Bis hin zu einem nachhaltigen Gebäude gibt es viele Schritte zu beachten und viele Faktoren müssen miteinbezogen werden. Nicht nur neue Energieansätze und Baumaßnahmen, sondern auch ökonomische und ökologische Kriterien müssen betrachtet werden. Hier spielen vor allem Green Buildings und auch Nachhaltigkeits-Zertifikate eine große Rolle. Der Weg zu einem solchen Zertifikat über verschiedene Green Building Labels ist ein bedeutender Faktor, wenn man letztendlich nachhaltig bauen will. Diese Studienarbeit beschäftigt sich mit der nachhaltigen Bauweise von heutigen Gebäuden. Dabei werden die genannten Punkte miteinbezogen und erläutert, was alles mit nachhaltiger Bauweise zusammenhängt und beachtet werden muss.
Inhaltsverzeichnis
1. Immobilienwirtschaft als Energiefresser
1.1 Energieverbrauch von Immobilien
1.2 Der Energieausweis
2. Rechtslage zur Nachhaltigkeit
2.1 Staatliche Verordnungen
2.2 Aktuelle Rechtslage in der Energiekrise
3. Green Buildings
3.1 Zertifizierung
3.1.1 Das BREEAM Label
3.1.2 Das LEED-System
3.1.3 DGNB-System
3.2 Ausblick in der Immobilienwirtschaft
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Studienarbeit analysiert die energetischen Herausforderungen der Immobilienwirtschaft und untersucht Wege, durch nachhaltiges Bauen sowie moderne Zertifizierungssysteme den Ressourcenverbrauch im Immobiliensektor signifikant zu senken.
- Analyse des Energieverbrauchs von Bestandsgebäuden gegenüber Neubauten
- Bewertung der staatlichen Regulierungen zur Energieeffizienz
- Untersuchung des "Green Building"-Konzepts als Lösungsansatz
- Vergleichende Darstellung internationaler Zertifizierungssysteme (LEED, BREEAM, DGNB)
- Diskussion der Auswirkungen von Energiekrise und Klimawandel auf die Immobilienbranche
Auszug aus dem Buch
1.1 Energieverbrauch von Immobilien
Zur Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft gehört natürlich nicht nur die Bauweise inklusive der Größe der Gebäude oder wie viel Fläche sie dabei einnehmen, sondern auch der Verbrauch pro Gebäude. Gerade jetzt spielt der Verbrauch bei den steigenden Preisen eine immer größere Rolle und da Gebäude beheizt werden müssen sowie Strom verbrauchen, muss hier auf jeden Fall auf nachhaltige Nutzung gesetzt werden.
Wie bereits erwähnt, spielt die Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft eine große Rolle. Ein Drittel des deutschen CO2 Ausstoßes wird durch Gebäude verursacht. Und obwohl in diesem Bereich der Verbrauch so hoch ist, spielt der Trend auch im Immobilienbereich auf das Klima und so auf die Nachhaltigkeit zu achten, eine nicht besonders große Rolle. Beim Trendbarometer von EY gibt dieser der Aufmerksamkeit zu diesem Thema im Jahr 2020 gerade einmal 63 Prozent. Bereits am Anfang der Bauphase wird hier beim Energieverbrauch nicht genug darauf geachtet, eine gute Ökobilanz zu erzielen. Baustoffe wie Zement, aber auch Beton und Stahl sind hier für enorm hohe CO2 Emissionen verantwortlich.
Gebäude, die durch nachhaltigere Baustoffe gebaut wurden, gibt es dennoch und bekommen auch ein dementsprechendes Zertifikat. Dieses wird durch verschiedene Organisationen vergeben und wird im späteren Verlauf der Arbeit näher erklärt. Wie bereits erwähnt ist aber auch der Unterhalt von Gebäuden sehr hoch. Schlechte Isolierung oder verschwenderische Heizung, vor allem auch mit fossilen Brennstoffen, haben eine schlechte Umweltbelastung. Die nachhaltige Bewirtschaftung spielt somit bei Bestandsgebäuden eine wesentliche Rolle, um Energie einzusparen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Immobilienwirtschaft als Energiefresser: Dieses Kapitel erläutert den hohen Ressourcen- und Energiebedarf der Baubranche und thematisiert die Diskrepanz zwischen Gebäudelebensdauer und energetischer Sanierung.
1.1 Energieverbrauch von Immobilien: Der Abschnitt fokussiert auf die CO2-Emissionen durch Baustoffe sowie den Unterhalt und betrachtet Einsparpotenziale bei Heizung und Beleuchtung.
