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Schulsport und Vereinssport

Title: Schulsport und Vereinssport

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 42 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martina Schönherr (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Schulsport und Vereinssport sind in Deutschland die beiden Bereiche, in denen den meisten Menschen das Sporttreiben nahe gebracht wird. Im verpflichtenden Schulsport bekommt jeder die Möglichkeit, seinen Körper zu erfahren, sich zu bewegen und neue Sportarten, die ihm bisher fremd waren, auszuprobieren. Unabhängig von Herkunft, sozialem Status und mitgebrachten Erfahrungen steht hier allen Schülern Tür und Tor offen, sich körperlich zu betätigen. Dies macht den Schulsport zu einer unverzichtbaren und einzigartigen Einrichtung, die nach allen Kräften gefördert und ausgebaut werden sollte. Im Zuge der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium (G8) kommt aber gerade dieser Teilbereich des Schulalltags immer mehr unter die Räder und muss seine Existenz rechtfertigen. Gesundheitliche Faktoren physischer und psychischer Art, soziale Anbindungen und Kompetenzen sowie Gewalt- und Suchtprävention sind nur einige der Bereiche, für die Sport an sich und in diesem Zuge der Schulsport eine wichtige Rolle spielt. Neuere Studien zur Jugendgesundheit, zum Schulsport und zur Freizeitaktivität von Jugendlichen bieten eine breite Argumentationsgrundlage und werden in dieser Arbeit diskutiert.
Ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Aspekt des Schulsports ist es, junge Menschen zum lebenslangen Sporttreiben zu motivieren. Nach dem Austritt aus der Schule kommt den Sportvereinen eine essenzielle Rolle in der Bindung der Menschen an den Sport zu. Wie im Verlaufe der Arbeit noch des Öfteren anhand unterschiedlicher Studien zu sehen sein wird, ist keine andere Institution für das lebenslange Sporttreiben so wichtig wie der Sportverein. Nahe liegend wäre daher eine intensive Kooperation zwischen diesen beiden wichtigen Institutionen: Schule und Verein. Die Analyse der Kooperation zwischen Schule und Verein wird daher ein weiterer Punkt der Arbeit sein.
Alle behandelten Fragestellungen werden – so weit möglich – an dem uns im Rahmen dieses Hauptseminars zur Verfügung gestellten Datensatzes der MoMo-Studie überprüft und verglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 VORSTELLUNG DER ZUGRUNDE LIEGENDEN STUDIEN

3 DIE BEDEUTUNG DES SPORTS FÜR JUGENDLICHE

4 SCHULSPORT

4.1 Interesse am Schulsport

4.2 Bedeutung der Leistungsfähigkeit im Sport

4.3 Quantität und Qualität des Schulsports

4.4 Ziele des Schulsports

4.5 Schulsport in der MoMo-Studie

4.5.1 Anstrengungsgrad im Schulsport

4.5.2 Fitnessgrad in Abhängigkeit von Sportstundenzahl

4.5.3 Einfluss der Sportstundenzahl auf das Wohlbefinden in der Schule

5 VEREINSSPORT

5.1 Der Vereinssport als Garant für regelmäßiges Sportengagement

5.2 Vereinssport im Spektrum jugendlicher Freizeitaktivitäten

5.3 Sportvereinszugehörigkeit und motorische Fähigkeiten

5.4 Vereinssport in der MoMo-Studie

5.4.1 Mitgliedschaft im Sportverein

5.4.2 Vereinszugehörigkeit und motorische Fähigkeiten

6 KOOPERATION ZWISCHEN SCHULE UND VEREIN

6.1 Bedeutung und Durchführung der Kooperation zwischen Schulsport und Vereinssport

6.2 Aufgaben des Sportvereins in der Kooperation mit der Schule

6.3 Die Verbindung von Schule und Verein in der MoMo-Studie

7 FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den Stellenwert von Schulsport und Vereinssport für Jugendliche in Deutschland. Ziel ist es, unter Einbeziehung verschiedener Studien – insbesondere der MoMo-Studie – den Einfluss der wöchentlichen Sportstundenzahl auf die motorische Leistungsfähigkeit und das schulische Wohlbefinden zu analysieren sowie die Kooperation zwischen Schule und Sportverein kritisch zu beleuchten.

  • Bedeutung sportlicher Aktivitäten im Alltag Jugendlicher
  • Analyse der Qualität und Quantität des Schulsports
  • Zusammenhang zwischen Schulsportfrequenz und Fitness
  • Rolle des Vereinssports als Garant für kontinuierliches Engagement
  • Evaluation der Kooperationsstrukturen zwischen Schule und Verein

Auszug aus dem Buch

4.1 Interesse am Schulsport

Wie steht es nun aber um den Schulsport in Deutschland? Sind Jugendliche auch im sozialen Setting Schule gleichermaßen am Sport interessiert oder wird hier eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen in die Zwangsjacke der Pflichtveranstaltung gesteckt? Antworten auf diese Fragen geben die Studien von Bös et al. zur „Fitness in der Grundschule“ 2000 sowie die DSB-Sprint-Studie 2004, die den Sportunterricht in Deutschland untersucht. Bei der Betrachtung der folgenden Abbildungen sollte der Leser stets im Hinterkopf behalten, dass die Daten von Bös et al. sich auf Kinder im Alter von 6 – 10 Jahren beziehen, wohingegen die Ergebnisse der Sprintstudie Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 16 Jahren berücksichtigen.

