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Kanzerogenität von Schicht- und Nachtarbeit. Aktuelle Evidenz

Titel: Kanzerogenität von Schicht- und Nachtarbeit. Aktuelle Evidenz

Akademische Arbeit , 2020 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dr. med. Sandro Lorenz (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Themen Gesundheit und Erwerbstätigkeit gewinnen in der heutigen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. In den letzten Jahren ist vor allem der Zusammenhang zwischen diesen beiden Bereichen immer mehr in den Fokus der Erwerbstätigen und Wissenschaft gerückt, da berufsbedingte Erkrankungen wie Burnout oder chronische Rückenprobleme immer mehr zunehmen.

Welche gesundheitlichen Folgen kann Erwerbstätigkeit mit sich bringen? Beeinflusst Nacht- und Schichtarbeit die Entstehung von Tumoren bei den Arbeitenden?

Diese und weitere Fragen beantwortet der Humanmediziner und Gesundheitswissenschaftler Dr. Dr. med. Sandro Lorenz in seiner Arbeit. Dabei berücksichtigt er sowohl arbeitsmedizinische als auch gesundheitswissenschaftliche und epidemiologische Aspekte. Im Vordergrund steht das Risiko zur Entwicklung von Tumoren in der Nacht- und Schichtarbeit. Mit seiner Arbeit richtet sich der Autor nicht nur an medizinische Fachkräfte, sondern auch an andere interessierte Leser:innen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Ausgangslage

2. Ziele

3. Gliederung

II. Hintergrund

4. Schicht- und Nachtarbeit aus arbeitsorganisatorischer Sicht

5. Gesundheitliche Folgen der Schicht- und Nachtarbeit

5.1 Schlafstörungen

5.2 Kanzerogenität

III. Literaturstudie

6. Literaturrecherche

IV. Zusammenfassung

7. Diskussion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist die Bewertung aktueller wissenschaftlicher Evidenz aus den Jahren 2019 und 2020 bezüglich der gesundheitlichen Folgen von regelmäßiger Nacht- und Schichtarbeit als eigenständiger Risikofaktor für die Entstehung von Tumoren.

  • Analyse der Arbeitsorganisation und des Schichtbegriffs
  • Untersuchung der physiologischen Folgen und des Schichtarbeitersyndroms
  • Betrachtung von Krebstheorien im Kontext der Chronodisruption
  • Durchführung einer systematischen Literaturrecherche zu Krebserkrankungen
  • Diskussion der Kausalität und methodischer Einflussfaktoren wie dem Healthy-Worker-Effekt

Auszug aus dem Buch

5.2 Kanzerogenität

Die multimodalen physiologischen Folgen der Nacht- Schichtarbeit sind zu Anfang des Kapitels schon beschrieben worden und beruhen auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Die mögliche Folge der Karzinomentstehung, verursacht durch Nacht- und Schichtarbeit, ist bereits seit Oktober 2007 durch die International Agency for Research on Cancer, eine Unterorganisation der WHO, mit dem Evidenzgrad 2A belegt worden, die bedeutet „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ (IARC Monograph Working Group, 2007).

Auch eine Neuevaluation der Studien- und Datenlage durch ein multinationales 27-köpfiges Expertengremium der IARC bestätigte Anfang 2019 erneut die wahrscheinliche Erhöhung des Karzinomrisikos durch Schicht- und Nachtarbeit (IARC, 2019). Sowohl tierexperimentelle, aber auch großangelegte epidemiologische Studien haben eine Assoziation von Schicht- und Nachtarbeit mit malignen Tumoren des Darms, der Brust und der Prostata gezeigt (Rabstein et al., 2020, Leung et al., 2019, Labrèche et al., 2019). Da jedoch gerade bei Krebserkrankungen multifaktorielle Ursachen zu Grunde liegen, war eine wissenschaftlich eindeutige Kausalbeziehung nicht möglich, so dass der IARC-Evidenzgrad 2A nicht zu Evidenzgrad I erhöht werden konnte (Karl and Frederick, 2016).

Wissenschaftliche gesehen haben sich mehrere Erklärungsmodelle für die pathophysiologischen Vorgänge der Krebsentstehung durch Nacht- und Schichtarbeit etabliert. Die sogenannte Chronodisruption-Krebs-Theorie aus dem Jahre 2008 versucht eine in sich schlüssige und kausale Ursachen-Wirkungs-Kette bilden (Erren and Reiter, 2008, Straif et al., 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage der zunehmenden Nacht- und Schichtarbeit in modernen Gesellschaften sowie die daraus abgeleiteten Ziele und die Gliederung der Arbeit.

