Ziel dieser Hausarbeit ist es, einen Überblick über (sprachliche) Kreativität zu geben und Strategien sprachlicher Kreativität aufzustellen, welche an einem expliziten Textbeispiel der Künstlerin Barbara analysiert werden. Das Textbeispiel wird auf sprachwissenschaftlicher Ebene unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht und anschließend auf die sprachliche Kreativität geprüft.
Kreativität? Sprachliche Kreativität? Wortneubildungen? Wortwitze? Sprachspiele? Überall gibt es sprachlich kreatives Material zu entdecken. Besonders die Werbebranche spielt mit Sprache – Bäckereien, Friseure, Schuhgeschäfte. Produkte erhalten außergewöhnliche Bezeichnungen, um aus der Masse hervorzustechen. Songtexte verarbeiten Sprache als Material auf unterschiedlichste kreative Weise. Journalistische Überschriften versuchen mit besonders einfallsreichen Titeln, das Interesse der Leser*innen zu wecken. Sprachliche Kreativität ist überall zu finden – im öffentlichen Raum sowie im virtuellen Raum, dem Internet. Doch was ist sprachlich kreativ? Und warum? Wer bewertet das? Aus welchem Grund ist etwas witzig? Welche Strategien sprachlicher Kreativität lassen sich auffinden?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zielsetzung
- Gegenstand und Methode
- (Sprachliche) Kreativität
- Kreativitätsbegriff
- Psychologische Sichtweise
- Linguistische Sichtweise
- Kreativität in der strukturalistischen Linguistik
- Kreativität in Chomskys Sprachtheorie
- Kreativität in Humboldts Sprachtheorie
- Vergleich der Sprachtheorien von Chomsky und Humboldt
- Sprachlust, Norm und Grammatik
- Strategien sprachlicher Kreativität
- Klangwortspiele
- Phraseologische Okkasionalismen
- Idiomatische Einheiten und modifizierte formelhafte Wendungen
- Untersuchung: Künstlerische Intervention im öffentlichen Raum
- Künstlerin Barbara
- Vorstellung eines Beispiels
- Grammatische Analyse
- Strategien sprachlicher Kreativität
- Kontextwissen
- Analyseergebnisse
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der sprachlichen Kreativität und zielt darauf ab, einen Überblick über die verschiedenen theoretischen Ansätze und Strategien zu geben. Besonderer Fokus liegt auf der Analyse eines konkreten Textbeispiels der Künstlerin Barbara, um die Anwendung sprachlicher Kreativität in einem künstlerischen Kontext zu beleuchten.
- Der Kreativitätsbegriff aus psychologischer und linguistischer Sicht
- Die Rolle von Norm und Grammatik in Bezug auf sprachliche Kreativität
- Strategien sprachlicher Kreativität wie Klangwortspiele, phraseologische Okkasionalismen und idiomatische Wendungen
- Analyse eines Textbeispiels von Barbara im Hinblick auf die angewendeten Strategien sprachlicher Kreativität
- Die Bedeutung von Kontextwissen für die Interpretation sprachlicher Kreativität
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der sprachlichen Kreativität ein und legt die Zielsetzung und Methodik der Arbeit dar. Kapitel 2 beleuchtet den Kreativitätsbegriff aus verschiedenen Perspektiven, darunter die psychologische und linguistische Sichtweise. Hierbei werden auch die Sprachtheorien von Chomsky und Humboldt im Hinblick auf Kreativität untersucht. Kapitel 3 widmet sich verschiedenen Strategien sprachlicher Kreativität, wie zum Beispiel Klangwortspiele, phraseologische Okkasionalismen und idiomatische Einheiten. Kapitel 4 analysiert ein Textbeispiel der Künstlerin Barbara im öffentlichen Raum und untersucht dessen sprachliche Kreativität anhand der im vorherigen Kapitel präsentierten Strategien.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Begriffen der sprachlichen Kreativität, den verschiedenen Ansätzen zur Analyse von Kreativität, Strategien wie Klangwortspiele, phraseologischen Okkasionalismen und idiomatischen Einheiten, sowie der Analyse eines künstlerischen Textbeispiels im öffentlichen Raum. Die Arbeit betrachtet die Bedeutung von Kontextwissen für die Interpretation sprachlicher Kreativität und untersucht die Rolle von Norm und Grammatik in Bezug auf kreativen Sprachgebrauch.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter sprachlicher Kreativität?
Sprachliche Kreativität ist die Fähigkeit, Sprache über ihre rein informative Funktion hinaus spielerisch zu nutzen, z. B. durch Wortneubildungen, Wortwitze oder die Modifikation fester Wendungen.
Wie unterscheiden sich Chomsky und Humboldt in ihrer Sicht auf Kreativität?
Chomsky sieht Kreativität primär als regelgeleitete Produktivität (unendlich viele Sätze aus endlichen Regeln). Humboldt betont eher die schöpferische Kraft der Sprache als Ausdruck des menschlichen Geistes.
Was sind phraseologische Okkasionalismen?
Das sind einmalige, kreative Abwandlungen von feststehenden Redewendungen (Idiomen), um einen überraschenden oder witzigen Effekt zu erzielen.
Wo begegnet uns sprachliche Kreativität im Alltag?
Besonders häufig in der Werbung (Produktnamen), in journalistischen Schlagzeilen, in Songtexten und in der Internetkultur (Memes, Social Media).
Wer ist die Künstlerin Barbara?
Barbara ist eine Street-Art-Künstlerin, die im öffentlichen Raum Schilder oder Plakate durch kreative sprachliche Interventionen umdeutet und so neue Kontexte schafft.
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- Anonym (Author), 2019, Strategien sprachlicher Kreativität. Eine psychologische und linguistische Sichtweise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1335586