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Das Tschad-Kamerun-Erdöl- und Pipeline-Projekt

Title: Das Tschad-Kamerun-Erdöl- und Pipeline-Projekt

Term Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 2

Autor:in: Michel Yem Yem (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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In der Geschichte und noch heute charakterisieren sich die Großprojekte der dritten Welt mit Firmen des reichen Nordens durch Menschenrechtsverletzungen und einen geringen unbedeutenden ökonomischen Gewinn, der lediglich der korrupten Elite zugute kommt. Im Zentrum dieser Arbeit steht das Tschad - Kamerun – Pipeline – Projekt, das trotz der Kontrolle der Weltbank, nicht dieser Regel entkommt. Von der Weltbank als das Modellprojekt vorgestellt, soll zum ersten Mal in der Weltgeschichte durch Rohstoffförderung die Armut in den Entwicklungsländern besiegt werden.
Der erste Teil der Arbeit gibt einen kurzen Überblick über die schwierige politische und wirtschaftliche Lage des Tschads und damit die problematischen Ausgangsbedingungen für das Projekt. Im Folgenden werden die beteiligten Akteure sowie die fragwürdige Rolle der Weltbank vorgestellt, die trotz der Ergebnisse einer Studie über die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Projektes, dieses unterstützt. Wie die internationalen Ölkonzerne letztendlich den gesamten Gewinn aufteilen und wie die von den Bohrungen und dem Pipelinebau betroffene Bevölkerung entschädigt wird, ist Gegenstand des dritten Abschnittes. Besonders durch den Pipelinebau ist der kamerunische Urwald betroffen und damit der Lebensraum der Pygmäen. Die Folgen für Mensch und Natur sind erheblich, doch müssen die Erdölkonzerne nicht viel für diese Zerstörungen zahlen. Die Armutsbekämpfung scheint nicht nur zweitrangig für die Ölkonzerne zu sein, auch der tschadische Präsident verfolgt primärer andere Ziele mit den Einnahmen aus dem Projekt.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Kurzer Überblick über die wirtschaftliche und politische Situation im Tschad

2.2 Präsentation und Ziele des Ölprojektes - Die Rolle der Weltbank

2.3 Die Umsetzung des Projektes

2.3.1 Entschädigung der betroffenen Bevölkerung

2.3.2 Ölprojekt auf Kosten der Urwaldes - Lebensraum der Pygmäen

2.3.3 Das Gesetz 001 – Vertragsbruch der tschadischen Regierung

3 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert kritisch das Tschad-Kamerun-Erdöl- und Pipeline-Projekt und untersucht die sozioökonomischen Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung sowie die Rolle der Weltbank als Akteurin in diesem Vorhaben.

  • Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Tschad
  • Die Rolle und Einflussnahme der Weltbank in Entwicklungsprojekten
  • Verteilung der Gewinne zwischen Konsortium und beteiligten Staaten
  • Soziale Folgen, Entschädigungspraktiken und ökologische Zerstörung
  • Die marginalisierte Situation der Pygmäen durch den Pipelinebau
  • Rechtliche und politische Konflikte um Verträge und Einnahmen

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Ölprojekt auf Kosten der Urwaldes - Lebensraum der Pygmäen

Das Überleben der in den Wäldern lebenden Pygmäen (circa 5000 Einwohner) ist bedroht. Der Urwald wird mit der Einwilligung des kamerunischen Staates seit mehr als fünfzig Jahren von lokalen und internationalen Firmen (Holzlieferanten) ausgebeutet. Seither nicht beachtet, tritt das Problem der Pygmäen mit dem Ölprojekt aus dem Schatten. Mit dem Bau der Pipeline werden zusätzlich 120 km Urwald zerstört – ein Lebensraum von 23 Pygmäendörfern! (Es handelt sich um die Strecke von Lolodorf – Bipindi – Kribi). Jedes Jahr werden Hektar um Hektar Urwald verkauft, ohne Rücksicht auf die Pygmäen. In Kamerun haben die Urwaldbewohner keine Rechte, sie werden wie Untermenschen behandelt und bekommen oft nicht einmal einen Personalausweis ausgestellt. In ihrer marginalisierten Position sind sie kaum in der Lage sich ihre Rechte zu erkämpfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Großprojekte in der Dritten Welt ein und umreißt die Problematik des Tschad-Kamerun-Pipeline-Projekts sowie die kritische Rolle der Weltbank.

2 Hauptteil: Der Hauptteil beleuchtet die wirtschaftliche Lage des Tschads, die Ziele des Ölprojekts, die ungleiche Gewinnverteilung sowie die sozialen und ökologischen Folgen für die Bevölkerung und die Pygmäen.

3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Projekt trotz anderslautender Versprechen primär die Interessen der Ölkonzerne stützt und die lokale Bevölkerung sowie die Umwelt unter den negativen Konsequenzen leiden lässt.

Schlüsselwörter

Tschad, Kamerun, Pipeline-Projekt, Weltbank, Erdölförderung, Armutsbekämpfung, Menschenrechtsverletzungen, Pygmäen, Urwaldzerstörung, Gesetz 001, Konsortium, Gewinnverteilung, Doba-Becken, soziale Auswirkungen, Korruption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziokulturellen und ökonomischen Auswirkungen des Tschad-Kamerun-Erdöl- und Pipeline-Projekts auf die betroffenen Regionen und Bevölkerungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Weltbank, die wirtschaftliche Situation des Tschads, die Rechte der lokalen Bevölkerung, den Schutz des Urwalds und die Machtverhältnisse zwischen Konzernen und dem Staat.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung, ob das Modellprojekt der Weltbank tatsächlich zur Armutsbekämpfung beiträgt oder ob es lediglich ökonomische Interessen autoritärer Eliten und internationaler Konzerne bedient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Vorgehensweise, basierend auf der Auswertung von Studien, Berichten von Nichtregierungsorganisationen und politischen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den sozioökonomischen Kontext, die Projektziele, die Entschädigungspraxis für Bauern, die Bedrohung der Pygmäen sowie die Vertragsbrüche der tschadischen Regierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern zählen Pipeline, Weltbank, Armutsbekämpfung, Menschenrechtsverletzungen, Pygmäen und Gewinnverteilung.

Warum wird die Entschädigungssituation der Pygmäen als besonders kritisch bewertet?

Die Pygmäen sind in einer marginalisierten Position, besitzen keine Geldkultur und werden in den Kompensationsprojekten, die von Firmen und Bantu-Bauern dominiert werden, weitgehend übergangen oder ausgebeutet.

Welche Rolle spielte das Gesetz 001 bei der Weltbank-Beteiligung?

Das Gesetz 001 garantierte, dass 80% der Öleinnahmen in die Armutsbekämpfung fließen sollten; es war die Bedingung der Weltbank, das Projekt überhaupt mitzufinanzieren.

Wie verhielt sich die tschadische Regierung bezüglich der vertraglichen Zusagen?

Bereits nach einem Jahr Ölförderung änderte die Regierung das Gesetz, um Einnahmen für Militärausgaben und Wahlkämpfe zu verwenden, was zum Bruch der vertraglichen Vereinbarungen mit der Weltbank führte.

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Details

Title
Das Tschad-Kamerun-Erdöl- und Pipeline-Projekt
College
University of Kassel
Grade
2
Author
Michel Yem Yem (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V133959
ISBN (eBook)
9783640405947
ISBN (Book)
9783640406029
Language
German
Tags
Tschad-Kamerun-Erdöl- Pipeline-Projekt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michel Yem Yem (Author), 2006, Das Tschad-Kamerun-Erdöl- und Pipeline-Projekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133959
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