Was ist ein Goodwill und wie entsteht dieser?
Wie ist das Vorgehen bei der Erstkonsolidierung des Goodwills?
Nach welchen Vorgaben erfolgt die Folgebewertung des Geschäfts- oder Firmenwerts?
Welche Ermessensspielräume ergeben sich aus der Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwerts?
In dieser Arbeit soll eine empirisch-deskriptive Auswertung der Konzernabschlüsse, für die in den Geschäftsjahren 2019 bis einschließlich 2021 im DAX30 notierten Unternehmen, durchgeführt werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Betrachtung maßgeblicher Kenngrößen, wie z.B. der Höhe des bilanzierten Goodwills sowie der Höhe und der Umfang von den durchgeführten Wertminderungen auf den genannten Vermögenswert. Weiterhin gilt es herauszufinden, wie sich die etwaigen Kenngrößen aufgrund der Veränderung durch die COVID-19-Pandemie auf ausgewählte bilanzanalytische Kennzahlen von Unternehmen auswirken. Demnach ergibt sich eine zusammenhängende Betrachtung, wobei das Jahr 2019 als „Basisjahr“ gilt und die Jahre 2020 bzw. 2021 als „erstes und zweites Pandemiejahr“ dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Aktuelle Bezugnahme und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Gang der Arbeit
2 Grundlegende Erläuterungen zum Goodwill
2.1 Goodwill als spezieller immaterieller Vermögenswert
2.2 Die Erstbilanzierung des Goodwills nach IFRS 3
2.2.1 Anwendungsbereich von Unternehmenszusammenschlüssen
2.2.2 Formen von Unternehmenszusammenschlüssen
2.2.3 Zugangsbewertung des Goodwills nach der Erwerbsmethode
2.2.3.1 Identifikation des Erwerbs
2.2.3.2 Bestimmung des Erwerbszeitpunktes
2.2.3.3 Ermittlung der übertragenen Gegenleistung
2.2.4 Ansatz und Bewertung des erworbenen Nettovermögens
2.2.4.1 Ansatzgrundsatz
2.2.4.2 Ansatzbedingungen und Ausnahmen vom Ansatzgrundsatz
2.2.4.3 Erstmalige Bewertung
2.2.5 Ermittlung des Goodwills und die Goodwill-Allokation
2.3 Folgebilanzierung des Goodwills nach IAS 36
2.3.1 Grundkonzeption des Werthaltigkeitstest
2.3.2 Ermittlung des erzielbaren Betrags
2.3.3 Erfassung eines Goodwill-Impairment
2.3.4 Bilanzpolitische Spielräume
3 Empirische Analyse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die aktuellen Goodwill-Bestände sowie bilanzanalytische Kennzahlen von DAX-Unternehmen nach IFRS
3.1 Aktueller Forschungsstand
3.2 Einordnung der Goodwill-Veränderung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie
3.2.1 Weltweite Ausbreitung des Corona Virus und die gesellschaftlichen Folgen
3.2.2 Weltweite Ausbreitung des Corona Virus und die wirtschaftlichen Folgen
4 Empirische Analyse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die aktuellen Goodwill-Bestände von DAX30-Unternehmen nach IFRS
4.1 Zielsetzung und Vorgehensweise
4.2 Datengrundlage
4.2.1 Analyse ausgewählter Parameter
4.2.1.1 Höhe des Goodwills im Untersuchungszeitraum
4.2.1.2 Detailbetrachtung der Goodwill-Bestände
4.2.1.3 Goodwill-Relation zum Eigenkapital
4.2.1.4 Impairments des Goodwills
5 Empirische Analyse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf bilanzanalytische Kennzahlen der HeidelbergCement AG nach IFRS
5.1 Zielsetzung und Vorgehensweise
5.2 Datengrundlage
5.3 Darstellung der HeidelbergCement AG
5.4 Vorgehensweise der HeidelbergCement AG im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie
5.5 Analyse ausgewählter Kennzahlen
5.5.1 Eigenkapitalquote
5.5.2 Return on Capital und Return on Capital Employed
5.5.3 Economic Value Added™
5.5.4 Verschuldungsgrad
5.5.5 Operativer Cashflow
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Goodwill-Bestände und ausgewählte bilanzanalytische Kennzahlen bei DAX-Unternehmen im Zeitraum von 2019 bis 2021 empirisch-deskriptiv zu analysieren und deren Zusammenhänge zu verdeutlichen.
