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Die „Officia Oratoris“. Beschreibung und Bewertung der fünf Produktionsschritte einer Rede

Titel: Die „Officia Oratoris“. Beschreibung und Bewertung der fünf Produktionsschritte einer Rede

Hausarbeit , 2021 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Johanna Pöhland (Autor:in)

Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die "officia oratoris" bildet das wichtigste Strukturprinzip der Rede. Sie umfasst fünf Produktionsstadien (auch „Pflichten des Redners“ genannt), die es bei der Konzeption und Gestaltung einer Rede zu beachten gilt. Aufgrund ihrer Systematik ist sie auf alle Redetypen wie die Gerichts-, Überzeugungs- oder Festrede anwendbar. Die vorliegende Arbeit beschreibt die Elemente der "officia oratoris" und bewertet die Schritte hinsichtlich ihrer Wichtigkeit. Der folgende Abschnitt gibt zunächst einen Überblick über die fünf Arbeitsschritte, die eine Rede impliziert. Darauffolgend werden die Schritte detailliert vorgestellt. An erster Stelle steht die Sammlung des Inhalts (inventio). Diese umfasst zwei Aspekte: das Frageschema der Statuslehre sowie die Überzeugungsmittel ethos, pathos, logos und darüber hinaus die Topik. Der zweite Schritt ist die Gliederung und der Aufbau der Rede. Die dispositio wird im Vierklang vorgestellt. Die sprachliche Gestaltung des Textes (elocutio) enthält die Tugenden sprachlicher Schmuck, Sprachrichtigkeit, Klarheit und geht Angemessenheit. Darauf folgend das Einprägen der Rede (memoria), welche mit dem Vortrag (actio) abschließt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fünf Produktionsstadien einer Rede – ein Überblick

3.1 Stoffsammlung (inventio)

3.1.1 W-Fragen und Statuslehre

3.1.2 Überzeugungsmittel des Redners

3.2 Gliederung und Aufbau der Rede (dispositio)

3.2 Sprachliche Gestaltung (elocutio)

3.3 Einprägen der Rede (memoria)

3.4 Vortrag (actio)

3. Gewichtung der Produktionsstadien

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die antiken "officia oratoris", die fünf grundlegenden Produktionsstadien einer Rede, mit dem Ziel, deren einzelnen Elemente zu beschreiben und ihre Relevanz für eine wirkungsvolle Rhetorik zu bewerten.

  • Systematik der fünf Produktionsstadien (officia oratoris)
  • Methoden der Stoffsammlung und Argumentationsstruktur
  • Einsatz von Überzeugungsmitteln wie ethos, pathos und logos
  • Bedeutung von sprachlicher Gestaltung und Vortragspraxis
  • Kritische Gewichtung der Redeschritte für den heutigen Gebrauch

Auszug aus dem Buch

3.4 Vortrag (actio)

Die fünfte Pflicht des Redners ist die actio. Diese „bezeichnet die gesamte rednerische Praxis vom wirkungsvollen Vortrag mit der Stimme bis zu Mimik, Gestik, der Haltung und Bewegung des Körpers, bis hin zu Inszenierung des rednerischen Auftritts durch Begleitung wirkungsvoller Raum-, Bild-, Ton-Arrangements.“ (Ueding / Steinbrink, 2011, S. 236)

Die actio unterstreicht und verdeutlich in erster Linie den Inhalt der Rede. Zusätzlich ist es ihr Zweck, durch die richtige Körpersprache und Stimmführung die Glaubwürdigkeit des Redners zu stärken. Der stimmliche Vortrag kann hinsichtlich seiner Festigkeit, Geschmeidigkeit, Lautstärke, Modulation und Rhythmus unterschieden werden (vgl. ebd.). Ebenso wichtig ist der körperliche Ausdruck. Denn unwillkürliche Bewegungen, wie zum Beispiel das ständige Hochziehen der Schultern, kann vom Publikum falsch ausgelegt werden. Quintilian hat zum körperlichen Ausdruck eine detaillierte Lehre entwickelt, in der er jede Haltung und Bewegung sorgfältig erfasst und hinsichtlich ihrer Wirkung überprüft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert den Stellenwert der Rhetorik und führt in das Strukturprinzip der fünf Produktionsstadien (officia oratoris) ein.

