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Exegese Mt 15,21-28: Die kanaanäische Frau

Title: Exegese Mt 15,21-28: Die kanaanäische Frau

Term Paper , 2022 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lena Manthey (Author)

Theology - Biblical Theology
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In der Bergpredigt bei Mt 5,7 heißt es „Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ Ganz anders als dort lernt man Jesus in der Perikope von der kanaanäischen Frau in Mt 15,21-28 kennen. Jesus ignoriert eine Frau, die ihn darum bittet, ihre kranke Tochter zu heilen und verhält sich somit anders, als man erwartet und aus der Bibel kennt. Die Kanaanäerin kämpft um seine Aufmerksamkeit und versucht hartnäckig ihn zu überzeugen, bis Jesus schließlich aufgrund ihres großen Glaubens einlenkt und sich bereit erklärt, ihre Tochter zu heilen. Es irritiert, dass Jesus so hartherzig und abweisend gegenüber der Frau auftritt und wirft die Frage auf, weshalb er sich so verhält. Auffallend ist, dass die Frau anscheinend eine Ausländerin ist, da ausdrücklich auf ihre Herkunft verwiesen wird. Es wirkt deshalb so, als würde Jesus Menschen mit anderer Herkunft ablehnen. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass die Frau sehr willensstark ist und nicht aufgibt, obwohl Jesus sie mehrfach abweist. Ich finde es sehr außergewöhnlich, dass die Frau letztendlich Jesus überzeugt und dieser seine Meinung ändert. Erwartungsgemäß ist es ja so, dass Jesus die Meinung der anderen verändert und nicht umgekehrt. Meine erste Assoziation mit diesem Text war, dass diese Art von Ablehnung und Fremdenfeindlichkeit gegenüber Menschen anderen Glaubens und aus fernen Ländern bis heute aktuell ist.



Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Persönliche Annäherung

2. Übersetzungsvergleich

3. Abgrenzung und Einordnung

3.1 Textabgrenzung

3.2 Kontexteinordnung

4. Textsegmentierung

5. Syntaktische Analyse

5.1 Wortebene

5.2 Satz- und Textebene

6. Semantische Analyse

6.1 Wortsemantische Analyse

6.2 Textsemantische Analyse

7. Narrative Analyse

7.1 Analyse des Handlungsgerüsts

7.2 Knotenpunktanalyse

7.3 Aktantenanalyse

7.4 Diskursanalyse

7.4.1 Analyse der Zeit

7.4.2 Analyse der Unmittelbarkeit und der Distanz

7.4.3 Charakterisierung der Figuren

8. Gattungs- und Formanalyse

9. Traditionsanalyse und Religionsgeschichtlicher Vergleich

10. Synoptischer Vergleich und Redaktionsgeschichte

11. Interpretation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende exegetische Hausarbeit untersucht die Perikope von der kanaanäischen Frau (Mt 15,21-28) mit dem Ziel, das Verhalten Jesu, die Rolle des Glaubens und die Bedeutung dieser Erzählung für das Matthäusevangelium sowie die christliche Gemeinde zu analysieren.

  • Vergleichende Analyse verschiedener Bibelübersetzungen
  • Strukturelle und narratologische Untersuchung des Textes
  • Frage nach dem Verhältnis von Gesetz und Heidenmission bei Matthäus
  • Rolle des Glaubens als Motiv zur Grenzüberschreitung
  • Charakterisierung der Akteure und deren Bedeutung für die Botschaft

Auszug aus dem Buch

3.1 Textabgrenzung

Die Perikope Mt 15,21-28 lässt sich innerhalb des Matthäusevangeliums klar abgrenzen. Deutliches Zeichen dafür ist der Ortswechsel in Vers 21 „in die Gegend von Tyrus und Sidon“. Dabei unterstützt das Fortbewegungsverb „entwich“ (V. 21) die Veranschaulichung des Ortswechsels. Gleiches gilt für die untermauernde Beschreibung „weg von dort“ (V. 21). Auch die Einführung einer neuen Person, der kanaanäischen Frau, ab Vers 22, grenzt die Perikope vom vorangegangenen Kontext ab. Die Abgeschlossenheit manifestiert sich auch dadurch, dass die kanaanäische Frau ausschließlich in dieser Perikope erwähnt wird. „Nach V 28 tritt ein Wechsel des Schauplatzes und der Personen ein; [...]“17 Dieser erneuter Ortswechsel („hin zum Galiläischen Meer“), begleitet von dem Verb „gehen“ (V. 29), verdeutlicht, dass es sich bei der vorliegenden Perikope um ein abgeschlossenes Geschehen handelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Persönliche Annäherung: Reflexion über die erste Auseinandersetzung mit der Perikope und die Irritation über das Verhalten Jesu gegenüber der kanaanäischen Frau.

