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Naturdeutung, Religion und Gesellschaftskritik in Henry David Thoreaus "Walden". Ein Werk des Amerikanischen Transzendentalismus

Titel: Naturdeutung, Religion und Gesellschaftskritik in Henry David Thoreaus "Walden". Ein Werk des Amerikanischen Transzendentalismus

Magisterarbeit , 2006 , 66 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sekina Mekky (Autor:in)

Anglistik - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Magisterarbeit ist es, die thematischen Schwerpunkte in Thoreaus "Walden" herauszuarbeiten und zu analysieren. Naturdeutung, Religion und Gesellschaftskritik sind dabei die drei entscheidenden Gesichtspunkte der Analyse. Vorab wird generell auf den Amerikanischen Transzendentalismus eingegangen und die Verschiedenartigkeit, aber auch die Gemeinsamkeiten der oben genannten Transzendentalisten aufgeführt.

Die zentrale Vorstellung der Transzendentalisten, ist die seelischen und intuitiven Eigenschaften des Einzelnen in Vordergrund zu stellen. Die Verbindung zwischen dem Individuum und der Gesellschaft ist sowie für Thoreau, als auch für seine zeitgenössischen Freunde einer der wichtigsten Ideen, die sie immer wieder in ihren Werken veranschaulichen.

"When I wrote the following pages, or rather the bulk of them, I lived alone, in the woods, a mile from any neighbour, in a house which I had built myself, on the shore of Walden Pond, in Concord, Massachusetts, and earned my living by the labour of my hands only. I lived there two years and two months."

Mit diesen Worten beginnt Henry David Thoreau die Geschichte von seinem Experiment; vom einfachen Leben in Walden Pond. In den darauf folgenden dreihundert Seiten seines Buches „Walden“ oder „Das Leben in den Wäldern“, stellt er seine Philosophie vom Leben, von der Politik und der Natur dar.

Im März 1845 lieh er sich eine Axt und ging nach Walden Pond, wo er eine Hütte baut, in der er alleine zwei Jahre, zwei Monate und zwei Tage lebt. Dort schreibt er, in Form von philosophischen Betrachtungen und Naturschilderungen, über seine Erfahrungen in Walden Pond. Er ging nicht dorthin, um ein freudiges Leben zu führen und zu tun, was immer er auch wollte, noch ging er dorthin, um den sozialen Verpflichtungen zu entfliehen.

„Walden“ ist eines der bedeutendsten Werke der Literatur des Transzendentalismus und wird sogar in der Hippiezeit der 1960er als Kultbuch des Widerstands betrachtet. Die wichtigsten Vertreter des Transzendentalismus sind Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau und Margaret Fuller. Sie bilden den Kern der Schriftsteller in Neuengland in den 1830 bis 1860 Jahren. Transzendentalismus, eine philosophisch- religiöse und -literarische Bewegung, entwickelt sich zuerst in den intellektuellen Kreisen in Boston, verbreitet sich aber dann schnell in ganz Amerika.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Amerikanischer Transzendentalismus

1.1. Unitarismus versus Transzendentalismus

1.2 Transzendentalismus- eine individualistische Bewegung:

1.3. Emerson- Thoreau- Fuller: drei verschiedene Transzendentalisten

2. Henry David Thoreaus Transzendentalismus

3. Thoreaus „Walden“

3.1. Entstehung von „Walden“

3.2. Aufbau von „Walden“

4. Naturdeutung in „Walden“

4.1. “The Bean-Field”

4.2. Die Natur am Walden Pond

5. Die Frage der Religion in Walden

5.1. Religiöse Aspekte in „The Pond“ und in „The Bean-Field“

5.2. Spring

6. Gesellschaftskritik in Walden

6.1. Beziehung von Individuum und Gesellschaft in „Walden“

6.1.1. Alex Therien

7. Natur, Religion und Gesellschaft: Wie eng gehören sie zusammen?

8. Zusammenfassung/ Ausblick

9. Bibliographie

a.)Primärliteratur

b.) Sekundärliteratur

c.) Internetseiten

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der Analyse der zentralen thematischen Schwerpunkte in Henry David Thoreaus Werk „Walden“. Ziel ist es zu untersuchen, wie Thoreau die Konzepte von Naturdeutung, Religion und Gesellschaftskritik innerhalb seines literarischen Experiments miteinander verwebt, um eine Philosophie der Selbstständigkeit und Einfachheit zu begründen.

  • Der Transzendentalismus als philosophischer und historischer Kontext.
  • Die Natur als spiritueller Resonanzraum und Gegenentwurf zur Zivilisation.
  • Religiöse Dimensionen und die Suche nach Göttlichkeit außerhalb kirchlicher Institutionen.
  • Gesellschaftstheoretische Implikationen der Abkehr vom Konsummodell des 19. Jahrhunderts.

Auszug aus dem Buch

4.1. “The Bean-Field”

“The Bean-Field” ist ein sehr sonderbares, aber gleichzeitig anspruchvolles Kapitel. Thoreau schreibt fröhlich über sein Vergnügen, Bohnen anzubauen: „I came to love my rows“. Dennoch wird abschnittsweise diese heitere Stimmung, durch den Sarkasmus und den ausgesprochenen Missbilligungen der Bewohner von Concord, unterbrochen. Thoreau erwähnt in diesem Kontext einen „hard-featured farmer“, der aufhörte nach Thoreau zu fragen, als er erfuhr, dass Thoreau sein Gemüse nicht düngen wollte.

