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Felicitas Hoppe. Autofiktion im Roman "Hoppe"

Titel: Felicitas Hoppe. Autofiktion im Roman "Hoppe"

Hausarbeit , 2021 , 13 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Hoppes Autobiografie 'Hoppe' ist ein zwischen Fiktionalität und Authentizität angelegter komplexer Text, den sie selbst als „Traumbiographie“ auslegt. In diesem treibt sie ein perfektioniertes Spiel der Verwirrung in Form einer Autobiografie. Sie agiert gleichzeitig als Biografin, Erzählerin und philologische Chronistin, unter dem Namen Felicitas Hoppe, die sich meist im Hintergrund hält und nur für ergänzende Zitate oder für Zusatzinformationen zum Vorschein tritt.

Heutzutage ist autobiographisches Schreiben weniger objektiv, authentisch und genregebundener und mehr fiktional.
Im Fall Felicitas´Hoppe wird es deutlich, dass Begriffe wie Autorenschaft, Fiktion und Wirklichkeit, sowie Autorinstanz wieder in den literaturwissenschaftlichen Fokus rücken. Ihr ständiger Kontinuitätsbruch zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Aspekten und autointertextuellen Verknüpfungen rückt außerdem den autofiktiven Zusammenhang in den Vordergrund.

Hoppes postmodernen, fantasievollen Prosatexte sind geprägt von Grundfragen, die in ihren Erzählungen die Grenzen der Wahrheit und Fiktion, sowie Selbsterkenntnis und Rollenspiel aufreißen und alles auf die Frage: Wer bin ich? hinauslaufen lassen.
Mit genau dieser Frage, die sogleich die Frage nach der Instanz beinhaltet, beschäftigt sich diese Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Felicitas Hoppe wer ist das?

2. Hoppe erfindet Hoppe erfindet Hoppe – Autofiktion?

3. Identität, Autofiktion und Auto(r)biographie

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das autobiographische Schreiben sowie die Autofiktion im Roman „Hoppe“ von Felicitas Hoppe. Das primäre Ziel ist die Annäherung an die literarische Denkweise der Autorin sowie die Klärung der Forschungsfrage, wie die Grenzen von Wahrheit, Fiktion und Autorinstanz im Werk konstruiert werden.

  • Analyse der Autofiktion und Selbstreferentialität im Roman „Hoppe“.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Fiktionalität und Authentizität.
  • Dekonstruktion von Autorenschaft, Erzählinstanz und Identität.
  • Vergleich der Erzählweisen im Roman mit der Heidelberger Poetikvorlesung.

Auszug aus dem Buch

Identität, Autofiktion und Auto(r)biographie

So schließt der Text Hoppes gleichnamigen Romans ab. Schon hier ist unbestimmt, ob es sich um eine Handlung ihres Romans dreht oder gar die Protagonistin – also Hoppe selbst, gemeint ist. Allein dieser Satz irritiert auf mehrfache Weise. Durch die Andeutung, dass es eine Fortsetzung geben könne, wird dem Ganzen das originelle, einzigartige genommen. Wird der vorhergehende Satz „Aber erst, wenn er sich ein Glas Whiskey einschenke, sei der Spuk vorbei“ hinzugenommen, wird das Wortspiel der Legende abermals durch das Einfließen des Wortes ,Alkohol‘ komprimiert. Schon hier wird deutlich: Hoppe ist ironisch, wenn nicht sogar parodistisch oder poetologisch. Auch wenn Hoppe sich selbst nicht als postmoderne Schriftstellerin versteht, so weisen ihre Texte, ihr Stil durchaus einige stilistische Merkmale von postmoderner Literatur auf. Allem vorweg ihre ironischen, parodistischen, poetologischen Passagen, gefolgt von Mehrfachkodierung, Intertextualität und Autoreflexivität.

