Die gute Aufnahme, die meinem Erstlingswerk („Am Land draußen“, 2020) zuteil wurde, hat mich zum Schreiben dieses zweiten Buches ermutigt. Viel persönlich Erlebtes ist diesmal dabei und die Kindheitserinnerungen reichen über acht Jahrzehnte zurück. Abgesehen von der Kriegszeit waren es schöne Jahre, für die ich dem Herrgott danken darf.
Wie Sie erfahren werden, gab es auch viel zu lachen …
Inhaltsverzeichnis
PFARRERGESCHICHTEN
1 Meisterringer und Missionar
2 Mein Segn habt’s
3 Besuch beim Untersbergpfarrer
4 Mäuseturm und Kardinal
WIE GEWONNEN SO ZERRONNEN
5 Aufstieg und Fall von „Salzbaron“ Ady Vogl
IN DIE WELT HINAUS
6 Ein Koppler unter „Wilden“
7 Auf Vaters Spuren durch die Sahara
MEINE BRUCKER JAHRE
8 „Was, du kommst zum Mader? Na so was!“
9 „Das Deutschlandlied singen wir nicht!“
10 Der große Augenblick
11 Mit enk Löder fahrn ma net!
12 An Tuscher solls toan…
SCHATZGESCHICHTEN VON HINTERSEE
13 Das Goldstück vom „Boanlrichter“
14 Hintersee und die Schatzräuber
15 Eine unheimliche Geschichte
ALLERLEI LUSTIGES
16 Die schönsten Goiserrinnen
17 Das verflixte Mikrofon
18 Hühnerkrieg von Weinau
19 „Unterschreiben tua i!“
20 Feuchtfröhliches Weltkriegsende in Elsenwang
21 Die Glan und die Klane
KINDHEIT IM KRIEG
22 Lehrer-Personalpolitik 1938
23 In der Volksschule
24 Die Tanten
25 Onkel Heinrich
26 Wir rannten um unser Leben!
27 Brückensprengungen für die „Alpenfestung“
28 Die gesprengte Saalachbrücke und der Grünauwirt
29 Schneitzlreuth: Heldentod eines Bürgermeisters
30 Den Siezenheimer Steg haben sie übersehen….
31 Wolfgangseebundesstraße: Terror am letzten Kriegstag
32 Die Bomber warten schon!
33 Vaters abenteuerliche Heimkehr
IN DIE BERG BIN I GERN….
34 Wo Salzburg an Italien grenzt
Zielsetzung und Themen
Dieses Buch versammelt eine Vielzahl an persönlichen Erinnerungen und Anekdoten aus acht Jahrzehnten, die den Leser durch verschiedene Lebensstationen des Autors, regionale Lokalgeschichten aus dem Salzburger Land und prägende historische Ereignisse während sowie nach der Kriegszeit führen.
- Begegnungen mit bemerkenswerten Persönlichkeiten und Landpfarrern
- Aufstieg und Fall prominenter Lokalgrößen
- Erlebnisse als Entwicklungshelfer in Neuguinea
- Abenteuerliche Reisen und historische Zeitzeugnisse aus Alltag und Krieg
Auszug aus dem Buch
1 Meisterringer und Missionar
Chocabamba, drittgrößte Stadt Boliviens, liegt südöstlich der Hauptstadt La Paz und ist berüchtigt wegen Gewaltkriminalität. Reisende werden dringend ermahnt, Menschenansammlungen zu meiden und nach Einbruch der Dunkelheit im Hotel zu bleiben. Trotzdem geschah es, dass eines Abends im Herbst 1998 der aus Großarl stammende Steyler Missionar Pater Klaus Laireiter, mit Einkaufstaschen bepackt, sich zu später Stunde durch den Trubel am Marktplatz wagte. Plötzlich drangen drei Burschen auf ihn ein und wollten ihm sein Gepäck entreißen, erlebten aber eine böse Überraschung: Der Überfallene ließ seine Fäuste wirbeln und die drei Ganoven landeten mit blutigen Schädeln und Beulen auf dem Pflaster. Sie konnten natürlich nicht wissen, dass ihr vermeintliches Opfer nicht nur Priester, sondern auch Hagmoar (Ringermeister) beim Pinzgauer Hundsteinrangeln war!
Pater Klaus Laireiter, geboren 1949 als eines von acht Kindern einer Zimmererfamilie in Großarl, hatte nach acht Volksschuljahren schon einen Platz als Sattlerlehrling in Aussicht. „Warst du ein guter Schüler?“ fragte ich. Die Antwort war zuerst ein Lacher, dann: „Guter Schüler? Das wäre wohl übertrieben, in meinen Zeugnissen gab es jede Menge Dreier und Vierer, und einmal sogar einen Fünfer! Und in Religion keinen einzigen Einser!“ „Ja, wie bist du dann…“ „Das war unser Schuldirektor, der Oberlehrer Steinpaz. Der muß irgendwie gespürt haben, dass ich doch nicht so dumm war - und hat meine Aufnahme ins Missionsgymnasium St. Rupert (Bischofshofen) organisiert. Dort war ich 7 Jahre und die Matura habe ich im Missionsgymnasium Liefering absolviert.“
Zusammenfassung der Kapitel
PFARRERGESCHICHTEN: Porträts unkonventioneller Priester wie Pater Klaus Laireiter und Valentin Pfeifenberger, die durch ihre menschliche Art und oft überraschenden Lebensläufe bestechen.
