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Schiller als Historiker? Von der Historiographie zum Geschichtsdrama

Titel: Schiller als Historiker? Von der Historiographie zum Geschichtsdrama

Hausarbeit , 2022 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Tim Neumann (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Entstehung der beiden Werke "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" und der "Wallenstein"-Trilogie geben. Anschließend soll der Versuch unternommen werden, den zentralen Konflikt des Dramas herauszuarbeiten, sowie die Funktion der Figuren Max Piccolomini und Buttler des Stücks zu klären. Dies erfolgt unter dem Gesichtspunkt, dass Schiller nicht nur Dichter, sondern auch Historiker war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. SCHILLER – DER HISTORIKER?

2. VON DER HISTORIOGRAPHIE ZUM GESCHICHTSDRAMA

2.1 Schiller und die Geschichte

2.2 Schillers ‚Geschichte des Dreißigjährigen Krieges‘

2.2.1 Entstehung

2.2.2 Struktur der ‚Geschichte des Dreißigjährigen Krieges‘

2.2.3 Darstellung des historischen Stoffes

2.3 Schillers ‚Wallenstein‘-Trilogie

2.3.1 Entstehung und Einflüsse

2.3.2 Zeitgenössische Rezeption

2.3.3 Zentraler Konflikt, Held und Gegenspieler

2.3.4 Die Funktionen der Figuren Max Piccolomini und Buttler in der ‚Wallenstein‘-Trilogie

2.3.4.1 Max Piccolomini

2.3.4.2 Buttler

3. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken Friedrich Schillers als Historiker und analysiert, wie diese wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte die Entstehung und Gestaltung seiner bedeutendsten literarischen Werke, insbesondere der Wallenstein-Trilogie, maßgeblich beeinflusste.

  • Die Rolle Schillers als Historiker zwischen wissenschaftlichem Anspruch und dichterischer Freiheit.
  • Entstehungsprozess und Struktur der "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges".
  • Dramatische Umsetzung historischer Stoffe am Beispiel der Wallenstein-Trilogie.
  • Die Funktion zentraler Figuren wie Max Piccolomini und Buttler als moralisch-philosophische Korrektive.
  • Die Spannung zwischen historischer Faktizität und erzählerischer Wirkung in Schillers Werken.

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Zentraler Konflikt, Held und Gegenspieler

Der die Trilogie bestimmende zentrale dramatische Konflikt ist der Kampf Wallensteins mit dem Kaiser um die Macht im Deutschen Reich. Somit steht im Zentrum der Handlung die Machtfrage. Wie aus einem Gespräch zwischen dem Trompeter und dem Wachtmeister in der zweiten Szene von ‚Wallensteins Lager‘ hervorgeht, ist dieser Konflikt direkt zu Beginn der Trilogie vorhanden. So richtig entfaltet sich der Konflikt in den ‚Piccolomini‘ durch die durch die Herzogin aus Regensburg überbrachte Drohung einer zweiten Absetzung Wallensteins und in der Auseinandersetzung mit Questenberg.53 Die den Konflikt bestimmende Partei im zentralen Konflikt und damit der Held des Dramas ist Wallenstein selbst.54 Wallenstein stellt im Drama eine Figur dar, die in ihrem Charakter und in ihren Handlungen als widerspruchsvoll gesehen werden kann und so die Einordnung in einen positiven oder negativen Helden nicht einfach macht.55 Wallenstein ist daher eher als ein „problematischer Held“ zu sehen.56 Horst Hartmann stellt die These auf, dass die Titelfigur aus Shakespeares ‚Richard III.‘ bei der Konzipierung des Helden Wallenstein Vorbild gestanden hat. Denn Schiller hat nachweislich Shakespeares Historiendrama bei Erstellung der ersten Akten der ‚Piccolomini‘ studiert. Wie das Vorbild opponiert auch Wallenstein gegen Geburtsrechte und verkörpert den Anspruch auf unbegrenzte Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. SCHILLER – DER HISTORIKER?: Dieses Kapitel beleuchtet Schillers wissenschaftliche Ambitionen und seine historische Professur in Jena, die zeigten, dass Geschichte für ihn weit mehr als nur ein literarischer Hintergrund war.

2. VON DER HISTORIOGRAPHIE ZUM GESCHICHTSDRAMA: Hier wird der Übergang von Schillers historischer Prosa, insbesondere der „Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“, hin zu seinen dramatischen Verarbeitungen des Wallenstein-Stoffes analysiert.

3. FAZIT: Das Fazit resümiert, dass Schiller, obwohl er heute primär als Dramatiker wahrgenommen wird, eine profunde historische Arbeit leistete, die den fruchtbaren Boden für seine wichtigsten geschichtsdramatischen Werke bildete.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Geschichtsdrama, Wallenstein, Dreißigjähriger Krieg, Historikerschaft, Historiographie, Dramaturgie, Max Piccolomini, Buttler, Machtfrage, historischer Stoff, Bürgerlicher Humanismus, Forschungsgeschichte, Jena, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Doppelprofil Friedrich Schillers als Historiker und Dichter und analysiert den Einfluss seiner historischen Studien auf seine dramatische Bearbeitung des Wallenstein-Themas.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Der Fokus liegt auf der Genese der "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges", dem Entstehungsprozess der Wallenstein-Trilogie und der Analyse der dramatischen Figurenkonstellationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schiller aus der historischen Beschäftigung mit dem Dreißigjährigen Krieg heraus die Grundlagen für sein neues Genre des Geschichtsdramas entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Primärquellen, insbesondere Briefwechseln und den geschichtswissenschaftlichen Schriften Schillers, ergänzt durch relevante Forschungsliteratur.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Schillers historischem Werk, die Entstehung der Wallenstein-Trilogie, deren zeitgenössische Rezeption sowie die tiefgehende Charakterstudie handelnder Figuren.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Zu den prägenden Schlüsselbegriffen gehören Geschichtsdrama, historische Wahrheit, dramatische Freiheit, Wallenstein, Identitätskonflikt und der Einfluss Schillers als Geschichtsphilosoph.

Wie bewertet der Autor Schillers Rolle im Kontext der Geschichtswissenschaft?

Die Arbeit ordnet Schiller als einen Mitbegründer der modernen Geschichtswissenschaft ein, dessen historische Schriften zu seiner Zeit hohe Aufmerksamkeit erregten, auch wenn sie den modernen akademischen Standards in Teilen entgegenstanden.

Welche besondere Schlussfolgerung zieht die Arbeit über die Figur des Max Piccolomini?

Max Piccolomini wird als das „philosophisch-moralische Korrektiv“ Schillers hervorgehoben, das den Konflikt zwischen Pflicht und Neigung im Kontext des bürgerlichen Humanismus verkörpert.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schiller als Historiker? Von der Historiographie zum Geschichtsdrama
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,7
Autor
Tim Neumann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1331134
ISBN (eBook)
9783346825018
ISBN (Buch)
9783346825025
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schiller historiker historiographie geschichtsdrama
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Neumann (Autor:in), 2022, Schiller als Historiker? Von der Historiographie zum Geschichtsdrama, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331134
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Leseprobe aus  17  Seiten
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