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Strategien sprachlicher Kreativität. Eine psychologische und linguistische Sichtweise

Titel: Strategien sprachlicher Kreativität. Eine psychologische und linguistische Sichtweise

Hausarbeit , 2019 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Hausarbeit ist es, einen Überblick über (sprachliche) Kreativität zu geben und Strategien sprachlicher Kreativität aufzustellen, welche an einem expliziten Textbeispiel der Künstlerin Barbara analysiert werden. Das Textbeispiel wird auf sprachwissenschaftlicher Ebene unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht und anschließend auf die sprachliche Kreativität geprüft.

Kreativität? Sprachliche Kreativität? Wortneubildungen? Wortwitze? Sprachspiele? Überall gibt es sprachlich kreatives Material zu entdecken. Besonders die Werbebranche spielt mit Sprache – Bäckereien, Friseure, Schuhgeschäfte. Produkte erhalten außergewöhnliche Bezeichnungen, um aus der Masse hervorzustechen. Songtexte verarbeiten Sprache als Material auf unterschiedlichste kreative Weise. Journalistische Überschriften versuchen mit besonders einfallsreichen Titeln, das Interesse der Leser*innen zu wecken. Sprachliche Kreativität ist überall zu finden – im öffentlichen Raum sowie im virtuellen Raum, dem Internet. Doch was ist sprachlich kreativ? Und warum? Wer bewertet das? Aus welchem Grund ist etwas witzig? Welche Strategien sprachlicher Kreativität lassen sich auffinden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

1.1 Zielsetzung

1.2 Gegenstand und Methode

2. (Sprachliche) Kreativität

2.1 Kreativitätsbegriff

2.2 Psychologische Sichtweise

2.3 Linguistische Sichtweise

2.3.1 Kreativität in der strukturalistischen Linguistik

2.3.2 Kreativität in Chomskys Sprachtheorie

2.3.3 Kreativität in Humboldts Sprachtheorie

2.3.4 Vergleich der Sprachtheorien von Chomsky und Humboldt

2.4 Sprachlust, Norm und Grammatik

3. Strategien sprachlicher Kreativität

3.1 Klangwortspiele

3.2 Phraseologische Okkasionalismen

3.3 Idiomatische Einheiten und modifizierte formelhafte Wendungen

4. Untersuchung: Künstlerische Intervention im öffentlichen Raum

4.1 Künstlerin Barbara

4.2 Vorstellung eines Beispiels

4.2.1 Grammatische Analyse

4.2.2 Strategien sprachlicher Kreativität

4.2.3 Kontextwissen

4.2.4 Analyseergebnisse

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über den Begriff der (sprachlichen) Kreativität zu bieten und Strategien für deren Anwendung zu definieren, wobei diese an einem konkreten Textbeispiel der Künstlerin Barbara linguistisch analysiert werden.

  • Multidisziplinäre Betrachtung von Kreativität (Psychologie und Linguistik)
  • Vergleichende Analyse der Sprachtheorien von Chomsky und Humboldt
  • Untersuchung von Klangwortspielen und phraseologischen Okkasionalismen
  • Künstlerische Interventionen als Medium im öffentlichen Raum

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Grammatische Analyse

Das zu analysierende Textbeispiel wird im folgenden Verlauf auf syntaktischer, semantischer, morphologischer und phonetischer Ebene genauer betrachtet. Das Textbeispiel besteht aus einem Satzgefüge und einer Satzreihe . Der Text beginnt mit dem Satzgefüge „Menschen, die Bekleben verboten- Aufkleber ankleben, kleben ihr Kleben total verklebt.“ (Barbara 2016). Das Satzgefüge besteht aus einem Hauptsatz und einem eingeschobenem attributiven Relativsatz „die Bekleben verboten-Aufkleber ankleben“ (Barbara 2016), der sich auf das Subjekt ,Menschen‘ bezieht. Der Relativsatz ist somit ein Attribut zum Substantiv ,Menschen‘ und wird als Gliedteilsatz bezeichnet.

