Glossar zu den Bereichen Semiotik und Semantik


Hausarbeit, 2000
10 Seiten, Note: 2,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen zur Semiotik
2. 1 Semiotik
2. 2 Semiotisches Dreieck
2. 3 Symbol
2. 4 Referent
2. 5 Bezug
2. 6 Signifikant/ Signifiant
2. 7 Signifikat/Signifie
2. 8 Notation
2. 9 Denotation
2.10 Konnotation
2.11 Kode

3. Definitionen zur Semantik
3. 1 Semantik
3. 2 Semantische Relationen
3. 3 Semantisches Differential
3. 4 Homonymie
3. 5 Homographie
3. 6 Homophonie
3. 7 Polysemie
3. 8 Synonymie
3. 9 Antonymie
3.10 Hyponymie

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Augenmerk dieser Arbeit liegt darauf, verschiedene Begriffe der Semiotik und Semantik präzise zu erklären. Diese Definitionen dienen der schnellen Informationsentnahme und sollen dem Leser die Möglichkeit geben, sich in kurzer Zeit über bestimmte Termini einen kurzen Überblick zu verschaffen.

2. Definitionen zur Semiotik

Im folgenden Teil werden einige Begriffe bzw. Fachausdrücke aus dem Bereich der Semiotik kurz erklärt.

2.1 Semiotik

Semiotik, von sema (griechisch: Zeichen), beschäftigt sich in bezug auf die Linguistik mit dem kommunikativen Aspekt aller Bereiche, in denen Zeichen vorkommen und untersucht sowohl Strukturen als auch Abläufe von Zeichen- und Verstehensprozessen, den Semiosen.[1]

Sie ist ein Beschreibungs- und Erklärungsinstrument, dessen Aufgabe darin besteht, Regel- und Funktionsmechanismen bei den kommunikativen Prozessen zu finden bzw. sie zu klassifizieren und zu thematisieren. Die Semiotik einer Sprache beinhaltet folgende Aspekte:1. einen semantischen Aspekt, demzufolge Zeichen (Wörter, komplexe Ausdrücke) spezifischen Inhalten zugeordnet werden, 2. einen pragmatischen Aspekt, der die Kontextbeziehung zwischen Sprechern und Zeichen anzeigt und 3. einen syntaktischen Aspekt, der die formale Beziehung zwischen den Zeichen anzeigt.

2.2 Semiotisches Dreieck

Das Semiotische Dreieck stellt die Beziehung zwischen den Grundelementen der Semiotik (Gedanke- Symbol- Referent) dar: Bei einem Sprechakt besitzt der Sprecher eine bestimmte Intention, bzw. stellt einen Bezug her, und assoziiert eine Bedeutung mit dem von ihm verwendeten Symbol. Der Hörer, Interpretant, kann je nach Kontext das Symbol auf unterschiedliche Weise verstehen. Beispiel: Bei dem Wort Ente kann das Auto, der Vogel oder eine Falschmeldung in der Zeitung gemeint sein.[2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Symbol

Zeichen für etwas Gedachtes, z.B. Wörter, komplexe Ausdrücke. Die Funktion besteht darin, die Elemente der Ausdrucksebene mit denen der Inhaltsebene zu verknüpfen. Nach Piaget besteht der Ausgangspunkt des Symbolerwerbs in der unmittelbaren sensomotorischen Erfahrung des Kindes mit dem Umgang der sinnlichen Wahrnehmung. Vorstellungsbilder verankern sich im Gedächtnis als Erinnerungsbild. Das Kind lernt die Verwendung der abstrakten sprachlichen Begriffsbildung. Symbole lösen sich vom ursprünglichen Kontext und können unabhängig existieren. Als Beispiel nehmen wir einmal den Ausdruck „Hund“. Je nach Erfahrungswert wird etwas Positives oder etwas Negatives oder auch unterschiedliche Hunderassen mit dem Symbol verbunden. Es existieren zwei Typen von Symbolen, die sich einer kommunikativen Funktion zu entziehen scheinen: 1. die physikalischen Ereignisse, 2. das menschliche Verhalten ohne kommunikative Absicht.[3]

2.4 Referent

Bedeutungsgegenstand, Sachverhalt eines sprachlichen Zeichens bzw. Symbols. Als Beispiel verwenden wir die Ausdrücke „Morgenstern“ und „Abendstern“. Beide Ausdrücke sind sprachliche Zeichen, Wörter aus dem Wörterbuch, da beiden ein Inhalt zugeordnet werden kann. Beide Wörter bezeichnen den selben Referenten, nämlich den Stern Venus, haben aber eine unterschiedliche Bedeutung. „Morgenstern“ kann erläutert werden als Stern des Morgens, „Abendstern“ ist hingegen ein Wort für Stern des Abends. Also bestehen für den selben Referenten zwei unterschiedliche bedeutungstragende Begriffe.[4]

[...]


[1] Bentele, Günter. Bystrina, Ivan. Semiotik. Grundlagen und Probleme. Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz:

Kohlhammer, 1978, S.16, S.35f., S.75
Eco, Umberto. Semiotik. Entwurf einer Theorie der Zeichen. Wilhelm Fink Verlag, München:1987. S.36f.

2Bentele, Günter. Bystrina, Ivan. Semiotik. Grundlagen und Probleme, S.78f.


[3] Bentele, Günter. Bystrina, Ivan. Semiotik. Grundlagen und Probleme, S.31, S.38, S.42-44, S.46-50, S.68,

S.87
Eco, Umberto. Semiotik. Entwurf einer Theorie der Zeichen,S.218

[4] Bentele, Günter. Bystrina, Ivan. Semiotik. Grundlagen und Probleme, S.78f., S.113-120
Eco, Umberto. Semiotik. Entwurf einer Theorie der Zeichen, S.88

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Glossar zu den Bereichen Semiotik und Semantik
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Institut für Sprache)
Veranstaltung
Einführung in die Sprachwissenschaft
Note
2,5
Autor
Jahr
2000
Seiten
10
Katalognummer
V13177
ISBN (eBook)
9783638188937
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Glossar, Semiotik, Semantik
Arbeit zitieren
Melanie Lappe (Autor), 2000, Glossar zu den Bereichen Semiotik und Semantik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13177

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