So weisen die Texte Hoppes autoreflexiv angelegte Elemente auf und reflektieren dabei oftmals auf ironische, gar parodistische Weise den aktuellen oder vergänglichen Literaturbetrieb oder die Literatur selbst. Des Weiteren verweisen Hoppes Texte auf spielerische Weise immer wieder aufeinander oder spielen mit den Genrezuweisungen von Märchen über mittelalterlichen Nacherzählungen, Auto(r)biographien über die Literaturkritik hin zum Reisediskurs. Kreuzer merkt hierzu an, dass Hoppes fiktionale Texte damit faszinieren, irritieren, gar fordern, indem sie mit überraschenden, postmodern spielerischen, historisierenden und auch märchenhaften Erzählweisen spielen. Für Hoppe selbst ist Literatur genau das, ein „Zwischenraum zwischen Wunsch und Wirklichkeit.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Felicitas Hoppe wer ist das?: Das Kapitel führt in die Thematik der Autofiktion bei Felicitas Hoppe ein und stellt die Forschungsfrage nach den Grenzen zwischen Wahrheit, Fiktion und der Autorinstanz.

Hoppe erfindet Hoppe erfindet Hoppe – Autofiktion?: Hier wird untersucht, wie Hoppe durch eine „Traumbiographie“ Gattungsgrenzen überschreitet und Selbsterfindung als Mittel der literarischen Gestaltung nutzt.

Identität, Autofiktion und Auto(r)biographie: Dieses Kapitel analysiert das Rollenspiel und die autoreflexiven Elemente im Roman, die Hoppes Identität als Autorin und Figur verschleiern und befragen.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Hoppe als „Meisterin der Selbstinszenierung“ keine authentische Lebensgeschichte, sondern eine komplexe autofiktionale Erzählung jenseits traditioneller Kategorien geschaffen hat.

Schlüsselwörter

Autofiktion, Felicitas Hoppe, Selbsterfindung, Autobiographie, Fiktionalität, Identität, Postmoderne, Intertextualität, Autorinstanz, Rollenspiel, Literaturwissenschaft, Metafiktion, Traumbiographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Roman „Hoppe“ von Felicitas Hoppe und untersucht, wie die Autorin ihr eigenes Leben und ihre Identität in autofiktionaler Weise neu erfindet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Spiel mit Identität, die Auflösung von Gattungsgrenzen zwischen Biographie und Fiktion sowie die Rolle der Autorinstanz.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, eine Annäherung an Hoppes literarische Denkweise zu wagen und zu klären, warum ihr Schreiben als autofiktional zu klassifizieren ist.

Welche methodischen Ansätze werden angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse des Romans im Kontext von Hoppes Poetikvorlesungen sowie auf die Einbeziehung theoretischer Diskurse zur Autofiktion.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse von Hoppes „Traumbiographie“, ihr spezifisches Rollenspiel als Autorin und Figur sowie die Einordnung des Werks in die Literaturwissenschaft.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am treffendsten?

Die Arbeit ist besonders durch Begriffe wie Autofiktion, Selbsterfindung, ironische Distanz und das Aufbrechen von Wahrheitsansprüchen geprägt.

Wie geht die Autorin mit dem Konzept der „Wahrheit“ in ihren Texten um?

Hoppe ersetzt das Konzept der faktischen Wahrheit durch das Ideal der „ehrlichen Erfindung“, wobei sie Fakten und Wünsche zu einer unzertrennlichen Einheit verschmilzt.

Welche Bedeutung kommt der „Hoppe-Stimme“ im Roman zu?

Die „Hoppe-Stimme“ fungiert als eine überlagerte Erzählinstanz, die zwischen der empirischen Autorin, der Historikerin und der fiktionalen Figur vermittelt und so die Identitätsfrage weiter verkompliziert.

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Details

Titel
Felicitas Hoppe. Autofiktion im Roman "Hoppe"
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Veranstaltung
Paratexte: Die Poetikvorlesung
Note
1.3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
13
Katalognummer
V1324544
ISBN (PDF)
9783346808790
ISBN (Buch)
9783346808806
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hoppe Fiktion Fakt Autobiographie Autofiktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Felicitas Hoppe. Autofiktion im Roman "Hoppe", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1324544
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Leseprobe aus  13  Seiten
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