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Verdrängung der dialektalen Verabschiedung durch die standarddeutsche. Verabschiedungen von Sprechern in informellen Situationen

Am Beispiel von Studenten der Universität Regensburg und Salzburg

Titel: Verdrängung der dialektalen Verabschiedung durch die standarddeutsche. Verabschiedungen von Sprechern in informellen Situationen

Hausarbeit , 2014 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit zwei Abschiedsformeln: "Tschüss" und "Baba". Im Gegensatz zu spezifischen Begriffen, wie beispielsweise "Paradeiser", werden Verabschiedungen meist mehrmals täglich von Sprechern genutzt. Sollte es also der Wahrheit entsprechen, dass typisch österreichische oder dialektale Verwendungen aussterben, so sollte man es am Gebrauch von Verabschiedungen – wie "Servus", "Pfiadi", oder in diesem Fall "Baba" – wohl am einfachsten feststellen können. Aus diesem Grund konzentriert sich diese Arbeit auf die als typisch bundesdeutsch geltende Abschiedsformel "Tschüss" und die dialektale österreichische Verabschiedung "Baba". Beide Begriffe werden im ersten Teil theoretisch durchleuchtet, wobei vor allem der sprachgeschichtliche Hintergrund im Fokus steht. Weiterhin wird erklärt, warum es nicht ohne weiteres möglich war, eine Korpusanalyse bei diesem speziellen Thema durchzuführen, sondern stattdessen eigens eine Umfrage zum Thema erstellt wurde. Diese stellt anschließend den Mittelpunkt des empirischen Teils dar.

Sind Austriazismen vom Aussterben bedroht? Will man einigen kürzlich erschienenen Artikeln Glauben schenken, dann scheint es, dass es tatsächlich so ist. Sucht man mit Google nach "Austriazismen" bzw. "Österreichisch am Aussterben" findet man zahlreiche Artikel und Forenbeiträge, die sich mit dem Verschwinden der österreichischen Sprache beschäftigen. Vielen dieser Artikel liegt eine Untersuchung des Germanistikprofessors Peter Wiesinger zugrunde. Der Sprachwissenschaftler ließ Studenten Bilder betiteln und fand dabei heraus, dass österreichische Begriffe weniger häufig als in Deutschland übliche Verwendungen benutzt wurden, um das Gesehene zu beschreiben. Nach diesem Befund warnt er davor, dass Austriazismen auf längere Sicht hin betrachtet, von bundesdeutschen Verwendungen verdrängt werden. Doch ist diese Sorge tatsächlich berechtigt? Kann man am Rückgang von Verwendungen wie "Paradeiser" oder "Stiege" darauf schließen, dass das österreichische Deutsch in Gefahr ist?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abschiedsformeln in der deutschen Sprachlandschaft

2.1 Tschüss

2.2 Baba

3. Grenzen der Korpusanalyse

4. Umfrage zum Thema: Abschiedsformeln im Gebrauch von Studenten aus Regensburg und Salzburg im Vergleich

4.1 Vorstellung der Umfrage

4.2 Vorstellung der Ergebnisse

5. Fazit

6. Forschungsliteratur

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob dialektale Abschiedsformeln, insbesondere das österreichische "Baba", durch standarddeutsche Entsprechungen wie "Tschüss" im Sprachgebrauch verdrängt werden. Ziel ist es, mittels einer empirischen Umfrage unter Studenten in Regensburg und Salzburg den tatsächlichen Sprachgebrauch in informellen Situationen zu analysieren und Thesen zum Sprachwandel zu prüfen.

  • Analyse von Abschiedsfloskeln im deutschsprachigen Raum
  • Etymologische Betrachtung und Bedeutung von "Tschüss" und "Baba"
  • Vergleich des Sprachgebrauchs zwischen zwei verschiedenen Universitätsstandorten
  • Untersuchung von Einstellung und Modernitätsempfinden gegenüber dialektalsprachlichen Begriffen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These des Austriazismen-Aussterbens

Auszug aus dem Buch

2. Abschiedsformeln in der deutschen Sprachlandschaft

In der deutschen Sprachlandschaft lassen sich einige Verabschiedungsformeln finden. Im folgenden Kapitel stehen zwei im Zentrum der Analyse: Tschüss und Baba. Diese wurden aus bestimmten Gründen ausgewählt. Tschüss steht repräsentativ für eine Verabschiedung, die als neumodisch, bzw. als Vertreter des norddeutsch geprägten Bundesdeutschen gilt. Das Baba ist hingegen ein Repräsentant des österreichischen dialektalen Deutsch. Beides sind also zwei Abschiedsbegriffe mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften. Im Folgenden wird die Bedeutung und der etymologische Hintergrund dieser Wörter gegeben.

