Diese Arbeit setzt sich mit den aktuellen Veränderungen bezogen auf historische Ereignisse und unter selbstgewählten Schwerpunkten mit der Frage: Inwiefern fördern Sport und Bewegung die Partizipation und Diversität?
Sport und Bewegung können Menschen zusammenbringen. Doch zu Inklusion gehört mehr, als nur ein Partnerkind an die Hand zu bekommen. Mitmachen trotz Beeinträchtigung in Kindertagesstätten, Schulen und Verein ist möglich und wie das funktionieren kann, wird in der vorliegenden Arbeit näher beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Inklusion
2.2 Barrieren
2.3 Diversität
2.4 Heterogenität
2.5 Chancengleichheit
2.6 Partizipation
2.7 Inklusion in der Sport- und Bewegungspädagogik
3. Historische Einordnung
3.1 Von der Exklusion zur Inklusion
3.2 Modelle von Behinderung
3.2.1 Das medizinische oder individuelle Modell
3.2.2 Das relationale Modell
3.2.3 Das soziale Modell
3.2.4 Das Randgruppenmodell
3.2.5 Das menschenrechtliche Modell
3.2.6 Das kulturelle Modell
3.3 Meilensteine der Teilhabegesetzgebung
3.4 Die Entwicklung vom „Versehrtensport“ bis hin zu den Paralympics
4. Bewegung
4.1 Bewegung und Bildung
4.2 Die Bedeutung von Bewegung für die Kindheit – Der Einfluss von Bewegung für den Aufbau des kindlichen Selbstwertgefühls
4.2.1 Selbstwirksamkeit und der Einfluss von Selbstwirksamkeit auf das Selbstwertgefühl
4.2.2 Kindliches Selbstwertgefühl/Körper und Bewegung
4.3 Psychomotorisch orientierte Bewegungserziehung
4.4 Die psychomotorische Haltung
4.5 Bewegungserziehung und inklusive Bildung
4.6 Inklusive Bewegungsförderung und Leistung
5. Die Umsetzung von inklusiver Bewegungspädagogik in Kita, Schule und Verein
5.1 Inklusion in Kindertageseinrichtungen
5.1.1 Der Einfluss von Kitas auf die inklusive Bildung
5.1.2 Professionalisierung und die inklusive Haltung der pädagogischen Fachkraft
5.1.3 Inklusive Bewegungspädagogik in der Kita
5.1.4 Die Gestaltung inklusiver Bildungs- und Bewegungsräume
5.2 Inklusion im Sportunterricht
5.2.1 Der Umgang mit Heterogenität
5.2.2 Inklusiver Sportunterricht
5.2.3 Brennball aus einer neuen Perspektive – ein Spiel für alle
5.3 Inklusion in Sportvereinen
6. Chancen und Herausforderungen für pädagogische Einrichtungen
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Potenziale und Hürden der inklusiven Bewegungspädagogik in Kindertagesstätten, Schulen und Sportvereinen. Sie analysiert die historische Entwicklung der Teilhabe und stellt diese dem theoretischen Konzept der Inklusion gegenüber, um praxisnahe Ansätze für eine inklusive Pädagogik aufzuzeigen.
- Historische Einordnung von Behinderung und Teilhabemodellen
- Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung und Selbstwirksamkeit
- Anforderungen an die professionelle Haltung pädagogischer Fachkräfte
- Praktische Implementierung inklusiver Bewegungsangebote (Beispiel: Brennball 6+1 Modell)
- Strukturelle Rahmenbedingungen in Kitas, Schulen und Sportvereinen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Ein Profitänzer im Rollstuhl? Ein Skaterborder ohne Beine? Ein Tischtennisspieler ohne Arme? All das ist möglich. Trotz Beeinträchtigungen und scheinbar notwendigen, aber nicht gegebenen Voraussetzungen sind Eric Machens, Italo Romano und Ibrahim Hamadtou erfolgreiche Sportler.
Auch die Paralympics im März 2022 in Peking zeigten erneut in 78 Wettbewerben in sechs Sportarten, welche Möglichkeiten Sport bietet. Es ist weniger als 100 Jahre her, dass die Menschen der Überzeugung waren, dass das Leben von Menschen mit Behinderung, die im Rollstuhl sitzen und/oder aufgrund des Kriegs mit Beeinträchtigung leben müssen, nicht lebenswert ist und nur der frühe Tod die Erlösung bringen könne. Heutzutage denken wir anders. Wir wollen ein Miteinander, eine Gemeinschaft und ein voneinander Lernen für alle. Nur wie? Das Schulsystem ist geprägt von Homogenisierung, der Leistungsbegriff scheint nur schwer ohne Kategorisierung zu erfassen und von Barrierefreiheit ist in den meisten pädagogischen Einrichtungen noch lange nicht zu sprechen. Der Umgang mit Vielfalt bringt viele Veränderungen mit sich. Nicht zuletzt auch für pädagogische Einrichtungen.
