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Schreiben lehren will gelernt sein. Zur effektiven Förderung von Schreibkompetenz und Schreibmotivation im Deutschunterricht der Sekundarstufe

Title: Schreiben lehren will gelernt sein. Zur effektiven Förderung von Schreibkompetenz und Schreibmotivation im Deutschunterricht der Sekundarstufe

Term Paper , 2020 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Master of Education Oliver Fröhlich (Author)

Didactics for the subject German - Miscellaneous
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Die nachfolgende Hausarbeit verfolgt in ambitionierter Weise mehrere Ziele. So will sie nochmals die Komplexität von Schreibprozessen betonen und in diesem Kontext Schreibkompetenz und Schreibmotivation als Leitbegriffe in den Blick nehmen, terminologisch aufarbeiten und auf ihre Förderung hin untersuchen. Dabei ist es das vordergründige Interesse, effektive didaktische Zugangswege beziehungsweise Fördermöglichkeiten zu erörtern sowie dabei unter Berücksichtigung des Schwerpunktes des Seminars auch den Aspekt Schreiben zu Literatur beziehungsweise Schreiben zu/nach/über Texte(n) in den Blick zu nehmen und herauszustellen, inwiefern mittels dieser Methode Schreibkompetenz und Schreibmotivation sowie letztlich auch Lesekompetenz, Lesemotivation und Textkompetenz gefördert werden können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund und Standortbestimmung

2.1 Terminologie und Schreiben als Prozess

2.1 Begründung des Förderbedarfs

3. Die effektive Förderung von Schreibkompetenz und Schreibmotivation

3.1 Allgemeine Aspekte eines förderlichen Schreibunterrichts

3.2 Förderung durch Schreiben zu/nach/über Literatur

4. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Komplexität von Schreibprozessen zu verdeutlichen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schreibkompetenz und Schreibmotivation im Deutschunterricht der Sekundarstufe effektiv gefördert werden können. Dabei wird untersucht, inwieweit die Methode des Schreibens zu Literatur als Bindeglied zwischen Literatur- und Schreibdidaktik fungieren kann, um einen lernförderlichen und motivierenden Unterricht zu gestalten.

  • Analyse und terminologische Aufarbeitung der Leitbegriffe Schreibkompetenz und Schreibmotivation.
  • Kritische Standortbestimmung des aktuellen Schreibunterrichts unter Einbeziehung empirischer Befunde.
  • Erarbeitung allgemeiner didaktischer Aspekte für einen förderlichen Schreibunterricht.
  • Untersuchung des Förderpotenzials von kreativen Schreibformen mit Fokus auf Schreiben zu/nach/über Literatur.

Auszug aus dem Buch

3.2 Förderung durch Schreiben zu/nach/über Literatur

Beim Schreiben zu/nach/über Literatur stellen literarische Texte den Ausgangspunkt, den Stimulus für einen Schreibanlass dar, ähnlich wie es im Kontext des kreativen Schreibens auch Bilder sein könnten. Das Ziel dieser Methode ist die schreibende Aneignung von Literatur, womit die heuristische Funktion des Schreibens in den Vordergrund tritt: „Schreiben hat in diesem Zusammenhang den Anspruch, heuristisch dem Verstehen zu dienen […].“ Die Methode folgt dem Konzept des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts und steht somit eher in der Tradition der Literaturdidaktik, jedoch kann man in der Methode auch ein Bindeglied zwischen Literatur- und Schreibdidaktik sehen. Sie hat das Potenzial, sowohl Teilkompetenzen von literarischer Kompetenz wie Lesemotivation, Vorstellungsbildung oder emotionale Beteiligung zu fördern, als auch die Schreibkompetenz, besonders aber die Schreibmotivation zu fördern, was sich in Form positiver Rückkopplung nachgewiesen wieder positiv auf die Schreibkompetenz auswirkt.

Alle Formen und Ausgestaltungen dieser Methode verfolgen letztlich die Ziele, den Lernenden einen alternativen Zugang zu Texten und deren Deutung zu gewähren, neue Sinnbildungsprozesse zu ermöglichen und letztlich auch eine neue Art des Schreibens zu lernen. Darin liegt ein enormes Potenzial, besonders weil das Schreiben zu Texten im Deutschunterricht meist nicht als Lernmedium fungiert und den Zugang sowie das Verstehen erleichtern soll, sondern als reine Lernkontrolle eingesetzt wird, womit die Gefahr der Entfunktionalisierung des Schreibens zu Literatur besteht, wie Werner Knapp es als didaktisches Problem beschreibt. Diese Form des Schreibens wie auch des Umgangs mit Texten wird Lernende langfristig wohl eher demotivieren und ihnen den Zugang erschweren. Das Schreiben wir aus dieser Perspektive heraus eher als Übel, als für viele nur schwer zu bewältigende Herausforderung empfunden. Es besteht die Gefahr, dass es stets mit schlechten Assoziationen, meist wohl in Form von Ziffernnoten im unteren Bereich der Skala, verbunden wird. Im Schreiben zu Literatur, das als Lernmedium eingesetzt wird, liegen dagegen sowohl für die Leseförderung als auch die Schreibförderung viele Fördermöglichkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Komplexität des Schreibens als Prozess, identifiziert Schreibkompetenz und Schreibmotivation als zentrale Leitbegriffe und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen.

