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Kelten und Nicht Kelten in Britannien und Irland. Eine demographische und sprachwissenschaftliche Untersuchung anhand ptolemäischer Orts- und Stammesnamen

Titel: Kelten und Nicht Kelten in Britannien und Irland. Eine demographische und sprachwissenschaftliche Untersuchung anhand ptolemäischer Orts- und Stammesnamen

Akademische Arbeit , 2023 , 11 Seiten

Autor:in: Prof. Dr. George Broderick (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was für Menschen übrigens Britannien zuerst bewohnten, Eingeborene oder Zugewanderte, darüber ist nur wenig bekannt, wie bei Barbaren stets. Die Beschaffenheit ihrer Körper ist unterschiedlich, und daraus sind Schlüsse möglich. Denn das rötliche Haar, die gewaltigen Glieder der Bewohner Caledoniens sprechen für germanische Abkunft; der Silures dunkle Gesichter, ihr meist krauses Haar und das ihnen gegenüberliegende Hispanien machen es glaubhaft, dass die alten Hiberer herübergekommen sind und diese Gebiete besetzt haben. Die den Galliern zunächst Wohnenden sind ihnen auch ähnlich - sei es, dass die Kraft des Ursprungs noch dauert, sei es, dass der gleiche Himmelstrich den Körpern, auch wenn sich die Länder nach verschiedener Richtung erstrecken, das gleiche Aussehen verlieh. Doch ist es aufs ganze gesehen glaublich, dass Gallier die nahe Insel besetzt haben: Ihre heiligen Bräuche kann man in der Überzeugung des gleichen Aberglaubens wieder-finden; die Sprache ist nicht wesentlich verschieden.

Selbst in der Antike war die Differenzierungen unter den verschiedenen Stämmen in Britannien zumindest wohlbekannt. Tacitus bestätigt die Aussage Caesars, dass die Stämme in Südbritannien den Galliern ähneln. In dieser Untersuchung versuchen wir genaue Details über diese Differenzierungen anhand von hauptsächlich ptolemäischen Orts- und Stammesnamen herauszukitzeln und dabei festzulegen, wie die demographische und dabei auch die sprachwissenschaftliche Landschaft Britanniens und Irlands in der Antike ausgesehen hat.

Unter den Autoren der Antike, die über Britannien und/oder Irland berichtet haben und für unsren Zweck heute relevant sein könnten, kommen Caesar und Tacitus in Frage. In seinem Bericht deutet Caesar darauf hin, dass es zur Zeit des gallischen Krieges in Britannien verschiedene Stämme unterschiedlicher Herkunft gab.

Im Innern Britanniens leben Menschen, die behaupten, sie seien nach der Überlieferung der Insel selbst entsprossen. An der Küste leben die Stämme, die von Belgien herüberkamen, um Krieg zu führen und Beute zu machen. Sie tragen fast alle noch die Namen der Stämme, denen sie angehörten, als sie nach Britannien gelangten. Nach ihren Kriegszügen blieben sie dort und begannen, das Land zu bebauen.

Tacitus wiederum in seiner Monographie über seinen Onkel Cnaeus Iulius Agricola berichtet über die körperlichen Eigenschaften verschiedener Bevölkerungsgruppen in Britannien und die Ähnlichkeiten in Sitten und Sprache zwischen den gegenüber von Gallien wohnenden britischen Stämmen und den Galliern selbst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. IRLAND

1.1. Ptolemäische Namen im und um Irland herum:

1.2. Namenkategorisierung

2. WALES

2.1. Ptolemäische Namen um oder in der Nähe von Wales:

2.2. Namenkategorisierung

3. ENGLAND

3.1. Ptolemäische Namen im heutigen England

3.2. Namenkategorisierung:

3.3. Ohne die griechisch- / lateinischen Namen

4. SCHOTTLAND

4.1. Ptolemäische Namen im heutigen Schottland

4.2. Namenkategorisierung:

4.3. Ohne griechisch- bzw. lateinische Namen:

4.4. Ptolemäische Flussnamen (und von Flussnamen entstandene Siedlungsnamen)

4.5. Namenkategorisierung im Nordostschottland: Küste vom Naver zum Forth:

5. NICHT-INDOGERMANISCH IN IRLAND?

6. ZUSAMMENFASSUNG

6.1. Ptolemäische Orts- und Stammesnamen

6.2. Nicht-Indogermanisch in Irland

6.3. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die demografische und sprachwissenschaftliche Landschaft Britanniens und Irlands in der Antike, basierend auf den von Ptolemaios überlieferten Orts- und Stammesnamen, um den Grad der keltischen Durchdringung sowie die mögliche Existenz prä-keltischer bzw. nicht-indogermanischer Sprachreste zu bestimmen.