Die vorliegende Thesis zum Thema „Chancen und Herausforderungen für pädagogische Einrichtungen in Bezug auf die inklusive Bewegungspädagogik“ setzt sich mit den aktuellen Veränderungen bezogen auf historische Ereignisse und unter selbstgewählten Schwerpunkten mit der Frage „Inwiefern fördern Sport und Bewegung die Partizipation und Diversität?“
Um die Frage abschließend beantworten zu können, beginnt die Ausarbeitung mit einer skizzenhaften Erläuterung einiger elementarer Begriffe, wie unter anderem Diversität, Heterogenität und Chancengleichheit. Darauf aufbauend wird das Thema historisch eingeordnet und es wird ein Hauptaugenmerk auf die Meilensteine der Teilhabegesetzgebung gelegt. Hiernach wird die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung und Bildung in Zusammenhang mit Psychomotorik und inklusiven Bewegungsangeboten ausführlich erläutert. Das Kernthema bezieht sich auf die Umsetzung von inklusiver Bewegungspädagogik in den pädagogischen Einrichtungen Kindertagesstätten (Kitas), Schulen und Vereine. Diese drei Einrichtungen werden in extenso in ihren verschiedenen Schwerpunkten betrachtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der inklusiven Bewegungspädagogik ein und erläutert die Forschungsfrage sowie den strukturellen Aufbau der Thesis.
2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Inklusion, Barrieren, Diversität, Heterogenität, Chancengleichheit und Partizipation, um ein einheitliches Verständnis der Grundlagen zu schaffen.
3. Historische Einordnung: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung von Behinderung, stellt verschiedene Modelle von Behinderung vor und dokumentiert die Meilensteine der Teilhabegesetzgebung bis hin zur UN-BRK.
4. Bewegung: Hier wird die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Bildung, die psychomotorische Entwicklung und das Selbstwertgefühl in den Mittelpunkt gestellt.
5. Die Umsetzung von inklusiver Bewegungspädagogik in Kita, Schule und Verein: Dieses Kapitel prüft die praktische Umsetzung inklusiver Konzepte in den spezifischen Lernumgebungen Kitas, Schulen und Sportvereinen.
6. Chancen und Herausforderungen für pädagogische Einrichtungen: Das Kapitel verdichtet die Erkenntnisse und diskutiert zentrale Chancen sowie Herausforderungen bei der Umsetzung inklusiver Pädagogik.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen, beantwortet die Leitfrage und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
8. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und Literaturhinweise aufgeführt.
Schlüsselwörter
Inklusion, Bewegungspädagogik, Kindheitspädagogik, Heterogenität, Partizipation, Diversität, Psychomotorik, Selbstwirksamkeit, Teilhabe, UN-BRK, Sportunterricht, Barrierefreiheit, Behinderung, Kompetenz, Selbstwertgefühl
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Es geht um die Untersuchung, wie pädagogische Einrichtungen wie Kitas, Schulen und Sportvereine inklusive Bewegungspädagogik umsetzen können, um Diversität und Partizipation zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die begriffliche Klärung von Inklusion, die historische Entwicklung der Teilhabe, die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung sowie die praktische Gestaltung inklusiver Lernsettings.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Leitfrage der Arbeit lautet: „Inwiefern fördern Sport und Bewegung die Partizipation und Diversität?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung theoretischer Kenntnisse aus der Pädagogik, Psychologie und den Rehabilitationswissenschaften.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu Behinderungsmodellen und psychomotorischen Ansätzen konkrete Umsetzungsstrategien für den inklusiven Sport in Kitas, Schulen und Vereinen erarbeitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Psychomotorik, Heterogenität, Partizipation und Teilhabegesetzgebung.
Welche Rolle spielt die Haltung der pädagogischen Fachkraft nach der Arbeit?
Die Arbeit betont, dass die professionelle Haltung, geprägt von Selbstreflexion und Diversitätssensibilisierung, das entscheidende Element für das Gelingen inklusiver Lernprozesse ist.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Sportvereins als Akteur der Inklusion?
Sportvereine gelten als wichtige Akteure, die durch Veränderungsmanagement, Kommunikation und Offenheit ein inklusives Miteinander in der Gesellschaft maßgeblich vorantreiben können.
Warum ist das 6+1 Modell im Sportunterricht relevant?
Dieses Modell bietet Lehrkräften einen praktischen Rahmen, um Sportangebote modular an die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kinder anzupassen, anstatt starre Leistungsvorgaben zu verfolgen.
- Citar trabajo
- Kimberley Krendl (Autor), 2022, Chancen und Herausforderungen für pädagogische Einrichtungen in Bezug auf die inklusive Bewegungspädagogik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302870