WIE GEWONNEN SO ZERRONNEN: Eine ausführliche Erzählung über den rasanten Aufstieg und den tiefen Fall von Konsul Ady Vogl, einst als „Salzbaron“ bekannt.
IN DIE WELT HINAUS: Berichte über den Einsatz als Entwicklungshelfer in Neuguinea und abenteuerliche Erfahrungen auf Vaters Spuren in der Sahara.
MEINE BRUCKER JAHRE: Persönliche Erlebnisse aus der beruflichen Laufbahn als Lehrer in Bruck an der Glocknerstraße inkl. historischer Anekdoten über den örtlichen Direktor.
SCHATZGESCHICHTEN VON HINTERSEE: Mysteriöse Berichte über Goldfunde, Schatzsuchende und die Verbindung von lokalem Brauchtum zu historischen Ereignissen.
ALLERLEI LUSTIGES: Eine Sammlung heiterer Geschichten, von kuriosen Festen bis hin zu Pannen im öffentlichen Redneralltag.
KINDHEIT IM KRIEG: Eindrückliche Schilderungen des Alltags, der Bombenangriffe und der schwierigen Zeit während des Zweiten Weltkriegs bis hin zur Heimkehr des Vaters des Autors.
IN DIE BERG BIN I GERN….: Eine Hommage an das Bergsteigen und die geschichtsträchtigen Wege zum Krimmler Tauern und zur Birnlücke.
Schlüsselwörter
Lebenserinnerungen, Salzburger Land, Zeitgeschichte, Zweiter Weltkrieg, Priester, Dorfgeschichten, Neuguinea, Abenteuer, Brauchtum, Bergsteigen, Anekdoten, Heimatkunde, Persönlichkeiten, Chronik, Sozialgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch ist eine Sammlung von biografischen Erinnerungen und lokalen Erzählungen von Arno Müller, die ein breites Spektrum von persönlichen Erlebnissen bis hin zu historischen Begebenheiten aus dem 20. Jahrhundert abdeckt.
Welche Themenschwerpunkte werden behandelt?
Die zentralen Themen sind das kirchliche Leben, lokale Legenden, Erfahrungen in der Entwicklungshilfe, historische Kriegskinder-Erlebnisse im Salzburger Land sowie eine große Liebe zu den Alpen.
Was ist das primäre Ziel des Werkes?
Das Ziel ist es, erlebte Geschichte und regionale Anekdoten zu bewahren und den Leser mit humorvollen, aber auch nachdenklichen Berichten an der Lebensgeschichte des Autors teilhaben zu lassen.
Welche wissenschaftliche oder literarische Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen narrativen, autobiografischen Stil, der auf Zeitzeugenberichten, eigenen Erlebnissen und ergänzenden Recherchen aus Ortschroniken basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Rubriken, die von Pfarrergeschichten und Schatzsagen über die Kindheit im Krieg bis hin zu Reiseerlebnissen und Bergwanderungen reichen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselbegriffen zählen Heimat, Zeitgeschichte, Salzburg, Tradition, Abenteuer und menschliche Begegnungen.
Welche Rolle spielt der „Salzbaron“ Ady Vogl im Buch?
Ady Vogl wird als Beispiel für den steilen gesellschaftlichen Aufstieg und den dramatischen Absturz einer illustren Persönlichkeit im Nachkriegsösterreich porträtiert.
Sind die Geschichten in dem Buch historisch belegt?
Viele Geschichten basieren auf Erlebnissen des Autors oder Berichten von Zeitzeugen, ergänzt durch historische Dokumente wie Heimatbücher oder Chroniken.
Wie ging der Autor mit der Seuche in Neuguinea um?
In der lebensbedrohlichen Situation der Cholera-Epidemie in Waris entschied sich der Autor zur Flucht über einen gefährlichen Dschungelpfad, um Hilfe zu holen.
Was bedeutet das Zitat „Einen Tuscher solls toan“ im Kontext der Erzählung?
Es handelt sich um den Wunsch von Direktor Mader, wie er sein Leben beenden möchte – ein plötzliches Ereignis ohne langes Leiden, was später auch tragisch in Erfüllung ging.
- Arbeit zitieren
- Arno Mueller (Autor:in), 2023, Turbulente Zeiten mit interessanten Leuten. Noch mehr Geschichten ..., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1322499