In den letzten Jahren sehen sich Unternehmen immer größeren Herausforderungen, hinsichtlich zunehmender Anforderungen des Wettbewerbs, gegenübergestellt. Aufgrund zunehmender Globalisierung und neuer Technologien wird es für Unternehmen durch den hohen Konkurrenzkampf immer wichtiger, die großen Ps des Marketing-Mix, also die vier großen Säulen des Marketings, schlüssig zu gestalten. Je nach Art des Kunden, gibt es verschiedene Aspekte, die unterschiedlich betrachtet werden müssen. Im Marketing wird hierbei im Wesentlichen zwischen zwei Teilbereichen unterschieden. Zum einen das Geschäft zwischen Unternehmen und Konsumenten und zum anderen das Geschäft zwischen zwei oder mehreren Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Zielsetzung und Struktur der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Investitionsgüter
2.2 Konsumgüter
3 Investitionsgütermarketing
3.1 Grundtypen des Investitionsgütermarketings
3.2 Besonderheiten im Produktgeschäft
3.3 Abgrenzung vom Business-to-Business-Marketing
4 Marketing-Mixe namhafter Investitionsgüterhersteller
4.1 Beispiel 1: Robert Bosch GmbH
4.2 Beispiel 2: Qualcomm Incorporated
5 Zusammenfassende Bewertung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Besonderheiten des Investitionsgütermarketings mit einem speziellen Fokus auf das Produktgeschäft. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Investitionsgütermarketings zu erörtern und anhand von zwei Fallbeispielen realer Unternehmen aufzuzeigen, wie sich Marketing-Mixe in diesem Bereich differenziert gestalten lassen.
- Grundlagen von Investitions- und Konsumgütern
- Differenzierung der vier Grundtypen des Investitionsgütermarketings
- Charakteristika und Besonderheiten des Produktgeschäfts
- Abgrenzung von Industriemarketing zu allgemeinem B2B-Marketing
- Praxisvergleich der Marketing-Mix-Strategien (Fallbeispiele Bosch vs. Qualcomm)
Auszug aus dem Buch
3.2 Besonderheiten im Produktgeschäft
Das so genannte Produktgeschäft umfasst die relativ standardisierte Herstellung und Vermarktung von vorgefertigten und in Massenfertigung hergestellten Investitionsgütern, bei dem standardisierte Produkte wie z. B. Nägel oder Schrauben weltweit abgesetzt werden.
Die Integration des Kunden fällt relativ gering aus und die Geschäftsbeziehung ist meist von kurzer Dauer, da weder Anbieter noch Nachfrager abhängig voneinander sind. Da keine Abhängigkeiten gegeben sind, lässt sich durch Beschaffung von Informationen der charakteristischen Unsicherheit vorbeugen, was in der Regel jedoch nicht ganz günstig ist. Meist erfolgt sie nur auf einem von den betreffenden Parteien als ausreichend zweifelmindernd-empfundenen Niveau.
Kunden, die eine Beschaffung im Produktgeschäft tätigen, d.h. nicht spezifisch in einen Anbieter investieren, sind vor allem bestrebt, Informationen über die betreffende Leistung zu gewinnen. Man benötigt Informationen über die Qualitäten des Leistungsangebotes, sowie über den Preis und den Ort, an dem es verfügbar ist bzw. sein wird. Versprechen die kommunizierten Informationen mehr als das Angebot hält, liegt eine kommunikative Divergenz vor.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Wettbewerbsherausforderungen moderner Unternehmen ein und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit innerhalb des Investitionsgütermarketings.
2 Grundlagen: Hier werden die Begriffe Investitionsgüter und Konsumgüter definiert, voneinander abgegrenzt und in ihre jeweiligen Hauptkategorien unterteilt.
3 Investitionsgütermarketing: Dieses Kapitel erläutert die Grundtypen des Investitionsgütermarketings und analysiert die spezifischen Merkmale des Produktgeschäfts sowie dessen Abgrenzung zum allgemeinen B2B-Marketing.
4 Marketing-Mixe namhafter Investitionsgüterhersteller: Anhand der Unternehmen Robert Bosch GmbH und Qualcomm Incorporated werden die individuellen Marketing-Mix-Strategien in der Praxis gegenübergestellt.
5 Zusammenfassende Bewertung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die unterschiedlichen Marketing-Ansätze der untersuchten Fallbeispiele.
Schlüsselwörter
Investitionsgütermarketing, Produktgeschäft, Business-to-Business, Marketing-Mix, Anlagegeschäft, Systemgeschäft, Zulieferergeschäft, Kundennutzen, Preispolitik, Kommunikationspolitik, Distributionspolitik, Marktorientierung, Robert Bosch GmbH, Qualcomm Incorporated, industrielle Güter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Investitionsgütermarketing mit einer spezifischen Vertiefung in die Merkmale und Besonderheiten des sogenannten Produktgeschäfts.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Abgrenzung von Investitions- zu Konsumgütern, den Marketinginstrumenten im B2B-Kontext und dem Vergleich realer Herstellerstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Produktgeschäft theoretisch einzuordnen, dessen Charakteristika zu beschreiben und die praktische Anwendung durch Marketing-Mix-Analysen namhafter Unternehmen zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Autor?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie auf den Vergleich zweier qualitativer Fallstudien (Robert Bosch GmbH und Qualcomm Incorporated).
Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Differenzierung der Grundtypen des Investitionsgütermarketings (Anlagen, Produkte, Systeme, Zulieferer) und die anschließende praxisorientierte Analyse der Marketingkonzepte der beiden gewählten Experten-Unternehmen.
Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Investitionsgütermarketing, Produktgeschäft, Marketing-Mix, B2B-Marketing und die vier klassischen Säulen des Marketings (Product, Price, Place, Promotion).
Wie unterscheidet sich das Produktgeschäft von anderen Grundtypen?
Im Vergleich zum Anlagegeschäft ist das Produktgeschäft durch einen geringeren Integrationsgrad des Kunden, Standardisierung der Produkte und meist kürzere Geschäftsbeziehungen gekennzeichnet.
Warum wurden genau die Unternehmen Bosch und Qualcomm für den Vergleich gewählt?
Die Wahl fiel auf beide Unternehmen, da sie zwar unterschiedlichen Branchen angehören, beide jedoch eine vergleichbare Herausforderung in der Vermarktung von Investitionsgütern bewältigen müssen, dabei aber strategisch gänzlich unterschiedliche Ansätze in der Kommunikationspolitik verfolgen (Bosch: hochpräsent vs. Qualcomm: Fokus auf Mundpropaganda).
- Citation du texte
- Christoph Kraft (Auteur), 2018, Besonderheiten des Investitionsgütermarketings im Produktgeschäft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331434