Internationale Medienwirtschaft. Ein Vergleich zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschen Mediensystem


Hausarbeit, 2009
17 Seiten, Note: sehr gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Weg zum Mediensystem
2.1.Definition und Bedeutung von Massenmedien
2.2.Dimension: Mediensystem
2.3.Vergleichsmuster des Mediensystems

3.Vergleich des us-amerikanischen Mediensystems und dem der BRD
3.1.Bestandteile des Mediensystems
3.1.1.Print
3.1.1.1.us-amerikanische Perspektive
3.1.1.2.deutsche Perspektive
3.1.2.Rundfunk
3.1.2.1.us-amerikanische Perspektive
3.1.2.2.deutsche Perspektive
3.1.3.Online
3.1.3.1.us-amerikanische Perspektive
3.1.3.2.deutsche Perspektive
3.2.Prägende Faktoren der Mediensysteme
3.2.1.Recht
3.2.2.Geografie
3.2.3.Sprachkultur
3.2.4.politische und wirtschaftliches System
3.2.5.gegeben Medientechnologie

4. Fazit

V Anhang
5.1. Abbildungsverzeichnis
5.2. Literaturverzeichnis
5.3. Quellenverzeichnis

1. EINLEITUNG

Diese Projektarbeit im Fach Internationale Medienwirtschaft verdeutlicht die Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten des deutschen Mediensystems und dem der USA. Um den Vergleich zwischen den Ländern für den Leser nachvollziehbar zu machen beschäftigt sich der erste Teil der Arbeit mit der Begriffsherkunft sowie der heutigen Bedeutung der Medien in einer herangewachsenen Informationsgesellschaft. Ebenso werden die Bestandteile des Medien- systems erläutert.

Der zweite Teil baut auf diesen Begrifflichkeiten auf und es werden Vergleiche zwischen den beiden Ländern gezogen.

2. DER WEG ZUM MEDIENSYSTEM

Der Begriff des Mediensystems gehört in der Medien- und Kommunikationswissenschaft in das gängige Vokabular. Im Grunde beschreibt das Mediensystem die Gesamtheit aller Medien in einem System. Ein System wiederum wird aus diversen Systemkomponenten oder Subsystemen, die in verschiedenen Beziehungen zueinander stehen, zusammengesetzt.1 Da diese internen Beziehungen in der Medienbranche existieren und die Rede von einem eigenständigen System ist, bedeutet dies, dass Medien eine hohe gesellschaftliche Relevanz aufweisen.

2.1 DEFINITION UND BEDEUTUNG VON MASSENMEDIEN

Nachdem nun die Relevanz der Medien angesprochen wurde, folgt nun die Eingrenzung dessen, was im 21.Jahrhundert unter Medien bzw. Massenmedien verstanden wird.

Demnach umfasst der Medienbegriff alle technischen Mittel und Instrumente, der gegenwärtigen und vergangenen Formen, um Aussagen zu verbreiten. „Nach den technisch induzierten Sende- und Empfangsqualitäten kann dabei zwischen dem Körper als primäres Medium (ohne Technikeinsatz, z.B. Sprache), den sekundären Medien, die eine technische Apparatur auf Seiten der Produktion, nicht aber der Rezeption erfordern (z.B. Zeitung, Zeitschrift), sowie den tertiären Medien, für die auf beide Seiten technische Vorrichtungen notwendig sind (z.B. Fernsehen, Radio) unterschieden werden.³“2 Die sekundären und tertiären Medien werden unter dem Begriff der Massenmedien konsolidiert. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur mit Hilfe von elektronischem Technikeinsatz verbreitet werden können.

Auf Grund der Entwicklung von der Industriegesellschaft hin zur Informationsgesellschaft steht der Informationsbedarf primär im Mittelpunkt. Die Gesellschaft ist darauf fokussiert sämtliche InforInternational Medienwirtschaft mationen über Massenmedien zu generieren. Nicht nur das moderne gesellschaftliche Verhalten führt dazu, dass Medien eine volks- wirtschaftliche Bedeutung bekommen haben, sondern auch die fundamentale, technologische Entwicklung, die dahinter steckt. Denn der Entwicklung der Informations- und Kommunikations- technologie kann nach dem Konzept der Kondratieff-Zyklen ebenso viel Bedeutung zugeschrieben werden, wie beispielsweise der techno- logischen Innovation der Elektrizität.

Das Prinzip der Kondratieff-Zyklen erläutert die Zustandsformen gesellschaftlicher Entwicklungen, die im Wesentlichen durch technologische Innovationen bestimmt werden und durch sinusartige Innovationswellen bzw. -phasen begründet werden.3

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Kondratieffzyklus Quelle: http://www.bioprofit.de/40992.html

