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Grundlagen der übersetzungsbezogenen Terminologiearbeit. Einführung in die allgemeine Terminologielehre

Titel: Grundlagen der übersetzungsbezogenen Terminologiearbeit. Einführung in die allgemeine Terminologielehre

Hausarbeit , 2022 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: David Hirsch (Autor:in)

Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll in die theoretischen Grundlagen der Terminologielehre eingeführt werden. Dazu werden die wichtigsten Aspekte der Terminologielehre aufgezeigt und in konkrete Zusammenhänge gebracht. Es werden bevorzugt jene Bereiche genauer ausgeführt, die für die übersetzungsbezogene Terminologiearbeit einen höheren Stellenwert haben. Zudem werden vermehrt DIN-Normen hinzugezogen, die für die Auseinandersetzung mit der Thematik unerlässlich sind.

Zu Beginn der Arbeit wird auf die Terminologielehre als solche eingegangen sowie der Terminus als Kernelement jeder Terminologie erläutert. Dabei wird anhand des semiotischen Dreiecks der Zusammenhang der wichtigsten zugrundeliegenden Begrifflichkeiten erörtert. Außerdem wird auf die Fachsprache als konkreter Anwendungsbereich von Terminologie eingegangen. Verschiedene Auffassungen von Fachsprache werden hierfür untersucht und im Gesamtsystem Sprache platziert. Es folgt eine Analyse des Begriffs. Dabei kommen Begriffsinhalt und Begriffsumfang, vor allem aber auch das Merkmal zur Sprache. Im Zuge des Begriffs wird auch die Definition angesprochen sowie ihre wichtigsten Formen unterschieden.

Aufbauend auf der Untersuchung des Begriffs werden Begriffsbeziehungen beziehungsweise Begriffssysteme beleuchtet. Diese gliedern sich zunächst in hierarchische und nicht-hierarchische Systeme. In einem zweiten Schritt werden die hierarchischen in Abstraktions- und Bestandssysteme, die nicht-hierarchischen in sequenzielle und pragmatische Systeme unterteilt. Bei den hierarchischen Begriffsbeziehungen wird zudem die Dimensionalität eingebracht. Schließlich wird die Benennung behandelt. Es werden wichtige Gütekriterien geschildert, bevor genauer untersucht wird, wie Benennungen sich typischerweise bilden. In einem finalen Abschnitt wird auf Probleme in der Zuordnung von Begriff und Benennung eingegangen. Es werden hier Synonymie, Polysemie und Homonymie unterschieden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Terminologielehre

2.1 Fachsprache

3 Begriff

3.1 Gegenstand

3.2 Merkmal

3.3 Inhalt und Umfang

3.3.1 Klasse

3.4 Definitionen

3.4.1 Inhaltsdefinition

3.4.2 Umfangs- und Bestandsdefinition

3.4.3 Probleme bei Definitionen

4 Begriffssysteme

4.1 Hierarchische Begriffssysteme

4.1.1 Abstraktionsbeziehungen

4.1.2 Bestandsbeziehungen

4.2 Nichthierarchische Beziehungen

4.3 Accidentialia

5 Benennung

5.1 Ableitung, Zusammensetzung und Mehrwortbenennung

5.2 Terminologisierung

5.3 Entlehnung

5.4 Kürzung

5.5 Weitere Formen der Benennungsbildung

5.6 Probleme bei der Benennung

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt eine systematische Einführung in die Grundlagen der Terminologielehre. Ziel ist es, das theoretische Fundament der allgemeinen Terminologielehre (unter Einbeziehung relevanter DIN-Normen) zu vermitteln und Bezüge zur übersetzungsbezogenen Terminologiearbeit herzustellen.

  • Grundlagen zur Abgrenzung von Fach- und Gemeinsprache
  • Analyse des Begriffs und seiner Merkmale
  • Strukturierung von Begriffssystemen (hierarchisch und nicht-hierarchisch)
  • Kriterien für Definitionen und deren methodische Umsetzung
  • Verfahren der Benennungsbildung und Problematiken

Auszug aus dem Buch

Begriff

Der Begriff stellt, wie bereits dargestellt, eines der beiden Elemente des Terminus dar. Er ist jedoch auch der Dreh- und Angelpunkt der Terminologielehre, daher soll an dieser Stelle ein weiteres Mal auf die ausführliche DIN-Definition verwiesen werden:

Denkeinheit, die aus einer Menge von Gegenständen unter Ermittlung der diesen Gegenständen gemeinsamen Eigenschaften mittels Abstraktion gebildet wird.

ANMERKUNG Begriffe sind nicht an einzelne Sprachen gebunden; sie sind jedoch von dem jeweiligen gesellschaftlichen und kulturellen Hintergrund einer Sprachgemeinschaft beeinflusst (DIN 2342:2011-08:5).

