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Inklusion im Anfängerschwimmen. Unterrichtstunde zum Thema Gleiten in der Grundschule

Titel: Inklusion im Anfängerschwimmen. Unterrichtstunde zum Thema Gleiten in der Grundschule

Bachelorarbeit , 2020 , 49 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Annalena Fischer (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, aufbauend auf der theoriebasierten Grundlage des Inklusionsansatzes und des Schwimmens bei einer körperlichen Behinderung, die Herausforderungen eines inklusiven Unterrichts herauszuarbeiten und eine inklusive Unterrichtstunde zum Thema Gleiten im Rahmen des Anfängerschwimmens in der Grundschule zu entwickeln. Dabei bezieht sich die Unterrichtsplanung auf eine fiktive Klasse mit einem Schüler, der aufgrund von ICP einen sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich KM besitzt.

Das Inkrafttreten des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung im Jahr 2009 und der damit nach Art. 24 verbundene Rechtsanspruch für Menschen mit Behinderung auf eine inklusive Bildung führte für das deutsche Bildungssystem zu einer Vielzahl von Veränderungen und Problematiken, die bis heute anhalten. Der Kerngedanke der Inklusion, das gemeinsame Leben und Lernen von verschiedenen Menschen und die damit einhergehende veränderte Grundeinstellung, dass die Heterogenität unserer Gesellschaft als Normalität wahrgenommen und wertgeschätzt wird, beeinflusst die Anforderungen und Herausforderungen des Unterrichts. Der inklusive Ansatz bezieht sich auf sämtliche Heterogenität, wobei durch § 2 Abs. 5 des Schulgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen im Bildungssystem das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung hervorgehoben wird. In dieser Arbeit wird eine Reihe im inklusive Sportunterricht zum Thema "Gleiten " im Bereich Schwimmen herausgearbeitet und vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Inklusion

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Abgrenzung zur Integration, Exklusion und Segregation

2.3 Sportunterricht als Setting für Inklusion

3 Beeinträchtigungen

3.1 Behinderung und sonderpädagogischer Förderbedarf

3.2 Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

3.3 Infantile Zerebralparese

4 Bewegungsfeld Wasser

4.1 Besonderheiten des Bewegungsfeldes Wasser

4.2 Schwimmen mit einer körperlich-motorischen Beeinträchtigung

4.3 Ziele des Lehrplans

4.4 Didaktisches Modell des Anfängerschwimmens

4.5 10 Punkte-Programm nach Halliwick

5 Inklusiver Schwimmunterricht

5.1 Vorteile eines inklusiven Anfängerschwimmunterrichts

5.2 Didaktisch-methodische Gestaltung eines inklusiven Unterrichts

5.2.1 Aktivitätstypen

5.2.2 Lernsituationen

5.2.3 6+1 Modell eines adaptiven Sportunterrichts

5.2.4 Handlungsmodell inklusiver Sportunterricht

5.3 Probleme und Schwierigkeiten

6 Unterrichtsstunde zum Thema Gleiten

6.1 Allgemeine Überlegungen

6.2 Didaktische Überlegungen

6.3 Stundenverlaufsplan

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Herausforderungen eines inklusiven Sportunterrichts im Bewegungsraum Wasser zu analysieren und eine darauf basierende, inklusive Unterrichtsstunde zum Thema Gleiten für eine Grundschulklasse zu entwickeln, die einen Schüler mit durch ICP bedingtem sonderpädagogischem Förderbedarf umfasst.

  • Grundlagen der Inklusion und Abgrenzung zu verwandten Konzepten wie Integration.
  • Physikalische Besonderheiten des Bewegungsfeldes Wasser und deren Einfluss auf Kinder mit körperlich-motorischen Beeinträchtigungen.
  • Einsatz des 10 Punkte-Programms nach Halliwick und didaktische Modelle zur Gestaltung.
  • Konkrete Umsetzungsstrategien durch das 6+1 Modell sowie das Handlungsmodell inklusiver Sportunterricht.

Auszug aus dem Buch

Besonderheiten des Bewegungsfeldes Wasser

Aufgrund der Auftriebskraft erlebt man im Wasser das Gefühl von Schwerelosigkeit. „Nach dem archimedischen Prinzip verliert der Körper in einer Flüssigkeit so viel an Gewicht, wie die von ihm verdrängte Flüssigkeit wiegt“ (Wilke, 2007, S.36). Daher erfährt jeder ins Wasser eintauchende Körperteil einen Auftrieb, sodass ein Schweben an der Wasseroberfläche möglich ist. Durch den Auftrieb wird der Körper, vor allem die Gelenke, entlastet. Daneben spürt man im Wasser, insbesondere bei schnellen Bewegungen, einen enormen Widerstand. Der erhöhte Widerstand im Wasser sorgt dafür, dass schnelle Bewegungen gebremst werden, einen enormen Kraftaufwand erfordern und zu einer schnellen Ermüdung führen. Langsame Bewegungen hingegen sind ohne großen Kraftaufwand möglich. Das Erleben des Wechselspiels vom Auftrieb, der eine Erholung ermöglicht und des Widerstands, der eine erhöhte Anstrengung erfordert, stellt eine besondere Körpererfahrung dar.

