- und umsetzbar ist.
Das KJHG ist 1991in Kraft getreten und hat dort die Hilfen zur Erziehung (HzE) und den Hilfeplan definiert. Die Voraussetzungen und Rahmenbedingen haben sich seitdem enorm ausgeweitet und ausdifferenziert. Fast eine Million junger Menschen werden durch HzE begleitet und erfahren in einer wichtigen Phase ihres Lebens Unterstützung. Die Tendenz zur Inanspruchnahme der Hilfe ist ansteigend. Wabnitz (2014) führt mehrere Faktoren als mögliche Gründe für den Zuwachs an Hilfen zur Erziehung an. Zum einen sind es die Pluralisierungen der Familienformen und heiklen Lebenslagen von Familien, geprägt durch Trennungen, Arbeitslosigkeit, Wohnraumproblemen oder ähnlichem. Auf der anderen Seite sind es gesellschaftliche und politische „Diskurse“, wie der des „achtsameren Staats“ oder der ausgeübte Druck auf die Fachkräfte, die Hilfe zu Erziehung veranlassen. Menschen sind keine Maschinen und alle haben ihre persönlichen Hintergründe, deswegen ist der Hilfeplan „so schwierig umzusetzen“.

Der erste Abschnitt legt den Fokus auf den §36 Mitwirkung, Hilfeplan SGB VIII. Dafür werden die Voraussetzungen des Inkrafttretens und die Inhaltlichen Schwerpunkte vorgestellt. Außerdem wird aufgezeigt, in welchen Bereichen der Hilfeplan seine Anwendung findet. Um einen Überblick über die Grundbegriffe zu verschaffen, werden diese anschließend definiert. Im zweiten Abschnitt erfolgt eine Auseinandersetzung mit den individuellen Qualitätsmerkmalen, wie die Partizipation oder die Ressourcen- und Sozialraumorientierung eines Hilfeplans. Diese Merkmale sind der Grundstein, um den Hilfeplan mit dem systemischen Arbeiten in Verbindung zu setzen. Der dritte Abschnitt stellt den Hilfeplan als einen pädagogischen Prozess dar und beinhaltet die vier Phasen, die in jedem Prozess durchlaufen werden. Der vierte Abschnitt zeigt die Schnittmenge zwischen Hilfeplan und systemischer Arbeit auf und nimmt dabei Bezug auf die vorangegangenen Abschnitte. Das Fazit ergibt sich aus einer zusammenfassenden Betrachtung der wichtigsten Ergebnisse dieser Hausarbeit sowie einem Ausblick für zukünftig mögliche und notwendige Entwicklungen des Hilfeplans.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Hilfen zur Erziehung

1.1 Rechtliche Grundlagen

1.2 Grundbegriffe

2. Qualitätsmerkmale

2.1 Partizipation

2.2 Ressourcenorientierung

2.3 Zielorientierung

2.4 Fallverstehen / Sozialpädagogischen Diagnostik

2.5 Zusammenwirken der Fachkräfte

3. Hilfeplanprozess

3.1 Phase 1: Falleingangsphase

3.2 Phase 2: Hilfeplanung als kooperativer Prozess

3.3 Phase 3: Überprüfung – Beobachtung und Steuerung des Hilfeprozesses

3.4 Phase 4: Beendigung und Auswertung

4. Bezug zum systemischen Arbeiten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gestaltung der Hilfeplanung nach §36 SGB VIII und analysiert, wie dieser gesetzlich verankerte Prozess effektiv mit Methoden systemischen Arbeitens verknüpft werden kann.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen der Hilfen zur Erziehung
  • Qualitätskriterien der Hilfeplanung (Partizipation, Ressourcen- und Sozialraumorientierung)
  • Phasenmodell der Hilfeplanung und Kooperationsansätze
  • Integration systemischer Arbeitsweisen in den Hilfeprozess
  • Rolle der kollegialen Fallberatung und Fachkräftekooperation