2.1 Tschüss

Tschüss und Tschüs – beide Schreibweisen sind im Duden vorhanden (die Variante mit zwei s seit der Rechtschreibreform 1996), haben somit ihre Gültigkeit und werden seit 2004 auch differenziert im Hinblick auf die Aussprache. So wird bei Tschüss ein kurzer und bei Tschüs ein langer Vokal gesprochen (Vgl. Duden-Redaktion 1999, 3989). Das Tschüss wird weiterhin im Duden als „Abschiedsgruß besonders unter Verwandten und guten Bekannten“ (Duden-Redaktion 1999, 3989) beschrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, ob Austriazismen durch standarddeutsches Hochdeutsch verdrängt werden, und stellt die Untersuchung der Abschiedsformeln "Tschüss" und "Baba" als Forschungsgegenstand vor.

2. Abschiedsformeln in der deutschen Sprachlandschaft: In diesem Kapitel werden die beiden ausgewählten Verabschiedungen "Tschüss" und "Baba" theoretisch beleuchtet und ihr jeweiliger etymologischer Hintergrund sowie ihre Bedeutung im Sprachgebrauch erläutert.

3. Grenzen der Korpusanalyse: Hier wird dargelegt, warum eine reine Korpusanalyse für die Fragestellung ungeeignet ist, da diese meist schriftliche Medien umfasst, während Abschiedsfloskeln primär in der gesprochenen Sprache Verwendung finden.

4. Umfrage zum Thema: Abschiedsformeln im Gebrauch von Studenten aus Regensburg und Salzburg im Vergleich: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption einer eigenen Umfrage, um den tatsächlichen Sprachgebrauch von Studenten in informellen Situationen direkt zu erfassen und zu vergleichen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und schlussfolgert, dass die These einer systematischen Verdrängung dialektaler Formen wie "Baba" durch "Tschüss" nicht bestätigt werden kann.

Schlüsselwörter

Abschiedsformeln, Tschüss, Baba, Sprachwandel, Dialekt, Austriazismen, Sprachlandschaft, Regensburg, Salzburg, Studenten, informelle Kommunikation, Umfrage, Sprachgebrauch, Etymologie, Sprachwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob dialektale Abschiedsformen durch das standarddeutsche "Tschüss" verdrängt werden und ob die Sorge um das Aussterben von Austriazismen begründet ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentrale Thematik bildet der Sprachwandel bei Verabschiedungen im informellen Kontext und der Vergleich zwischen bayerischem und österreichischem Sprachgebrauch bei jungen Erwachsenen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand einer empirischen Umfrage zu prüfen, ob Sprecher tatsächlich dazu neigen, regionale Ausdrücke wie "Baba" zugunsten bundesdeutscher Standards wie "Tschüss" aufzugeben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Da eine Korpusanalyse des Schriftdeutschen für diesen Zweck wenig aussagekräftig ist, wurde eine quantitative Meinungsumfrage unter Studenten an den Universitäten Regensburg und Salzburg durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Etymologie der Begriffe, eine kritische Auseinandersetzung mit der Korpusanalyse sowie die detaillierte Vorstellung und Auswertung der empirischen Umfrageergebnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sprachwandel, Dialektgebrauch, Austriazismen, informelle Kommunikation und die linguistische Analyse von Abschiedsformeln charakterisieren.

Wie unterscheiden sich die Ergebnisse in Salzburg und Regensburg?

Während sich der Gebrauch von "Tschüss" und "Tschau" an beiden Standorten ähnelt, zeigt sich in Salzburg eine signifikant höhere Verwendung und Akzeptanz des regionalen Ausdrucks "Baba" im Vergleich zu den Regensburger Teilnehmern.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zum Aussterben des „Baba“?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass "Baba" nicht ausstirbt, sondern mit den standarddeutschen Konkurrenten koexistiert, da über die Hälfte der befragten Salzburger Studenten diesen Ausdruck nach wie vor in informellen Situationen nutzt.

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Details

Titel
Verdrängung der dialektalen Verabschiedung durch die standarddeutsche. Verabschiedungen von Sprechern in informellen Situationen
Untertitel
Am Beispiel von Studenten der Universität Regensburg und Salzburg
Hochschule
Universität Regensburg  (Germanistik)
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
28
Katalognummer
V1338369
ISBN (PDF)
9783346845481
ISBN (Buch)
9783346845498
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachwissenschaft Germanistik Dialekt Verabschiedung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, Verdrängung der dialektalen Verabschiedung durch die standarddeutsche. Verabschiedungen von Sprechern in informellen Situationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1338369
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Leseprobe aus  28  Seiten
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