Die Arbeit setzt sich mit der Neutralität wissenschaftlicher Beratung in der Politik auseinander. Dabei geht sie auf Faktoren für das Scheitern ein und untersucht insbesondere das Beispiel des Office of Technology Assessment (OTA) in den USA.
Erstmals ersichtlich wurde die Relevanz der Technikfolgenabschätzung in den 1960er Jahren. In dieser Zeit erwuchsen in beinahe allen damaligen Industriestaaten Zweifel an der alten Gleichsetzung von technischem und gesellschaftlichem Fortschritt. So wurden auch negative Effekte technologischer Entwicklungen für Mensch, Tier und Umwelt diskutiert.
Politische Machthaber*innen mussten zugeben, dass ihre Fähigkeit der technikbezogenen Meinungs- und Willensbildung unter einem mangelnden Verständnis für technische Abläufe und fehlender Informationen litt. Aufgrund dessen beschloss man, Expert*innen als Berater*innen von zu treffenden technikbezogenen Entscheidungen hinzuzuziehen, um diese zu legitimieren.
Diesen Auftrag erfüllte in den USA das OTA. Daraufhin wurden auch in Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich und vielen weiteren Ländern ähnliche Institutionen zur Technikfolgenabschätzung und zur Durchführung wissenschaftlicher Politikberatung gegründet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Relevanz der Fragestellung/Einordnung in den Seminarkontext
- Technikfolgenabschätzung
- Das Verhältnis von Wissenschaft und Politik
- Der Begriff der Neutralität
- Die Möglichkeit der Neutralität in der wissenschaftlichen Politikberatung
- Das Office of Technology Assessment (OTA) in den USA
- Gründung und Aufbau
- Arbeitsweise
- Faktoren für das Scheitern des Office of Technology Assessments
- Antwort auf die Fragestellung und Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob wissenschaftliche Beratung in der Politik neutral sein kann. Am Beispiel des „Office of Technology Assessment“ (OTA) in den USA wird untersucht, welche Faktoren zum Scheitern des Instituts und der damit verbundenen Neutralität geführt haben.
- Das Verhältnis von Wissenschaft und Politik in Bezug auf Technikfolgenabschätzung
- Die Bedeutung der Neutralität in der wissenschaftlichen Politikberatung
- Das Scheitern des OTA und die Faktoren, die dazu beigetragen haben
- Die Möglichkeit und Grenzen der Neutralität in der wissenschaftlichen Politikberatung
- Die Relevanz der Fragestellung im Kontext der modernen Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Technikfolgenabschätzung und der Rolle der wissenschaftlichen Politikberatung ein. Das Beispiel des OTA in den USA wird vorgestellt, und die Forschungsfrage nach der Möglichkeit und den Grenzen der Neutralität in der Politikberatung wird formuliert.
- Relevanz der Fragestellung/Einordnung in den Seminarkontext: Dieser Abschnitt erklärt die Bedeutung der Fragestellung im Kontext der Technikfolgenabschätzung und der wissenschaftlichen Politikberatung. Die Bedeutung von Technikfolgenabschätzung für die Politik wird erläutert, und der Begriff der Technisierung wird definiert.
- Technikfolgenabschätzung: Der Begriff der Technikfolgenabschätzung wird definiert, und seine Bedeutung in der Verbindung von Prognose und Steuerung von Technikfolgen wird hervorgehoben.
- Das Verhältnis von Wissenschaft und Politik: Dieser Abschnitt beschreibt die Rolle der Wissenschaft in der Politikberatung und untersucht das Verhältnis zwischen beiden Bereichen.
- Der Begriff der Neutralität: Die Bedeutung und Definition des Begriffs der Neutralität werden untersucht.
- Die Möglichkeit der Neutralität in der wissenschaftlichen Politikberatung: Die Möglichkeit und die Grenzen der Neutralität in der wissenschaftlichen Politikberatung werden diskutiert.
- Das Office of Technology Assessment (OTA) in den USA: Die Gründung und die Arbeitsweise des OTA werden dargestellt.
Schlüsselwörter
Schlüsselwörter für diese Arbeit sind: Technikfolgenabschätzung, wissenschaftliche Politikberatung, Neutralität, Office of Technology Assessment (OTA), USA, politische Macht, Einflussfaktoren, technologische Entwicklung, wissenschaftliche Expertise.
Häufig gestellte Fragen
Kann wissenschaftliche Politikberatung neutral sein?
Die Arbeit untersucht die Grenzen der Neutralität und analysiert Faktoren, die eine objektive Beratung in einem politischen Umfeld erschweren.
Was war das Office of Technology Assessment (OTA)?
Das OTA war eine Institution des US-Kongresses zur Technikfolgenabschätzung, die Politiker bei komplexen technischen Entscheidungen beraten sollte.
Warum scheiterte das OTA in den USA?
Die Arbeit analysiert verschiedene Faktoren wie politische Machtkämpfe und die Schwierigkeit, wissenschaftliche Expertise frei von politischen Interessen zu halten.
Was ist Technikfolgenabschätzung?
Es ist die systematische Untersuchung der Auswirkungen neuer Technologien auf Mensch, Gesellschaft und Umwelt, um politische Entscheidungen zu legitimieren.
Gibt es ähnliche Institutionen in Europa?
Ja, nach dem Vorbild des OTA wurden auch in Ländern wie Deutschland, Dänemark und Frankreich Institutionen zur wissenschaftlichen Politikberatung gegründet.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2018, Die Neutralität wissenschaftlicher Beratung in der Politik. Faktoren für das Scheitern des Office of Technology Assessment in den USA, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302028