Die Stunde thematisiert die Machtergreifung Adolf Hitlers unter Bewertung der Legalität des Vorgangs anhand verschiedener Zeitzeugen oder Historikerperspektiven. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass der Vorgang der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler unterschiedlich bewertet wird und die Beantwortung der Frage nach den Umständen und der Legalität dieses Vorgangs perspektivenabhängig ist.
Inhalt: Kompletter Unterrichtsentwurf (Reihenplan, Lernziele, Verlaufsplan, Material mit Arbeitsaufträgen)
Inhaltsverzeichnis
1. Schematischer Überblick über die Unterrichtsreihe
2. Lernziele
3. Geplanter Unterrichtsverlauf
4. Mögliche Sicherung
5. Anhang
Zielsetzung & Themen
Ziel dieses Unterrichtsentwurfs ist es, den Schülern ein differenziertes Verständnis für das Ende der Weimarer Republik zu vermitteln, insbesondere durch die kritische Auseinandersetzung mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, inwieweit dieser Vorgang trotz seiner formalen Legalität als Machtübertragung oder Machtergreifung zu bewerten ist und welche Rolle die zeitgenössischen Akteure dabei spielten.
- Analyse der historischen Bedingungsfaktoren zum Ende der Weimarer Republik
- Differenzierung der Begriffe Machtergreifung und Machtübertragung
- Bewertung historischer Ereignisse mittels Quellenkritik
- Reflexion der Rolle der Weimarer Verfassung und ihrer Akteure
- Interpretation von Bild- und Textquellen zur nationalsozialistischen Strategie
Auszug aus dem Buch
M5 (optional) :
„Die nationalsozialistische Bewegung wird in diesem Staat mit den verfassungsmäßigen Mitteln das Ziel zu erreichen suchen. Die Verfassung schreibt uns nur die Methoden vor, nicht das Ziel.“
(Quelle: Adolf Hitler am 25. September 1930 vor dem Reichsgericht in Leipzig, in: Paul Bruppacher (2008): Adolf Hitler und die Geschichte der NSDAP, S. 197).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Schematischer Überblick über die Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel gibt einen chronologischen Einblick in die thematischen Schwerpunkte der Unterrichtseinheit zur Weimarer Republik von September bis Oktober 2012.
2. Lernziele: Hier werden die kognitiven und methodischen Kompetenzen definiert, die die Schüler im Laufe der Unterrichtseinheit erwerben sollen, darunter Sach-, Deutungs- und Reflexionskompetenz.
3. Geplanter Unterrichtsverlauf: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte didaktische Strukturierung der Unterrichtsstunde mit Zeitplan, Phasenübergängen, Sozialformen und Lernzielen.
4. Mögliche Sicherung: Dieses Kapitel fasst die unterschiedlichen geschichtswissenschaftlichen Perspektiven von Stresemann, Hoegner und Bracher auf die Ereignisse rund um den 30. Januar 1933 zusammen.
5. Anhang: Der Anhang versammelt die verwendeten Quellmaterialien und Arbeitsaufträge, die für die Erarbeitung der Lerninhalte essenziell sind.
Schlüsselwörter
Weimarer Republik, Hitler, Reichskanzler, Nationalsozialismus, Machtergreifung, Machtübertragung, Weimarer Verfassung, Hindenburg, Quellenkritik, Geschichtsunterricht, Legalität, Parlamentarismus, 30. Januar 1933, Demokratie, Regierungswechsel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf primär?
Der Entwurf beschäftigt sich mit der historischen Einordnung der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 und der Frage, wie dieses Ereignis im Kontext der Weimarer Verfassung zu bewerten ist.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Unterrichtsreihe beleuchtet den schwierigen Weg zur parlamentarischen Republik, die strukturellen Schwächen der Weimarer Verfassung, das Scheitern der Demokratie und die bewusste Ausnutzung legaler Instrumente durch die Nationalsozialisten.
Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?
Die zentrale Frage lautet: „30.01.1933 – Hitler wird Reichskanzler – Ein legaler Vorgang?“ Dabei sollen die Schüler die Diskrepanz zwischen formeller Legalität und politischem Charakter des Ereignisses ergründen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Der Schwerpunkt liegt auf der quellenorientierten Analyse, insbesondere der Arbeit mit Karikaturen, zeitgenössischen Berichten, Erinnerungstexten und verfassungshistorischen Dokumenten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erarbeitung verschiedener Expertenpositionen (Stresemann, Hoegner, Bracher), die Präsentation dieser Ergebnisse und eine abschließende Beurteilung durch die Schüler.
Welche Schlagworte charakterisieren das Material?
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie „Machtergreifung vs. Machtübertragung“, „formale Legalität“, „Verfassungskrise“ und „historische Urteilskompetenz“ definieren.
Welche Rolle spielt die Quelle von Karl Dietrich Bracher in diesem Entwurf?
Brachers Analyse dient dazu, den Schülern den Unterschied zwischen dem formal korrekten Ablauf der Ernennung und dem inneren, verfassungsfeindlichen Ziel Hitlers aufzuzeigen.
Warum wird im Entwurf zwischen "Machtergreifung" und "Machtübertragung" unterschieden?
Diese Unterscheidung ist zentral, um zu verdeutlichen, ob Hitler die Macht gegen den Staat erzwang oder ob ihm diese durch die Entscheidungsträger (Hindenburg) innerhalb des verfassungsrechtlichen Rahmens übergeben wurde.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Richter (Autor:in), 2020, Die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler als Thema im Geschichtsunterricht (9. Klasse Gymnasium), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1323236