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Horizontale und vertikale Verhaltensanalysen bei Patienten mit Depressionen. Fallkonzeptualisierung und Therapieplanung

Titel: Horizontale und vertikale Verhaltensanalysen bei Patienten mit Depressionen. Fallkonzeptualisierung und Therapieplanung

Hausarbeit , 2022 , 57 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, anhand eines Beispielfalles einer Person, die an Depressionen leidet, eine vertikale und horizontale Verhaltensanalyse durchzuführen sowie eine Fallkonzeptualisierung und eine Therapieplanung darzustellen.

Unter den psychischen Erkrankungen tritt die Depression am häufigsten auf. Durch ihr hohes Aufkommen, den damit verbundenen Komplikationen und Auswirkungen kommt der Depression im klinischen, gesundheitspolitischen und gesundheitsökonomischen Kontext sowie im Leben der Betroffenen, deren Angehörigen und in der Gesellschaft eine besondere Rolle zu. Aus diesem Grund ist die psychiatrische und psychotherapeutische ambulante als auch stationäre Behandlung depressiver Menschen in der Lehre und im Therapiealltag aller Psychiater und Psychotherapeuten besonderes bedeutungsvoll. Aktuelle internationale und nationale Bevölkerungsstudien konnten sichere und konsistente Einschätzungen der Verbreitung depressiver Erkrankungen und den damit verbundenen Auswirkungen und Behinderungen generieren. Bei der Betrachtung der Entwicklungen der Arbeitsunfähigkeitsstatistiken zeigen sich in den Studien zudem Indizien für einen Anstieg depressiver Erkrankungen. Die Depression führt insbesondere zu indirekten Krankheitskosten durch Arbeitsunfähigkeitstage, Produktionsausfällen und Frühberentungen. Bleiben depressive Erkrankungen unentdeckt oder werden nicht diagnostiziert, führt dies aufgrund der körperlichen Symptome zu einer Vielzahl unnötiger somatischer Untersuchungen. Auch die mit der Depression einhergehende Suizidalität trägt aufgrund ihres hohen Aufkommens nicht nur zu persönlichen und familiären Tragiken bei, sondern wirkt sich auch negativ auf die Gesundheitsökonomie aus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einführung

2.1 Depressive Störung

2.2 Ätiologie der Depression

2.3 Prävalenz

2.4 Geschlechterunterschiede

2.5 Zusammenfassung des Theorieteils

3. Verhaltensanalyse und Fallkonzeption Herr O.

3.1 Vertikale Verhaltensanalyse (Makroanalyse)

3.1.1 Disponierende Bedingungen

3.1.2 Auslösende Bedingungen

3.1.3 Aufrechterhaltende Bedingungen

3.1.4 Ressourcen

3.2 Horizontale Verhaltensanalyse (Mikroanalyse)

3.2.1 Das SORKC-Schema

3.2.2 SORKC- Schema Herr O.

3.2.3 Physiologische Reaktionen aus Betrachtung der biologischen Psychologie

3.3 Fallkonzeptualisierung und Therapieplanung

4. Diskussion

4.1 Prävention

4.2 Ausblick

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, anhand des fiktiven Fallbeispiels von Herrn O. eine fundierte psychologische Fallkonzeptualisierung zu erstellen, die sowohl eine vertikale als auch eine horizontale Verhaltensanalyse umfasst, um daraus konkrete Therapieempfehlungen abzuleiten.

  • Theoretische Grundlagen und Ätiologie depressiver Störungen
  • Epidemiologische Zusammenhänge und Geschlechterunterschiede bei Depressionen
  • Durchführung einer vertikalen Verhaltensanalyse (Makroanalyse) unter Einbeziehung biografischer Faktoren
  • Anwendung des SORKC-Schemas zur horizontalen Verhaltensanalyse (Mikroanalyse)
  • Erstellung einer umfassenden Fallkonzeptualisierung und Therapieplanung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Disponierende Bedingungen

Aus der Biografie von Herrn O. gehen mehrere Faktoren hervor, von denen ausgegangen werden kann, dass sie die Vulnerabilität für das Auftreten der depressiven Erkrankung erhöht haben. Einerseits ist dies die stressbehaftete Beziehung zum pessimistischen, peniblen, wortkargen, humorlosen und wenig Gefühle zeigenden Vater und andererseits viele vermittelte Werte, welche mit einem erhöhten (Leistungs-) Druck und wenig Selbstfürsorge einhergehen. Im Folgenden werden die biografischen Lernerfahrungen nach klassischer- und operanter Konditionierung sowie dem Modelllernen näher betrachtet.