Aus beiden Studien lässt sich erfreulicherweise ablesen, dass der Schulsport keineswegs als negativ empfunden wird. 80,1 % der Grundschulkinder bekundeten 2000 sogar sehr großes Interesse am Schulsport und nur 3,8 % hatten sehr geringes Interesse an ihm. Auch die Sprintstudie spiegelt ein äußerst positives Bild wider. Zwar nimmt die Relevanz des Schulsports mit zunehmendem Alter bei den Schülern ab, aber auch in der höchsten untersuchten Altersstufe (9. Klasse) ist er auf der Skala von 1 bis 5 (1 = nicht wichtig bis 5 = sehr wichtig) noch bei knapp 3,5 angesiedelt. Ein weiterer Faktor für die Abnahme der Relevanz des Schulsports könnte die Abnahme der Wochenstundenzahl im Sport in den höheren Klassenstufen sein (vgl. Abb. 8). Auffällig ist zudem, dass die Kinder und Jugendlichen dem Sportunterricht eine größere Bedeutung zukommen lassen als dem Vereinssport, obwohl dieser – wie in Kapitel 5 zu sehen sein wird – das zweitwichtigste Setting für ihren Freizeitsport darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Schulsports als unverzichtbare Einrichtung und führt in die Thematik der Kooperation zwischen Schule und Verein zur Förderung lebenslangen Sporttreibens ein.

2 VORSTELLUNG DER ZUGRUNDE LIEGENDEN STUDIEN: In diesem Kapitel werden die für die Arbeit zentralen Studien und Sekundärquellen kurz vorgestellt, um eine breite Argumentationsgrundlage zu schaffen.

3 DIE BEDEUTUNG DES SPORTS FÜR JUGENDLICHE: Das Kapitel verdeutlicht den hohen Stellenwert von Sport als jugendspezifische Altersnorm und zeigt anhand empirischer Daten die Wichtigkeit sportlicher Freizeitaktivitäten.

4 SCHULSPORT: Dieser Abschnitt analysiert das Interesse der Schüler am Schulsport, dessen Einfluss auf die Fitness und die Problematik der aktuellen Unterrichtsquantität sowie der pädagogischen Ziele.

5 VEREINSSPORT: Hier wird die zentrale Funktion des Sportvereins als Garant für regelmäßige Bindung an den Sport sowie die Bedeutung der Vereinszugehörigkeit für motorische Fähigkeiten untersucht.

6 KOOPERATION ZWISCHEN SCHULE UND VEREIN: Das Kapitel befasst sich mit der in der Theorie hoch bewerteten, in der Praxis jedoch oft unterrepräsentierten Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen.

7 FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert vor dem Hintergrund der G8-Umstellung eine stärkere Förderung des Schulsports statt Kürzungen.

Schlüsselwörter

Schulsport, Vereinssport, MoMo-Studie, Sprint-Studie, Sportinteresse, motorische Fähigkeiten, Kooperation Schule-Verein, Jugendgesundheit, Sportengagement, Trendsportarten, Schulklima, Sportunterricht, Freizeitaktivitäten, Leistungsfähigkeit, Lebenslanges Sporttreiben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation des Schul- und Vereinssports in Deutschland sowie deren gegenseitige Ergänzung für eine lebenslange Sportbiografie von Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das Interesse der Schüler am Sport, die Auswirkungen der Unterrichtsquantität auf Fitness und Wohlbefinden sowie die Rolle der Vereine und Möglichkeiten zur Kooperation mit der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Status quo des Schulsports und des Vereinslebens anhand wissenschaftlicher Daten abzubilden und aufzuzeigen, wie wichtig beide Bereiche für die körperliche und soziale Entwicklung von Jugendlichen sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine Ausarbeitung, die Sekundärliteratur und diverse Studien (wie die Sprint-Studie und die MoMo-Studie) vergleicht, um Aussagen über Deutschland hinweg zu verifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse des Schulsports, des Vereinssports und die Erörterung der Kooperation zwischen Schule und Verein unter Einbeziehung von Statistiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Schulsport, Vereinssport, MoMo-Studie, Kooperation und motorische Leistungsfähigkeit.

Wie unterscheidet sich die MoMo-Studie in ihrer Aussagekraft von anderen Quellen?

Die MoMo-Studie dient der Autorin dazu, Ergebnisse, die oft nur regional begrenzt sind, auf eine breitere Datenbasis zu heben und bundesweite Tendenzen zu überprüfen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Kooperation?

Die Autorin stellt fest, dass die Kooperation zwischen Schule und Verein zwar als wenig bedeutend eingestuft wird, in der Praxis jedoch erfreulicherweise häufiger stattfindet, als die Schulleiter in Umfragen angeben.

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Details

Title
Schulsport und Vereinssport
College
University of Constance
Course
Hauptseminar Sportpädagogik
Grade
1,0
Author
Martina Schönherr (Author)
Publication Year
2008
Pages
42
Catalog Number
V134150
ISBN (eBook)
9783640420360
ISBN (Book)
9783640420797
Language
German
Tags
Schulsport Vereinssport MoMo Studie Sprint Studie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Schönherr (Author), 2008, Schulsport und Vereinssport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134150
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