Die Aussage des Satzgefüges „Menschen, die Bekleben verboten-Aufkleber ankleben“ (Barbara 2016), ist auf der semantischen Ebene paradox, da die Menschen genau das tun, was sie verbieten möchten. Es folgt der zweite Teil des Hauptsatzes „kleben ihr Kleben total verklebt.“ (Barbara 2016), welcher sich ebenfalls auf das Satzglied ,Menschen‘ bezieht. Hierbei stellt das Lexem ,verklebt‘ eine flektierte Form des Verbes ,kleben‘ dar und nimmt als Verbaladjektiv die Funktion eines Partizip Perfekts ein. Die Bedeutung des Lexems ,verklebt‘ ist auf den Kontext übertragbar, jedoch nicht eindeutig verständlich. Durch die Ambiguität wird somit ein Interpretationsspielraum offen gelassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik sprachlicher Kreativität ein und definiert das Ziel sowie die Methodik der Untersuchung anhand des Beispiels der Künstlerin Barbara.

2. (Sprachliche) Kreativität: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Kreativitätsbegriffe aus psychologischer und linguistischer Sicht und vergleicht die Theorien von Chomsky und Humboldt sowie die Aspekte von Norm und Grammatik.

3. Strategien sprachlicher Kreativität: Hier werden theoretische Ansätze wie Klangwortspiele, phraseologische Okkasionalismen sowie idiomatische Einheiten zur Erzeugung sprachkreativen Materials vorgestellt.

4. Untersuchung: Künstlerische Intervention im öffentlichen Raum: Dieses Kapitel wendet die theoretischen Methoden auf ein konkretes textliches Beispiel der Streetart-Künstlerin Barbara an und analysiert dieses strukturell.

5. Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Hinblick auf die Ausgangshypothese und bewertet die Eignung der gewählten Strategien.

Schlüsselwörter

Sprachliche Kreativität, Barbara, Intervention, Klangwortspiele, Phraseologische Okkasionalismen, Chomsky, Humboldt, Grammatik, Sprachlust, Normverstoß, Sprachwitz, Intertextualität, Dekodierung, Sprachwissenschaft, Linguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der sprachlichen Kreativität und analysiert, wie diese in künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum realisiert und durch Rezipienten interpretiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die linguistischen Theorien der Kreativität (insb. Chomsky und Humboldt), psychologische Sichtweisen, Normabweichungen in der Sprache sowie die Analyse von Sprachwitz und Intertextualität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Strategien sprachlicher Kreativität zu identifizieren und diese beispielhaft anhand einer künstlerischen Arbeit von „Barbara“ auf sprachwissenschaftlicher Ebene zu dekonstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt einen deduktiven Ansatz, indem sie eine Ausgangshypothese aufstellt („Barbaras Material ist sprachlich kreativ“) und diese mittels morphologischer, syntaktischer und semantischer Analyseschritte prüft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung der Strategien wie Klangwortspiele oder phraseologische Okkasionalismen und eine praktische Analyse des Textbeispiels „Bekleben verboten“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Sprachmacht, der Normverstoß, die Analogiebildung durch Paronymie sowie der Begriff des Kontextwissens bei der Rezeption.

Warum ist das gewählte Beispiel der Künstlerin Barbara so besonders?

Das Beispiel ist deshalb relevant, weil es eine paradoxe Interaktion zwischen einem Verbotsschild, einer ironischen Kommentarfunktion durch die Künstlerin und der Einbeziehung realer Personen (Claus Kleber) in einem öffentlichen Raum darstellt.

Welche Rolle spielt das Kontextwissen für das Verständnis des Beispiels?

Ohne das Wissen über kulturelle Referenzen wie Schillers Redewendungen oder die Identität der genannten Personen könnten die Bedeutungsebenen des Textes und der beabsichtigte Humor nicht vollständig decodiert werden.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Strategien sprachlicher Kreativität. Eine psychologische und linguistische Sichtweise
Hochschule
Martin-Luther-Gymnasium, Hartha  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Sprachliche Kreativität
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
24
Katalognummer
V1335586
ISBN (PDF)
9783346834263
ISBN (Buch)
9783346834270
Sprache
Deutsch
Schlagworte
strategien kreativität eine sichtweise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Strategien sprachlicher Kreativität. Eine psychologische und linguistische Sichtweise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1335586
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Leseprobe aus  24  Seiten
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