2. Theoretischer Hintergrund und Standortbestimmung: Dieses Kapitel definiert wesentliche Fachbegriffe und setzt sich kritisch mit dem aktuellen Zustand der Schreibförderung in Schulen auseinander, wobei das Defizit zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und schulpraktischer Umsetzung aufgezeigt wird.

3. Die effektive Förderung von Schreibkompetenz und Schreibmotivation: Hier werden allgemeine Qualitätsmerkmale eines förderlichen Schreibunterrichts erörtert und das spezifische Potenzial des Schreibens zu Literatur als motivierende und erkenntnisfördernde Methode herausgearbeitet.

4. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und plädiert nachdrücklich für eine Reform des Schreibunterrichts, in der das Schreiben zu Literatur eine zentrale Rolle einnimmt.

Schlüsselwörter

Schreibkompetenz, Schreibmotivation, Schreibdidaktik, Literaturdidaktik, Kreatives Schreiben, Schreibprozess, Selbstwirksamkeit, Bildungsstandards, Lernmedium, Schülerorientierung, Schreibunterricht, Literaturunterricht, Textproduktion, Schreibförderung, Lernumgebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der effektiven Förderung von Schreibkompetenz und Schreibmotivation im Deutschunterricht der Sekundarstufe.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Die zentralen Felder sind die theoretische Fundierung von Schreibprozessen, die Analyse aktueller Defizite in der schulischen Schreibförderung sowie didaktische Ansätze für einen motivierenden Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, effektive Fördermöglichkeiten zu erörtern und aufzuzeigen, wie Schreiben – besonders mit Bezug zu Literatur – nachhaltig zum Schreiberfolg und zur Motivation beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung schreibdidaktischer Konzepte und vergleicht diese mit aktuellen empirischen Befunden zur Situation in Schulen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Standortbestimmung, die Darstellung allgemeiner Aspekte eines förderlichen Schreibunterrichts und die spezifische Untersuchung von kreativen Schreibformen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Schreibkompetenz, Schreibmotivation, Lernmedium, prozessorientierte Schreibdidaktik und Literaturdidaktik geprägt.

Warum wird die herkömmliche "Rotstiftpraxis" kritisiert?

Die Arbeit kritisiert, dass traditionelle Bewertungsformen oft demotivierend wirken, während ein förderlicher Unterricht auf konstruktive Rückmeldungen setzen sollte, um die Selbstwirksamkeit der Lernenden zu stärken.

Welche Rolle spielt die "heuristische Funktion" beim Schreiben zu Literatur?

Die heuristische Funktion beschreibt das Schreiben als Werkzeug, mit dem Lernende Texte erschließen, verstehen und sich aktiv aneignen können, anstatt reine Lernkontrollen durchzuführen.

Wie unterscheidet sich "Schreiben zu Literatur" von klassischen Interpretationsaufsätzen?

Im Gegensatz zum klassischen Interpretationsaufsatz, der oft als Lernkontrolle fungiert, dient das Schreiben zu Literatur als kreatives Lernmedium, das den Zugang und das Verständnis für literarische Texte vertiefen soll.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich des aktuellen Bildungssystems?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die unzureichend entwickelte Schreibkompetenz strukturelle Ursachen im Bildungssystem hat, da wissenschaftlich fundierte Ansätze bisher zu wenig in der Unterrichtspraxis implementiert wurden.

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Details

Title
Schreiben lehren will gelernt sein. Zur effektiven Förderung von Schreibkompetenz und Schreibmotivation im Deutschunterricht der Sekundarstufe
College
Humboldt-University of Berlin  (Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät)
Course
Schreiben zu Literatur: Schreibdidaktik in Theorie und Praxis
Grade
1,3
Author
Master of Education Oliver Fröhlich (Author)
Publication Year
2020
Pages
17
Catalog Number
V1315553
ISBN (PDF)
9783346798008
ISBN (Book)
9783346798015
Language
German
Tags
schreiben förderung schreibkompetenz schreibmotivation deutschunterricht sekundarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Education Oliver Fröhlich (Author), 2020, Schreiben lehren will gelernt sein. Zur effektiven Förderung von Schreibkompetenz und Schreibmotivation im Deutschunterricht der Sekundarstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1315553
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