Die Schülerinnen und Schüler kennen und verstehen die literarische Gattung „Fabel“. Sie setzen sich handlungs- und produktionsorientiert mit ihr auseinander und stellen die Fabel „Die Stadtmaus und die Landmaus“ nach vorher erarbeiteten Kriterien szenisch dar.
Struktur der Unterrichtseinheit
1. Thema der Unterrichtseinheit
2. Übergeordnetes Lernziel der Unterrichtseinheit
3. Aufbau der Unterrichtseinheit
4. Lernziel der Unterrichtsstunde
5. Ausführungen zur Klassensituation
6. Inhaltliche Lernvoraussetzungen
7. Sachinformation
7.1 Die Fabel
7.2 Die Fabel „Die Stadtmaus und die Landmaus“ nach Aesop
7.3 Szenisches Spiel
8. Didaktische Begründungen
9. Methodische Begründungen
10. Verlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit ist die handlungs- und produktionsorientierte Auseinandersetzung mit der literarischen Gattung Fabel. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei befähigt werden, die Fabel „Die Stadtmaus und die Landmaus“ unter Anwendung spezifischer Kriterien szenisch darzustellen, um so ein tieferes Verständnis für die Gattungsmerkmale und die enthaltene Lebenslehre zu entwickeln.
- Vermittlung der Gattungsmerkmale der Fabel
- Analyse von Charakteren und Lehren in Fabeln
- Erarbeitung von Kriterien für ein gelungenes szenisches Spiel
- Praktische Umsetzung durch Drehbuchschreiben und szenische Aufführung
- Reflexion der eigenen Lernzuwächse und Teamarbeit
Auszug aus dem Buch
7.1 Die Fabel
Die Fabel (lat. fabula: das Erdichtete) ist ein knappe Erzählung, die episch und dramatisch zugleich ist und eine der ältesten Erzählformen darstellt. Laut Dithmar (1988, S. 155) liegt der Ursprung in der griechischen und indischen Antike. Einer der bedeutendsten Fabelschreiber ist der griechische Sklave Äsop (6. Jahrhundert v. Chr.). Viele spätere Fabeldichter, wie Martin Luther, Jean de La Fontaine und Wilhelm Busch wurden durch seine Fabeln inspiriert und zur eigenen Gestaltung angeregt. Das Aufbauschema der Fabel besteht aus einer Situation, einer Aktion (Rede/Handlung) und der darauf folgenden Reaktion (Gegenrede/ Gegenhandlung). Zum Schluss folgt das Ergebnis und es wird meist eine Lehre formuliert. Das Letztere kann auch zu Anfang erfolgen oder es wird ganz auf die Moral verzichtet und der Leser muss sich diese selbst erschließen. Dabei stehen die Lehren der Fabel als Stellvertreter für Lebensregeln und sollen den Leser zum Nachdenken anregen.
Die wesentlichen Figuren der Fabel sind Tiere, die miteinander sprechen und menschliche Eigenschaften besitzen und somit als Stellvertreter für das menschliche Handeln stehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema der Unterrichtseinheit: Definiert den handlungs- und produktionsorientierten Umgang mit Fabeln als zentralen Unterrichtsgegenstand.
2. Übergeordnetes Lernziel der Unterrichtseinheit: Beschreibt das Ziel, dass die Schüler die Gattung Fabel verstehen und sich kreativ mit ihr auseinandersetzen.
3. Aufbau der Unterrichtseinheit: Skizziert die thematische Abfolge der neun Unterrichtsstunden von den Grundlagen bis zur szenischen Umsetzung.
4. Lernziel der Unterrichtsstunde: Legt den Fokus der aktuellen Stunde auf die szenische Darstellung der Fabel nach erarbeiteten Kriterien.
5. Ausführungen zur Klassensituation: Bietet einen Überblick über die Lerngruppe, das Arbeitsverhalten und die Herausforderungen einzelner Schüler.
6. Inhaltliche Lernvoraussetzungen: Erläutert den Kenntnisstand der Klasse bezüglich der Fabel und der Theaterpädagogik vor Beginn der Einheit.
7. Sachinformation: Vermittelt theoretische Hintergründe zur Gattung Fabel, zu Aesop und zum szenischen Spiel.
8. Didaktische Begründungen: Begründet die Wahl der Fabel und der szenischen Methode auf Basis des Kerncurriculums.
9. Methodische Begründungen: Detailliert den geplanten Stundenverlauf und die methodischen Entscheidungen für die einzelnen Phasen.
10. Verlaufsplanung: Bietet eine tabellarische Übersicht über den zeitlichen Ablauf, Sozialformen und eingesetzte Medien.
Schlüsselwörter
Fabel, Szenisches Spiel, handlungsorientierter Unterricht, Äsop, Die Stadtmaus und die Landmaus, Literaturunterricht, Gruppenarbeit, Unterrichtsentwurf, Grundschule, Deutschunterricht, Rollenspiel, Theaterpädagogik, Kompetenzbereich Sprechen und Zuhören.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Der Entwurf dokumentiert die Planung einer Deutschstunde in einer 3. Klasse, in der Fabeln handlungsorientiert behandelt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die Gattung Fabel, die Entwicklung von Kriterien für szenisches Spiel und die Förderung von Sprechkompetenz.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Fabel „Die Stadtmaus und die Landmaus“ nach festgelegten Kriterien szenisch darstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es kommt ein handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht zur Anwendung, kombiniert mit Elementen des kooperativen Lernens.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst Sachinformationen zur Fabel, didaktische sowie methodische Begründungen für die Vorgehensweise und eine detaillierte Verlaufsplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Fabel, szenisches Spiel, handlungsorientiertes Lernen, Aesop und Deutschunterricht in der Grundschule.
Wie werden die Schülerinnen und Schüler bei der szenischen Darstellung unterstützt?
Sie erhalten Hilfestellungen wie die Nutzung des Drehbuchs bei Sprechschwierigkeiten sowie individuelle Tipps zu Gestik und Mimik durch die Lehrkraft.
Welche Rolle spielt die Reflexion am Ende der Stunde?
Die Reflexion im Doppelkreis dient dazu, den individuellen Lernzuwachs und die Zusammenarbeit in der Kleingruppe auszuwerten.
Warum wurde die Fabel „Die Stadtmaus und die Landmaus“ gewählt?
Sie wurde aufgrund ihres klar gegliederten Handlungsverlaufs und der deutlichen, für Kinder gut erkennbaren Charaktereigenschaften der Mäuse gewählt.
- Citar trabajo
- Elena Peters (Autor), 2009, Unterrichtsstunde: Handlungs- und produktionsorientierter Umgang mit Fabeln (Deutsch 3. Klasse Grundschule), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133035