Auszug aus dem Buch

2.1 Partizipation

Die Teilhabe, die Mitwirkung und das Einbeziehen der Wünsche der AdressatInnen sind Teil der wichtigsten Qualitätsmerkmale der Hilfeplanung, die unter anderem auch gesetzlich verankert sind und für eine gelingende Kooperation umgesetzt werden sollten (vgl. Schwabe 2019: 33). Die Fachkräfte sind auf die aktive Teilnahme der AdressatInnen angewiesen, denn nur so können sinnvolle Ziele erarbeitet und erreicht bzw. verändert werden. Die AdressatInnen sind durch das Zustimmen und Verweigern entscheidend für den Erfolg der gewählten Ziele. Erleben sich die AdressatInnen als mitbestimmende und ernst genommene Person, kann dies zu einer Form von Empowerment führen (ebd. 335). Dem Hilfeplangespräch kommt der größte Teil der Partizipation zu. Dabei sollen die AdressatInnen schon bei der Auswahl des Ortes mitentscheiden können.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Hilfeplanung nach §36 SGB VIII ein und definiert die Fragestellung bezüglich der Schnittmenge mit systemischem Arbeiten.

1. Hilfen zur Erziehung: Hier werden die rechtlichen Grundlagen des KJHG und des SGB VIII sowie zentrale Grundbegriffe für den Kontext der Jugendhilfe erläutert.

2. Qualitätsmerkmale: Dieser Abschnitt beschreibt essenzielle Standards wie Partizipation, Ressourcenorientierung, Zielorientierung, Fallverstehen und das Zusammenwirken von Fachkräften.

3. Hilfeplanprozess: Das Kapitel detailliert den vierphasigen Ablauf der Hilfeplanung von der Falleingangsphase bis hin zur beendenden Auswertung.

4. Bezug zum systemischen Arbeiten: Hier wird der Transfer systemischer Ansätze in die Hilfeplanung vollzogen, wobei Methoden wie zirkuläres Fragen und Genogrammarbeit hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Hilfeplanung, SGB VIII, Jugendhilfe, Hilfen zur Erziehung, Partizipation, Systemisches Arbeiten, Sozialpädagogische Diagnostik, Ressourcenorientierung, Fallverstehen, Kooperation, Zielformulierung, Hilfeplanprozess, Empowerment, Sozialraumorientierung, Fachkräfte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der gesetzlichen Hilfeplanung nach §36 SGB VIII im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe und deren methodischer Gestaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernpunkten gehören die rechtlichen Grundlagen, Qualitätsmerkmale wie Partizipation, der phasenorientierte Hilfeprozess sowie die Anwendung systemischer Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Hilfeplanung als kooperativer und pädagogischer Prozess gestaltet werden kann, unter besonderer Berücksichtigung systemischer Beratungsansätze.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und theoretischen Fundierung der behandelten sozialpädagogischen Prozesse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Hilfeplanverfahrens, die Qualitätsanforderungen sowie die Verknüpfung dieser mit systemischen Denkweisen und Interventionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Hilfeplanung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem der Rechtsanspruch auf Hilfen zur Erziehung, Mitwirkung, ein kooperatives Fallverstehen und die zielorientierte Steuerung.

Warum ist Partizipation so wichtig für den Hilfeplan?

Partizipation ist entscheidend, da sie Empowerment fördert und sicherstellt, dass die vereinbarten Ziele von den AdressatInnen mitgetragen werden, was den Erfolg der Maßnahme maßgeblich beeinflusst.

Wie trägt der systemische Ansatz zur Qualität der Arbeit bei?

Der systemische Ansatz hilft den Fachkräften, den Blick auf das gesamte soziale Netzwerk der Familie zu weiten, statt nur Defizite zu betrachten, und fördert eine wertschätzende Grundhaltung.

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Details

Titel
Hilfeplanung gem. §36 SGB VIII im Kinder- und Jugendhilfegesetz in Kombination mit dem systemischen Arbeiten
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V1300332
ISBN (PDF)
9783346766762
ISBN (Buch)
9783346766779
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hilfeplan Hilfeplanung Prozess Hilfeplanprozess SGB 8 KJHG Kinder- und Jugendhilfe Jugendamt Jugendhilfedienst ASD rechtliche Grundlagen Partizipation Ressourcenorientierung Zielorientierung Methoden Fallverstehen Diagnostik Sozialpädagogische Diagnostik Fachkräfte Zusammenwirken der Fachkräfte Falleingang Falleingangsphase Steuerung Auswertung Reflexion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Hilfeplanung gem. §36 SGB VIII im Kinder- und Jugendhilfegesetz in Kombination mit dem systemischen Arbeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1300332
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Leseprobe aus  19  Seiten
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