Diese Arbeit bearbeitet die unterschiedlichen Arten und Typen von Grammatik. Grammatik bezeichnet die wissenschaftlich-linguistische Beschreibung der Sprache, sowie die innewohnenden Regeln. Im engeren Sinn bezeichnet die Lehre von morphologischen und syntaktischen Regularien, wohingegen sich der weitere Sinn mit der Abbildung des gesamten Sprachsystems beschäftigt. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Grammatiken, normativ oder deskriptiv, diachronisch oder synchronisch, wissenschaftliche und Gebrauchsgrammatiken, Problem- oder Resultatsgrammatiken, Produktions- oder Rezeptionsgrammatiken, Muttersprachen oder Fremdsprachengrammatiken, einzelsprachliche oder konfrontative und linguistische oder didaktische Grammatiken. Diese Arbeit geht auf vier dieser kontrastivierten Arten genauer ein.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausarbeitung der Präsentation zum Thema „sprachliche Modelle“
2. Sprachgenealogische und -typologische Beschreibung einer Sprache am Beispiel der Sprache „Spanisch“
3. Bestimmung der Verbvalenz und Bestimmung kohäsiver Mittel im Text
Zielsetzung & Themen
Dieses Portfolio dokumentiert und reflektiert zentrale sprachwissenschaftliche Themen, die im Rahmen des Seminars „Sprach(en)beschreibung“ erarbeitet wurden, mit dem Ziel, theoretische Konzepte in fachpraktische Zusammenhänge der Sprachvermittlung zu übertragen.
- Grundlagen und Differenzierung verschiedener Grammatikarten und -typen.
- Sprachgenealogische und typologische Einordnung der spanischen Sprache.
- Kontrastive Analyse der Verbvalenz zwischen Deutsch und Spanisch/Englisch.
- Überprüfung der Textualität anhand linguistischer Kriterien.
- Didaktische Reflexion über die Vermittlung sprachwissenschaftlichen Wissens.
Auszug aus dem Buch
2. Sprachgenealogische und -typologische Beschreibung einer Sprache am Beispiel der Sprache „Spanisch“
Zu welcher Sprachfamilie gehört diese Sprache?
Spanisch belegt den vierten Platz in der Rangliste der meistgesprochenen Sprachen der Welt (Dietrich/Noll, 2012, S. 24). Es gibt ca. 416 Millionen Erstsprachler*innen und ca. 86 Millionen Menschen, die Spanisch als Zweitsprache erworben haben (Sinner, 2013, S. 9).
Die spanische Sprache gehört zu den romanischen Sprachen, die ihren Ursprung in der indoeuropäischen oder auch indogermanischen Sprache haben. Diese haben sich unter Einfluss der lateinischen Sprache in der Spätantike in den von Römern eroberten Gebieten herausgebildet (Krifka, Joanna, Leßmöllmann, Meinunger, Stiebels, Tracy & Truckenbrodt, 2014, S. 451). Anhand des Stammbaums der Familien aus der GEO Wissen (2007, S. 87) lässt sich erkennen, dass Spanisch sich aus der proto-indogermanischen Sprache herauskristallisiert hat. Aus dieser entstand dann die italische Sprache, später die latino-faliskische Sprache, dann das Lateinische und daraus dann die spanische Sprache. Es ist stets zu beachten, dass Sprachen einem kontinuierlichen Veränderungsprozess unterliegen und sich immer weiterentwickeln. So ist auch die Entwicklung des heutigen Spanisch weitaus detaillierter und vielschichtiger als hier beschrieben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ausarbeitung der Präsentation zum Thema „sprachliche Modelle“: Das Kapitel definiert verschiedene Grammatiktypen, stellt diese gegenüber und reflektiert die Durchführung eines entsprechenden Arbeitsblattes im Seminar.
2. Sprachgenealogische und -typologische Beschreibung einer Sprache am Beispiel der Sprache „Spanisch“: Es erfolgt eine Einordnung des Spanischen in die Sprachfamilie der romanischen Sprachen sowie eine Analyse der morphologischen, syntaktischen und phonetischen Merkmale im Kontrast zum Deutschen.
3. Bestimmung der Verbvalenz und Bestimmung kohäsiver Mittel im Text: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Valenz anhand zahlreicher Beispiele, führt eine kontrastive Analyse durch und erörtert anhand eines Graffiti-Beispiels die Kriterien für Textualität.
Schlüsselwörter
Grammatik, Sprachbeschreibung, Verbvalenz, Sprachentypologie, Spanischunterricht, Textlinguistik, Kohäsion, Kohärenz, Sprachfamilie, Kontrastive Linguistik, Morphologie, Syntax, Sprachvermittlung, Indogermanisch, Flektierende Sprache.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um ein Portfolio zu einem Seminar der interkulturellen Germanistik, das das theoretische Verständnis von Grammatik, Sprachvergleich und Textbegriff anhand praktischer Beispiele vertieft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Sprachmodelle, die genealogische und typologische Beschreibung des Spanischen, die Verbvalenzanalyse sowie die wissenschaftliche Textdefinition.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Reflexion und Überprüfung linguistischer Kategorien durch Anwendung auf konkrete Beispiele, um diese für die spätere berufliche Praxis der Sprachvermittlung aufzuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt deskriptive Methoden der Linguistik, kontrastive Sprachanalyse und die kriterienbasierte Einzelfallanalyse nach linguistischen Standardwerken.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Einordnung von Grammatikarten, eine detaillierte sprachliche Beschreibung des Spanischen im Vergleich zum Deutschen sowie eine umfangreiche Untersuchung zur Verbvalenz und Textualität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Grammatik, Valenz, Sprachbeschreibung, Spanisch, Kontrastive Linguistik und Textualität charakterisiert.
Warum wird Spanisch als Pro-drop-Sprache bezeichnet?
Spanisch ist eine Pro-drop-Sprache, weil das Pronomen (das Subjekt) bei einer entsprechenden Flektierung des Verbs weggelassen werden kann, ohne dass der Satz grammatisch inkorrekt wird.
Kann ein Graffiti laut der Arbeit als Text bezeichnet werden?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein Graffiti die Kriterien für einen Text erfüllen kann, sofern es eine kommunikative Funktion hat, zusammenhängende Sätze aufweist und thematisch zentriert ist.
- Quote paper
- Isabel Bohn (Author), 2020, Sprach(en)beschreibung der Deutschen Grammatik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1318415