Die Klassische Konditionierung stellt eine Lernform dar, bei der durch das wiederholte Darbieten eines bisher neutralen Stimulus und einem reaktionsauslösendem unkonditionierten Stimulus (US) eine assoziierte Reaktionskopplung entsteht. Durch diese Reaktionskopplung wird der neutrale Stimulus zu einem konditionierten Stimulus (CS), welcher zukünftig eine konditionierte Reaktion (UR) auslöst, für welche die Darbietung des US nicht mehr benötigt wird (Becker-Carus & Wendt, 2017, S.296-297). Wird dieser Mechanismus auf das Fallbeispiel angewendet, zeigt sich, dass der Psychoterror der Eltern zunächst einen unkonditionierten Stimulus (US) darstellt, auf den Herr O., wie in der Regel jedes andere Kind auch, mit einer unkonditionierten Reaktion, in diesem Fall mit Angst und Stress reagiert. Die schlechten Leistungen bzw. Mathematiknoten, die zunächst einen neutralen Stimulus darstellen, werden durch die Reizkopplung zu einem konditionierten Reiz (CS). Bis heute reichen schlechte Leistungen (CS) aus um direkt eine konditionierte Reaktion (CR), nämlich Angst und Stress auszulösen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die medizinische und ökonomische Relevanz depressiver Erkrankungen und führt in das fiktive Fallbeispiel des Patienten Herrn O. ein.

2. Theoretische Einführung: In diesem Kapitel werden die klinischen Symptome, Klassifikationsmöglichkeiten, Ätiologiemodelle und Prävalenzraten depressiver Störungen detailliert dargelegt.

3. Verhaltensanalyse und Fallkonzeption Herr O.: Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktische Anwendung der Makro- und Mikroanalyse am Beispiel von Herrn O., inklusive der Erstellung einer konkreten Therapieplanung.

4. Diskussion: Das Kapitel reflektiert kritisch die Vorgehensweise bei Herrn O. und erörtert Ansätze der Prävention sowie zukünftige Forschungsbedarfe.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie das Wissen über Verhaltensanalysen eine praxisnahe Fallkonzeptualisierung und zielgerichtete Therapieplanung für den Patienten ermöglicht hat.

Schlüsselwörter

Depression, Verhaltensanalyse, Fallkonzeptualisierung, Makroanalyse, Mikroanalyse, SORKC-Schema, Kognitive Verhaltenstherapie, Ätiologie, Vulnerabilität, Stressreaktion, Therapieplanung, Prävention, Lerngeschichte, Psychopathologie, Gesundheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Einordnung depressiver Störungen und deren praktischer Anwendung in einer psychotherapeutischen Fallanalyse.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Theorieteil?

Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Symptomatik, den Entstehungsmodellen (Ätiologie), der Prävalenz in der Bevölkerung sowie spezifischen Geschlechterunterschieden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung für Herrn O.?

Ziel ist es, das individuelle Entstehen und Aufrechterhalten der depressiven Symptomatik des Patienten mittels lernpsychologischer Modelle zu verstehen, um darauf basierend einen konkreten Therapieplan zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es kommen die vertikale Verhaltensanalyse (Makroanalyse) zur Kontextualisierung der Lebensgeschichte und die horizontale Verhaltensanalyse (Mikroanalyse) mittels SORKC-Schema zur situationsspezifischen Verhaltensbeschreibung zum Einsatz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auswertung der Biografie des fiktiven Klienten Herrn O. sowie der funktionalen Analyse seines problematischen Verhaltens im Arbeitkontext.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Verhaltensanalyse, SORKC-Schema, Depression, Fallkonzeptualisierung, kognitive Verhaltenstherapie und Vulnerabilitäts-Stress-Modell.

Welche Bedeutung hat das SORKC-Schema für den Fall von Herrn O.?

Das Schema hilft, die spezifische Situation eines Zusammenbruchs am Arbeitsplatz in Stimuli, Organismusvariablen, Verhaltensebene und Konsequenzen zu zerlegen, um die negativen Verstärkungsmechanismen greifbar zu machen.

Warum wird für Herrn O. eine stationäre Behandlung empfohlen?

Aufgrund der chronischen Überlastung, des Fehlens sozialer Ressourcen im direkten Umfeld und der Erfolglosigkeit vorangegangener ambulanter Therapieversuche wird ein multimodaler stationärer Rahmen als notwendig erachtet.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Horizontale und vertikale Verhaltensanalysen bei Patienten mit Depressionen. Fallkonzeptualisierung und Therapieplanung
Hochschule
SRH Fernhochschule
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
57
Katalognummer
V1308865
ISBN (PDF)
9783346787804
ISBN (Buch)
9783346787811
Sprache
Deutsch
Schlagworte
horizontale verhaltensanalysen patienten depressionen fallkonzeptualisierung therapieplanung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Horizontale und vertikale Verhaltensanalysen bei Patienten mit Depressionen. Fallkonzeptualisierung und Therapieplanung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1308865
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Leseprobe aus  57  Seiten
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