In der vorliegenden Arbeit gilt es zu betrachten, welche Kompetenzen und Dienstleistungen in der Zukunft verstärkt eine Rolle spielen – und natürlich wie in diesem Zusammenhang eine IT-Organisation gestaltet werden muss, um den Ansprüchen gerecht zu werden.
IT-Organisationen aktuell sind als Erbringer innerbetrieblicher oder auch überbetrieblicher Dienstleistungen auf den Aufbau und den Betrieb von IT-Infrastrukturen, auf die Systemadministration sowie auf die Bereitstellung und Anpassung von IT-Anwendungen spezialisiert. Als Organisation funktionierten diese häufig nach dem Plan-Build-Run Paradigma oder auch nach dem Source-Make-Deliver-Modell, wobei sich beide Modelle in der Vergangenheit etablieren konnten.
Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsbereichen kommen völlig neuartige Anforderungen auf die IT-Organisationen hinzu. Zusätzlich verzeichnet der Bereich der Business-IT-Anwendungen ein starkes Wachstum und bietet neue Möglichkeiten. Vor diesem Hintergrund stehen sowohl das Plan-Build-Run-Paradigma als auch das Source-Make-Deliver-Paradigma auf dem Prüfstand, da beide Modelle einen starken Fokus auf standardisierte Dienstleitungsangebote und eine langfristige strategische Planung legen – jedoch den Freiraum für agile Projekte und schnelle Umsetzungszyklen vermissen lassen.
Inhaltsverzeichnis
1 Übersicht der Modelle zur Aufbauorganisation IT
1.1 Plan-Build-Run
1.2 Demand-Supply
1.3 Source-Make-Deliver
1.4 Innovate-Design-Transform
2 Paradigmenwechsel und Transformation
2.1 Aktuelle und zukünftige Anforderungen an die IT-Organisation
2.2 GAP zwischen Anforderungen und Leistungsangebot
2.3 Erarbeitung neuer Kompetenzen und Neuausrichtung
3 Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die notwendigen strukturellen und kompetenzbasierten Veränderungen im IT-Management, um den Anforderungen der digitalen Transformation und sich wandelnder Geschäftsprozesse in modernen Organisationen gerecht zu werden.
- Analyse klassischer IT-Aufbauorganisationsmodelle (Plan-Build-Run, Demand-Supply, Source-Make-Deliver).
- Herausarbeitung des Transformationsbedarfs durch die Digitalisierung.
- Identifikation der Diskrepanz zwischen bestehendem IT-Leistungsangebot und neuen Marktanforderungen.
- Diskussion notwendiger neuer Kompetenzprofile für IT-Mitarbeiter.
- Empfehlungen zur organisatorischen Neuausrichtung und methodischen Integration bei gleichzeitiger Wahrung der IT-Sicherheit.
Auszug aus dem Buch
1.3 Source-Make-Deliver
Das Source-Make-Deliver-Modell gilt als eine auf Kundenperspektive und Serviceangebot fokussierte Weiterentwicklung des Plan-Build-Run-Modells. Initial entwickelt wurde dieses Modell von Zarenkow et al. an der Universität von St. Gallen. Hierzu kombiniert Zarenkow das Plan-Build-Run-Modell mit dem SCOR-Modell aus dem Supply-Chain-Management, um in den Teilbereichen Source, Make und Deliver die Betrachtungsweise auf Managementprozesse um Lieferanten, Produktion und Abnehmer auszurichten. Der Source-Prozess bildet dabei die Schnittstelle zwischen dem Leistungserbringer und dem Leistungsnehmer. Die im Laufe des Source-Prozesses vom Leistungsnehmer erworben IT-Produkte (oder auch Wissensleistungen) werden von diesem im Wesentlichen dem eigenen Make-Prozess zugeführt. Dies geschieht mit dem Ziel der Erstellung neuer Produkte oder Services, welche im Rahmen des Deliver-Prozesses wiederum an die eigenen Kunden (Abnehmer) überführt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Übersicht der Modelle zur Aufbauorganisation IT: Dieses Kapitel stellt etablierte Organisationsmodelle wie Plan-Build-Run und deren Weiterentwicklungen vor, um die historische Basis der IT-Struktur aufzuzeigen.
2 Paradigmenwechsel und Transformation: Das Kapitel analysiert die durch die Digitalisierung entstandenen neuen Anforderungen und beleuchtet die entstehende Lücke zwischen den bestehenden IT-Leistungen und dem Bedarf nach strategischer Beratungskompetenz sowie die notwendige Neuausrichtung.
3 Zusammenfassung: Der Abschluss fasst die Notwendigkeit einer strukturellen Neugestaltung der IT-Organisation hin zu interdisziplinären Ansätzen und einer proaktiven Beratungstätigkeit zusammen.
Schlüsselwörter
IT-Management, Digitalisierung, Plan-Build-Run, Demand-Supply, Source-Make-Deliver, Innovate-Design-Transform, IT-Organisation, Geschäftsprozesse, Transformation, Agilität, IT-Strategie, Kompetenzentwicklung, IT-Sicherheit, Business-IT, Systembetrieb.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die notwendige organisatorische und strukturelle Anpassung des IT-Managements im Zuge der digitalen Transformation von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von IT-Aufbauorganisationsmodellen, den Herausforderungen des technologischen Wandels und der Integration von geschäftsorientierten Kompetenzen in die IT.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie IT-Organisationen ihre Strukturen und Kompetenzen anpassen müssen, um nicht nur stabilen Betrieb zu leisten, sondern aktiv zur digitalen Geschäftsentwicklung beizutragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur und etablierter Organisationsmodelle basiert, um Lösungsansätze für die Praxis zu erarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung klassischer Modelle, die detaillierte Analyse auftretender Defizite im heutigen IT-Umfeld und die Ableitung konkreter Strategien zur Neuausrichtung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
IT-Management, Digitalisierung, Transformationsmodelle, IT-Organisation, Kompetenzentwicklung und Business-Alignment.
Können IT-Mitarbeiter Aufgaben im Bereich des Change-Managements allein übernehmen?
Die Arbeit stellt fest, dass klassische IT-Spezialisten oft nicht über das notwendige Wissen um Geschäftsprozesse verfügen und daher interdisziplinäre Teams oder der gezielte Aufbau solcher Kompetenzen notwendig sind.
Warum ist eine Netzwerk-Segmentierung für moderne IT-Organisationen essenziell?
Eine Segmentierung zwischen "klassischer" Infrastruktur und agilen Business-Anwendungen schützt die kritische Infrastruktur (z.B. Telefonie, E-Mail) vor Fehlern oder Sicherheitslücken in experimentellen, agilen Business-Applikationen.
- Quote paper
- Tom Schneider (Author), 2023, Veränderungen im IT-Management im Zeitalter der Digitalisierung. Welche Kompetenzen und Dienstleistungen werden in Zukunft verstärkt eine Rolle spielen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321551