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Anfänge der Bergbaukrise und die eingesetzten Maßnahmen 1958-1960

Titel: Anfänge der Bergbaukrise und die eingesetzten Maßnahmen 1958-1960

Seminararbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte - Allgemeines
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Der zeitliche Rahmen, der in dieser Ausarbeitung zugrunde liegt, reicht von etwa 1956, der Zeit vor dem Beginn der Kohlekrise, um die Situation und Ursachen zu beleuchten, bis etwa 1960. Zu Beginn dieser Ausarbeitung wird die Ausgangslage des Ruhrbergbaus ab etwa Anfang der 50er Jahre dargelegt. Folgend wird der Versuch unternommen, die Gründe bzw. die Ursachen für den Absatzrückgang der Kohle herauszufiltern. Anschließend werden die eingesetzten Maßnahmen zur Entgegenwirkung der beginnenden Kohlenkrise betrachtet. Hierbei wird ein genauerer Blick auf die eingesetzten Maßnahmen der Bergbauunternehmen, der Bundesregierung und der Industriegewerkschaft Bergbau (IG Bergbau) gelegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausgangslage

3 Auslöser und Ursachen der Absatzkrise

4 Folgen der Kohlekrise

5 Maßnahmen

6 Bewertung der eingesetzten Maßnahmen

7 Ausblick

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung der Bergbaukrise im Ruhrgebiet zwischen 1958 und 1960 sowie die daraufhin ergriffenen politischen und unternehmerischen Gegenmaßnahmen, um deren Wirksamkeit bei der Bewältigung der Kohlekrise kritisch zu bewerten.

  • Historische Analyse der Ausgangslage des Ruhrbergbaus in den 1950er Jahren
  • Identifikation der Ursachen für den abrupten Absatzrückgang von Kohle
  • Bewertung der staatlichen Interventionsstrategien und Krisenkartelle
  • Analyse der sozioökonomischen Folgen für die Bergarbeiterschaft
  • Untersuchung des Verdrängungswettbewerbs zwischen Kohle, Öl und Importkohle

Auszug aus dem Buch

3 Auslöser und Ursachen der Absatzkrise

Die Ruhrkohle war in den Jahren vor der Krise nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa sehr gefragt. Sie war billig, denn der Preis war politisch gebunden und musste innerhalb der Montanunion am günstigsten verkauft werden, aber Mangelware. Die Faktoren, die zur Krise führten, waren vielfältig. Auffallende Bedeutung für die damals beginnende Kohlenkrise nahm gemäß Spiegelberg und Nonn der unaufhaltsame Aufstieg der Konkurrenzenergien, besonders der des Erdöls ein. Nonn spricht von der Situation des geschlossenen Suezkanals, welche sich als Auslöser für das Aufsteigen der Konkurrenzenergie Erdöl erwies: Die Frachtraten für Öl stiegen nur kurzfristig an, da aufgrund der Annahme, dass die Sperrung des Kanals länger dauern würde, zusätzliche Tanker produziert wurden. Nach Öffnung des Kanals verfielen die Frachtraten und damit einhergehend auch die Preise für Erdöl. Die von der Regierung festgelegten Einfuhrerleichterungen führten zudem zu einer Besserstellung der Konkurrenzenergie Erdöl. Der damalige Bundeswirtschaftsminister Erhard hob 1953 die Heizölsteuer auf, um den Absatz von Heizölen zu erhöhen. Zudem wurden im Juli 1956 die Mineralölzölle abgeschafft. Neben dem Öl wurde durch die Suezkrise 1956 auch die Importkohle zur Konkurrenz der heimischen Kohle. Das Heizöl war zunächst Mangelware, was die Kohle begehrter machte. Erhard ging davon aus, dass die heimischen Förderleistungen nicht ausreichen würden, um die befürchtete Energielücke zu schließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert den unerwarteten Einbruch der Kohlenkrise im Jahr 1958 und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Wirksamkeit der damaligen Krisenmaßnahmen unter Berücksichtigung führender Fachliteratur zu bewerten.