1.2 Der Energieausweis: Hier wird die rechtliche Bedeutung des Energiepasses für Transparenz bei Verkauf und Vermietung sowie dessen Rolle bei energetischen Anforderungen dargelegt.
2. Rechtslage zur Nachhaltigkeit: Das Kapitel behandelt die staatlichen Lenkungsmaßnahmen durch Gesetze und Verordnungen, die den Markt zu nachhaltigem Bauen motivieren sollen.
2.1 Staatliche Verordnungen: Hier werden zentrale Verordnungen wie die Wärmeschutzverordnung oder EnEV im historischen Kontext bis hin zu aktuellen Mindeststandards diskutiert.
2.2 Aktuelle Rechtslage in der Energiekrise: Der Text analysiert kurz- und mittelfristige Notmaßnahmen zur Gas- und Stromeinsparung, die als direkte Reaktion auf die Energiekrise 2022 implementiert wurden.
3. Green Buildings: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Green Building" und erläutert dessen ökologische, ökonomische und soziale Säulen der Nachhaltigkeit.
3.1 Zertifizierung: Hier wird der strategische Wert von Gütesiegeln zur Objektbewertung und zur Steigerung der Immobilienqualität hervorgehoben.
3.1.1 Das BREEAM Label: Vorstellung des ältesten internationalen Zertifizierungssystems aus Großbritannien und dessen Kriterienkatalog.
3.1.2 Das LEED-System: Analyse des weltweit verbreiteten US-Systems mit Fokus auf seine Besonderheiten bei der Bewertung verschiedener Nutzungsarten.
3.1.3 DGNB-System: Erläuterung des deutschen Zertifizierungsansatzes, der besonders durch eine ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung überzeugt.
3.2 Ausblick in der Immobilienwirtschaft: Ein Fazit zur Notwendigkeit des beschleunigten Wandels hin zur Klimaneutralität durch verstärkte politische Steuerung und technologische Anpassungen.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Immobilienwirtschaft, Energieverbrauch, Green Buildings, Energetische Sanierung, Energieausweis, Zertifizierung, CO2-Emissionen, Passivhaus, Klimaschutz, EnEV, DGNB, BREEAM, LEED, Ressourcenmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Rolle der Immobilienwirtschaft als bedeutenden Verbraucher von Energie und Ressourcen und betrachtet Wege, wie durch nachhaltige Bauweisen und Sanierungen ein klimafreundlicherer Betrieb möglich ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf dem Energieverbrauch von Gebäuden, der staatlichen Gesetzeslage (einschließlich Reaktionen auf die Energiekrise), den Kriterien von Green Buildings sowie dem Zertifizierungswesen mit Systemen wie BREEAM, LEED und DGNB.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit im Bausektor aufzuzeigen und zu erläutern, wie Immobilieninvestoren und Planer durch gezielte Maßnahmen sowie Zertifizierungen zur globalen CO2-Reduktion beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen, Gesetzesblätter und Branchenberichte, um den Status quo der nachhaltigen Immobilienwirtschaft zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Energieverbrauchs, eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Green Buildings als Lösungsmodell für nachhaltiges Bauen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Fachbegriffe wie Primärenergiebedarf, energetische Sanierung, CO2-Bilanz, Lebenszykluskosten und Gebäudezertifizierung.
Wie unterscheiden sich Verbrauchsausweis und Bedarfsausweis laut dieser Analyse?
Der Verbrauchsausweis basiert auf den tatsächlich gemessenen Energiedaten der Nutzer, während der Bedarfsausweis den theoretischen Energiebedarf auf Basis technischer Eigenschaften des Gebäudes berechnet und somit präzisere Ansätze für Sanierungsplanungen liefert.
Welchen Stellenwert nimmt das DGNB-System im Vergleich zu internationalen Standards ein?
Das DGNB-System zeichnet sich durch eine ganzheitliche Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes aus und stellt eine deutsche Speziallösung dar, die zusätzliche Kriterien integriert, um Lücken anderer Systeme zu schließen.
Welche spezifischen Auswirkungen hatte die Energiekrise 2022 auf die Branche?
Die Krise führte zu staatlich verordneten Einsparmaßnahmen, wie der Senkung von Raumtemperaturen in Büros und der Reduzierung der Beleuchtung, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Energieeffizienz kurzfristig zu erzwingen.
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- Tobias Schweiger (Author), 2022, Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft. Rechtslage zu Nachhaltigkeit und Green Buildings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1342934