Schon im ersten Kapitel „Economy“ erklärt Thoreau, dass er den Boden nicht düngen werde, da ihm das Land nicht gehöre und er ohnehin es in Zukunft nicht noch mal anbauen werde. Zu Beginn des Kapitels Bohnenfeld, betont Thoreau immer wieder seine Abscheu dagegen Dünger einzusetzen. Die Dorfnachbarn kritisierten diese Haltung Thoreaus und meinten er nutze die Nährstoffe des Bodens aus und wolle aber ihm keine mehr zurückführen.

Henry David Thoreau baute, während seines Aufenthaltes am Walden Pond, zweieinhalb Acker Bohnen in den Sommermonaten an. Außerdem pflanzte er noch eine kleine Menge von Kartoffeln, Rüben und Erbsen. Jeden Morgen stand er auf und begann seine Arbeit auf dem Feld. Barfuß hackte und pflügte er die Erde mit großer Sorgfalt.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Stellt das Experiment Thoreaus vor, zwei Jahre lang ein einfaches Leben in den Wäldern von Walden Pond zu führen, und führt in die philosophischen Grundzüge des Transzendentalismus ein.

1. Amerikanischer Transzendentalismus: Untersucht die philosophische Bewegung des 19. Jahrhunderts in Amerika und ihre Abgrenzung zum Unitarismus.

2. Henry David Thoreaus Transzendentalismus: Beleuchtet das Leben und das intellektuelle Umfeld Thoreaus als eigenständigen Denker innerhalb der Transzendentalisten.

3. Thoreaus „Walden“: Analysiert Entstehung und Aufbau des Buches „Walden“ als eine Mischung aus persönlichem Experiment und philosophischem Traktat.

4. Naturdeutung in „Walden“: Untersucht die symbolische Bedeutung der Natur und die Beobachtungen Thoreaus am Walden Pond sowie auf seinem Bohnenfeld.

5. Die Frage der Religion in Walden: Arbeitet Thoreaus kritisches Verhältnis zur organisierten Religion heraus und zeigt seine Suche nach einer immanenten Spiritualität.

6. Gesellschaftskritik in Walden: Analysiert Thoreaus Sicht auf die amerikanische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und seinen Wunsch nach individueller Freiheit.

7. Natur, Religion und Gesellschaft: Wie eng gehören sie zusammen?: Fasst die Verbindung dieser drei Kernbereiche zusammen und zeigt, wie sie in Thoreaus Weltbild eine Einheit bilden.

8. Zusammenfassung/ Ausblick: Resümiert die Kernaussagen des Werkes und ordnet Thoreaus Philosophie der Selbstständigkeit und Einfachheit final ein.

9. Bibliographie: Listet die verwendeten primären und sekundären Quellen auf.

Schlüsselwörter

Henry David Thoreau, Walden, Transzendentalismus, Naturdeutung, Religion, Gesellschaftskritik, Selbstständigkeit, Einfachheit, Unitarismus, Individualismus, Philosophie, Naturphilosophie, Zivilisationskritik, Selbstkultur, Spiritualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht die thematischen Schwerpunkte in Henry David Thoreaus bekanntesten Werk „Walden“ unter den drei Gesichtspunkten Naturdeutung, Religion und Gesellschaftskritik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse konzentriert sich auf die Wechselbeziehung zwischen dem Individuum, der spirituellen Erfahrung in der Natur und einer kritischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Normen des 19. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Thoreaus „Walden“ sowohl als Dokument eines persönlichen Experiments als auch als philosophisches Manifest zu verstehen, in dem Natur, Religion und Gesellschaft neue Identitätsangebote bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine literatur- und geisteswissenschaftliche Analyse, die den Text im Kontext des amerikanischen Transzendentalismus verortet und zentrale Metaphern sowie weltanschauliche Positionen dekonstruiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Transzendentalismus, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Naturmetaphorik, religiöser Aspekte und Thoreaus gesellschaftskritischer Haltung in den einzelnen Kapiteln von „Walden“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Transzendentalismus, Selbstständigkeit ("Self-reliance"), Naturdeutung sowie die kritische Distanz zur konsumorientierten Zivilisation charakterisieren.

Warum spielt die Religion in Thoreaus „Walden“ eine so ambivalente Rolle?

Thoreau lehnt kirchliche Institutionen und Dogmen ab, sucht jedoch im Zuge des Transzendentalismus eine unmittelbare, spirituelle Verbindung zum Göttlichen, die er primär in der Erfahrung der unberührten Natur findet.

Wie bewertet die Autorin Thoreaus Verhältnis zu anderen Personen in „Walden“?

Die Autorin zeigt auf, dass Thoreau trotz seines Strebens nach Einsamkeit und Autarkie durchaus an gesellschaftlichem Austausch interessiert war, jedoch Schwierigkeiten hatte, Menschen ohne das gleiche intellektuelle Streben als gleichwertige Gesprächspartner anzuerkennen.

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Details

Titel
Naturdeutung, Religion und Gesellschaftskritik in Henry David Thoreaus "Walden". Ein Werk des Amerikanischen Transzendentalismus
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Philosophische Fakultät)
Note
2,3
Autor
Sekina Mekky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
66
Katalognummer
V1321553
ISBN (PDF)
9783346805546
ISBN (Buch)
9783346805553
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tranzendentalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sekina Mekky (Autor:in), 2006, Naturdeutung, Religion und Gesellschaftskritik in Henry David Thoreaus "Walden". Ein Werk des Amerikanischen Transzendentalismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321553
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Leseprobe aus  66  Seiten
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