- Analyse der Goodwill-Entwicklung in DAX-Unternehmen während der Pandemie
- Untersuchung bilanzanalytischer Kennzahlen in Bezug auf Goodwill-Veränderungen
- Einordnung der COVID-19-Pandemie als Impuls für Goodwill-Impairments
- Fallstudie zur HeidelbergCement AG als Anwendungsbeispiel
Auszug aus dem Buch
Goodwill als spezieller immaterieller Vermögenswert
Der Goodwill gehört zu den immateriellen Vermögenswerten, welche in diversen Fachpublikationen als „ewigen Sorgenkinder des Bilanzrechts“ betitelt werden. Viele Ersteller von Bilanzen sowie die Adressaten stehen häufig vor dem Problem, den Goodwill zuverlässig und exakt zu messen. „Vielfach wird nur in der Retrospektive beurteilt werden können, ob ein tatsächliches Synergiepotenzial gegeben ist oder eine Fehleinschätzung vorliegt.“ Letztendlich spiegelt der Goodwill die Potenziale wider, wieso ein Unternehmen als solches überhaupt existiert.
Der Goodwill ergibt sich als Residualgröße und wird gemäß IFRS 3.32 als Differenz zwischen dem kumulierten Betrag der zum Zeitwert bewerteten Gegenleistung und dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen aus den erworbenen identifizierbaren Vermögenswerten und übernommenen Schulden berechnet. Somit stellt der Goodwill den Differenzbetrag zwischen dem für ein Unternehmen gezahlten Kaufpreis und dem Reinvermögenszeitwert dieses Unternehmens dar. Der aus der Gegenüberstellung entstehende Unterschiedsbetrag kann sowohl positiv als auch negativ ausfallen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Themenwahl und legt die Problemstellung sowie die Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung fest.
2 Grundlegende Erläuterungen zum Goodwill: Das Kapitel erläutert die theoretischen Definitionen, die Bilanzierung nach IFRS 3 sowie die Folgebewertung nach IAS 36.
3 Empirische Analyse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die aktuellen Goodwill-Bestände sowie bilanzanalytische Kennzahlen von DAX-Unternehmen nach IFRS: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und ordnet die Goodwill-Veränderungen in den Kontext der Pandemie ein.
4 Empirische Analyse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die aktuellen Goodwill-Bestände von DAX30-Unternehmen nach IFRS: Hier erfolgt die empirische Auswertung anhand von DAX-Unternehmen und Analyse-Parametern.
5 Empirische Analyse zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf bilanzanalytische Kennzahlen der HeidelbergCement AG nach IFRS: Dieses Kapitel untersucht spezifisch die HeidelbergCement AG im Detail hinsichtlich ihrer Kennzahlen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen der Pandemie auf die Goodwill-Bilanzierung.
Schlüsselwörter
Goodwill, IFRS 3, IAS 36, Corona-Pandemie, COVID-19, Bilanzanalyse, DAX30, Goodwill-Impairment, Eigenkapital, Werthaltigkeitstest, Cash Generating Unit, Erwerbsmethode, Nettovermögen, Bilanzpolitik
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Bachelor-Thesis untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Goodwill-Bestände und bilanzanalytische Kennzahlen bei DAX-Unternehmen unter Anwendung der IFRS-Rechnungslegungsvorschriften.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Goodwills nach IFRS, die Methodik des Werthaltigkeitstests (Impairment-Test) sowie die empirische Analyse von DAX-Unternehmen während der Pandemiejahre 2020 und 2021.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es zu ermitteln, ob und wie die COVID-19-Pandemie zu Goodwill-Anpassungen (Impairments) geführt hat und wie sich diese auf Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote oder den operativen Cashflow auswirken.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit verwendet eine empirisch-deskriptive Auswertung von Konzernabschlüssen sowie eine detaillierte Fallstudie zur HeidelbergCement AG.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition und Bewertung des Goodwills und einen empirischen Teil, der die Daten der DAX-Unternehmen und der HeidelbergCement AG analysiert und interpretiert.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Goodwill, IFRS 3/IAS 36, Impairment, Bilanzanalyse, DAX30, Eigenkapitalquote und Corona-Pandemie.
Wie definiert sich ein Impairment laut dieser Arbeit?
Ein Impairment liegt vor, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Cash Generating Unit (CGU) den erzielbaren Betrag übersteigt, was eine Wertminderung notwendig macht.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur HeidelbergCement AG?
Der Autor stellt fest, dass die HeidelbergCement AG im Jahr 2020 Goodwill-Abschreibungen vornehmen musste, was durch den pandemiebedingten Absatzrückgang und die wirtschaftliche Situation in den Konzerngebieten maßgeblich geprägt war.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2022, Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die aktuellen Goodwill-Bestände sowie bilanzanalytische Kennzahlen von DAX-Unternehmen nach IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302442