Ziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Grundlagen von "Scrum" und "Design Thinking" zu beschreiben, die Anwendungsbereiche aufzuzeigen und einen kriteriengestützten Vergleich beider Methoden durchzuführen. Abschließend folgt eine Diskussion der Methoden und deren Einsatzbereiche, sowie mögliche Grenzen oder Erweiterungen.
Viele Unternehmen haben große Schwierigkeiten damit innovativ zu sein, was allerdings oftmals mit einem zu starken Fokus auf den bestehenden Arbeitsabläufen und kurzfristigen Gewinnen zusammenhängt. Vor diesem Hintergrund sind diverse Organisationen auf der Suche nach Wegen und Möglichkeiten, um ihre Innovationskraft zu steigern. Die Basis von erfolgreichen Innovationen ist zum einen die richtige Methode und zum anderen ein funktionierendes Team. Dabei geht es nicht um die einzelnen fachspezifischen Expertisen, sondern um die kreative und aktive Beteiligung der Mitarbeiter, die zur Zielerreichung beiträgt.
Aus diesem Grund streben viele Unternehmen mittlerweile agile Praktiken und Methoden an. Dazu gehört auch "Scrum", was heute in diversen Bereichen Anwendung findet und zu den erfolgreichsten Vorgehensweisen im Rahmen der agilen Arbeitsweisen zählt. Insbesondere in der Innovationsentwicklung kämpft sich "Design Thinking" nach ganz vorne und findet zum Entwickeln von Produkten als auch Services, die sich am Menschen und dessen Bedürfnissen orientieren, seinen Einsatz.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlage
2.1 Theorie von Scrum
2.1.1 Rollen
2.1.2 Artefakte und Framework
2.1.3 Implementierung
2.2 Theorie von Design Thinking
2.2.1 Rollen
2.2.2 Framework
2.2.3 Implementierung
3 Anwendungsbereich
3.1 Anwendungsfelder und Einsatzgebiet
3.2 Herleitung der Vergleichskriterien
3.3 Vergleich der Modelle – Gemeinsamkeiten
3.4 Vergleich der Modelle – Unterschiede
3.5 Diskussion
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Grundlagen der Methoden Scrum und Design Thinking darzulegen, deren jeweilige Anwendungsbereiche zu erläutern und diese anschließend anhand spezifischer Kriterien systematisch miteinander zu vergleichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.
- Grundlagen und Frameworks von Scrum und Design Thinking
- Analyse der Rollenverteilung und Implementierungsstrategien
- Kriteriengestützter Vergleich beider agiler Ansätze
- Diskussion von Einsatzgrenzen und Synergiepotenzialen
- Betrachtung von kombinierten Ansätzen (DT@Scrum)
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Rollen
Wie bereits erwähnt definiert Scrum im Wesentlichen drei Rollen, die im Folgenden weiter erläutert werden.
Product Owner
Der Product Owner vertritt die Geschäftsseite und repräsentiert die Bedürfnisse der Kunden. Im Rahmen regelmäßiger Abstimmungen mit den Nutzern konsolidiert er dessen Wünsche, um den bestmöglichen Mehrwert zu liefern. Des Weiteren ist der PO für das Erreichen des geschäftlichen Erfolgs (return on investment, ROI) verantwortlich. Dafür entscheidet er über den Umfang, Reihenfolge und Auslieferungszeitpunkt der Funktionalitäten, somit auch die Sortierung des Produkt-Backlogs (Pichler 2008, 9–10; Wintersteiger 2015, 48–51).
Darüber hinaus ist der PO dafür verantwortlich die Produktvision zu etablieren und kommunizieren, die das Team durch den Prozess leitet. Grundsätzlich arbeitet er während der gesamten Zeit eng mit dem Team zusammen (Wintersteiger 2015, 29). Einen Projektleiter gibt es in Scrum nicht. Der PO übernimmt zwar viele Aufgaben und Verantwortungen, jedoch gehören einige klassische Projektmanagementaufgaben zum Bereich des Teams und des Scrum Masters (Wintersteiger 2015, 51).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz agiler Methoden für moderne Unternehmen ein und definiert das Ziel der Arbeit, Scrum und Design Thinking theoretisch zu fundieren und zu vergleichen.
2 Theoretische Grundlage: In diesem Kapitel werden die Kernkonzepte, Rollen, Frameworks und Implementierungsaspekte von Scrum und Design Thinking detailliert erläutert.
3 Anwendungsbereich: Das Kapitel beleuchtet die Einsatzgebiete beider Methoden, leitet Vergleichskriterien ab und führt einen fundierten Vergleich sowie eine Diskussion über Grenzen und Potenziale durch.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse des Vergleichs zusammen und hebt hervor, dass sich Scrum und Design Thinking durch ihre komplementären Eigenschaften bei einer Kombination sehr gut ergänzen können.
Schlüsselwörter
Scrum, Design Thinking, Agiles Projektmanagement, Produkt Owner, Scrum Master, Innovation, Framework, Kundenorientierung, Iteration, Prototyping, Produktinkrement, Unternehmenskultur, Wissensmanagement, Risiko, DT@Scrum
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Beschreibung und dem systematischen Vergleich der zwei agilen, anwendungsorientierten Methoden Scrum und Design Thinking.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen beider Ansätze, ihre spezifischen Rollenmodelle, der Aufbau ihrer Frameworks sowie die praktische Implementierung in Organisationen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein kriteriengestützter Vergleich, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu identifizieren und die jeweilige Eignung für verschiedene Anwendungsbereiche zu bestimmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der vorhandene Fachliteratur zur Herleitung von Vergleichskriterien und zur diskursiven Auswertung genutzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Theoriebildung zu Scrum und Design Thinking sowie einen umfangreichen Vergleichsteil, der Aspekte wie Kundenorientierung, Interaktivität und Visualisierung betrachtet.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Agilität, Iteration, Anforderungsmanagement, Prototypenentwicklung, Teamwork und Innovationskraft.
Was ist der wichtigste Unterschied laut der Studie?
Ein zentraler Unterschied liegt im Ausgangspunkt: Scrum startet meist mit einer bestehenden Produktvision und fokussiert auf inkrementelle Lieferung, während Design Thinking einen großen Schwerpunkt auf die iterative Erarbeitung und Klärung des zu lösenden Problems legt.
Was bedeutet der Ansatz "DT@Scrum"?
DT@Scrum beschreibt die Kombination beider Methoden, um die Vorteile der nutzerzentrierten Ideenfindung (Design Thinking) mit der strukturierten, softwareorientierten Umsetzung (Scrum) zu verknüpfen und so neue Entwicklungspotenziale zu erschließen.
- Arbeit zitieren
- Miriam Mueller (Autor:in), 2021, Die anwendungsorientierten Methoden "Scrum" und "Design Thinking". Beschreibung und Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1333723