2. Übersetzungsvergleich: Analyse inhaltlicher Unterschiede bei der Darstellung der Jünger und Jesu in verschiedenen Bibelübersetzungen.

3. Abgrenzung und Einordnung: Untersuchung der formalen Textgrenzen sowie Einbettung in den mikro- und makrotextuellen Kontext des Matthäusevangeliums.

4. Textsegmentierung: Gliederung des Textes in einzelne Einheiten zur Vorbereitung der detaillierten Exegese.

5. Syntaktische Analyse: Untersuchung der Wortarten, Partizipien und Satzstrukturen, die den narrativen Charakter und das Sprechen dominieren.

6. Semantische Analyse: Erläuterung zentraler Schlüsselbegriffe und deren symbolische Bedeutung, wie beispielsweise „Kanaanäerin“, „Dämon“ und „Brot“.

7. Narrative Analyse: Betrachtung des Handlungsgerüsts, der Aktanten und Zeitstruktur sowie der erzählerischen Fokussierung.

8. Gattungs- und Formanalyse: Einordnung als Wundergeschichte, die durch eine starke dialogische Komponente und ein untypisches Ende markiert ist.

9. Traditionsanalyse und Religionsgeschichtlicher Vergleich: Untersuchung der Bedeutung des Messestitels „Sohn Davids“ und biblischer Metaphern wie „verlorene Schafe“.

10. Synoptischer Vergleich und Redaktionsgeschichte: Vergleich zwischen der Matthäus- und Markusversion zur Verdeutlichung der redaktionellen Absichten des Matthäus.

11. Interpretation: Zusammenfassende Deutung der Perikope als Toleranzgeschichte und Appell zur Öffnung der Gemeinde für alle Völker.

Schlüsselwörter

kanaanäische Frau, Matthäusevangelium, Glaube, Heidenmission, Wunderheilung, Sohn Davids, Exegese, Dialog, Toleranz, Jesus, neutestamentliche Exegese, Grenzüberwindung, Intertextualität, Narrative Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit bietet eine exegetische Analyse der biblischen Erzählung von der kanaanäischen Frau nach Matthäus 15,21-28.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören das Verhältnis zwischen Juden und Heiden, die Bedeutung des Glaubens als Brücke zur Heilung und die redaktionsgeschichtliche Absicht des Autors.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Matthäus durch das Gespräch zwischen Jesus und der heidnischen Frau eine Brücke zwischen der exklusiven Tradition Israels und der universalen Heidenmission schlägt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es werden klassische exegetische Methoden wie der Übersetzungsvergleich, die syntaktische, semantische, narrative sowie gattungs- und formkritische Analyse genutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Struktur der Perikope, die Rolle der Akteure (Jesus, Jünger, Frau), sowie die traditionsgeschichtlichen Hintergründe von Begriffen wie „Sohn Davids“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind neben der „kanaanäischen Frau“ vor allem „Glaube“, „Heidenmission“, „Toleranz“ und „Interkulturalität“.

Was zeichnet nach Ansicht der Autorin die Figur Jesu in dieser Erzählung aus?

Jesus wird nicht als unfehlbar, sondern als lernfähiger Mensch dargestellt, der seine Vorurteile überwindet und seine exklusive Sichtweise auf das Haus Israel erweitert.

Wie unterscheidet sich die Matthäus-Fassung von der bei Markus?

Matthäus betont stärker den Dialoganteil (Streitgespräch) und das Motiv des „großen Glaubens“, während bei Markus die Wunderheilung der Tochter stärker im Fokus steht.

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Details

Title
Exegese Mt 15,21-28: Die kanaanäische Frau
College
Technical University of Braunschweig
Grade
1,0
Author
Lena Manthey (Author)
Publication Year
2022
Pages
20
Catalog Number
V1322489
ISBN (PDF)
9783346805034
ISBN (Book)
9783346805041
Language
German
Tags
Exegese die kanaanäische Frau Matthäus neutestamentliche Exegese Neues Testament
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Manthey (Author), 2022, Exegese Mt 15,21-28: Die kanaanäische Frau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1322489
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