Die im Vergleich zur Luft deutlich höhere Dichte des Wassers sorgt für einen hydrostatischen Druck. Dieser erschwert die Einatmung, sodass bereits bei geringen Tätigkeiten im Wasser die Atemmuskulatur gestärkt wird. Zudem wird durch den Wasserdruck der venöse Rückfluss des Blutes zum Herzen gefördert, was dazu führt, dass das Herz eine größere Menge an Blut in den Körper transportiert und die Pumpleistung des Herzens, über eine Vergrößerung des Schlagvolumens und Senkung der Herzfrequenz, erhöht wird. Somit stärkt der Aufenthalt im Wasser das Atemsystem und das Herz-Kreislauf-System. Neben den gesundheitlichen Beeinflussungen erfährt man im Wasser eine veränderte Wahrnehmung: das Sehen ist unschärfer, Geräusche können direkter und über eine größere Entfernung wahrgenommen werden und die taktile Wahrnehmung, wie Wärme und Kälte, ist viel direkter. (vgl. Rheker, 2011, S. 14-20, 58).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Inklusion im Bildungs- und Sportbereich ein und formuliert das Ziel der Arbeit, ein inklusives Unterrichtsmodell für das Anfängerschwimmen zu entwickeln.

2 Inklusion: Das Kapitel definiert den Begriff der Inklusion, grenzt ihn von Exklusion, Segregation und Integration ab und erörtert die besondere Eignung des Sportunterrichts für inklusive Lernprozesse.

3 Beeinträchtigungen: Es werden die Begriffe Behinderung und sonderpädagogischer Förderbedarf präzisiert, der Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung erläutert und das Krankheitsbild der Infantilen Zerebralparese (ICP) dargestellt.

4 Bewegungsfeld Wasser: Dieses Kapitel behandelt die physikalischen Eigenschaften des Wassers (Auftrieb, Widerstand, Druck), dessen gesundheitliche Bedeutung, die Lehrplanziele sowie didaktische Modelle wie das 10 Punkte-Programm nach Halliwick.

5 Inklusiver Schwimmunterricht: Es werden didaktisch-methodische Gestaltungsmöglichkeiten analysiert, insbesondere die Aktivitätstypen, Lernsituationen, das 6+1 Modell sowie das Handlungsmodell für inklusiven Sportunterricht, und aufkommende Schwierigkeiten diskutiert.

6 Unterrichtsstunde zum Thema Gleiten: Basierend auf einer fiktiven Klasse wird eine konkrete Unterrichtsstunde zum Thema Gleiten geplant, einschließlich didaktischer Überlegungen und eines detaillierten Stundenverlaufsplans.

7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Planung und positiven Haltung der Lehrkraft für einen erfolgreichen inklusiven Schwimmunterricht.

Schlüsselwörter

Inklusion, Anfängerschwimmen, Grundschule, körperliche Behinderung, Infantile Zerebralparese, Halliwick-Methode, Bewegungsfeld Wasser, Sportunterricht, Körperlich-motorische Entwicklung, sonderpädagogischer Förderbedarf, Gleiten, Unterrichtsplanung, didaktisches Modell, soziale Teilhabe, Barrierefreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den didaktischen und organisatorischen Möglichkeiten und Herausforderungen, Kinder mit körperlich-motorischen Beeinträchtigungen, speziell bei Infantiler Zerebralparese, inklusiv im Anfängerschwimmen an Grundschulen zu unterrichten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Inklusion, die spezifischen Anforderungen des Bewegungsraums Wasser, die behinderungsspezifischen Aspekte von ICP sowie die methodische Planung inklusiven Unterrichts.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Das Ziel besteht darin, eine theoretisch fundierte Unterrichtsstunde zum Thema Gleiten für eine inklusive Lerngruppe zu entwickeln, wobei der Fokus auf einem Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich körperliche und motorische Entwicklung liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und überträgt diese Erkenntnisse auf ein fiktives Fallbeispiel, um einen praktischen Stundenverlaufsplan zu erstellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Inklusion und Beeinträchtigungen, die Analyse der physikalischen Gegebenheiten des Wassers, didaktische Modelle der Schwimmdidaktik und des inklusiven Unterrichts sowie die praktische Stundenplanung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die in der Arbeit behandelte Thematik?

Wichtige Schlagworte sind Inklusion im Schwimmunterricht, körperlich-motorische Entwicklung (KM), Infantile Zerebralparese (ICP), Halliwick-Methode, Bewegung im Wasser und Unterrichtsgestaltung.

Warum wird im Kontext der Arbeit ein besonderer Fokus auf die Halliwick-Methode gelegt?

Die Halliwick-Methode ergänzt die fachdidaktischen Modelle, da sie den Verzicht auf Auftriebshilfen propagiert und sich besonders auf die motorischen und gleichgewichtstechnischen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen beim Erlernen des Schwimmens konzentriert.

Welche Herausforderungen bei der Umsetzung der Inklusion im Schwimmunterricht werden explizit genannt?

Die Arbeit benennt Hürden wie die mangelnde Qualifikation der Sportlehrkräfte bzgl. spezifischer Beeinträchtigungen, die notwendige Barrierefreiheit (z.B. Pool-Lifter), erhöhten personellen Aufwand bei der Pflege sowie die Komplexität bei Umkleideprozessen.

Wie geht die Unterrichtsplanung mit dem inklusiven Aspekt konkret um?

Die Planung nutzt offene Aufgabenstellungen und kooperative Lernformen, um allen Kindern, unabhängig von ihren Voraussetzungen, eine gleichberechtigte Teilhabe und individuelle Lernwege im Wasser zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inklusion im Anfängerschwimmen. Unterrichtstunde zum Thema Gleiten in der Grundschule
Hochschule
Universität Münster
Note
1,0
Autor
Annalena Fischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
49
Katalognummer
V1323061
ISBN (PDF)
9783346807397
ISBN (Buch)
9783346807403
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Anfängerschwimmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annalena Fischer (Autor:in), 2020, Inklusion im Anfängerschwimmen. Unterrichtstunde zum Thema Gleiten in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1323061
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Leseprobe aus  49  Seiten
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