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Simultaner und sukzessiver Spracherwerb des Deutschen und Spanischen bei Kindern. Können beide Sprachen auf dem gleichen Niveau erlernt werden?

Título: Simultaner und sukzessiver Spracherwerb des Deutschen und Spanischen bei Kindern. Können beide Sprachen auf dem gleichen Niveau erlernt werden?

Trabajo Escrito , 2021 , 20 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Hannah Schulz (Autor)

Ciencia del lenguaje / Lingüística
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In der vorliegenden Studie soll untersucht werden, ob diese Erwartung der Realität entsprechen kann. Daher wird am Beispiel deutsch-spanisch sukzessiv bilingual und simultan bilingual aufwachsender Kinder erforscht, ob diese in der Lage sind, zwei Sprachen auf dem gleichen Niveau zu erwerben, die in qualitativer Hinsicht mit dem Erstspracherwerb gleichzusetzen sind.

Interkulturalität ist mittlerweile in der ganzen Welt ein zentrales Thema. Auch Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten zu einer der größten Einwanderungsgesellschaften Europas geworden. Folglich kommt es zu einer Mischung verschiedener Kulturen und Sprachen. Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund erhalten dadurch die Chance, mindestens zwei- oder sogar mehrsprachig und mit den Einflüssen verschiedener Kulturen aufzuwachsen. Heute wird Zwei- oder Mehrsprachigkeit als Chance betrachtet. Dies war allerdings nicht immer so. Besonders in den 1950er Jahren warnten Autoren davor, Kinder mehrsprachig aufwachsen zu lassen. Damals wurde gesagt, dass Kinder mit einer zweiten Muttersprache überfordert seien und somit öfter zu stottern begannen oder weniger intelligent sein sollten. Diese Argumente sind bereits lange entkräftet worden und mittlerweile stehen die Vorteile von Mehrsprachigkeit im Mittelpunkt. Die Forschung der letzten zehn Jahre hat sich intensiv mit dem kindlichen Zweitspracherwerb und insbesondere mit dem frühen Zweitspracherwerb des Deutschen auseinandergesetzt. Daraus entstand die Erwartung, wenn Kinder früh genug anfangen eine Zweitsprache zu erlernen, so kann der frühe Zweitspracherwerb des Deutschen zu einer vergleichbaren Kompetenz des Deutschen führen wie der Erstspracherwerb.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spracherwerbsformen

2.1. Simultaner und sukzessiver Spracherwerb

3. Zusammenfassung und Evaluation vorhandener Studien

4. Deutsch und Spanisch im Vergleich

4.1. Der Satzbau

4.2. Das Genus

4.3. Kasus und Numerus

5. Zum simultanen und sukzessiven Erwerb des Deutschen und Spanischen bei (un)ausgeglichenen Kindern

6. Methode

6.1. Teilnehmer

6.2. Vorgehensweise

6.3. Stimuli

7. Diskussion und Fazit

8. Referenzen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, ob sukzessiv bilinguale Kinder bei der Aneignung des Deutschen und Spanischen ähnliche Lernfortschritte und Qualitätsebenen erreichen wie simultan bilinguale Kinder. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die grammatische Vergleichbarkeit in Bezug auf Satzstruktur, Genus sowie Plural- und Kasusmarkierungen.

  • Vergleich von simultanem und sukzessivem Spracherwerb
  • Linguistischer Vergleich der grammatischen Strukturen von Deutsch und Spanisch
  • Analyse von Spontansprache und elizitierten Daten
  • Bewertung der qualitativen Kompetenz bei bilingulalen Kindern mit Sprachungleichgewicht
  • Untersuchung von Entwicklungsschritten im Bereich Syntax und Morphologie

Auszug aus dem Buch

4.1. Der Satzbau

Syntaktisches Wissen wird benötigt, um einzelne Wörter zu ganzen Sätzen zu formen. Sie wird auch als die Lehre vom Satzbau bezeichnet. Da nicht jede Sprache die gleichen Kombinationsregeln befolgt, wird im Folgenden untersucht, was die Sprachen diesbezüglich gemein haben und was sie voneinander unterscheidet.

Zunächst werden zwei deutsche Sätze betrachtet, die in Hinblick auf die Stellung von Verb (V) und Objekt (O) mit der spanischen Sprache verglichen werden:

a) Ich bin sicher, dass dieser Student [O das Examen] [V besteht]. OV

b) Der Student will [O das Examen] [V bestehen]. OV

Im Spanischen sehen die Sätze folgendermaßen aus:

a) Estoy seguro de que este estudiante [V aprobará] [O el examen]. VO

b) El estudiante quiere [V aprobar] [O el examen]. VO

Deutlich wird, dass die deutsche Sprache durch eine Objekt-Verb Abfolge bestimmt wird. Abweichungen davon, würde jeder Muttersprachler als falsch bewerten. Das Spanische zeichnet sich hingegen durch eine Verb-Objekt Abfolge aus. Genau wie in der deutschen Sprache, werden hier Abweichungen von der Verb-Objekt Abfolge als ungrammatisch bewertet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Mehrsprachigkeit in einer Einwanderungsgesellschaft ein und stellt die Erwartung auf, ob früher Zweitspracherwerb zu einer dem Erstspracherwerb vergleichbaren Kompetenz führen kann.