2. Fünf Produktionsstadien einer Rede – ein Überblick: Die fünf Phasen von der Stoffsammlung bis zum Vortrag werden in ihrer Gesamtheit und als zwei inhaltliche Teilbereiche dargestellt.

3.1 Stoffsammlung (inventio): Das Kapitel behandelt die Methoden zur Themenfindung, das W-Fragen-Schema, die Statuslehre sowie die klassischen Überzeugungsmittel.

3.2 Gliederung und Aufbau der Rede (dispositio): Hier wird dargelegt, wie Argumente sinnvoll angeordnet werden, um eine in sich geschlossene Redestruktur zu erzeugen.

3.2 Sprachliche Gestaltung (elocutio): Dieses Kapitel widmet sich der sprachlichen Ausformung der Inhalte unter Berücksichtigung rhetorischer Tugenden wie Klarheit und Schmuck.

3.3 Einprägen der Rede (memoria): Es wird die Kunst des Auswendiglernens mittels Mnemotechniken und Bildsprache zur Unterstützung eines freien Vortrags erläutert.

3.4 Vortrag (actio): Der Fokus liegt auf der physischen und stimmlichen Präsentation, die entscheidend zur Glaubwürdigkeit des Redners beiträgt.

3. Gewichtung der Produktionsstadien: Eine subjektive Bewertung der Arbeit, in der die Phasen nach ihrer Wichtigkeit für den Gesamterfolg einer Rede gerankt werden.

4. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, welche Phasen für den Redeerfolg maßgeblich sind und betont die anhaltende Bedeutung der antiken Rhetorik.

Schlüsselwörter

Rhetorik, officia oratoris, inventio, dispositio, elocutio, memoria, actio, Überzeugungsmittel, Aristoteles, Redekunst, Argumentation, Statuslehre, Mnemotechnik, Vortragstechnik, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den antiken Grundlagen der Rhetorik, den sogenannten "officia oratoris", und deren Anwendung bei der Konzeption und Gestaltung von Reden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die fünf Produktionsstadien: Stoffsammlung, Gliederung, sprachliche Gestaltung, Einprägen und der tatsächliche Vortrag (actio).

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, die systematischen Schritte einer Rede zu beschreiben und diese hinsichtlich ihrer Bedeutung für den Erfolg einer wirkungsvollen Rede kritisch zu gewichten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse der rhetorischen Fachliteratur, wobei der Autor zusätzlich eine eigene Gewichtung auf Basis der dargestellten Theorien vornimmt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die fünf Arbeitsschritte detailliert erläutert: von der Inventio und Dispositio bis hin zur sprachlichen Ausformung (Elocutio), dem Memorieren und der aktiven Vortragsgestaltung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika bilden die Begriffe Rhetorik, Überzeugungsmittel, Redestruktur, Argumentationsführung und die antike Pflichtenlehre des Redners.

Warum ordnet der Autor die 'actio' als wichtigstes Stadium ein?

Der Autor argumentiert, dass selbst inhaltlich perfekte Reden scheitern, wenn der Vortragende unsicher oder monoton auftritt, da die nonverbale Kommunikation über die Glaubwürdigkeit entscheidet.

Wie bewertet der Autor die Bedeutung der 'memoria' für heutige Redner?

Die memoria wird als am ehesten verzichtbar eingestuft, da in der modernen politischen Praxis häufig Reden abgelesen werden, obgleich dies die Aufmerksamkeit des Publikums negativ beeinflussen kann.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die „Officia Oratoris“. Beschreibung und Bewertung der fünf Produktionsschritte einer Rede
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
1,0
Autor
Johanna Pöhland (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1323613
ISBN (PDF)
9783346808462
ISBN (Buch)
9783346808479
Sprache
Deutsch
Schlagworte
officia oratoris beschreibung bewertung produktionsschritte rede
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Pöhland (Autor:in), 2021, Die „Officia Oratoris“. Beschreibung und Bewertung der fünf Produktionsschritte einer Rede, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1323613
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Leseprobe aus  14  Seiten
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