Dass Begriffe nicht von einzelnen Sprachen abhängig sind, klingt zunächst verwunderlich. Bei genauerem Hinsehen wird damit aber besonders verdeutlicht, was mit „Denkeinheit“ gemeint sein muss. Sich einen Begriff als Wort vorzustellen ist in diesem Fall eine Fehlleitung der Intuition, da man sich im terminologischen Sinne damit bereits im Bereich der Benennung befindet. Der Begriff ist ein Gedankenkonstrukt, eben eine Denkeinheit, die von der kodifizierten Sprache losgelöst zu betrachten ist. Wie der subjektive Betrachter dieses Konstrukt allerdings reflektiert, wird mitunter von Sprache und Herkunft beeinflusst.

Es kommen in dieser DIN-Definition zwei weitere ungeklärte Variablen hinzu: Gegenstände und Eigenschaften. Die Eigenschaften beziehen sich auf die sogenannten Merkmale von Begriffen. Nachdem der Gegenstand in Kap. 2 bereits gestreift wurde, wird er zuerst genauer vorgestellt, bevor das Merkmal betrachtet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert, dass theoretische Grundlagen der Terminologielehre aufgezeigt werden, um die fachliche Arbeit für Übersetzer zu stützen.

2 Terminologielehre: Hier werden die wichtigsten Definitionen zum Verhältnis von Begriff und Benennung dargelegt, insbesondere das semiotische Dreieck.

3 Begriff: Dieses Kapitel analysiert das primäre Element, den Begriff, sowie dessen Gegenstände, Merkmale und definitorische Bestimmung.

4 Begriffssysteme: Hier erfolgt die Einteilung von Begriffen in verschiedene Systeme, unterschieden nach hierarchischen und nicht-hierarchischen Strukturen.

5 Benennung: Dieser Teil behandelt die Gütekriterien, Ableitungsformen, Entlehnungen und Kürzungen sowie Probleme bei der Zuordnung zwischen Begriff und Benennung.

6 Zusammenfassung: Abschluss und Rückblick auf die behandelten Kernaspekte der allgemeinen Terminologielehre.

Schlüsselwörter

Terminologielehre, Fachsprache, Begriff, Denkeinheit, Merkmal, Inhaltsdefinition, Begriffssystem, Abstraktion, Benennung, Terminologisierung, Definition, Synonymie, Polysemie, Homonymie, DIN-Normen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Einführung in die allgemeine Terminologielehre, um die theoretischen Aspekte zu beleuchten, die für fachsprachlich arbeitende Personen – insbesondere Übersetzer – relevant sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Begriffen, die Systematisierung von Begriffen in Begriffssystemen sowie die Prinzipien und Methoden der Benennungsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Verständnis für die fachsprachliche Terminologie zu schärfen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Begriffe präzise definiert und benannt werden können, um eine widerspruchsfreie Kommunikation sicherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich stark auf terminologische Standards (DIN-Normen) und führt eine methodische Analyse durch, wobei theoretische Modelle wie das semiotische Dreieck genutzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Begriffs als Denkeinheit, die systematische Einordnung von Begriffen in hierarchische und nicht-hierarchische Strukturen sowie eine ausführliche Erläuterung der Benennungsbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind u.a. Terminologielehre, Fachsprache, Begriff, Denkeinheit, Begriffssystem und Benennungsbildung.

Wie unterscheiden sich Umfangs- und Inhaltsdefinition?

Die Inhaltsdefinition beschreibt die Gesamtheit der Merkmale eines Begriffs mittels Abstraktion, während die Umfangsdefinition sich auf die ihr in der Hierarchie untergeordneten Begriffe bezieht.

Warum ist die Unterscheidung von Synonymie und Polysemie für die Terminologie wichtig?

Diese Unterscheidung ist für die Eindeutigkeit (Genauigkeit) entscheidend; während Synonymie bei Begriffen zu Mehrdeutigkeiten führen kann, beschreibt Polysemie einen fehlenden inneren Zusammenhang bei mehreren Begriffen unter einer Benennung.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grundlagen der übersetzungsbezogenen Terminologiearbeit. Einführung in die allgemeine Terminologielehre
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,3
Autor
David Hirsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
24
Katalognummer
V1319237
ISBN (PDF)
9783346800138
ISBN (Buch)
9783346800145
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grundlagen terminologiearbeit einführung terminologielehre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Hirsch (Autor:in), 2022, Grundlagen der übersetzungsbezogenen Terminologiearbeit. Einführung in die allgemeine Terminologielehre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1319237
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Leseprobe aus  24  Seiten
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