2 Ausgangslage: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung des Ruhrbergbaus von der Nachkriegszeit bis zur Expansionsphase Mitte der 50er Jahre, geprägt durch Energieknappheit und zunehmende Kohleimporte.

3 Auslöser und Ursachen der Absatzkrise: Hier werden die Faktoren wie der Aufstieg von Erdöl, die Suezkrise und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit von US-Importkohle als Treiber der Krise identifiziert.

4 Folgen der Kohlekrise: Das Kapitel beleuchtet die dramatischen Auswirkungen der Krise, insbesondere den massiven Aufbau von Haldenbeständen, zunehmende Feierschichten, Lohnausfälle und erste Zechenstilllegungen.

5 Maßnahmen: Es erfolgt eine Darstellung der Kriseninstrumente, wie die Gründung der Notgemeinschaft, Kartellverträge und die Einführung von Kohlezöllen sowie Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung.

6 Bewertung der eingesetzten Maßnahmen: Die Wirksamkeit der Krisenbewältigung wird kritisch betrachtet, wobei das Scheitern von Kartelllösungen und die begrenzte steuerliche Wirkung gegen konkurrierende Energieträger hervorgehoben werden.

7 Ausblick: Der Ausblick zeigt die langfristige Transformation des Ruhrbergbaus und die spätere Gründung der Ruhrkohle AG im Kontext der langwierigen Strukturkrise auf.

8 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Krise durch Zögern und das Verkennen struktureller Probleme seitens der Politik und der Unternehmen verschärft wurde, während die Gewerkschaften frühzeitig auf die strukturelle Dimension hinwiesen.

Schlüsselwörter

Ruhrbergbau, Kohlenkrise, Absatzkrise, Strukturwandel, US-Importkohle, Erdöl, Ludwig Erhard, Notgemeinschaft, Feierschichten, IG Bergbau, Energiepolitik, Montanunion, Haldenbestände, Zechenstilllegungen, Strukturkrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Bergbaukrise im Ruhrgebiet in den Jahren 1958 bis 1960 und untersucht die Ursachen sowie die Wirksamkeit der politischen und wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen der Strukturwandel im Energiesektor, der Wettbewerb zwischen Kohle, Öl und Importen sowie das Krisenmanagement der Bundesregierung und der Bergbauunternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, ob die getroffenen Maßnahmen zur Krisenbekämpfung sinnvoll waren oder ob ihre verzögerte Umsetzung bzw. deren Inkonsequenz die Krise sogar verlängerte.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Es handelt sich um eine historische Ausarbeitung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und dem Vergleich zeitgenössischer wirtschaftswissenschaftlicher und historischer Quellen basiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Überproduktion, die Rolle der Importverträge, die politischen Interventionsversuche (z.B. Heizölsteuer) und die soziale Situation der Bergarbeiter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Neben Begriffen wie Kohlekrise und Ruhrbergbau sind vor allem Strukturwandel, Protektionismus, Energiepolitik und gewerkschaftliches Krisenmanagement prägend.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Ludwig Erhard während der Krise?

Die Arbeit zeichnet das Bild eines Wirtschaftsministers, der die Krise als „organische“ Entwicklung unterschätzte und aufgrund liberaler Marktvorstellungen zu zögerlich agierte, anstatt den Bergbau wirksam vor der Energiewende zum Öl zu schützen.

Warum spielt die Industriegewerkschaft Bergbau (IG Bergbau) eine so wichtige Rolle?

Die Arbeit stellt heraus, dass die Gewerkschaft bereits früh die strukturelle Dimension der Krise korrekt erkannte und durch Proteste wie den „Marsch nach Bonn“ sozialen Druck ausübte, um die betroffenen Bergarbeiter abzusichern.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anfänge der Bergbaukrise und die eingesetzten Maßnahmen 1958-1960
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1315931
ISBN (PDF)
9783346792075
ISBN (Buch)
9783346792082
Sprache
Deutsch
Schlagworte
anfänge bergbaukrise maßnahmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Anfänge der Bergbaukrise und die eingesetzten Maßnahmen 1958-1960, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1315931
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Leseprobe aus  17  Seiten
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