Durch den enormen Stellenwert der Massenmedien in der heutigen Gesellschaft untersuchen diverse Wissenschaftler die Art und Weise wie die Medien Einklang in der Realität finden, oder diese sogar konstruieren. Die Rede ist von Massenmedien als soziales System - soziale Systeme entstehen durch evolutionäre Errungenschaften. „Die ausschlaggebende Errungenschaft die zur Ausdifferenzierung eines Systems der Massenmedien führte, war die Erfindung von Verbreitungstechnologien, die eine Interaktion unter Anwesenden wirksam ausschließen.“4 Somit verlässt sich der „normal-sterbliche“ Bürger auf die ihm durch die Massenmedien unterbreiteten Infor- mationen und erschließt daraufhin sein Bild der Wirklichkeit. Diese Abhängigkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation über moderne Kommunikationstechnologien bestätigt die enorme Bedeutung der Medien. Denn durch sie werden Informationen an sämtliche Bevölker- ungsschichten gestreut und jedem Empfänger wird damit die Möglichkeit gegeben, die Information in seine Realitätsvorstellungen aufzunehmen. Inwiefern diese Abhängigkeit der Informationsver- breitung optimal oder eher manipulativ eingesetzt wird, wird weiterhin unter vielen Kommunikationswissenschaftlern diskutiert.

2.2. DIMENSION: MEDIENSYSTEM

Wie zuvor schon versucht zu betonen sind Medien alles andere als kompakt. Im Gegenteil sie weiten sich immer weiter aus und nehmen demnach ebenso Einfluss auf politische, ökonomische, kulturelle und soziale Gegebenheiten. Denn Mediensysteme sind als soziale Organisationen zu sehen und beschäftigen sich nicht ausschließlich mit technischen Artefakten.5 Für die genaue Betrachtung von Mediensystemen ist es daher unabdingbar das Zusammenspiel von technologischen, politischen, rechtlichen sowie ökonomischen Aspekten zu berücksichtigen. Die Systeme der Massenmedien wie Rundfunk, Print und zunehmend das Internet, bilden „inzwischen einen gesell- schaftlichen Teilbereich, der seine spezifischen Gesetzmäßigkeiten aufweist und eine Vielzahl anderer Teilsysteme - wie das politische oder das wirtschaftliche - beeinflusst und sogar erst funktionsfähig macht.“6

Diese Interdependenzen machen das Mediensystem komplex und fordern daher eine Differenzierung für eine genauere Betrachtungsweise. So lassen sich Mediensysteme auf verschiedenen Ebenen analysieren - auf der Mikro-, der Meso- und der Makroebene.

- „Auf der Mikroebene stehen individuelle Akteure im Fokus des Interesses.
- Auf der Mesoebene werden Organisationen, Institutionen oder Unternehmen untersucht.
- Auf der Makroebene sind Gruppen, Strukturen, Systeme, Pro- zesse oder Interaktionen Gegenstand der Analyse.“7

2.3. VERGLEICHSMUSTER DES MEDIENSYSTEMS

Neben dem Vergleich auf verschiedenen Ebenen können auch Vergleichsmuster verwendet werden. Grundlegend sollte die zu vergleichenden Mediensysteme zunächst beschrieben werden. Anschließend können dann mediensystematische Vergleichsmuster analysiert werden. Definiert werden diese Muster folgendermaßen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2 Vergleichsmuster

Quelle: in Anlehnung an mhmk, Vorlesung Block I Internationale Medienwirtschaft

3. VERGLEICH DES US-AMERIKANISCHEN MEDIENSYSTEMS UND DEM DER BRD

Nachdem nun im ersten Abschnitt die Komplexität des Mediensystems und die Möglichkeiten für einen Vergleich angesprochen wurden. Geht es nun darum die zu vergleichenden Bestandteile und prägenden Faktoren des US-amerikanischen und des deutschen Mediensystems zu analysieren.

3.1. BESTANDTEILE DES MEDIENSYSTEMS

Bestandteile des Mediensystems sind alle Medien, die periodisch erscheinen, sich an der Aktualität orientieren und als öffentliche Kommunikation an die Gesellschaft gestreut werden. Diese Medien sind dem Printsektor, dem Rundfunk und diversen Online-Diensten zuzuordnen.

[...]


1 Thomaß, Barbara (Hrsg.) (2007): Mediensysteme im Internationalen Vergleich. Konstanz. UVK Verlagsgesellschaft. Seite 13

2 Wirtz, Bernd (2006): Medien- und Internetmanagement. Wiesbaden. Gabler Verlag. Seite 9

3 Wirtz, Bernd (2006): Medien- und Internetmanagement. Wiesbaden. Gabler Verlag. Seite 19

4 Kröhnert, Steffen: Die Realität der Massenmedien - Die Funktionsweise der Massenmedien in der Systemtheorie Niklas Luhmanns. Seite 3

5 Thomaß, Barbara (Hrsg.) (2007): Mediensysteme im Internationalen Vergleich. Konstanz. UVK Verlagsgesellschaft. Seite 17

6 Ebd. Seite 18

7 Ebd. Seite 30

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Internationale Medienwirtschaft. Ein Vergleich zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschen Mediensystem
Hochschule
Macromedia Fachhochschule der Medien Köln
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V132998
ISBN (eBook)
9783668140134
ISBN (Buch)
9783668140141
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
internationale, medienwirtschaft, vergleich, us-amerikanischen, mediensystem
Arbeit zitieren
Sabine Schlimgen (Autor), 2009, Internationale Medienwirtschaft. Ein Vergleich zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschen Mediensystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132998

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