  • Analyse ptolemäischer Namenslisten für Irland, Wales, England und Schottland.
  • Kategorisierung antiker Orts-, Stammes- und Flussnamen nach ihrer sprachlichen Herkunft.
  • Untersuchung der keltischen Besiedlungsgeschichte und sprachlichen Identität.
  • Nachweis von Hinweisen auf nicht-indogermanische Sprachsubstrate.
  • Kritische Würdigung der Überlieferung und vergleichende Einordnung in den archäologischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

1. IRLAND

In ihrer Einschätzung über die in Ptolemaios Geographia (ca. 125-150 n.Chr.) für Irland erwähnten Orts- und Stammesnamen – wenn ich alles richtig interpretiert habe - versucht Patrizia de Bernardo-Stempel (2000: 96-112, 2005: 95-104 und 2007: 137-163), die Keltizität oder anders dieser vorgegebenen achtundvierzig Namen zu bestimmen. Wenn alles stimmt, weisen die eingeschätzten Namen die folgende Klassifizierung auf:

1. Stammesnamen: keltisch 15, nicht-keltisch / unbekannt 1. Insgesamt 16. 2. Siedlungsnamen: keltisch 6, nicht-keltisch / unbekannt 2. Insgesamt 8. 3. Flussnamen: kelt. 9, alteurop. 4, nicht-kelt. /unbekannt 2. Insgesamt 15. 4. Vorgebirgenamen: kelt. 2, griech. 3, nicht-kelt. / unbek. 1. Insgesamt 6. 5. Inselnamen: keltisch 2. Insgesamt 2. 6. Meeresnamen: keltisch 1. Insgesamt 1. Insgesamt 48.

Zusammenfassung der Kapitel

1. IRLAND: Das Kapitel kategorisiert die bei Ptolemaios erwähnten Orts- und Stammesnamen Irlands und untersucht deren Grad an Keltizität.

2. WALES: Hier werden zwanzig ptolemäische Namen für den walisischen Raum analysiert und nach ihrer sprachlichen Herkunft klassifiziert.

3. ENGLAND: Die Untersuchung der ptolemäischen Namen im heutigen England erstreckt sich auf achtundachtzig Belege und deren sprachliche Differenzierung.

4. SCHOTTLAND: Dieses Kapitel wertet zweiundsechzig ptolemäische Namen aus Nordbritannien aus und beleuchtet die keltischen sowie nicht-keltischen Anteile.

5. NICHT-INDOGERMANISCH IN IRLAND?: Der Autor diskutiert die mögliche Existenz einer prä-indogermanischen Sprache in Irland anhand von Belegen für Begriffe mit unklarer Etymologie.

6. ZUSAMMENFASSUNG: Die Ergebnisse aus allen Regionen werden synthetisiert, um die Besiedlungsdynamik und die sprachliche Situation vor der Jahrtausendwende zu resümieren.

Schlüsselwörter

Ptolemaios, Geographia, Keltologie, Toponymie, Onomastik, Sprachkontakt, Britannien, Irland, Indogermanistik, Ethnolinguistik, Namensforschung, Siedlungsgeschichte, Stammesnamen, Altirisch, Sprachstratigraphie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sprachliche Identität der britischen Inseln in der Antike auf Basis der ptolemäischen Geographie.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen Orts-, Fluss- und Stammesnamen, deren Herkunft sowie der Nachweis keltischer und möglicherweise vor-keltischer Sprachschichten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Kartierung der demografischen und sprachlichen Landschaft anhand antiker Namensüberlieferungen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet eine philologische und namenkundliche (onomastische) Analyse der bei Ptolemaios gelisteten Begriffe.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich geografisch in die Analyse von Irland, Wales, England und Schottland sowie eine Diskussion über nicht-indogermanische Sprachelemente.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Keltologie, Toponymie, Ptolomäus, Namensforschung und historische Sprachwissenschaft.

Wie sicher ist die Identifikation der Namen als "keltisch"?

Die Sicherheit der Klassifizierung variiert stark je nach Region, wobei Irland hohe Prozentzahlen zeigt, während andere Regionen komplexere Mischungen aufweisen.

Welche Bedeutung misst der Autor dem indogermanischen Hintergrund bei?

Er hinterfragt kritisch, ob neben dem keltischen Einfluss ältere, nicht-indogermanische Sprachsubstrate bis in die Antike überdauerten.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kelten und Nicht Kelten in Britannien und Irland. Eine demographische und sprachwissenschaftliche Untersuchung anhand ptolemäischer Orts- und Stammesnamen
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Seminar für Klassische Philologie)
Veranstaltung
Keltologie I & II
Autor
Prof. Dr. George Broderick (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
11
Katalognummer
V1326742
ISBN (PDF)
9783346823342
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kelten nicht britannien irland eine untersuchung orts- stammesnamen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Prof. Dr. George Broderick (Autor:in), 2023, Kelten und Nicht Kelten in Britannien und Irland. Eine demographische und sprachwissenschaftliche Untersuchung anhand ptolemäischer Orts- und Stammesnamen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1326742
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Leseprobe aus  11  Seiten
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