2. Spracherwerbsformen: In diesem Kapitel wird zwischen dem simultanen, natürlichen Spracherwerb und dem sukzessiven, gesteuerten Erwerb einer Zweitsprache differenziert.

3. Zusammenfassung und Evaluation vorhandener Studien: Es werden Forschungsarbeiten evaluiert, die sich mit dem Spracheneinfluss und der grammatischen Entwicklung bilingualer Kinder beschäftigen.

4. Deutsch und Spanisch im Vergleich: Dieses Kapitel arbeitet Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Syntax, dem Genus sowie Kasus und Numerus beider Sprachen heraus.

5. Zum simultanen und sukzessiven Erwerb des Deutschen und Spanischen bei (un)ausgeglichenen Kindern: Hier wird der Korpus der Studie vorgestellt, der auf Longitudinaldaten von zwölf Kindern basiert.

6. Methode: Dieses Kapitel erläutert das Studiendesign, die Teilnehmerstruktur, die Datenerhebung in Spielsituationen sowie die Vergleichskriterien wie MLU und LAA.

7. Diskussion und Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass auch sukzessiv bilinguale Kinder in der Lage sind, eine hohe sprachliche Qualität zu erreichen, wobei individuelle Entwicklungsunterschiede bestehen bleiben.

8. Referenzen: Aufstellung der wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Bilingualismus, Kindlicher Zweitspracherwerb, Grammatik, Spanisch-Deutsch, Simultaner Spracherwerb, Sukzessiver Spracherwerb, Syntax, Genus, Kasus, Numerus, Satzbau, Morphologie, Sprachungleichgewicht, Sprachvergleich, Mehrsprachigkeit

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des simultanen und sukzessiven Spracherwerbs des Deutschen und Spanischen bei bilingual aufwachsenden Kindern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören grammatische Phänomene wie die Satzstruktur, die Verwendung von Genus, Kasus und Numerus sowie der Vergleich der erreichten Sprachniveaus.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob sukzessiv bilinguale Kinder die gleichen qualitativen Meilensteine bei der Sprachentwicklung erreichen wie simultan bilinguale Kinder.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Studie basiert auf einer qualitativen Analyse von Longitudinaldaten, darunter Spontansprachdaten und elizitierten Daten aus Spielsituationen im Kindergarten.

Welche Kernthemen prägen den Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen des Spracherwerbs, vergleicht linguistische Strukturen des Spanischen und Deutschen und beschreibt das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Wichtige Begriffe sind Bilingualismus, Sprachdominanz, Entwicklungsstadien, Syntax und Morphologie.

Warum wird zwischen simultanem und sukzessivem Erwerb unterschieden?

Diese Unterscheidung ist notwendig, da der Kontakt zu den Sprachen zeitlich unterschiedlich erfolgt, was Auswirkungen auf den Erwerbsprozess und die Sprachbeherrschung haben kann.

Welche Bedeutung hat das Genus-System im Vergleich beider Sprachen?

Während das Spanische Genus durch eigene Morpheme markiert wird, ist das deutsche Genus-System durch seine Komplexität und Abhängigkeit von anderen nominalen Kategorien geprägt.

Was ist das "framing principle" in der deutschen Nominalphrase?

Es beschreibt einen grammatischen Rahmen in Nominalphrasen, der für Deutschlernende ab einem höheren Sprachniveau eine zusätzliche Herausforderung bei der Strukturierung darstellt.

Können (un)ausgeglichene bilinguale Kinder das gleiche Sprachniveau erreichen?

Die Studie legt nahe, dass auch Kinder, die zunächst unausgeglichen erscheinen, in der Lage sind, in qualitativer Hinsicht ein vergleichbares Sprachniveau wie balanciert bilinguale Kinder zu erreichen.

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Detalles

Título
Simultaner und sukzessiver Spracherwerb des Deutschen und Spanischen bei Kindern. Können beide Sprachen auf dem gleichen Niveau erlernt werden?
Universidad
University of Dortmund
Calificación
2,0
Autor
Hannah Schulz (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
20
No. de catálogo
V1316577
ISBN (PDF)
9783346796868
ISBN (Libro)
9783346796875
Idioma
Alemán
Etiqueta
simultaner spracherwerb deutschen spanischen kindern können sprachen niveau
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hannah Schulz (Autor), 2021, Simultaner und sukzessiver Spracherwerb des Deutschen und Spanischen bei Kindern. Können beide Sprachen auf dem gleichen Niveau erlernt werden?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1316577
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