II. Hintergrund: Es werden arbeitsorganisatorische Definitionen von Schichtarbeit geklärt und die komplexen gesundheitlichen Auswirkungen, insbesondere Schlafstörungen und kanzerogene Risiken, theoretisch beleuchtet.

III. Literaturstudie: Hier erfolgt eine gezielte Literaturrecherche mittels PubMed, um die aktuelle Studienlage aus den Jahren 2019 und 2020 bezüglich der Zusammenhänge zwischen Schichtarbeit und Tumorrisiken zu evaluieren.

IV. Zusammenfassung: Dieses Kapitel diskutiert die Ergebnisse der Literaturrecherche im Hinblick auf ihre wissenschaftliche Validität und erörtert methodische Schwierigkeiten sowie die Kausalitätsthematik bei der Krebsentstehung.

Schlüsselwörter

Nachtarbeit, Schichtarbeit, Kanzerogenität, Chronodisruption, Schlafstörungen, Arbeitsmedizin, Tumorrisiko, IARC, Light-at-night-Theorie, Epidemiologie, Public Health, zirkadiane Rhythmik, Schichtarbeitersyndrom, Melatonin, Gesundheitsrisiken

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Studie untersucht die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zur Frage, ob regelmäßige Nacht- und Schichtarbeit ein eigenständiges kanzerogenes Risiko für Arbeitnehmer darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die arbeitsorganisatorischen Rahmenbedingungen von Schichtarbeit, die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus (insbesondere den Schlaf) und die statistische Auswertung aktueller Krebsforschungsstudien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine auf das Jahr 2020 bezogene Bewertung der wissenschaftlichen Beweislage, um zu klären, ob ein reales Krebsrisiko durch diese Arbeitsmodelle belegt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wurde eine systematische Literaturrecherche in der Datenbank PubMed durchgeführt, die sich auf einschlägige Fachpublikationen aus den Jahren 2019 und 2020 konzentriert.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Schichtsysteme und pathologische Mechanismen (wie die Chronodisruption) sowie eine evidenzbasierte Auswertung aktueller Studien zu verschiedenen Tumorentitäten.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kanzerogenität, Nachtarbeit, Chronodisruption, Schichtarbeitersyndrom und evidenzbasierte Medizin bestimmt.

Was ist der Kern der "Light-at-night-Theorie"?

Diese Theorie besagt, dass die Arbeit in den Nachtstunden die Melatoninproduktion durch Lichtexposition unterdrückt, was negative Auswirkungen auf den Tag-Nacht-Rhythmus und die Regulation physiologischer Prozesse hat.

Wie bewertet der Autor die Evidenz eines kausalen Zusammenhangs?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass zum aktuellen Zeitpunkt keine harte wissenschaftliche Evidenz für einen direkten Kausalzusammenhang vorliegt, da die multifaktoriellen Ursachen von Krebserkrankungen eine eindeutige Zuordnung erschweren.

Welchen Einfluss hat der sogenannte "Healthy-Worker-Effekt"?

Der Effekt beschreibt einen möglichen Bias in Studien, da die erwerbstätige Bevölkerung oft gesünder ist als der Bevölkerungsdurchschnitt, was statistische Ergebnisse verfälschen kann.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kanzerogenität von Schicht- und Nachtarbeit. Aktuelle Evidenz
Hochschule
Universität Osnabrück  (Public Health)
Note
1,0
Autor
Dr. med. Sandro Lorenz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V1322626
ISBN (PDF)
9783346808325
ISBN (Buch)
9783346808332
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schichtarbeit Nachtarbeit Kanzerogenität Chronobiologie Arbeitsmedizin Umweltmedizin Epidemiologie Heilberufe Sandro Lorenz Anästhesist Manager Gesundheitsökonom Gesundheitswissenschaftler Zirkadiane Rhythmik Melatonin Gesundheit Beruf Betriebsmedizin Arbeitsbedingungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. med. Sandro Lorenz (Autor:in), 2020, Kanzerogenität von Schicht- und Nachtarbeit. Aktuelle Evidenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1322626
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Leseprobe aus  26  Seiten
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