Controlling ist mit eine der wichtigsten Aufgaben jedes Unternehmens, welches erfolgreich und nachhaltig am Markt bestehen bleiben will. Per Definition nimmt das Controlling dem Unternehmer die subjektive Bauentscheidung durch Planung, Steuerung und Kontrolle der gegenwärtigen Unternehmensinformationen ab.
Während bei Kleinstunternehmen von allgemeinem Controlling gesprochen wird, liegt bei größeren Unternehmen zur kontinuierlichen Optimierung der Fokus auf Prozesscontrolling. Da keine fehlerfreien Unternehmen existieren, geraten diese in regelmäßigen Perioden in Zugzwang und müssen Prozesse überdenken und optimieren. Mit welchen Methoden und Kennzahlen dies möglich ist, wird in den folgenden Kapiteln näher erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Terminologie
2.2 Aufgaben, Anwendungsbereiche und Zielsetzung
3. Gestaltung der Geschäftsprozesse
3.1 Controlling-Prozessmodell 2.0
3.2 Planung, Steuerung und Ziel
3.3 Modellierung
3.3.1 Geschäftsprozessmodellierung
3.3.2 Softwareansatz und Funktionsweise von EPK-Modellen
4. Gestaltung der Geschäftsprozesse
4.1 Strategische Analysemethode – Benchmarking
4.2 Operative Analysemethode – Forecast
5. Prozesskennzahlen
6. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Prozesscontrollings als Instrument zur zielorientierten Gestaltung und kontinuierlichen Überwachung von Geschäftsprozessen in Unternehmen, um Ineffizienzen zu identifizieren und die Unternehmensperformance nachhaltig zu steigern.
- Grundlegende Terminologie und Konzepte des Prozesscontrollings
- Methoden zur Modellierung von Geschäftsprozessen (insbesondere EPK)
- Strategische Analysemethoden wie das Benchmarking
- Operative Steuerung durch Prognosemethoden (Forecast)
- Einsatz und Kategorisierung von Prozesskennzahlen
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Softwareansatz und Funktionsweise von EPK-Modellen
EPK-Modelle wurden 1990 gemeinsam mit dem Softwarehersteller SAP als Modellierungssprache entwickelt und zählen bis dato als einer der am häufigsten verwendeten Methoden zur Geschäftsprozessanschaulichung. Mitarbeiter oder Führungskräfte können anhand dessen Arbeitsabläufe besser nachvollziehen, sowie kann durch die Systematisierung Zeit und Kosten gespart werden. Ziel war es, eine einfache und formale Modellierungssprache zu entwickeln, die Informationen wirklichkeitsgetreu abbilden können.
Die ereignisgesteuerte Prozesskette folgt einer logischen Anordnung bestimmter Elemente, die durch die Anwendung der Pionier-Software ARIS modelliert werden können. ARIS bildet die Grundlage für viele weitere kostenlose Softwareprogramme, wie beispielsweise Lucidchart. Eine Prozesskette beginnt zwingend und endet wahlweise mit einem Ereignis (sechseckiges Symbol) oder einem Prozesswegweiser, welcher auf einen anderen Prozess hindeutet. Ereignisse dürfen unter keinen Umständen zweimal hintereinander modelliert werden und müssen sich mit Funktionen (abgerundetes rechteckiges Symbol) abwechseln. Um ein Verständnis für die Modellierung zu erlangen, muss der Anwender sich fragen, welche Voraussetzungen/Ereignisse notwendig sind, damit die gewünschte Funktion eintritt. Hiermit ist beispielsweise die Prüfung eines Berichts gemeint. Adaptiert in ARIS würde dies bedeuten: „Geschäftsabschluss prüfen.“, „Geschäftsabschluss ist geprüft.“, „Geschäftsabschluss weiterleiten.“, „Geschäftsabschluss ist weitergeleitet.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Prozesscontrollings für Unternehmen zur Existenzsicherung und Effizienzsteigerung durch Planung, Steuerung und Kontrolle.
2. Konzeptionelle Grundlagen: Definiert die zentralen Begriffe „Ablauforganisation“ und „Geschäftsprozess“ sowie die Aufgabenfelder des Controllings.
3. Gestaltung der Geschäftsprozesse: Erläutert das IGC Controlling-Prozessmodell 2.0 sowie verschiedene Ansätze zur Modellierung von Prozessen, insbesondere mittels ereignisgesteuerter Prozessketten (EPK).
4. Gestaltung der Geschäftsprozesse: Analysiert strategische Benchmarking-Ansätze und operative Forecast-Methoden zur zukunftsorientierten Unternehmenssteuerung.
5. Prozesskennzahlen: Thematisiert die Kategorisierung und den zielgerichteten Einsatz von Kennzahlen zur Messung von Prozesserfolgen in verschiedenen Dimensionen.
6. Ausblick: Fasst zusammen, dass Prozesscontrolling ein ganzheitlicher, begleitender Prozess sein sollte, der nicht isoliert, sondern als Teil des gesamten Unternehmensgeschehens betrachtet werden muss.
Schlüsselwörter
Prozesscontrolling, Geschäftsprozesse, Controlling, Modellierung, EPK-Modelle, Prozessorientierung, Benchmarking, Forecast, Prozesskennzahlen, Unternehmenssteuerung, Effizienz, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Unternehmensführung, Transparenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der zielorientierten Gestaltung und Überwachung von Geschäftsprozessen innerhalb von Unternehmen durch den Einsatz spezifischer Controlling-Methoden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten gehören die Grundlagen der Prozessgestaltung, verschiedene Modellierungstechniken, Analysemethoden wie Benchmarking und Forecast sowie die Verwendung von Kennzahlen zur Prozesssteuerung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen mittels Prozesscontrolling Ineffizienzen in ihren Geschäftsabläufen minimieren und zielorientierte Optimierungsmaßnahmen einleiten können.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie die Erläuterung modelltheoretischer Ansätze wie der ereignisgesteuerten Prozesskette (EPK).
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die konzeptionellen Grundlagen, die Modellierung von Prozessen (insbesondere mittels EPK), strategische Analyseverfahren und operative Prognoseinstrumente.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind Prozesscontrolling, Geschäftsprozessoptimierung, Modellierung, Benchmarking, Forecast und Prozesskennzahlen.
Wie werden Prozesse in der Modellierung korrekt strukturiert?
Der Autor erläutert, dass Prozesse logisch durch den Wechsel von Ereignissen und Funktionen abgebildet werden müssen, wobei Operatoren wie UND, ODER und XOR den logischen Ablauf definieren.
Warum wird zwischen strategischem und operativem Controlling unterschieden?
Die Differenzierung erfolgt aufgrund der zeitlichen Ausrichtung und Zielsetzung: Strategisches Benchmarking dient der langfristigen Wettbewerbssicherung, während operativer Forecast kurzfristige Planungen und Korrekturen unterstützt.
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- Christina Hahn (Author), 2022, Prozesscontrolling. Zielorientierte Gestaltung und Überwachung der Geschäftsprozesse in Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1314283